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Präsenzlehre flexibilisieren

>> konstruktiv-Toolbox

Lehrveranstaltung mit Studierenden und Dozent

Raum-zeitliche Flexiblisierungsmöglichkeiten für Präsenzveranstaltungen

Präsenzlehre raum-zeitlich zu flexibilisieren, ist ein Mittel, Module für heterogene Zielgruppen zu öffnen. Welche Formen der Flexibilisierung für bestehende Module möglich und umsetzbar sind, ist u. a. abhängig von der Art der Veranstaltung.

Die Module der Studiengänge der Universität Bremen bestehen in der Regel aus mehreren Lehrveranstaltungen mit meist unterschiedlichen Lehr-Lern-Formaten. Diese Formate sind durch einzelne oder mehrere der untenstehenden Interaktionsarten geprägt. Zu diesen Interaktionsarten lassen sich klassische Szenarien zuordnen, die durch den Einsatz neuer Medien und innovativer Methoden raum-zeitlich flexibilisiert werden können. Welche Möglichkeiten es gibt und wie diese aussehen können, finden Sie, wenn Sie auf die entsprechenden Szenarien klicken.

Innerhalb einer Veranstaltung können verschiedene Szenarien kombiniert werden. Die Auswahl ist nicht erschöpfend und wird stetig erweitert. Die Zuordnung zu den Interaktionsformen verfolgt das Ziel, diesen Bereich der Toolbox inhaltlich und somit übersichtlich zu gliedern, wenngleich die Übergänge zwischen einzelnen Szenarien oft fließend sind und sie sich nicht eindeutig voneinander abgrenzen lassen (insbesondere bei den Fragend-endeckenden Lehr-Lern-Formaten).

Kontakt

Dr. Maren Praß
Akademie für Weiterbildung
0421 - 218 61 631
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Arten der Interaktion zwischen Hochschullehrer/in und Studierenden:

Hochschullehrer/in vermittelt Inhalte

Diese Interaktionsform zeichnet sich dadurch aus, dass im Wesentlichen die Dozentin/ der Dozent vorträgt und die Inhalte vermittelt. Die Studierenden hören zu und vollziehen die Inhalte nach. 

Möglichkeiten der Flexibilisierung:

  • Die klassische Form der Vorlesung kann durch Videoaufzeichnungen raum-zeitlich flexibler gestaltet werden.
  • Sind in der Vorlesung auch Nachfragen oder Diskussionen vorgesehen, eröffnet das Format des „Inverted Classroom“ (oder auch „Flipped Classroom“) neue flexible Möglichkeiten.

Hochschullehrer/in und Studierende erarbeiten Inhalte im Diskurs

Die Erarbeitung von Inhalten im persönlichen Diskurs zwischen dem/der Lehrenden und den Studierenden sowie unter den Studierenden nimmt üblicherweise in Seminaren oft breiten Raum ein. Klassischerweise finden Seminare im wöchentlichem Rhythmus statt.

Unterschiedliche Impulse können die Diskussion in der Lerngruppe anstoßen: ein vorbereitender Text, ein Thesenpapier usw. Häufig sind aber auch Referate der Studierenden Ausgangspunkt für die Diskussion.

Möglichkeiten der Flexibilisierung:

Diese Möglichkeiten der Flexibilisierung können auch im Rahmen von (Labor-)Übungen, Tutorien und in Verbindung mit Exkursionen eingesetzt werden.

Studierende erarbeiten sich Inhalte selbstständig (alleine oder in Gruppen)

Fragend-entdeckende Lehr-Lern-Formate, bei denen sich Studierende Inhalte im angeleiteten Selbststudium erarbeiten, sind per se raum-zeitlich flexibler als klassische Vorlesungen oder Seminare.

Fragend-entdeckende Lehr-Lern-Formate:

Sind das zu bearbeitende Thema und die angestrebten Ergebnisse nicht im Vorhinein festgelegt, bieten sich folgende Formate an:

Stehen die zu bearbeitende Fragestellung und die von den Studierenden erwarteten Ergebnisse dagegen fest, eignen sich besonders folgende Formate:

Einige Module können bereits aufgrund ihrer Genese nur schwer in Form von regelmäßigen Präsenzterminen angeboten werden. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Studierenden große Teile ihres Lernprozesses nur außerhalb des Campus, insbesondere in der Praxis, absolvieren können (z. B. bei Hospitationen, Praktikums- und Praxisphasen).

Um den Lernprozess der Studierenden auch in diesen Phasen zu begleiten, eignet sich besonders dieses Szenario:


Aktualisiert von: Katrin Heins