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Dienstag, 8. Mai 2018, 12.30 Uhr, Theatersaal, Eintritt frei
„Myrtenstrauch“: Lieder vom Werden und Vergehen
Von und mit Michael Gerdes/Gitarre und Gesang

PROGRAMMÄNDERUNG - Das ursprünglich geplante Percussion-Konzert mit Maximilian Suhr wird im Wintersemester nachgeholt.
Michael Gerdes

Michael Gerdes

hat eine lange Beat-Vergangenheit. Mit seinen Bands übte er schon in den 1980er Jahren die Verknüpfung von Melodie und Rhythmus. Dem ist er treu geblieben, wenn auch das virtuose Beatgeballer dem Singer/Songwritertum gewichen ist. Gerdes schreibt wunderbare Songs, die, dargeboten nur mit Gitarre und Gesang, trotzdem konzertanten Charakter haben. Seine Lieder kann man sich gut mit großem Orchester dargeboten vorstellen. Oder vielleicht sogar auch mit einer Beatband. Denn Gerdes‘ Rhythmen sind nach wie vor aufregend und tanzbar – trotz der spärlichen Instrumentierung. Das ist große Kunst, sowas gibt es nicht so häufig. Während Michael Gerdes früher überwiegend im Englischen textete, so ist er heute deutschsprachig unterwegs. Seine Texte sind friedlich, feinsinnig und voller Liebe. Sie fragen, hinterfragen, beschreiben und erzählen. 
Auch auf seiner neuen CD „Myrtenstrauch“ mit vier Titeln ist das so. Gerdes beschreibt das Leben und die Liebe, das Werden und Vergehen.  Da könnte man vielleicht denken, dass der Mann Potential zum Nerven hat. Das ist aber nicht so, weil Texte und Melodien eine unprätentiöse Einheit bilden und Gerdes nicht mal im Ansatz das Bestreben hat, sich selbst als feinsinnigen Künstler in den Vordergrund zu stellen. Im Gegenteil: er ist so, er denkt so, er fühlt so. „Authentisch“ nennt man das gerne. Und durch diese Authentizität wirkt alles, was Michael Gerdes macht, natürlich und selbstverständlich. Überbordende Schönheit wird so nahezu normal und allemal erträglich. Ich weiß nicht, wie viele Menschen heutzutage noch an Dichtung und Schönheit in der Kunst interessiert sind – aber bei Michael Gerdes findet man beides in berührender Form.

Thomas Ritter (Elbtonal)


Michael Gerdes singt von Spielen, die beginnen und Spinnen, die schwimmen, von Freudentanz und Paradies, von Kuss und Tod und Artemis. Von Blättern, die fallen und Farbenpracht, von Lieben und Küssen - Himmelsmacht.Von strahlendem Atem und Wind, der weht, dem Morgentau auf Glas und Intensität. Von Sinnen betäubt und Nebel, der weicht; vom Feuerfangen, Erkennen und Friday Night.