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Eingerichtete Stiftungsprofessuren

Prof. Dr. Sebastian Maneth

Stiftungsprofessur für Informatik an der Uni Bremen

  • Stifter:  Heisenberg Stiftungsprofessur
  • Zeitraum: 5 Jahre, vom Mai 2017 bis zum Mai 2022

Prof. Dr. Sebastian Maneth

Maneth hat zum 1. Mai 2017 eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Heisenberg-Professur übernommen. Das Heisenberg-Programm fördert herausragende Forscher, die sich durch exzellente Forschung hervorgehoben haben, und die sich für die Berufung auf eine unbefristete Professur qualifiziert haben. Die Professuren werden in der Regel für fünf Jahre gefördert. „Die Uni Bremen hat in der Informatik weltweit einen hervorragenden Ruf. Ich bin schon sehr gespannt auf meine Forschungsarbeiten und –kooperationen in der Hansestadt“, freut sich der Wissenschaftler.

Voraussetzung: Erkennen von Mustern

Die grundlegende Idee von Maneths Forschung beruht darauf, Wiederholungen jeglicher Art innerhalb der Daten zu erkennen und auszunutzen. Zu einer Beschleunigung kommt es dann, wenn der Algorithmus so verändert werden kann, dass sich wiederholende Muster nur noch einmal bearbeitet werden müssen. In manchen Fällen laufen die veränderten Algorithmen dadurch tausende Male schneller als auf den Originaldaten. „Eine besondere Herausforderung ist die Heterogenität der innerhalb von Big Data heutzutage eingesetzten Datenformate“, erklärt der Informatiker. So sind beispielsweise Graphen sozialer Netzwerke vollkommen anders zu komprimieren als Text- oder Bilddateien. Insgesamt gilt aber, dass je mehr Wissen man über Struktur und Inhalt von Daten hat, man sie umso stärker komprimieren kann. An der Universität Bremen möchte der 45-jährige Wissenschaftler seine Verfahren insbesondere auf Daten anwenden, die innerhalb der Logistik und in medialen Informationssystemen entstehen.

Zum Werdegang

Sebastian Maneth studierte Informatik und promovierte 2003 an der Universität Leiden (Niederlande) im Bereich theoretische Informatik. Nach Forschungsaufenthalten in der Schweiz war er viele Jahre am Nationalen Forschungsinstitut NICTA und an der University of New South Wales in Sydney (Australien) beschäftigt. Zuletzt lehrte und forschte er an der University of Edinburgh (UK).

Weitere Informationen:

 

Prof. Dr. Johannes Schöning

Stiftungsprofessur für Mensch-Technik-Interaktion

  • Stifter:  Lichtenberg (VW-Stiftung) Stiftungsprofessur
  • Zeitraum: 5 Jahre, vom Juni 2016 bis zum Juni 2021


Prof. Dr. Johannes Schöning

Der Informatiker Johannes Schöning ist 2016 mit einer Lichtenberg-Professur ausgezeichnet worden. Die Volkswagen Stiftung wird seine wissenschaftliche Arbeit in den kommenden fünf Jahren mit mehr als 1,4 Millionen Euro unterstützen. An der Universität Bremen beschäftigt sich der exzellente Wissenschaftler im Fachbereich Mathematik/Informatik mit der Mensch-Technik-Interaktion (engl. Human-Computer Interaction (HCI)). Das Forschungsinteresse der Arbeitsgruppe liegt auf der Schnittstelle zwischen Mensch-Technik-Interaktion, Geo-Informationen und ubiquitären Interface-Technologien. Mit seinem Team arbeitet er sich mit der Gestaltung, Entwicklung und Evaluierung neuer Navigationstechniken. Im HCI-Labor untersuchen sie, wie Menschen mit digitalen räumlichen Informationen interagieren und entwickeln neue Methoden und neuartige Interfaces um Menschen bei der Nutzung von räumlichen Informationen zu unterstützen. Dies beinhaltet die Entwicklung und Evaluation von Wearables, mobilen Augmented Reality und Virtual Reality Applikationen, interaktiven Benutzungsoberflächen sowie anderen „post Desktop“ Interfaces. Johannes Schöning ist Mitglied im Wissenschaftsschwerpunkt Minds, Media, Machines, im Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) und Co-Direktor des Bremen Spatial Cognition Center (BSCC).

Zuvor war Johannes Schöning Professor an der Universität Hasselt in Belgien und hat den Aufbau des Intel Sustainable Cities Lab an der UCL in London geleitet. Seine Promotion schloss Herr Schöning im Jahr 2010 an der Universität des Saarlandes ab. Sein Studium der Geoinformatik schloss er 2007 an der Universität Münster ab.

http://hci.uni-bremen.de

https://www.uni-bremen.de/minds-media-machines

http://bscc.spatial-cognition.de/node/2

http://www.tzi.de

 

Portraitfoto Herr Braxmeier

Prof. Dr. Claus Braxmaier

Christa und Manfred Fuchs-Stiftungsprofessur für Raumfahrttechnologie/System Enabling Technologies

  • Stifter: OHB System AG, Institut für Raumfahrtsysteme (DLR) in Bremen, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
  • Zeitraum: 10 Jahre, August 2012 bis Juli 2022


Prof. Dr. Claus Braxmaier

Im Juli 2012 trat Claus Braxmaier die Christa-und-Manfred-Fuchs-Stiftungsprofessur an. Der Lehrstuhl für Raumfahrttechnologie an der Universität Bremen ist am ZARM im Fachbereich Produktionstechnik lokalisiert und arbeitet in enger Kooperation mit dem DLR-Institut für Raumfahrtsysteme. Am DLR-Institut leitet Claus Braxmaier zudem die Abteilung ‚System Enabling Technologies.’ Außerdem besteht eine enge Kooperation mit Astrium Friedrichshafen (Science Programmes & Missions).

Herrn Prof. Dr. Claus Braxmaiers Forschung konzentriert sich auf die Entwicklung weltraumtauglicher Technologien zur Umsetzung derzeitiger und zukünftiger Weltraummissionen.  Dabei verlangt die hoch-genaue Messung physikalischer Größen, die Suche nach neuen Effekten oder die Überprüfung der Physik immer präzisere Messmethoden. Exemplarisch sei die Detektion von Gravitationswellen (LISA, NGO) genannt. Für eine erfolgreiche Mission muss der Abstand (ca. eine Million km) der Testmassen innerhalb der Satelliten auf ein Billionstel Meter genau bestimmt werden. Solche Missionen erfordern hoch-präzise optische Instrumente, wie Interferometer und Frequenz-Referenzen, zur Messung des Abstandes und der Zeit, welche an der Christa-und-Manfred-Fuchs Stiftungsprofessur entwickelt werden. Dabei wird beim Aufbau und der Verarbeitung besonderer Wert darauf gelegt, dass diese Instrumente den Bedingungen während eines Raketenstarts und im Weltraum, wie Vibrationen, Temperaturänderungen und Strahlung, standhalten ohne Messgenauigkeit einzubüßen. Außerdem werden an der Stiftungsprofessur Triebwerke mit äußerst kleinen Schüben entwickelt, deren Charakterisierung neue Messmethoden notwendig macht, welche ebenfalls realisiert werden. Dies trifft auch für die Güteuntersuchung von Spiegeloberflächen und für die Untersuchung der thermischen Ausdehnung dimensional hochstabiler Materialien für Weltraumanwendungen zu.

Außerdem begleitet Herr Prof. Dr. Claus Braxmaier konkrete Satellitenmissionen federführend, wie beispielsweise die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geförderte Mission der Europäischen Weltraumorganisation: STE-QUEST (Space-Time Explorer and Quantum Equivalence Principle Space Test). Diese dient der Überprüfung der Grundlagen und Vorhersagen der Relativitätstheorie Einsteins mit einmaliger Genauigkeit und mittels quantenmechanischer Zustände der Materie.

Prof. Dr. Ralf Bachmayer

  • Stifter:  MARUM Stiftungsprofessur
  • Zeitraum: 


Prof. Dr. Ralf Bachmayer

Marine Environmental Technology / Deep-Sea Engineeringr

Dienstantritt: 01.07.2017

Prof. Dr. Ralf Bach­may­er hat zum 1. Juli 2017 die neu ein­ge­rich­te­te Werner Siemens-Stiftungsprofessur „Ma­ri­ne Um­welt­tech­no­lo­gie / Tief­see In­ge­nieur­wis­sen­schaf­ten“ im Innovationszentrum für Tiefsee-Umweltüberwachungen am MARUM, Uni­ver­si­tät Bre­men an­ge­tre­ten. Sein For­schungs­schwer­punkt liegt im Be­reich des Ent­wurfs und der Steue­rung ver­netz­ter he­te­ro­ge­ner Un­ter­was­ser­be­ob­ach­tungs­sys­te­me zum Zwe­cke ef­fi­zi­en­ter Lang­zeit Tief­see­be­ob­ach­tun­gen. Er ist Lei­ter der Arbeitsgruppe Marine Umwelttechnologie / Tiefsee Ingenieurwissenschaften am MARUM.

Prof. Bach­may­er hat Elek­tro­tech­nik in Karls­ru­he stu­diert, die Di­plom­ar­beit hat er am Woods Hole Ocea­no­gra­phic In­sti­tu­ti­on (USA) ver­fasst und an der Johns Hop­kins Uni­ver­si­ty (USA) pro­mo­viert. Seit sei­ner Post-Dok­to­ran­den Stel­le an der Prin­ce­ton Uni­ver­si­tät (2000-2003) ar­bei­tet er mit und an ver­schie­de­nen Tech­ni­schen As­pek­ten von Un­ter­was­ser Glei­tern (Mo­del­lie­rung, Re­ge­lung, Na­vi­ga­ti­on) in­di­vi­du­ell aber auch als mo­bi­le ko­or­di­nier­te oder ko­ope­rie­ren­de Netz­wer­ke ver­knüpft. Von 2003 bis 2008 war er wis­sen­schaft­li­cher An­ge­stell­ter am Na­tio­nal Re­se­arch Coun­cil Ca­na­da In­sti­tu­te for Oce­an Tech­no­lo­gy in St. John’s, Neu­fund­land. 2008 wech­sel­te er an die Me­mo­ri­al Uni­ver­si­ty of Ne­w­found­land wo er das Au­to­no­mous Oce­an Sys­tems La­bo­ra­to­ry (www.aosl.ca) grün­de­te. Seit 2017 baut Prof. Dr. Ralf Bach­may­er am MARUM das durch die Wer­ner Sie­mens-Stif­tung ge­för­der­te In­no­va­ti­ons­zen­trum für Tief­see-Um­welt­über­wa­chung auf.

Prof. Dr. Sara Hofmann

  • Stifter: Siemens-Stiftung
  • Zeitraum: für 10 Jahre


Prof. Dr. Sara Hofmann

Digitale Medien im öffentlichen Sektor

Dienstantritt: 01.02.2016

Prof. Dr. Sara Hofmann hat ihre akademische Karriere in den Studiengängen Wirtschaftsinformatik (BSc, WWU Münster) und Information Systems (MSc, WWU Münster und Université Paul Cézanne, Aix-en-Provence) begonnen. Im Jahr 2014 folgte die Promotion zur Dr. rer. pol ebenfalls an der WWU Münster. bevor sie Leiterin des Kompetenzzentrum E-Government des European Research Centers for Information Systems wurde. Bereits ein knappes Jahr später folgre der Ruf als Juniorprofessorin für Digitale Medien im öffentlichen Sektor an der Universität Bremen

Prof. Dr. Jürgen Pannek

ISP/APF Kooperation mit ifib (Senatorin für Finanzen)

  • Stifter: 
  • Zeitraum: 


Prof. Dr. Jürgen Pannek

Dynamics in Logistics

Dienstantritt: 01.02.2014

Jürgen Pannek hat zwischen 1999 und 2005 an der Universität Bayreuth und der University of Warwick sein Studium der Wirtschaftsmathematik absolviert. Anschließend hat er am Lehrstuhl für Angewandte Mathematik der Universität Bayreuth seine Promotion zum Thema Receding Horizon Control: A Suboptimality based Approach verfasst. Nach der Promotion 2009 arbeitete er für ein weiteres Jahr an der Universität Bayreuth im DFG Schwerpunktprojekt Regelungstheorie digital vernetzter dynamischer Systeme. Danach erhielt er ein Postdoc Stipendium der Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und forschte von 2010 bis 2011 an der Curtin University of Technology zum Thema Dezentrale modellprädiktive Regelung. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete er in der Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik der Bundeswehr Universität München, wo er u.a. für den Aufbau und Inbetriebnahme des Robotiklabors zuständig war. Im Februar 2014 schließlich übernahm er die Juniorprofessur Dynamics in Logistics an der Universität Bremen.

Kontakt

Dr. Christina Jung
Fon +49 421 218 - 60336
mailto:christina.jungvw.uni-bremen.de
Raum:SFG 3150 

Aktualisiert von: Henrik Hofmann