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Strategische Partnerschaften

Strategische Partner definieren sich wie folgt:

  • umfangreiche Kontakte und Zusammenarbeit in Forschung UND Lehre in mehreren Fächern sind bereits vorhanden und/oder es ist ein Interesse an einer Vertiefung mit dem Ziel der gegenseitig förderlichen Weiterentwicklung auf beiden Seiten festzustellen; ein Kooperationsvertrag/Memorandum of Understanding besteht oder es wurde beschlossen, aufgrund der zahlreichen Kontakte einen Vertrag abzuschließen;
  • es besteht eine Vergleichbarkeit der Universitäten in Größe, Zielsetzung und Ausstattung;
  • Förderliche politische und nationale Rahmenbedingungen (Förderprogramme für bestimmte Länder und Regionen sind vorhanden).

Als alternatives Auswahlkriterium sind entwicklungspolitische Beweggründe zu nennen, die beispielsweise für die Region Subsahara-Afrika zutreffen.
Ein gezielter Ressourceneinsatz fördert die Entwicklung der regionalen Schwerpunkte.
Derzeit befindet sich die Internationalisierungsstrategie der Universität in Überarbeitung. Nach Verabschiedung der neuen Strategie werden die derzeitigen strategischen Partnerschaften evaluiert und weiterentwickelt. Es wird angestrebt weltweit  max. 6-8 gesamtuniversitäre strategische Partner aufzubauen, sowie weitere strategische Partnerschaften der Fachbereiche in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Derzeitige Strategische Partner

Die Universität in Guelph (Ontario) wurde 1964 durch den Zusammenschluss eines landwirtschaftlichen und eines veterinärmedizinischen Colleges gegründet, ist somit nur wenige Jahre älter als die Universität Bremen. Mit ca. 28.000 Studierenden ist sie von vergleichbarer Größe. Das Fächerspektrum reicht von Geistes- und Sozialwissenschaften über Wirtschaftswissenschaften, Naturwissenschaften und Ingenieurswesen bis zur Landwirtschaft und Tiermedizin.

Die strategische Partnerschaft beinhaltet einen gesamtuniversitären Studierendenaustausch, Forschungskontakte, den Austausch von Dozierenden und Promovierenden und gemeinsame Drittmittelprojekte in mehreren Fachbereichen sowie aktuell Planungen zu einem vergleichenden Forschungsvorhaben über Fragen des Diversity Managements an deutschen und kanadischen Universitäten.

2017 wurde die Bremen-Guelph-Lecture Series ins Leben gerufen. In jedem Semester findet ein Gastvortrag jeweils im Wechsel in Guelph und Bremen statt. Den Auftakt machte im Sommersemester 2017 Jade Ferguson, Associate Professor am College of Arts der University of Guelph zum Thema " Seeking Sanctuary: Mob Violence, Black Citizenship, and Anti-Lynching Activism in Canada". Im September 2017 bestritt Dr. Serge Autexier vom DFKI in Guelph die zweite  Veranstaltung und stellte das Bremen Ambient Assisted Living Lab vor.

Prof. Don Bruce, ehemaliger Dean of Arts der University of Guelph, wurde zum Research Ambassador der Universität Bremen ernannt.

Informationen zum Studierendenaustausch

University of Guelph

Die University of North Carolina at Chapel Hill ist eine staatliche, forschungsstarke Universität und der bekannteste Standort des University of North Carolina-Systems. Gegründet 1789 zählt sie zu den drei ältesten Universitäten der Vereinigten Staaten. Zusammen mit der Duke University und zahlreichen Forschungsinstituten in der Region bildet sie das sogenannte "Research Triangle". Unser Research Ambassador Prof. Krishnendu Chakrabarty ist Chair des Department of Electrical and Computer Engineering (ECE) an der Duke University.

Die forschungszentrierte Kooperation mit der UNC fokussiert vor allem in zwei Wissenschaftsschwerpunkten der Universität Bremen: den Meereswissenschaften und den Sozialwissenschaften. Neben zahlreichen gemeinsamen Forschungsvorhaben und beiderseitigen Gastforschungsaufenthalten ist der Double Degree "Transatlantic Master Sozialpolitik" hervorzuheben.

Transatlantic Master

University of North Carolina at Chapel Hill

Mit der kamerunischen Universität in Ngaoundéré verbindet uns eine langjährige Kooperation, die von einem Alumnus initiiert wurde, der als Dozent zurück in sein Heimatland ging. Heute ist dieser Alumnus, Prof. Kolyang, an der Universität Maroua tätig und ebenfalls Research Ambassador der Universität Bremen. Die Université de Ngaoundéré hat ca. 30.000 Studierende und liegt im Norden des Landes.

Gemeinsame Forschung mit der Universität Ngaoundéré konzentriert sich in den Bio- und Umweltwissenschaften, in der Bienenforschung, den Kulturwissenschaften, der Logistik sowie in der Informatik. Regelmäßig absolvieren Kameruner Doktoranden einen Teil oder ihre gesamte Promotion in Bremen. Nach ihrer Rückkehr tragen sie zum Ausbau des Netzwerks und der Kooperation bei. Ausgehend von der Universität Ngaoundéré wächst schrittweise ein Kooperationsnetzwerk mit weiteren Universitäten in Kamerun, Nigeria und dem Tschad heran. Im Rahmen unserer Kooperation fördern wir die Universität Ngaoundéré darin, eine koordinierende Rolle zu übernehmen und ihre Erfahrungen an die neuen Partner im inner-afrikanischen Netzwerk weiterzugeben.

Gefördert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) wurden in den vergangenen Jahren mehrere Projekte zum Aufbau von Masterstudiengängen in der Ökologie und in der Logistik sowie zur Konzeption eines Sprachenzentrums durchgeführt. Weitere Projektanträge sind in Planung.

Université de Ngaoundéré

Die Ocean University of China in Qingdao ist eine top-gerankte meereswissenschaftliche Universität. Sie wurde 1924 gegründet und gehört heute zu den chinesischen Universitäten, die nicht nur in den sogenannten 211er- und 985er-Programmen gefördert wurde, sondern seit Ende 2017 auch zu den knapp 40 Universitäten im chinesischen Exzellenzprogramm gehört.

Gemeinsam mit weiteren Partnern bilden die OUC und die Universität Bremen das Netzwerk der "Sino-German Cooperation in Marine Sciences", einem Forschungsverbund, der neben gemeinsamen Forschungsvorhaben auch Sommerschulen, Workshops und Symposien zu meeres- und klimawissenschaftlichen Themen durchführt.

Die OUC und die Universität Bremen bieten seit vielen Jahren sowohl ein Doppelabschlussprogramm im Master wie auch in der Promotion an

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