Zum Inhalt springen

Das Geheimnis der Higgs-Teilchen

Im Jahr 2012 feierten die Teilchenphysiker der ganzen Welt ihren bisher wohl größten Erfolg. Das Higgs-Teilchen, der „Massen-Macher“ und letzter fehlender Baustein des Standardmodells der Elementarteilchenphysik, war am Large Hadron Collider am CERN (Genf) gefunden worden. Theoretisch vorhergesagt wurde es schon 50 Jahre vorher. Es hat lange gedauert, denn die eigentliche Schwierigkeit lag im experimentellen Sektor. Wir mussten erst lernen, gigantische supraleitende Beschleuniger und mit modernster Elektronik vollgepackte, haushohe Teilchendetektoren zu verwirklichen, bevor wir uns anschicken konnten, das Geheimnis des Higgs-Teilchens zu lüften.

Wozu wird dieses Teilchen im Standardmodell eigentlich gebraucht? Und wie kann man es tatsächlich mit Beschleunigern erzeugen und anschließend auch mit Teilchendetektoren nachweisen? Und ist das Buch der Elementarteilchenphysik jetzt fertig geschrieben, da alle Teilchen des Standardmodells gefunden sind?

Dies sind die Fragen, die ich im Vortrag beleuchten will. Dabei werde ich auf komplizierte mathematische Zusammenhänge vollständig verzichten und nur physikalisches Basiswissen voraussetzen, mit dem man sich das Treiben des Higgs-Teilchens mit einfachen Analogien klarmachen kann.

Ablauf

Die Veranstaltung am 06.11.2018 findet im Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) statt.

17.00 Uhr

Vortrag: Das Geheimnis der Higgs-Teilchen
mit Prof. Dr. Thomas Lohse

18.00 UhrPause, Zeit für Gespräche und ein kleiner Imbiss
18.30 UhrGesprächskreis für alle, die noch Fragen haben oder weiter über das Thema diskutieren möchten.
19.00 UhrEnde

Zur Anmeldung

 

Download: Lageplan ZARM (Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation)

Zum Vortragenden:

Thomas Lohse (Jahrgang 1956) ist Professor für Experimentelle Elementarteilchenphysik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Hier forscht er seit 1994 und vertritt die Physik in ihrer gesamten Breite in der Lehre. Er ist Mitglied des ATLAS-Experiments am Forschungszentrum CERN, und widmet sich dort der Untersuchung des Top-Quarks und der Suche nach neuen Phänomenen in der Teilchenphysik. Er leitet außerdem eine Forschergruppe im Bereich der Gammastrahlungsastronomie und ist am H.E.S.S.-Experiment in Namibia und dem zukünftigen CTA-Observatorium beteiligt. Forschungsschwerpunkte sind dabei Supernovaüberreste, Pulsare und die Suche nach dunkler Materie.  

Aktualisiert von: Isabell Harder