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Zukunftsfeld Mathematik

Nächster Termin

Montag, 17. September 2018,
9:00 – 12:30 Uhr,

Universität Bremen, Hörsaalgebäude (Keksdose)

Lageplan

Wo Mathematikerinnen und Mathematiker arbeiten und forschen

Eine Veranstaltung des Zentrums für Technomathematik der Universität Bremen und Fraunhofer MEVIS für Schüler*innen der gymnasialen Oberstufe mit Beiträgen des DLR und ArcelorMittal Bremen

Der technische Fortschritt, der unser tägliches Leben bestimmt, ist ohne Mathematik nicht denkbar, aber sie wirkt häufig im Verborgenen. Deshalb möchten wir an diesem Tag Anwendungen der Mathematik aus Industrie und Forschung vorstellen. In diesem Jahr kommen die Beiträge aus der Raumfahrt, aus der medizinischen Modellierung und Simulation sowie aus dem industriellen Umfeld.

Auf vielen Gebieten gibt es großen Bedarf an Mathematikerinnen und Mathematikern, nicht nur wegen ihrer mathematischen Kenntnisse, sondern oft auch wegen ihrer herausragenden analytischen Fähigkeiten. Unser Ziel ist es, interessierten Schülerinnen und Schülern einen Einblick in das breite, vielfältige und zukunftsträchtige Berufsfeld des Mathematikers und der Mathematikerin zu geben. Mathematik ist mehr als Zahlen und Rechnen!

Neben drei Vorträgen mit moderiertem Diskussions- und Fragenteil gibt es während einer einstündigen Pause die Möglichkeit, mit den Vortragenden und weiteren Wissenschaftlern und Experten näher ins Gespräch zu kommen. In kleinen Gesprächsgruppen können die Schüler*innen Fragen zur Arbeit und zum Werdegang der Experten stellen. An verschiedenen Stationen geben die beteiligten Institute weitere Einblicke in ihre Arbeit.

Anmeldung

Die Anmeldung für Gruppen erfolgt über die Lehrkräfte und ist ab sofort möglich.

» zur Anmeldung

Für die Gesprächsgruppen „Meet the Expert“ ist eine separate Anmeldung erforderlich.

>> zur Anmeldung von Meet the Expert

Programmübersicht

9:00 Uhr

Begrüßung

Prof. Dr. Thomas Hoffmeister, Konrektor für Lehre und Studium, Universität Bremen,  Dr. Hanne Ballhausen, Fraunhofer MEVIS, Dr. Matthias Knauer, ZeTeM, AG Optimierung und Optimale Steuerung, Universität Bremen

 9:20 Uhr

Mathematik und medizinische Bilder

Dr. Cristoffer Cordes, Fraunhofer MEVIS

10:00 Uhr

Optimierung in der Stahlindustrie

Insa Poppen, ArcelorMittal Bremen

10:40 Uhr

Pausenprogramm im GW 2 mit Stationen der beteiligten Institute und "Meet the Expert"

11:40 Uhr

Mathematik in der Raumfahrt

Dr. Marco Scharringhausen, DLR

12:20 Uhr

Abschluss

12:30 Uhr

Ende der Veranstaltung

 

Eine Veranstaltung von


Die Vorträge 2018


Mathematik und medizinische Bilder

Illustration einer numerisch simulierten fokussierten Ultraschalltherapie in der Leber. Die im Zielgebiet entstehende Temperatur im Fokuspunkt wird farblich kodiert dargestellt.

Wir sind längst im Zeitalter der digitalen Medizin angekommen. Medizinische Daten und Bilder, welche mit modernen physikalischen Methoden erfasst werden, haben einen so hohen Informationsgehalt, dass mathematische Modellierung und Simulation einen erheblichen Mehrwert beitragen. Von der Optimierung der Erfassung, der Aufbereitung der Daten, der Simulation der physiologischen Prozesse, bis zur Optimierung der Therapie, ist die angewandte Mathematik ein Grundpfeiler der modernen Medizin. Hier ist die Arbeit eines Mathematikers nah an den Schnittstellen zu anderen Fachbereichen, oft zu Physik, Medizin, Informatik und Biologie. Dieser Vortrag illustriert aktive und aktuelle mathematische Themen im Umfeld medizinischer Bilder.

Cristoffer Cordes arbeitet am Fraunhofer MEVIS als Forscher. Er hat an der Universität Bremen Mathematik studiert und seinen Master von der Clemson University (USA) verliehen bekommen. Danach hat er an der Universität Bremen in Physik promoviert. Sein Hauptfokus ist die MRT-Simulation und die abstrakte MRT-Sequenzentwicklung.


Optimierung in der Stahlindustrie

Im Stahlwerk wird Roheisen zu versandfertigen Coils verarbeitet.

Seit über 60 Jahren wird in Bremen Stahl produziert. Hochöfen und große industrielle Anlagen prägen das Bild im Bremer Norden an der Weser. Doch welche Rolle spielt Mathematik in einem Stahlwerk? Im Zuge der Digitalisierung werden immer mehr mathematische Modelle benötigt, zum Beispiel um Anlagen besser auszulasten oder Produktionskosten zu minimieren. In diesem Vortrag werden die Möglichkeiten vorgestellt, die die Mathematik zur Optimierung eines Stahlwerkes bietet.

Insa Poppen studierte Technomathematik an der Universität Bremen. Nach der Masterarbeit, die sie in Zusammenarbeit mit Jacobs Kaffee erstellte, begann sie 2015 als Modellexpertin bei ArcelorMittal Bremen zu arbeiten. Als Mitglied der Abteilung Modelle und Simulation ist sie zuständig für mathematische Modelle im Bereich der Automatisierung.


Mathematik in der Raumfahrt

Aufnahme des Saturnmonds Mimas aus einer Reichweite von 228.000 Kilometern durch die Cassini-Sonde am 2. August 2005.

Wir schauen uns die Grundlagen der Bilddatenauswertung von Raumsonden an. Wie entsteht das dreidimensionale Modell eines kleinen Himmelskörpers wie beispielsweise des Saturnmondes Mimas aus Kameradaten während des Vorbeifluges der Raumsonden Cassini und Voyager? Hierzu bedarf es einiger mathematischer Kniffe und Rechenschritte, die uns auch auf der Erde bei 3D-Scannern helfen, Formen zu erkennen.

Zudem: Was können wir aus der Flugbahn einer Raumsonde, die dicht an einem solchen Körper vorbeifliegt, über das Innere des Körpers lernen? Wir werden sehen, dass wir ohne Zuhilfenahme weiterer Instrumente schon eine Menge über den inneren Aufbau aussagen können.

Portrait Dr. Marco Scharringhausen - DLR

Marco Scharringhausen studierte 2000 - 2003 Mathematik in Oldenburg und Osnabrück und war im Anschluss im Institut für Umweltphysik an der Uni Bremen tätig. Seit 2007 ist er raumfahrtbegeisterter Mitarbeiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt am Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen und beschäftigt sich dort mit der Erkundung der Planeten und anderer Körper in unserem Sonnensystem in der Abteilung Lande- und Explorationstechnologie.


Meet the Expert

Die Expertengespräche finden in 2 Runden statt: 1. Runde: 10.50 Uhr bis 11.05 Uhr, 2. Runde:  11.15 Uhr bis 11.30 Uhr

Die Experten des Frauenhofer Instituts Mevis werden Dr. Cristoffer Cordes und Sabrina Haase sein.

Die Experten des DLR werden Dr. Marco Scharringhausen und Caroline Lange sein.

Die Experten von ArcelorMittal werden Insa Poppen und Joshua Bendig sein.

Stationen

Autonom fahrendes Auto

Im Foyer des GW2 geben die beteiligten Institute und Unternehmen Einblicke in ihre Arbeit. Unter anderem stellt das ZeTeM seine Entwicklung eines autonom fahrenden Autos vor.

Aktualisiert von: Jennifer Uhlig