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Evolutionspotenzial invasiver Arten und ihrer Mitbewohner

Jaspers Russel
Different gelatinous zooplankton organisms covering Tropical to Arctic oceans.

Dr. Cornelia Jaspers

GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel

Cornelia Jaspers berichtet in ihrem Vortrag von invasiven Arten. Das sind Organismen, die durch den Menschen aus ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet heraus in ein anderes, fremdes Gebiet gebracht wurden und sich dort auf Kosten heimischer Arten ausbreiten.

• Es gibt viele nicht-heimische Arten, die sich in neu eroberten Gebieten rasend schnell vermehren und  das dortige Ökosystem verändern.

• Wir wissen wenig darüber, woran es liegt, ob sich eine Art in der neuen Heimat ausbreitet. Forschungsergebnisse zeigen, dass sich invasive Arten in ihrer neuen Heimat zum Beispiel erfolgreicher vermehren, schneller wachsen oder weniger Feinde und Parasiten haben.

• Wir erfahren von bislang unterschätzten Faktoren bei erfolgreichen Invasionen. Beispielsweise haben die nicht-heimischen Arten kleine Mitbewohner: Mikroorga-nismen, die in und auf den Organismen leben und deren Fitness verbessern.

• Jaspers untersucht, inwieweit die mikrobiellen Mitbewohner die Anpassung an sich ändernde Umweltbe-dingungen beeinflussen. Am Beispiel einer nicht-heimischen Rippenqualle berichtet sie von neuesten Forschungsergebnissen aus der experimentellen Evolutionsforschung.

 

Cornelia Jaspers ist biologische Ozeanografin in Kiel und Kopenhagen. Ihre Leidenschaft sind gelatinöse Plankton-organismen, beispielsweise Quallen, und deren ökologische Bedeutung – von den Tropen bis in die Arktis.

Aktualisiert von: Änne Gerdes