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Veranstaltungsarchiv

2021

Vorträge

Hier finden Sie Informationen zu den Vorträgen der Veranstaltung "Zukunftsfeld Mathematik" 2021.

Mathematik in der musikalischen Akustik

Mathematik und Musik scheinen nah und fern zugleich. Schon die Pythagoräer waren von der mathematischen Gesetzmäßigkeit der Musik überzeugt. Gleichzeitig spielt Mathematik im Leben vieler Musiker keine große Rolle. Möchte man jedoch die Entstehung und Wirkungsweise musikalischen Klangs verstehen, kommt man um Mathematik nicht herum. Diese liefert die richtigen Werkzeuge, um die Grundbausteine des Klangs zu beschreiben. Mit Hilfe mathematischer Modelle ist es möglich, Klänge wie mit einer Art akustischen Skalpell zu zerlegen, zu manipulieren, und auch wieder zusammenzusetzen. Damit ist es der Forschung im Bereich der Akustik möglich, einen Bogen zu spannen, der die mathematische Beschreibung des Klangs einerseits und die subjektive Wahrnehmung des Klangs andererseits verbindet.

Kai Siedenburg

Kai Siedenburg hat 2012 sein Studium der Mathematik mit dem Nebenfach Musikwissenschaft an der Humboldt Universität Berlin abgeschlossen. Anschließend promovierte er an der McGill University in Montreal zur Wahrnehmung von Musik. Seit 2016 arbeitet er im Department für medizinische Physik und Akustik an der Universität Oldenburg, wo er derzeit eine Arbeitsgruppe zum Thema der Musikwahrnehmung leitet. Sein Ziel ist es, die akustischen Grundlagen der Musik zu erforschen und damit zu einer Verbesserung von Hörhilfen beizutragen.


Mathematik und Quantencomputing

Rasqberry

Quantencomputing – das auf der Quantenmechanik basiert – ist eine komplexe Technologie, die für die meisten Menschen schwer zu verstehen ist. Völlig neue Algorithmen – und sogar neues Denken – sind erforderlich, um das Potenzial der kommenden Quantencomputer auszuschöpfen. Dies erfordert neue Ansätze, um Quantencomputing auf ansprechende und verständliche Weise für IT-Experten, Entwickler und junge Akademiker zu vermitteln. Wir wollen neben den Grundlagen des Quantum Computing ansehen, wie man dieses Thema greifbar machen und möglichst allgemeinverständlich darstellen kann. Dazu werden "Serious Games for Quantum Computing" und ein funktionierendes Modell der IBM Quantum System One Quantencomputers genutzt.

Jan Lahmann

Dr. Jan-Rainer Lahmann studierte Technomathematik an der TU Clausthal und hat 1999 am KIT Karlsruhe in angewandter Mathematik promoviert. Seitdem ist er in der IBM Deutschland in verschiedenen Positionen in der technischen Vertriebsunterstützung tätig. Seit einigen Jahren ist er begeistert von der gänzlich anderen Welt des Quantencomputing. Dr. Lahmann ist IBM Distinguished Engineer und Mitglied der IBM Academy of Technology.


Mathematischer Beitrag zur Stahlerzeugung

ArcelorMittal

Bei der Stahlerzeugung sind viele Prozesse und Zwischenschritte erforderlich, bis das fertige Produkt schließlich zum Kunden kommt. An sehr vielen Stellen sorgt dabei Mathematik in verschiedensten Formen dafür, dass dies möglichst gut funktioniert. Man kann sogar so weit gehen zu sagen: Ohne Mathematik ist eine ökologische und effiziente Produktion von hochwertigem Stahl unmöglich. Dementsprechend beschäftigen sich im Stahlwerk von ArcelorMittal Bremen einige Mathematiker unter anderem mit der Entwicklung von Algorithmen zur Lösung komplexer Probleme, der Automatisierung und Digitalisierung mittels KI oder der Untersuchung von Prozessen dahinter.

Sven Koelmann

Sven Koelmann studierte Technomathematik mit Anwendungsfach Produktionstechnik in Bremen. Während seines Studiums machte er verschiedene Praktika, unter anderem bei UNESP Bauru in Sao Paulo, Brasilien. Nach dem Abschluss seiner Masterarbeit in Zusammenarbeit mit ArcelorMittal Bremen arbeitet er seit 2015 als Modellexperte Operations Research bei ArcelorMittal und beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung von Algorithmen zur Automatisierung und Optimierung verschiedener Prozesse. Zur Zeit ist er Koordinator des Bereichs Operations Research in der Abteilung Modelle & Simulationen.