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Studienkontenmittel

Verteilung der Mittel

Fünfzig Prozent der Einnahmen aus den Studiengebühren werden den Fächern bemessen an der jeweiligen Zahl der Studierenden zur Verfügung gestellt und von den Fachbereichen dezentral verausgabt. Die anderen 50% fließen über ein jährliches zentrales Vergabeverfahren in fachbereichsübergreifende Themen und Maßnahmen sowie in die Finanzierung lehrrelevanter Infrastruktur. Studierende sollen dabei ausdrücklich entweder über ihre Interessenvertretungen oder auch als Einzelvertreter über den Einsatz der Studiengebühren mitentscheiden.

Verwendung der Studienkontenmittel

Die Einnahmen aus den Studiengebühren gemäß Studienkontengesetz werden als Sondermittel für die Verbesserung von Studium und Lehre verwendet und zweckgebunden eingesetzt. Es gilt das Prinzip „Geld folgt Studierenden“. In dem vom Akademischen Senat festgelegten Verfahren sollen gezielt Maßnahmen gefördert werden, die die Studiensituation möglichst vieler Studierender verbessern. Besondere Berücksichtigung finden dabei folgende Zielgruppen:

Zielgruppen
  • Studierende höherer Semester
  • Studienanfängerinnen und -anfänger
  • Studierende in der Abschlussphase
  • Internationale Studierende
  • Studierende mit Kind

Ausschreibung für das Studienjahr 2020/21

Die Ausschreibung startet jährlich ab ca. Ende Mai über einen uniweiten Mailverteiler. Auf Wunsch wird Ihre Funktions-Mailadresse gern in den Verteiler übernommen. Zusätzlich ist die aktuelle Ausschreibung zum Starttermin als Download erhältlich.

Die aktuelle Ausschreibung lief vom 25.05.-24.06.2020: Ausschreibung Studienkontenmittel für das Studienjahr 2020/21.

Die Vergabe der Studienkontenmittel wird möglicherweise zum letzten Mal in der bestehenden Form stattfinden. Denn das Studienkontengesetz tritt gemäß Art. 4 des Gesetzes zur Änderung hochschulrechtlicher Bestimmungen im Zusammenhang mit den Anforderungen aus der Corona-Krise vom 14. Juli 2020 zum 30.09.2020 außer Kraft. Es findet letztmalig Anwendung auf das SoSe 2020. Ob 2021 erneut eine Ausschreibung in ähnlicher Form erfolgen wird, erfahren Sie zu gegebener Zeit auf dieser Seite.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den unten stehenden Kontakt oder an das Referat Lehre und Studium.

Geförderte Projekte im Hochschuljahr 2020/21

Von den für das Studienjahr 2020/21 eingereichten 24 Anträgen wurden 21 Projekte in Gänze oder als Teilförderung bewilligt:

  • 13 projektgebundene Anträge
  • 8 Anträge auf Mittel für lehrrelevante Infrastruktur.

Unten stehend sind einige aktuelle Beispiele für das kommende Studienjahr gelistet. Die vollständige Liste steht als Download  zur Verfügung.

Sprachen

Das aus Einnahmen aus dem Studienkontengesetz finanzierte Tutorenprogramm des Sprachenzentrums existiert seit 2008 und ist seitdem zu einer bedeutenden Serviceeinrichtung gewachsen. Es verdankt seine Bedeutung und seinen großen Erfolg der Integration von vier übergeordneten Leitgedanken:
Der Verbesserung der Studiensituation durch

  • die Flexibilisierung von Lernzeit und Lernumgebung bei gleichzeitiger Verpflichtung zu reflektiertem, ziel- und er­folgsorientiertem  Lernen,
  • die individuelle Lernberatung und tutorielle Begleitung durch studentische Tutor*innen, die dafür speziell ausgebildet werden,
  • die Einübung und produktive Anwendung von autonomen und zugleich kooperativen Lernformen,
  • die Orientierung an den handlungs- und kompetenzorientierten Prinzipien des Gemeinsamen Europäischen Re­ferenzrahmens für Sprachen (GER).

Die Angebote im Tutorenprogramm reichen von gezielter Schreibberatung für die Sprachen Englisch und Deutsch bis hin zu offenen Beratungszeiten im Selbstlernzentrum und werden sehr gut nachgefragt. Sie dienen dabei ausdrücklich der Entwicklung von Strategien des forschenden Lernens. Ein weiterer Fokus ist die Arbeit in mehrsprachigen Projektgruppen, die auf diese Weise das "Programm akademische Mehrsprachigkeit" (Rektorats-Beschluss Nr. 1048) ergänzt. Im SoSe 2020 wurde das Angebot in eine digitale tutorielle Sprachlernberatung umgewandelt. Die positiven Erfahrungen der digitalen Beratung können weiter genutzt und ausgebaut werden. Eine Ausweitung auf die Sprachzentren des YUFE-Verbunds ist angedacht.

Studierkerkstatt

Gefördert werden Angebote, die zwar kontinuierlich nachgefragt werden, jedoch mit den vorhandenen personellen Ressourcen der Studierwerkstatt  nicht bewältigt werden können. Die Maßnahmen stellen eine sinnvolle Ergänzung des Standardprogramms dar und werden ausschließlich von externen Dozentinnnen und Dozenten umgesetzt. In fast allen Veranstaltungen ist ein CP-Erwerb möglich, über deren Anerkennung die Prüfungsausschüsse der Studiengänge entscheiden.

Die durch die Seminare abgedeckten vier Inhaltsbereiche sind folgende:

  • Lern- und Arbeitstechniken, Studienmethoden
  • Anleiten von Lerngruppen: Tutorenschulungen, Tools für tutorielles Lernen
  • Präsentation, Moderation und Kommunikationstraining
  • Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben.

kompass ist ein durch das International Office der Universität Bremen organisiertes und betreutes Programm von und für internationale Studierende. Gemeinsam mit fast 20 internationalen Communities werden Kulturveranstaltungen organisiert um sich kennenzulernen, auszutauschen und zu vernetzen. In den vergangenen Bewilligungszeiträumen wurde das Projekt kompass erfolgreich weitergeführt durch die Gründung von neuen Communities, der Ausweitung auf das „Café Lui“, dem Ausbau der App „EnterUBremen“ und der Fortführung des Projektes „Urban Gardening“. Berichte und Anträge der Vorjahre lassen eine stetige Weiterentwicklung und Optimierung des Projekts erkennen, das geprägt ist durch eine Orientierung an den Bedarfen der Zielgruppe. Der Ausbau zum Gesamtkonzept „kompass forum international“ korrespondiert mit den Ideen und Vorstellungen des Konrektorats „Internationalität und Diversität“. Zudem unterstützt es mit seinen operativen Maßnahmen das strategische Verständnis von Interkulturalität als Querschnittsaufgabe der Gesamtuniversität, damit die Universität Bremen im Wettbewerb um internationale Studierende weiter erfolgreich bleibt.

Während des Sommersesters 2020 wurde es kurzfristig auf digitale Formate umgestellt, die es nun zu verstetigen und weiterzuentwickeln gilt. Das International Office sieht in einer Digitalisierung dabei weitaus mehr als „nur den intensiveren Einbezug von sozialen Medien und Videokonferenzen“. Daher ist in den kommenden Jahren eine Neukonzeption als „digital gestütztes Beratungs- und Betreuungsprogramm geplant.

KiS

An der Universität Bremen gibt es eine Reihe von Unterstützungsangeboten, die sich an Studierende mit Beeinträchtigung richten. Diese Angebote sollen dabei helfen, den Studienalltag möglichst reibungslos zu gestalten. Die KIS dient als Anlaufstelle für Menschen, die in ihrem Studium z.B. durch eine Behinderung oder akute/chronische Erkrankung beeinträchtigt sind, "kivi" ist eine unabhängige Initiative von Studierenden für Studierende mit Beeinträchtigung und eine diverse Universität. In der Vergangenheit wurden aus Mitteln der Studienkontengelder zwei Projekte gefördert.

Das Projekt „Campus barrierefrei“ erfasst unter Mithilfe studentischer Mitarbeitender seit dem Jahr 2011 bauliche Barrieren in Wort und Bild und beteiligt sich an der Entwicklung eines neuen Wegeleitsystems im GW2 zur besseren Orientierung auf dem Campus.

Das Projekt „LoB-Lernen ohne Barrieren“ wurde im Jahr 2013 ins Leben gerufen und thematisiert Barrieren in der Lehre. Ziel ist, Studierende und Lehrende für das Thema kontinuierlich zu sensibilisieren und eine Verbesserung der Lehre zu erwirken. Zu diesem Zweck wurde ein Leitfaden für Lehrende entworfen sowie die Durchführung eines Treffens der norddeutschen Behindertenberatungen an der Uni Bremen organisiert und der Austausch mit Behindertenberatungseinrichtungen anderer norddeutscher Hochschulen vorangetrieben.

Darüber hinaus beteiligt sich das Projekt „Aktionsplan“ zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention an der Universität Bremen (s. AS-Beschluss Nr. 8783) und bietet Sprechstunden mit Peer to Peer-Beratung für Studierende an zu Themen wie Nachteilsausgleich und Härtefallanträgen.

AG FFS

Die AG FFS wurde 2007 mit dem Einstieg der Universität Bremen in das audit familiengerechte hochschule gegründet und hat sich seitdem an der Universität als Anlaufstelle für Studierende mit Familienaufgaben etabliert. Zudem ist die AG beteiligt an verschiedenen Projekten wie z.B.

  • dem Ausbau von familienfreund­lichen Orten auf dem Campus,
  • Organisation und Durchführung der Orientierungswoche mit passenden Online-Angeboten,
  • der Gestaltung der Familienräume,
  • Beratung und Unterstützung in Konflikten mit Lehrenden.

Die AG FFS betreibt ein Familien-Service-Büro mit wöchentlichen Sprechzeiten, zurzeit als telefonische Peer to Peer-Beratung. Ca. 6-7 Studierende arbeiten kontinuierlich in der AG an diversen Projekten mit. Für die Aufrechterhaltung des Beratungsangebotes (per Mail bzw. online), der Online-Sprechcafés und zur Weiterführung der Projekte sind Mittel für drei studentische Hilfskräfte notwendig. Zudem muss die AG FFS das Know How des Unikrümel Betreuungssystems aufrechterhalten, um das Angebot nach Ende der Pandemie wieder neu zu starten bzw. um es für das kommende Hybrid-Semester zur Verfügung zu halten.

digital

Gewährt werden Mittel zur Sicherung der digitalen Lehre an der Universität Bremen. Von Aufzeichnungstechnik wie Deckenkameras, mobilen Kameras, drahtlosen Mikrophonen über Tablets mit Stiftbedienung zur Digitalisierung von handschriftlichen, während der Vorlesung hergeleiteten Inhalten bis hin zum Umbau einzelner Räume zu "Zoom-Rooms" werden umfangreiche Mittel bereitgestellt. All dies soll den Studierenden die Möglichkeit geben, den Präsenzunterricht nachzuarbeiten oder aus der Ferne zu verfolgen. Den Lehrenden soll verstärkt ermöglicht werden, die Unterrichtseinheiten im kommenden Hybrid-Semester aufzuzeichnen und in Stud.IP zur Verfügung zu stellen.

Kontakt

Sylvia Beckhusen-Mardeck

Referat Lehre und Studium

Gebäude/Raum: VWG 0290
Telefon: +49-421-218-60353
E-Mail: sylvia.beckhusenprotect me ?!vw.uni-bremenprotect me ?!.de