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Forschungsschwerpunkte

  • Unternehmensübergreifende Logistikkooperationen im Bereich der Konsumgüterwirtschaft
  • Nachhaltiges Supply Chain Management
  • Handelslogistik und schlanke Dienstleistungsproduktion
  • Makrologistische Einflussfaktoren auf das mikrologistische Management von Lieferketten
  • Human Resource Management im Logistiksektor
  • Konsumentenlogistik und Last-mile-Logistik
  • Omnichannel-Management und Social-Local-Mobile Retailing
  • Reduktion von Lebensmittelabfällen im Lebensmitteleinzelhandel
  • Resource Sharing in der Logistik und im Supply Chain Management
  • Digitale Logistikterminals für den Schienengüterverkehr
  • Einfluss der Logistik auf internationale Handels- und Investitionsströme
  • Intelligente Transportsysteme
  • Supply Chain Risk Management

Projekt: Kundenindividuelle nachhaltige Logistik

Das Projekt der kundenindividuellen und nachhaltigen Logistik ist eine Kooperation zwischen dem Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Logistikmanagement (Prof. Kotzab und Sandra Luttermann) und dem BIBA (Prof. Freitag und Markus Trapp).

Die Konsumentenlogistik, also der Transport von Waren vom Händler zur Kundin/zum Kunden nach Hause, hat sich durch e-Commerce und Online-Shops in den letzten Jahren stark gewandelt. Bei online bestellter und gelieferter Ware fallen zusätzliche Verpackungen und Lieferfahrten an. Gleichzeitig wächst das Umweltbewusstsein vieler Konsumenten. Wie lässt sich dieses Umweltbewusstsein mit der Bequemlichkeit des Online-Shopping kombinieren? In diesem Projekt soll dafür eine Methodik entwickelt werden, die es Konsumenten ermöglicht, ihre persönlichen Präferenzen hinsichtlich CO2-Emission, Plastikverpackung, Lieferzeit und -termin und Kosten für eine Lebensmittelbestellung zu bestimmen und so die Logistik auf der sogenannten letzten Meile individuell zu gestalten.

Die zu entwickelnde Methodik besteht aus einer Kombination aus sozialwissenschaftlichen Discrete-Choice-Experimenten und Computersimulationen, wie sie in den Ingenieurwissenschaften üblich sind. Mit den Discrete-Choice-Experimenten sollen Kund*innenpräferenzen ermittelt werden, aus denen sich qualitativ unterschiedliche Logistikoptionen ergeben, z.B. Zustellung mit Kleintransporter, E-Fahrzeug, Lastenfahrrad u.a.m. Mit dem Computermodell sollen daraus abgeleitete und hochskalierte Bestell- und Lieferszenarien simuliert werden. Daraus ergeben sich für die befragten Konsumenten konkrete Ausprägungen ihrer präferierten Logistikoptionen. So können sie die Auswirkungen ihrer Entscheidungen reflektieren und ihre Präferenzen ggf. anpassen. Die zu entwickelnde Methodik stellt damit eine Erweiterung der Discrete-Choice-Experimente um eine simulationsbasierte Analyse der Entscheidungen und um ein Feedback zur Probandin/zum Probanden dar. Ihre Anwendung ergibt eine kundenindividuelle nachhaltigere Logistik.

Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Michael Freitag freprotect me ?!biba.uni-bremenprotect me ?!.de, Prof. Dr. Herbert Kotzab kotzabprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de 
Foto: macrovector / freepik.es