In seiner Arbeit untersucht er die Entwicklung der polnischen Soziologie in der Volksrepublik Polen und analysiert deren ambivalente Rolle im Spannungsfeld zwischen politischer Kontrolle und wissenschaftlicher Autonomie. Die Dissertation verbindet wissenschaftshistorische und wissenssoziologische Perspektiven und leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Wissenschaft im Kontext (geo)politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse.
Konrad Walerski ist Germanist, Kulturwissenschaftler und Wissenschaftshistoriker. Nach dem Abschluss der gemeinsam von der Europa-Universität Viadrina und der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań angebotenen Masterstudiengänge im Jahr 2018 ist er seit 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Viadrina Center of Polish and Ukrainian Studies (ehemals Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien) und seit 2023 Koordinator des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Forschungsverbunds Mod-Block-DDR. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Wissenschafts- und Ideengeschichte, der Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen, der Analyse von Modernisierungs- und Transformationsprozessen in Ostmitteleuropa sowie in der Zivilisationstheorie und der Europaforschung.


