Transformationen gerecht gestalten

Von Energiekommunen zur globalen Solidarität: Wie gestalten wir notwendige Veränderungen gemeinsam?
An der Universität Bremen sehen wir Klimagerechtigkeit als bedeutenden Faktor für eine Nachhaltige Entwicklung - sowohl zwischen Generationen als auch gegenüber Ländern des Globalen Südens. In Hinblick auf die notwendigen Transformationsprozesse befassen wir uns daher auch mit Fragen der Teilhabe, Verteilungsgerechtigkeit und globalen Solidarität. Dabei geht es sowohl um politische und ökonomische Rahmenbedingungen als auch um kulturelle und soziale Faktoren, die nachhaltigen Wandel ermöglichen – oder erschweren. Wir wollen Wege aufzuzeigen, wie notwendige Veränderungen gemeinsam, inklusiv und gerecht gestaltet werden können.
Beispielhafte Projekte

Das Projektvorhaben „Quartier für Quartier, Teilvorhaben: Wissenstransfer, Konflikt und Konsum" (Q4Q:WKK) ist ein sozialwissenschaftliches Teilprojekt im interdisziplinären Verbundforschungsvorhaben „Quartier für Quartier: Alternativen zum Erdgas und die Zukunft der Gasverteilernetze im Rahmen der kommunalen Wärmewende“.
Im artec Teilprojekt wird untersucht, wie zielgruppenspezifische Partizipation zu einer sozial gerechteren Gestaltung der Wärmewende beitragen kann. Hierfür werden partizipative Verfahren zur Analyse von Konsummustern und zum Wissenstransfer mit den unterschiedlichen Akteur:innen und Adressat:innen entwickelt und erprobt. Ziel ist es dabei, Handlungswissen für die (Weiter-)Entwicklung und Umsetzung der Wärmewende zu gewinnen. Die empirischen Arbeiten basieren auf Literatur- und Dokumentenanalysen sowie auf Workshops und Interviews. Hierbei wird ein transdisziplinäres Forschungsdesign in Ansatz gebracht, bei dem sowohl die einzelnen Forschungsschritte als auch die gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam von den wissenschaftlichen und Praxispartner:innen gestaltet werden. Ein weiterer Arbeitsbereich ist die Dissemination und Stakeholderintegration. Hier stehen die Übertragbarkeit der Projektergebnisse auf andere Regionen sowie der Transfer der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Ergebnisse in die Anwendungspraxis und die wissenschaftliche Diskussion im Mittelpunkt.
Projektpartner:innen:
Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM), Gas- und Wärme-Institut Essen e.V. (GWI), Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM)
Eckdaten:
Mittelgeber:in: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie - BMWE
Laufzeit: Janur 2024 bis März 2027
Projektverantwortliche:r: PD Dr. Stefanie Baasch
Strukturelle Anbindung / Institut: artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit

In Deutschland sind Integrierte Stadtentwicklungskonzepte (ISEK) ein umsetzungsorientiertes Steuerungs- und Koordinierungsinstrument der Stadtentwicklung einer Kommune für städtebaulich, sozial und wirtschaftlich benachteiligte städtische Teilräume. Sie werden für ein ausgewähltes Stadtquartier unter Beteiligung verschiedener Ressorts, Sozialraumakteur*innen und der Öffentlichkeit aufgestellt und sind eine Voraussetzung für eine Förderung durch das im Baugesetzbuch verankerte Programm „Sozialer Zusammenhalt“.
Das Ziel des Verbundprojekts SalusTransform ist, erstmals in Deutschland Integrierte Stadtentwicklungskonzepte auf ihre Wirksamkeit hinsichtlich der Verbesserung der Gesundheit, der Verringerung sozialer Ungleichheiten und der Erhöhung ökologischer Nachhaltigkeit und Umweltgerechtigkeit im Stadtgebiet zu evaluieren. Die Evaluation der ISEK erfolgt im quasiexperimentellen Design einer kontrollierten, nicht-randomisierten Interventionsstudie. Hierfür wird in den drei Städten Bremen, Bochum und Wuppertal jeweils ein Stadtgebiet, in dem ein ISEK umgesetzt wird (bzw. wurde), mit einem Stadtgebiet ähnlicher Sozialstruktur und ohne entsprechendes Konzept verglichen. Aufgrund der mehrjährigen Entwicklungs- und Implementationsphase wurden drei ISEK-Gebiete ausgewählt, die sich hinsichtlich des Stadiums der ISEK-Umsetzung unterscheiden. In der Gesamtbetrachtung bieten die verschiedenen Stadien der ISEK-Umsetzung in den drei Städten die Möglichkeit, mehrjährige Interventionen in einer verhältnismäßig kurzen Projektlaufzeit hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zu evaluieren.
Gemeinsam mit den Akteur*innen aus der kommunalen Verwaltung und aus den Stadtquartieren wird zum einen analysiert, wie die ISEK inhaltlich ausgestaltet und die einzelnen Maßnahmen umgesetzt worden sind. Zum anderen wird untersucht, inwiefern ISEK dazu beitragen können, gesundheitsförderliche und nachhaltige Lebensbedingungen für alle Menschen im Stadtquartier zu etablieren. Mit einem Mixed-Methods-Ansatz werden bereits vorhandene kommunale Sozial-, Umwelt- und Gesundheitsdaten sowie im Projekt neu erhobene Daten genutzt.
Das Projektteam wird gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und städtischen Vertreter*innen die Evaluationsergebnisse bewerten und Optionen für eine Verstetigung der Evaluation hinsichtlich längerfristiger ISEK-Effekte in den drei Städten ausloten. Elemente der Evaluationsmethodik für ISEK sollen auf andere Kommunen übertragbar sein, um zu evidenzbasiertem Handeln im Rahmen einer Health-Equity-in-All-Policies-Strategie beizutragen.
Eckdaten:
Mittelgeber:in:Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Laufzeit: 01.02.2025 bis 31.01.2029
Projektverantwortliche:r:
Verbundprojektleitung: Prof.Dr. Gabriele Bolte, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen
(Verbundprojekt mit 3 Institutionen/Projektpartnern in Kooperation mit der Verwaltung und Akteur*innen in drei Städten)
Strukturelle Anbindung / Institut: Institut für Public Health und Pflegeforschung, Abteilung Sozialepidemiologie
Zur Erforschung des gesellschaftlichen Zusammenhalts benötigt das FGZ wissenschaftliche Daten. Ein zentrales Ziel war daher der Aufbau eines eigenen Datenzentrums zur Erhebung, Dokumentation und Weitergabe von Forschungsdaten (2020-2024). Der Rat für Wirtschafts- und Sozialdaten akkreditierte es im November 2024 unter dem Namen „Forschungsdatenzentrum des FGZ“ (FDZ-FGZ). Die Akkreditierung bringt zum Ausdruck, dass sich das FDZ-FGZ an höchsten Standards des Datenmanagements orientiert.
Das FDZ-FGZ
- übernimmt zentrale Aufgaben der Datenerhebung, des Monitorings und des Datenmanagements für das gesamte Institut;
- gewährleistet die Sammlung, Weitergabe und Nutzung von Forschungsdaten zum gesellschaftlichen Zusammenhalt für die wissenschaftliche Gemeinschaft;
- unterstützt und ermöglicht das Forschungs- und Transferprogramm des FGZ;
- vernetzt sich mit anderen Institutionen;
- entwickelt gemeinsame konzeptionelle Bezugsrahmen sowie empirische Indikatoren zur Analyse des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
In der zweiten Förderphase setzt das FDZ-FGZ auf
- die verstärkte Integration zentraler Dateninfrastrukturen;
- mehr Internationalisierung sowie den Ausbau von Forschungskooperationen;
- die Optimierung der in der ersten Förderphase entwickelten Strukturen;
- die Weiterentwicklung der Arbeitsprozesse.
Dateninfrastrukturen
Das FGZ verfügt über vier zentrale Dateninfrastrukturen zur Messung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, wobei soziale und ökologische Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle spielen. Die unterschiedlichen methodischen Zugänge dieser Infrastrukturen ergänzen und befruchten sich gegenseitig. Ihre längsschnittliche Ausrichtung erlaubt die Analyse von Dynamiken, Diffusion und Kausalitäten:
German Social Cohesion Panel
Das German Social Cohesion Panel (SCP) ist eine jährliche quantitative Wiederholungsbefragung. Das SCP fokussiert auf die Beziehungen zwischen gesellschaftlichen Großgruppen. Es ermöglicht repräsentative Aussagen für ganz Deutschland.
Regionalpanel
Das Regionalpanel (RP) ist eine repräsentative Wiederholungsbefragung in jeweils einer Landkommune, einer Mittelstadt und einer Großstadt in vier Bundesländern. Das RP erlaubt regionale Tiefenbohrungen und nimmt alltägliche Beziehungen in der unmittelbaren Lebenswelt in den Blick.
Qualitatives Panel
Das Qualitative Panel (QP) verfolgt mit wiederholten Tiefeninterviews einen qualitativen Zugang. Das QP ermöglicht eine biographische Rekonstruktion und tieferes Verständnis von Vorstellungen des Zusammenhalts, deren Praktiken und Mechanismen.
Social Media Observatory (SMO)
Das Social Media Observatory (SMO) erfasst „digitale Spuren“ von Kommunikation in Sozialen Medien. Es fokussiert auf Diskurse des Zusammenhalts und analysiert Dynamiken und Transformationen gesellschaftlicher Verständigungsprozesse.
Eckdaten:
Mittelgeber:in: BMFTR
Laufzeit: 1.6.2024 bis 31.5.2029
Projektverantwortliche:r: Prof.Dr. Olaf Groh-Samberg
Strukturelle Anbindung / Institut: FGZ, (SOCIUM)

Das Forschungsinstitut gesellschaftlicher Zusammenhalt zeigt einen klaren Bezug zur sozialen Nachhaltigkeit, da wir untersuchen, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt trotz Ungleichheiten, Konflikten und sozialer Spaltungen langfristig gesichert werden kann. Themen wie Teilhabe, soziale Gerechtigkeit, politische Bildung, demokratische Partizipation und Verständigung zwischen Milieus zielen darauf ab, eine stabile, konfliktfähige und zukunftsfähige Gesellschaft zu fördern – zentrale Elemente nachhaltiger Entwicklung.
Im Forschungsinstitut gesellschaftlicher Zusammenhalt, Standort Bremen, untersuchen wir schwerpunktmäßig soziale, kulturelle und politische Ungleichheiten und Konflikte als Gefährdungsquellen des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Damit verbunden ist umgekehrt die zentrale Frage, durch welche sozialen Praktiken und Prozesse gesellschaftlicher Zusammenhalt hergestellt wird. Dabei interessieren wir uns insbesondere für soziale Netzwerke, Anerkennung und Verständigung, aber auch mediale Vergemeinschaftungen sowie Konflikt- und Protestkulturen. Dazu arbeiten wir in einer Verbindung soziologischer mit politikwissenschaftlichen und medienwissenschaftlichen Perspektiven mit den zentralen Konzepten „soziale Milieus“, „Lebensführung“, „Netzwerke“, „(medialen) Gemeinschaften“ und „Protestkulturen“.
Damit wollen wir insbesondere die Redeweise von einem ‚Auseinanderdriften der Gesellschaft‘ einer sozialwissenschaftlichen Überprüfung unterziehen. Indem wir gesellschaftlichen Zusammenhalt als Mehrebenen-Struktur des Zusammenhalts innerhalb und zwischen sozialen Milieus analysieren, streben wir einen Beitrag zur theoretischen Konzeptionalisierung von gesellschaftlichem Zusammenhalt an. Mit der Weiterentwicklung des Milieu-Konzepts soll auch eine sichtbare Marke des FGZ gesetzt werden und das Milieu-Konzept sowohl in der Sozialstrukturforschung (als Alternative zu den SINUS-Milieus) wie in Transfermaßnahmen und -publikationen (hier auch als Alternative zu der Typologie von „More in Common“) etabliert werden.
Eng mit diesen Forschungsfragen verbunden spielen in den Bremer Transferprojekten die Fragen eine zentrale Rolle, wie sich Verständigung über Milieugrenzen hinweg ermöglichen lässt und wie soziale Akteure ihre Stellung und Wirksamkeit in der Gesellschaft mit Blick auf Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts reflektieren und deuten. Dazu wollen wir Transferformate entwickeln, die zu einer dialogischen Reflexion der sozialen Praktiken und gesellschaftlichen Prozesse von Milieusegmentierungen und -konflikten anregen.
Ein Nachhaltigkeitsbezug zeigt sich hier in Form von sozialer Nachhaltigkeit, gerechter gesellschaftlicher Teilhabe, langfristiger demokratischer Stabilität, resilienten Gemeinschaften und inklusiver Kommunikation und Konfliktfähigkeit. Soziale Gerechtigkeit und Teilhabe gelten als Grundpfeiler nachhaltiger gesellschaftlicher Entwicklung. Diese Themen stärken langfristig demokratische Kompetenz und Resilienz – ein Kernelement nachhaltiger Entwicklung.
Eckdaten:
Mittelgeber:in: BMFTR, Land Bremen
Laufzeit: 1.6.2024 bis 31.5.2029
Projektverantwortliche:r: Prof.Dr. Sebastian Haunss
Strukturelle Anbindung / Institut: FGZ, (SOCIUM)

Wir untersuchen Muster der zwischenstaatlichen Solidarität in drei Bereichen globaler Belastungen: Katastrophenhilfe nach Erdbeben, Überschwemmungen und Stürmen; Klimafinanzierung, die weniger entwickelten Ländern hilft, Emissionen zu reduzieren und sich an den Anstieg des Meeresspiegels und extreme Wetterereignisse anzupassen; sowie Wiederaufbau nach Konflikten, der darauf abzielt, die grundlegende Infrastruktur wiederherzustellen und erneute Gewalt zu verhindern. Wir beschreiben die internationalen Reaktionen auf diese Herausforderungen im Laufe der Zeit und untersuchen die Bedingungen, die mit globaler Einheit oder Spaltung bei Hilfe und Unterstützung verbunden sind.
Insbesondere betrachten wir, wie Muster globaler Solidarität durch nationale Solidaritätssysteme geprägt werden. Wie beeinflussen der Sozialstaat und die Großzügigkeit seiner Renten, Gesundheitsversorgung, Arbeitslosenversicherung, Familienleistungen und Sozialhilfe die Fähigkeit und Bereitschaft von Regierungen, anderen Ländern moralische und materielle Unterstützung zu gewähren? Wir konzentrieren uns auf zwei Dimensionen der Großzügigkeit des Wohlfahrtsstaates. Erstens: Wer wird einbezogen? In einigen Ländern genießen nur diejenigen mit einer festen Anstellung oder einem bestimmten Status zuverlässigen Schutz. In anderen können die meisten Einwohner auf öffentliche Gesundheitsversorgung und Einkommensunterstützung zählen, wenn sie krank werden, ihren Arbeitsplatz verlieren oder alt werden. Zweitens: In welcher Höhe werden Leistungen gewährt? In einigen Wohlfahrtsstaaten verhindern die Leistungen gerade noch die Verarmung, in anderen ermöglichen sie den Menschen, auch in Krisenzeiten einen angemessenen Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Diese innenpolitischen Entscheidungen führen zu unterschiedlichen Solidaritätskulturen. Inklusive Systeme mit einem hohen Leistungsniveau vermitteln Werte wie Risikoteilung und die Erwartung staatlicher Interventionen. Minimale oder stark segmentierte Systeme können die Solidarität sowohl im Inland als auch im Ausland fragiler und umstrittener machen.
In unserer Analyse kombinieren wir „Gesamtperspektiven” und „Nahaufnahmen”. Wir verwenden große internationale Datensätze, um Länder im Zeitverlauf zu vergleichen, und fragen, ob Länder mit großzügigeren Sozialstaaten häufiger und zuverlässiger zur Bewältigung globaler Herausforderungen beitragen. Außerdem analysieren wir ausgewählte Länder und Ereignisse im Detail, um nachzuvollziehen, wie Debatten über Verdienst, Fairness und Verantwortung in internationalen Institutionen, nationalen Parlamenten und den Medien geführt werden.
„The Politics of Global Solidarity“ präsentiert eine Innenansicht des Sozialstaats: Anstatt Institutionen der nationalen Sozialpolitik lediglich als Objekte globalen Drucks zu betrachten, untersuchen wir, wie sie die Bereitschaft und Fähigkeit von Gesellschaften beeinflussen, gemeinsam gegen Katastrophen, Klimawandel und gewaltsame Konflikte weltweit vorzugehen. Beim Sozialstaat geht es nicht nur um Sozialpolitik im eigenen Land. Er bildet auch die Grundlage für Solidarität im Ausland.
Eckdaten
Mittelgeber:in: SFB 1342
Laufzeit: 2026 bis 2029
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Philipp Genschel
Anbindung: Institut für Interkulturelle und Internationale Studien (InIIS)

In den letzten drei Jahrzehnten hat sich die Klimakommunikation zu einem eigenständigen Forschungsgebiet entwickelt, was zu erheblichen Fortschritten in unserem Verständnis der effektiven Kommunikation des anthropogenen Klimawandels geführt hat. Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Anwendung von Forschungsergebnissen zur Förderung umfassender politischer, wirtschaftlicher und sozialer Veränderungen eine Herausforderung. Mit dem Aufkommen digitaler Medien haben die Untersuchung visueller Inhalte und die Rolle verschiedener Arten von (sozialen) Medien in der Kommunikation über den Klimawandel zunehmend an Bedeutung gewonnen. Klimadiskurse werden oft von dystopischen Bildern eines drohenden ökologischen Kollapses dominiert, was es schwierig macht, erfolgreiche sozial-ökologische Transformationen zu visualisieren. Dieses Thema ist von entscheidender Bedeutung, da visuelle Darstellungen die öffentliche Wahrnehmung und das Engagement beeinflussen. Wirksame visuelle Darstellungen können zum Handeln inspirieren, unser Verständnis von Klimagerechtigkeit schärfen und ein tieferes Verständnis des anthropogenen Klimawandels fördern.
Dieses Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Transformation von Klimakommunikationsnarrativen durch visuelle Darstellungen zu analysieren. Insbesondere soll untersucht werden, ob die Online-Kommunikation ehemals unterprivilegierte Gruppen und Perspektiven stärkt und wie gegenhegemoniale Klimadiskurse mögliche Klimazukünfte visualisieren und welche Rolle Klimagerechtigkeit in diesem Kontext spielt. Außerdem soll ermittelt werden, wie diese visuellen Darstellungen die Wahrnehmung und das Verständnis des Klimawandels beeinflussen und welche Rolle sie bei der Mobilisierung der Öffentlichkeit spielen. Durch die Untersuchung von Fallstudien und visuellen Kampagnen zielt diese Studie darauf ab, wirksame visuelle Strategien zu identifizieren, die die Komplexität des Klimawandels vermitteln und die Dringlichkeit des Handelns betonen, was letztlich zu einem effektiveren öffentlichen Engagement und einer transformativen Klimakommunikation beiträgt.
Eckdaten:
Mittelgeber:in: Haushaltsmittel
(Dissertationsprojekt)
Laufzeit: August 2024 bis Augus 2027
Projektverantwortliche:r:Prof.Dr. Leonie Tuitjer
Strukturelle Anbindung / Institut: Artec – Forschungszentrum Nachhaltigkeit
