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Dirigentin

Universitätsmusikdirektorin Dr. Susanne Gläß

Kurzvita Susanne Gläß

Susanne Gläß hat als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes in Hamburg und Bristol zuerst alte Sprachen (Althebräisch, Ugaritisch, Altgriechisch und Latein) studiert, dann evangelische Religion (Schwerpunkt Altes Testament bei Klaus Koch), Philosophie und Schulmusik (Dirigieren: Klaus Vetter/Chorleitung und Gisela Jahn/Orchesterleitung) und Violine (Stanley Weiner). 1984/85 hat sie die 1. Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien in Musik und evangelischer Religion abgelegt sowie das Violin-Lehrdiplom erworben. 

Nach ihrem Studium hat Gläß als freie Musikerin gearbeitet, zuerst in Norddeutschland, dann in der Schweiz. Dort hat sie auch die ersten drei schweizerischen Frauenmusikwochen initiiert und organisiert. 1991 hat sie an der Universität Zürich bei Ernst Lichtenhahn in Musikwissenschaft über "Die Rolle der Geige im Jazz" promoviert. Nach drei Jahren in Portugal war sie von 1996 bis einschließlich Oktober 2020 Universitätsmusikdirektorin an der Universität Bremen. Von 2003 bis einschließlich Februar 2020 hat sie zusätzlich Orchesterleitung für das Lehramt Musik an der Hochschule für Künste Bremen unterrichtet. 2008 ist ihre Monografie zu Carl Orffs „Carmina Burana“ im Bärenreiter Verlag/Kassel erschienen. 2016 hat sie das musikalische Konzept für das Mitsingfest „Bremen so frei“ entwickelt und es in den Jahren 2017, 2018 und 2019 auf dem Bremer Marktplatz realisiert.

Repertoire

Die Schwerpunkte der künstlerischen Projekte von Susanne Gläß sind Musik der 1920er und 1930er Jahre, aktuelle Musik, darunter zahlreiche Erst- und Uraufführungen, internationale Musik sowie Musik mit einer Beziehung zu Bremen. Darunter sind zu verstehen einerseits Meilensteine der deutschen Musikgeschichte wie Brahms' Requiem und Bruchs "Odysseus", die im 19. Jahrhundert in Bremen uraufgeführt worden sind, und andererseits Werke, die heute in Bremen komponiert werden.  Eine Repertoireliste kann als PDF-Datei heruntergeladen werden, ausführliche Informationen finden sich im Konzertarchiv.

"Bremen so frei"

Jährliches Mitsingfest am 1. Juni auf dem Bremer Marktplatz

Der ehemalige Bremer Senatsbaudirektor Eberhard Kulenkampff hatte die Idee, sich am 1. Juni jeden Jahres auf dem Bremer Marktplatz mit ganz vielen Menschen gemeinsam singend die Geschichte Bremens zu vergegenwärtigen und damit das Glück, in Bremen zu leben, zu feiern. Er konnte den ehemaligen Bremer Bürgermeister Dr. Henning Scherf dafür begeistern und der wiederum gewann die Universitätsmusikdirektorin Dr. Susanne Gläß dafür, eine musikalische Konzeption zu entwickeln und umzusetzen. Das Mitsingfest erhielt den Namen "Bremen so frei". 2017 haben mehr als 4000 Menschen auf dem Bremer Marktplatz gemeinsam gesungen, 2018 waren es mehr als 2000, 2019 erneut mehr als 1500. Weitere Informationen finden sich im Konzertarchiv 2017 und 2019.

Susanne Gläß und Carl Orff

Susanne Gläß
Carl Orff
Carmina Burana

Bärenreiter Werkeinführungen

160 Seiten mit Abbildungen und Notenbeispielen; Taschenbuch

ISBN 978-3-7618-1732-2

Rezensionen

  • „Endlich liegt - erschienen als Taschenbuch bei Bärenreiter, Reihe Werkeinführungen – ein Buch vor, das, gleichermaßen interessant für den Fachmann wie den sich erstmals in diese Materie einlesenden Laien, diesen Themen sachkundig und gut lesbar auf die Spuren geht." (Chor aktuell 2-2009)
  • „…textnah, gut verständlich und mit Blick für die Praxis der Aufführung kommentiert.“ (Chor und Konzert 3/2008)
  • „Das Buch richtet sich an alle, die die Carmina Burana hören, aufführen, oder erforschen. Es ist für Sänger, Dirigenten, Musiker und Musikfreunde eine wahre Fundgrube, in der sie schnell Information und gründliche Detailkenntnis entdecken werden.“ (Fränkische Sängerzeitung 2-2008)
  • „Dieses Buch…war längst überfällig…“ (27.8.2008 RBB „Kulturradio am Morgen“ mit Bernhard Morbach)

Fernsehen

Susanne Gläß' Monografie zu den Carmina Burana wurde vom Autor und Regisseur Dominik Wessely als fachliche Grundlage für seinen Film „Carl Orff – Carmina Burana“ verwendet. Die Dokumentation im Auftrag von ZDF und Arte zeichnet Orffs Leben und Werk im Dritten Reich nach und zeigt bislang unveröffentlichtes Archivmaterial aus dieser Zeit. Susanne Gläß ist als Orff-Expertin in Interviews zu erleben. Der Film wurde am 22. Januar 2012 auf Arte zum ersten Mal gesendet.