Dr. Julian Decius hat gemeinsam mit Dr. Miriam Schilbach (Maastricht University) eine Replik auf den Kommentar von Dr. Samuel Bruton und Dr. Mohammad Hosseini zu ihrer Studie über geteilte Erstautorenschaft veröffentlicht. Der Beitrag erschien unter dem Titel „Broadening how we study shared authorship: response to Bruton and Hosseini“ in Scientometrics.
Ausgangspunkt des wissenschaftlichen Austauschs ist die Frage, wie geteilte Erstautorenschaft in akademischen Karriere- und Auswahlentscheidungen bewertet wird. In ihrer ursprünglichen experimentellen Vignettenstudie untersuchten Decius und Schilbach, ob geteilte Erstautorenschaft die Zuschreibung wissenschaftlicher Anerkennung beeinflusst. Die Ergebnisse zeigten, dass alleinige Erstautor:innen und geteilte Erstautor:innen ähnlich beurteilt wurden.
Bruton und Hosseini diskutierten in ihrem Kommentar wichtige Grenzen solcher Vignettenstudien und verwiesen darauf, dass reale Auswahlentscheidungen deutlich komplexer sind. In ihrer Antwort greifen Decius und Schilbach diese Einwände auf und betonen zugleich den Nutzen experimenteller Designs: Sie können helfen, einzelne Bewertungsmechanismen sichtbar zu machen, die in der Praxis nur schwer isoliert beobachtet werden können. Darüber hinaus plädieren sie für eine breitere Evidenzbasis zur fairen und transparenten Bewertung geteilter Autorenschaft, etwa durch die Kombination von Experimenten, Befragungen, Interviews, Feldstudien und Karriereverlaufsanalysen.
Der Antwortartikel ist hier frei zugänglich.








