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Psychische Belastung, Neurodivergenz und Handlungssicherheit in der Lehre

Kurzbeschreibung: 2026-0160/07
Startdatum: 29.09.2026 - 09:00
Enddatum: 06.10.2026 - 13:00
max. Zahl d. Teilnehmenden: 14
Preis: 0€

Psychische Belastung, Neurodivergenz und Handlungssicherheit in der Lehre

Lehrende erleben zunehmend Situationen, in denen Studierende mental belastet wirken, sich zurückziehen, in Gruppenarbeiten auffällig werden, Fristen nicht einhalten oder vermehrt Nachteilsausgleiche anfragen. Oft entsteht dabei das Gefühl: „Irgendetwas stimmt nicht — aber wie gehe ich damit professionell, didaktisch sinnvoll und rollenklar um?“


Der zweiteilige Workshop unterstützt Lehrende dabei, psychische Belastungen und mögliche Krisensignale bei Studierenden besser einzuordnen, ohne selbst diagnostisch oder therapeutisch tätig zu werden. In Anlehnung an Grundprinzipien der MHFA-Ausbildung geht es um Wahrnehmen, Ansprechen, Zuhören, Verweisen und klare Grenzen der eigenen Rolle.


Ein Schwerpunkt liegt auch auf Neurodivergenz: Was ist darunter zu verstehen, welche Herausforderungen können sich für Betroffene in Studium und Lehre ergeben, und wie kann Lehre so gestaltet werden, dass Individualität berücksichtigt wird, ohne Anforderungen, Fairness und Gruppendynamik aus dem Blick zu verlieren?
Neben kurzen fachlichen Impulsen arbeiten die Teilnehmenden mit konkreten Situationen aus dem Lehralltag, Gesprächsbeispielen und didaktischen Stellschrauben. Im Fokus steht nicht die Frage, ob Studierende „wirklich“ psychisch erkrankt, neurodivergent oder einfach weniger selbstorganisiert sind, sondern: Was zeigt sich konkret in der Lehre — und was folgt daraus für Kommunikation, Struktur, Verweiswege und didaktisches Handeln?
 

Ziel: Mehr Handlungssicherheit im Umgang mit psychisch belasteten und/oder neurodivergenten Studierenden — ohne die eigene Rolle zu überschreiten.

Inhalte:
• psychische Belastung und mögliche Warnsignale bei Studierenden erkennen
• Rolle und Grenzen von Lehrenden klären
• Gesprächseinstiege bei Sorge oder Irritation formulieren
• psychische Störungsbilder grob einordnen, ohne zu diagnostizieren
• Neurodivergenz verstehen: ADHS, Autismus-Spektrum, Reizverarbeitung, Selbstorganisation
• didaktische Herausforderungen bei Präsenz, Gruppenarbeit, Kommunikation und Prüfungen reflektieren
• Nachteilsausgleich, Fairness und formale Zuständigkeiten einordnen
• konkrete didaktische Anpassungen entwickeln: mehr Klarheit, Struktur und Verbindlichkeit
• Umgang mit Selbstdiagnosen, Überforderung und fehlender Studienroutine


Zielgruppe: Lehrende sowie Personen mit Lehr- oder Prüfungsverantwortung 

Umfang: 2 × 4 Stunden 

Format: Kurzinput, Austausch, Fallarbeit, praktische Gesprächs- und Transferübungen 

Trainerin: Dipl. Psych. Wiebke Rimasch, Psychologische (Unternehmens-)Beratung und MHFA-Instruktorin