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Evaluation & Befragungen

Die Universität Bremen legt großen Wert auf die fachkulturelle Ausgestaltung der Qualitätssicherung. Fachspezifisch anerkannte und zur jeweiligen Qualitätskultur passende Instrumente werden durch universitätsweite Befragungen und Erhebungen ergänzt. Die Ergebnisse werden den Fachbereichen zur Verfügung gestellt und fließen so in die dezentralen Qualitätskreisläufe ein.

Das Befragungskonzept der Universität Bremen sieht die Durchführung fachbereichsübergreifender interner Studierendenbefragungen (BA 2. und 6. Semester, MA 4. Semester) sowie eine Absolventenbefragung ca. 1,5 Jahre nach Studienabschluss vor.

Darüber hinaus beteiligt sich die Universität Bremen auch an externen Befragungen wie der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, der QUEST-Befragung des CHE sowie am CHE-Ranking. Über die Teilnahme an weiteren externen Befragungen oder die Durchführung zusätzlicher fachbereichsübergreifender interner Befragungen entscheidet das Rektorat.

Ergebnisse der Befragungen 2021

Das Referat Lehre und Studium hat im Jahr 2021 erneut Befragungen verschiedener Statusgruppen durchgeführt, um die Lehr- und Lernsituation an der Universität Bremen zu beleuchten:

  • Studierendenbefragung (17.05.2021 – 02.07.2021)
  • Absolventenbefragung (05.02. – 31.05.2021)
  • Lehrendenbefragung (08.10. – 30.11.2021)

Die wichtigsten universitätsübergreifenden Ergebnisse werden im Folgenden zusammengefasst dargestellt:

Die Universität Bremen befragt im Zeitraum Mitte Mai bis Anfang Juli regelmäßig ihre Studierenden zu ihrer Zufriedenheit mit den Studienbedingungen und der Studierbarkeit. Befragt werden Studierende im Bachelor und jur. Staatsexamen im zweiten und sechsten Fachsemester sowie Studierende im Master und M.Ed. im vierten Fachsemester. Für die Befragung im Sommersemester (SoSe) 2021 wurden rd. 6500 Studierende eingeladen. Die Teilnahmequote lag bei 30%. Die Befragung wurde ergänzt um einen Frageblock zur Studiensituation unter den Bedingungen der Corona-Pandemie und der Maßnahmen zu deren Eindämmung. Im Folgenden werden diese Ergebnisse kurz vorgestellt.

 Mit Blick auf die Studiensituation gaben rd. drei Viertel der Teilnehmer:innen der Studierendenbefragung an, dass sie im SoSe 2021 alle relevanten Veranstaltungen belegen konnten. Ebenso viele gaben an, dass sie im Wintersemester 2020/2021 alle notwendigen Prüfungen ablegen konnten. 28% der Teilnehmer:innen haben Prüfungen auf spätere Semester verschoben. Die Unsicherheit zu Semesterbeginn war mit Blick auf den Ablauf des SoSe 2021 für viele Studierende groß. Rd. 38% gaben nach eigener Beurteilung an, hier ausreichend informiert gewesen zu sein. Häufiger war zu dem unklar, an welcher Stelle Antworten auf organisatorische Fragen zu finden sind.

56% der Teilnehmer:innen befürchten aufgrund der Corona-Maßnahmen im SoSe 2021 negative Folgewirkungen für ihren weiteren Studienverlauf. In erster Linie wurde hier eine Verlängerung der Studiendauer (69%) genannt, gefolgt von der Befürchtung, in Prüfungen schlechter abzuschneiden (57%) oder Prüfungen nicht zu bestehen (39%). Mit Blick auf einen möglicherweise gestiegenen Arbeitsaufwand bedingt durch eine digitale Lehre ergibt sich kein eindeutiges Bild. Jeweils rd. ein Drittel der Teilnehmer:innen bewerten diesen mit deutlich höher, etwas höher oder ungefähr gleich. 

Bezüglich der näheren Zukunft wünscht sich die Mehrheit der Teilnehmer:innen eine verstärkte Nutzung digitaler Lehr-/Lerntools und eine stärkere Verknüpfung von Online- und Präsenzlehre. Dieser Wunsch bezieht sich auf Vorlesungen sowie auf Seminare und Übungen. Weniger eindeutig fällt das Ergebnis bei der stärkeren Nutzung von digitalen Prüfungsformaten in Seminaren und Übungen aus.

Befragt werden bei der jährlich durchgeführten Absolventenbefragung alle ehemaligen Studierenden, die einen grundständigen (Bachelor, Staatsexamen) oder einen weiterführenden Abschluss (Master) an der Universität erworben haben. Hierbei wird ein zeitlicher Abstand von eineinhalb bis zwei Jahren zum erfolgreichen Abschluss des Studiengangs eingehalten, um einerseits eine Reflexion des Studiums zu ermöglichen und andererseits eventuelle Berufserfahrung und den Stellenwert der an der Universität Bremen erlernten Kompetenzen hierbei beurteilen zu können.

Im Jahr 2021 wurde der Prüfungsjahrgang 2018/2019 (01.10.2018 – 30.09.2019) befragt. Angeschrieben wurden 3304 Personen, die in diesem Zeitraum eine Abschlussprüfung an der Universität Bremen bestanden haben. Die Rücklaufquote betrug 18,4 %. Die Gesamtergebnisse sowie die jeweiligen Studiengangsfilterungen (sofern die Rücklaufqote valide Ergebnisse zulässt) wurden den Fachbereichen nach Abschluss der Befragung zur Verfügung gestellt.

52% der Befragten gaben an, dass sie sich für ein Studium an der Universität Bremen entschieden hätten, um in der Nähe ihres Heimatortes studieren zu können. 45% konnten jedoch auch vom besonderen Profil ihres Faches bzw. ihres Studiengangs überzeugt werden (Mehrfachantworten waren erlaubt). Fast die Hälfte aller Befragten (43%) war es nach eigener Aussage nicht möglich, aufgrund von Erwerbstätigkeit das Studium in der Regelstudienzeit zu absolvieren. Die Studienqualität wurde im Mittelwert insgesamt „eher gut“ bewertet (Abstufungen: sehr gut – eher gut – eher schlecht – sehr schlecht), eine Ausnahme bildet hier der Praxisbezug der Lehrinhalte, der im Mittelwert „eher schlecht“ abgeschnitten hat (43%). Die zentral organisierten Angebote der Universität Bremen (Bibliothek, Testcenter, Lehrräume, Beratungsangebote, etc.) wurden durchweg als „eher gut“ in Erinnerung behalten. Insgesamt betrachtet würden sich 42% auf jeden Fall wieder für die Universität Bremen entscheiden, 46% gaben ein „eher ja“ an.

Im Jahr 2020 wurde aufgrund der sich plötzlich radikal veränderten Lehrsituation – ausgelöst durch die Corona-Pandemie – zum ersten Mal eine Lehrendenbefragung an der Universität Bremen durchgeführt. Neben einer Kurzbefragung während des Sommersemesters gab es eine ausführlichere Umfrage im Herbst, deren Ergebnisse half, das Wintersemester unter Pandemiebedingungen vorbereiten zu können. Aufgrund der auch 2021 angespannten Lage in Bezug auf das Infektionsgeschehen wurde erneut eine Lehrendenbefragung gestartet. Angedacht ist eine systematische Durchführung dieser Evaluation alle zwei bis drei Jahre unter normalen Betriebsbedingungen.

2125 an der Universität Bremen lehrende Personen (Hochschullehrer:innen, Lektor:innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen, Lehrbeauftragte, Lehrkräfte für besondere Aufgaben und Sonstige) wurden über das interne Infomail-System aufgefordert, an der Befragung online teilzunehmen. Die Rücklaufquote betrug 28,5%. Die Gesamtergebnisse sowie die Filterung nach Fachbereich wurde den Fachbereichen nach Abschluss der Befragung zur Verfügung gestellt.

Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass die Arbeitszeit im digitalen Studienjahr höher (37%) oder deutlich höher (23%) ausgefallen ist. Ebenso ist der Arbeitsaufwand im Vergleich zur Präsenzlehre gestiegen (45% höher, 29% deutlich höher). Positiv zu vermerken ist, dass die technischen und methodischen Herausforderungen an die Lehrumstellung von einer Mehrheit als weitgehend unproblematisch eingestuft wurde (41% bzw. 52% bei Technik; 30% bzw. 59% bei Methodik). Allerdings gab es keine Mehrheit für die Aussage, dass das Online-Setting positive Auswirkungen auf die Lehre gehabt habe (48% trifft eher nicht zu, 11% trifft gar nicht zu). Etwas mehr als Hälfte der Befragten gab ebenfalls an, dass einige Lernziele aufgrund der online stattfindenden Veranstaltungen nicht erreicht werden konnten (17% trifft völlig zu; 38% nicht eher zu).

Die Informations- und Beratungsangebote der verschiedenen Bereiche an der Universität Bremen – von Hochschulleitung bis Personalentwicklung – wurden insgesamt von der Mehrheit als „eher positiv“ bewertet, sofern sie wahrgenommen wurden. 78% insgesamt sind mit den Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von digitaler Lehre von zu Hause aus und familiären Aufgaben (eher) zufrieden.

Diese weitgehend positive Beurteilung schlägt sich auch in der letzten Frage nieder, in der die Befragten gebeten wurden, das Sommersemester 2021 mit einer persönlichen Schulnote zu bewerten: 49% gaben eine 2.

Kontakt

Christian Weßels

Referat Lehre und Studium

Gebäude/Raum: VWG 0370
Telefon: +49-421-218-60359
E-Mail: christian.wessels@vw.uni-bremen.de 

Christoph Wieselhuber

Referat Lehre und Studium

Gebäude/Raum: VWG 0330
Telefon: +49-421-218-60307
E-Mail: christoph.wieselhuberprotect me ?!vw.uni-bremenprotect me ?!.de