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Identität angesichts religiöser Pluralität. Eine qualitativ-rekonstruktive Untersuchung der Bedingungen und Folgen interreligiöser Kommunikation

Turmspitzen einer Moschee und einer Kirche

Der Umgang mit der Vielfalt von Kulturen, der Heterogenität von Lebensformen und der Pluralität religiöser Ideen und Praxen ist in den letzten Jahren herausforderndes Thema in unterschiedlichen Disziplinen. Dabei umreißen Fragen nach der Anerkennung kultureller, sozialer und personaler Identität sowie nach dem Verhältnis zwischen dem ‚Fremden‘ und dem ‚Vertrauten‘ das Feld, in dem sich die kultur- und sozialwissenschaftliche Reflexion dazu bewegt. Religiöse Pluralität und interreligiöse Begegnung und Kommunikation und ihre Folgen für die Identitätsbildung wird dabei bislang weniger behandelt. Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, intendierte interreligiöse Kommunikation, wie sie in interreligiösen Dialoginitiativen geschieht, auf ihre Folgen für die alltägliche (religiöse) „Identitätsarbeit“ (Keupp/Höfer 1997) bzw. die „subjektive Identitätspolitik“ (Bedorf 2010) hin zu untersuchen. Hierbei sind zum einen die kognitiven Verarbeitungsprozesse und subjektiven Theorien der Akteure von Interesse. Zum anderen soll untersucht werden, wie sich Prozesse der Auseinandersetzung, Abgrenzung, Harmonisierung oder Vermischung religiöser Sinnbildung biographisch entfalten. Auch die Schnittstellen des Scheiterns bzw. des Austritts aus der interreligiösen Kommunikation sind von Interesse.

Projektleitung:
Prof. Dr. Gritt Klinkhammer

Mitarbeiterinnen:
Dr. Anna Neumaier

Laufzeit: 
2014 – 2019     

Finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Aktualisiert von: H. Grünenthal