Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in christlicher Gemeinschaft

In der eigenständigen, aber von der EKD geförderten, landeskirchlichen Vereinigung, der Communität und der Geschwisterschaft Koinonia, wurde institutionelle
sexualisierte Gewalt entdeckt. Diese wurde etwa ab den 1970er Jahren bis ca. 2011 gegenüber Frauen verübt. Die Communität Koinonia und die Geschwisterschaft Koinonia existieren seit 1976 bzw.1988. Die Communität hat ihren Sitz in Hermannsburg sowie in Heidelberg und in Mahikeng/Südafrika. 


Ziel des Forschungsprojekts ist die Aufarbeitung institutioneller sexualisierter Gewalt im Kontext spirituellen Missbrauchs in der Communität Koinonia und der Geschwisterschaft Koinonia e.V. Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt:
•Welche Formen und Ausprägungen von „spirituellem Missbrauch“, persönlichem Machtmissbrauch und struktureller Gewalt liegen vor (z.B. sexualisierte Gewalt, Einsatz von ideologischen Zwangs- und Kontrollmitteln, Missachtung der Person, seelische Ausnutzung und Verunsicherung, spirituelle Abhängigkeit)?
•Welche institutionellen, ideologischen und sozialen Bedingungen innerhalb der Gemeinschaft haben die Gewalt ermöglicht, begünstigt und verdeckt?
•Welche strukturellen Bedingungen außerhalb der Gemeinschaft haben zur Unterstützung und Unsichtbarkeit der Gewalt beigetragen?

Sexualisierte Gewalt und spirituellen Missbrauch betten wir daher in ein breites Verständnis von Machtmissbrauch ein. Wir arbeiten mit Methoden der qualitativen Sozialforschung: insbesondere mit biographisch orientierten Interviews mit direkt Betroffenen sowie weiteren Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und mit Dokumentenanalysen.

Projektleitung
Prof. Dr. Gritt Klinkhammer

Projektbearbeitung
Dr. Anne Beutter,Rosa Lütge, Lucie Gott

Studentische Hilfskraft
Theresa Budtke

Laufzeit
02/2026-01/2028

Gefördert durch die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover

Ihre Mitwirkung

Damit ein möglichst umfassendes Bild entsteht, sind wir darauf angewiesen, nicht nur Akten zu studieren, sondern mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu sprechen. 

Wir laden daher direkt und indirekt Betroffene, ebenso wie Personen aus dem kirchlichen und sonstigen Umfeld der Communität und Geschwisterschaft Koinonia bzw. ihrer Mitglieder ein, mit uns Kontakt aufzunehmen. Wir sind an Geschichten von Betroffenen interessiert, aber auch an den Erfahrungen aus dem Umfeld der Koinonia. 

Mit Ihrem Beitrag können Sie helfen, das durch die sexualisierte Gewalt und den spirituellen Missbrauch entstandene Leid anzuerkennen und bearbeitbar zu machen. Ihr Wissen trägt dazu bei, dafür zu sensibilisieren, wie solche Übergriffe möglich werden. Sie können damit zum Entstehen eines Umfelds beitragen, in dem Spiritualität sicher gelebt und entfaltet werden kann. 

Wenn Sie an der Studie mitwirken möchten, melden Sie sich gerne bei uns. Auch wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie etwas beizutragen haben, können Sie sich an uns wenden. Wir geben auch gerne bei weiteren Fragen zur Studie Auskunft.

Ihre Daten behandeln wir jederzeit vertraulich und sichern Ihre Anonymität zu! Wir arbeiten kirchenunabhängig!

Wenden sie sich gerne an:

Prof. Dr. phil. Gritt Klinkhammer                            oder                 Dr. phil. Anne Beutter 
klinkhammerprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de;                                                  anne.beutterprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de
Tel.: +49 (0) 421 218 67900                                                                 +49 (0) 421 218 679 24 (Di.-Do. 10:00-16:00)

 

Das Projekt “Zur wissenschaftlichen Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Kontext 'spirituellen Missbrauchs' bzw. institutioneller Gewalt in der evangelischen Communität und der Geschwisterschaft Koinonia” wird gefördert durch