Station 8
Raum der Stille
An diesem Ort müsst Ihr am Wandgemälde von vorhin (à Geocache #3) vorbei, die Treppe herunter und nach links – folgt einfach der Beschilderung zum Raum B1800.
Bevor Ihr den Raum betretet fragt Euch einmal, was Ihr erwartet? Was könnte der Sinn eines „Raums der Stille“ sein? Und ist diese Erwartung in irgendeiner Form mit Religion verknüpft? Muss sie das sein?
Im Jahr 2012 wurde allen Mitgliedern der Universität (ob Studierende oder Verwaltung, Forschende oder Gäste) dieser Ort zu Verfügung gestellt „als Raum der Ruhe, der Meditation und des Gebets“. Es handelt sich dabei nicht um einen spezifisch religiösen Raum, doch gehören religiöse Weltanschauungen zur Diversität (meist mit dem eingedeutschten „diversity“ benannt). Und diese soll an der Universität Bremen angenommen und gefördert werden. Deshalb hieß es bei der Eröffnung dieses Raumes auch, er solle „ein Ort des Weltanschauungen übergreifenden, interkulturellen wie auch interreligiösen Dialogs werden“. Stille ist also kein Gebot – Ihr dürft Euch hier austauschen, diskutieren und vielleicht… über den Sinn eines Raumes der Stille spekulieren. Schaut Euch einmal um – vielleicht findet Ihr sogar weitere Hinweise auf religionswissenschaftlich relevante Dinge.
Was Ihr hier ganz konkret erlebt ist, dass die Universität zwar weltanschaulich (und also auch religiös) neutral ist, dass sich damit jedoch nicht der Ausschluss oder ein Verbot verbindet. Im Gegenteil – hier soll der Vielfalt der Mitglieder der Universität auch in religiöser Hinsicht Rechnung getragen werden. Dazu gehören nun mal vielfältige Weltanschauungen, religiöse Überzeugungen und Lebensentwürfe. Ein weiteres deutliches Zeichen mit Relevanz für unser Fach ist natürlich das Bücherregal, oder besser: sein Inhalt – aber das habt Ihr sicher schon durchstöbert…
Herzlichen Glückwunsch, congratulations und chapeau – Ihr habt’s geschafft. Vielen Dank fürs Mitmachen!

