Cosme Polese Borges und seine Co-Autoren haben einen neuen Artikel mit dem Titel „Green hydrogen production in a semi-arid region: A system dynamics analysis of water supply alternatives“ (Grüne Wasserstoffproduktion in einer semiariden Region: Eine systemdynamische Analyse von Alternativen zur Wasserversorgung) in „Sustainable Futures“ veröffentlicht.
In dieser Studie wird ein Systemdynamikmodell angewendet, um zu untersuchen, wie sich Wasserversorgungsstrategien – recyceltes Wasser und Meerwasserentsalzung – auf die großtechnische Produktion von grünem Wasserstoff in Ceará, Brasilien, (2026–2050) auswirken. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wasserarchitektur die Wasserstoffproduktion und den Betriebsaufwand stark beeinflusst. Entsalzungsszenarien führen zu moderaten Mengen (≈397–509 kt/Jahr), erfordern jedoch den höchsten Energieaufwand und verursachen erhebliche Salzlaugenmengen, was den Druck auf die Küstengebiete erhöht. Ein Übergangsszenario führt aufgrund einer schlecht abgestimmten Infrastrukturausweitung zu der geringsten Produktion (≈252 kt/Jahr). Im Gegensatz dazu liefert ein vollständig zirkuläres Szenario mit recyceltem Wasser die höchste Produktion (≈862 kt/Jahr), eliminiert die Salzlaugenableitung und reduziert die Energieintensität. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Wasserbewirtschaftung als strategischer Faktor für eine gerechte und nachhaltige Wasserstoffentwicklung in semiariden Regionen.


