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ENavi

Thema: 

Kopernikus-Projekt Energiewende-Navigationssystem ENavi

Das Kopernikus-Projekt ENavi „Energiewende-Navigationssystem zur Erfassung, Analyse und Simulation der systemischen Vernetzungen“ hat sich zum Ziel gesetzt wissenschaftliche Analysen mit politisch-gesellschaftlichen Anforderungen zu verknüpfen. Die Entwicklungen der Energiewende sollen im Voraus besser abgeschätzt werden, um dann die optimalen Entscheidungen treffen zu können. Hauptprodukt wird das Energiewende Navigations Instrument sein, mit dem sich Wirkungen von politischen Entscheidungen simulieren und abzuschätzen lassen.

Fördermittelgeber:

Bundesministerium für Bildung und Forschung, Projektträger Jülich

Laufzeit:

2016-2019 (erste Förderperiode)

Partner:

  • Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) (Projekt Koordination)
  • Über 80 Partner aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft

Projektbeschreibung:

Mit der Energiewende hat sich Deutschland zum Ziel gesetzt, das gegenwärtige Energiesystem in ein weitgehend CO2-freies und auf erneuerbaren Energien basierendes System zu transformieren. Ein wirtschaftliches, umweltverträgliches, verlässliches und sozialverträgliches Energiesystem benötigt eine ganzheitliche Betrachtung auf Systemebene. ENavi sieht die Energiewende daher als einen gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess und verknüpft wissenschaftliche Analysen mit politisch-gesellschaftlichen Anforderungen. Das Projekt soll dazu beitragen, die Energiewende nachhaltig und mit größtmöglicher Akzeptanz voran zu treiben. Die potentiellen Erkenntnisse zu nachhaltigen Transformationspfaden sind von großem strategischem Interesse für die Abschätzung des Marktpotentials verschiedener Technologien. Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung werden Stand und Perspektiven vor allem des Netzausbaus, der Speicherkapazitäten, der Nachfrageseite und der Erzeugung (zentral und dezentral) sowie die Wechselwirkungen dieser Dimensionen in den Blick genommen.

Das Projekt ENavi zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis des komplex vernetzten Energiesystems im Energiebereich und den damit verbundenen Bereichen wie Industrie und Konsum zu gewinnen,

  • Handlungsoptionen aufzuzeigen, wie die Komponenten des zukünftigen Energiesystems unter Berücksichtigung der energiepolitischen Ziele und (u. a. rechtlichen Rahmen-) und Randbedingungen systemisch integriert werden können,
  • so präzise wie möglich abzuschätzen, welche Folgen eine bestimmte Maßnahme kurz-, mittel- und langfristig auf das Energiesystem haben würde und schließlich
  • im transdisziplinären Diskurs Optionen für wirksame Maßnahmen zu generieren.

Beitrag des Fachgebietes Resiliente Energiesysteme:

Unser Beitrag ist die Entwicklung einer Bewertungsmethodik um Maßnahmen und Interventionen (sog. Policy Packages) in Bezug auf das Kriterium Resilienz zu bewerten. Wir helfen dabei, dass die Maßnahmen derart gestaltet werden können, dass die Systeme auch unter Stress und in turbulenten Bedingungen ihre Systemleistungen beibehalten. Hierzu bedienen wir uns evolutionär erprobter Prinzipien, Konzepte und Elemente zur Gestaltung komplexer Systeme. Die Arbeiten werden in einem interdisziplinären Team im Arbeitspaket 11 durchgeführt. In diesem Arbeitspaket läuft das Wissen aus dem Gesamtkonsortium zusammen und wird anhand der Kriterien (Effektivität, Effizienz, Resilienz, Ethische Akzeptanz, Nachhaltigkeit, Legitimität und Legalität) ausgewertet und aufbereitet, in Indikatoren übersetzt, wieder in die anderen Arbeitspakete und an alle Partner zurückgespielt – und insbesondere in das Navigationssystem aufgenommen. Das Arbeitspaket 11 hat also quasi eine Scharnierfunktion.

Kontakt:

Dipl.-Phys. Pablo Thier

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Prof. Dr. Stefan Gößling-Reisemann

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Weiterführende Informationen:

https://www.kopernikus-projekte.de/projekte/systemintegratio