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Geflüchtete und gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Linksammlung von Angeboten für gefährdete Wissenschaftler*innen

Die Universität Bremen steht solidarisch an der Seite ihrer Kolleginnen und Kollegen, die vertrieben worden oder wegen ihrer Arbeit in ihrem Heimatland Repression und Verfolgung ausgesetzt sind. Für geflüchtete Akademikerinnen und Akademiker in Bremen gibt es seit einiger Zeit das IN-Touch-Programm, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit bietet, mit der Wissenschaft vor Ort in Kontakt zu bleiben und sich zu vernetzen. Für gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gibt es an der Universität Bremen die Möglichkeit, sich für ein Stipendium der Philipp-Schwanrtz-Initiative oder seit 2019 auch für ein Stipendium des Landes Bremen zu bewerben. Bisher konnten bereits sieben gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch die Philipp-Schwartz-Initiative an der Hochschule aufgenommen werden. Im Folgenden finden Sie interne und externe Verlinkungen an Stellen und Angebote, die für die Betroffenen relevant sind. 

Stipendienprogramm des Landes Bremen

Neben dem Programm der Philipp-Schwartz Initiative läuft nun das Stipendiatenprogramm des Landes Bremen an (Bewerbungszeitraum für 2019 ist abgelaufen). Das Förderprogramm zur Unterstützung geflüchteter und gefährdeter Wissenschaftler fördert Promovierende und Postdocs. Weitere Informationen finden Sie hier.

5. Bewerbungsrunde der Philipp Schwartz-Initiative

Der Bewerbungszeitraum für die 5. Runde des Förderprogramm der Philipp Schwartz-Initiative für verfolgte Forscher*innen ist für 2019 beendet. Hochschulen und Forschungseinrichtungen können im nächsten Jahr wieder Fördermittel zur Aufnahme gefährdeter Forschender beantragen. Erfolgreich nominierte gefährdete Forschende können Stipendien für bis zu 24-monatige Forschungsaufenthalte verliehen werden.

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren der Philipp Schwarz Initiative finden Sie hier.

Kontakt

Julia Holz

SFG 0330
Tel.: +49-421-218-60381
jholz@uni-bremen.de
 

Jo Kroke

SFG 0330
Tel.+49-421-218-60386
scholarsatriskprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

 

Konrad-Adenauer-Stiftung
Stipendien für Geflüchtete. Die Konrad Adenauer Stiftung bietet Stipendien für geflüchtete Studierende an. Es können sich Bachelor-, Masterstudierende als auch Absolventen (Doktoranden) bewerben. Bewerbungsfristen sind 15.01 und 15.07.

Friedrich-Ebert-Stiftung 
Solidaritätsfonds: Förderung politisch verfolgter, ausländischer Studierender und Promovierender. Förderung auch für Geflüchtete ohne Aufenthaltstitel. Bewerber/innen müssen sich in Deutschland aufhalten. Bewerbung formlos und zu jeder Zeit möglich. 

Philipp-Schwartz-Initiative (Alexander von Humboldt-Stiftung)
Mit der Philipp Schwartz-Initiative erhalten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, gefährdete Akademiker/innen im Rahmen eines Vollstipendiums für 24 Monate aufzunehmen. Durch eine Bewerbung konnten an der Universität Bremen bereits fünf Wissenschaftler aufgenommen. Die 5. Bewerbungsrunde läuft aktuell. Alle Informationen dazu finden Sie hier.

Wissenschaft.Niedersachsen.Weltoffen
Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur bietet gefährdeten und geflüchteten  Wissenschaftler/innen kurzfristig die Möglichkeit, sich gemeinsam mit den internationalen Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern um ein dreijähriges Forschungsstipendium zu bewerben. Bewerbungsschluss ist der 15.11.2017. 

Baden-Württemberg Fonds für verfolgte Wissenschaftler/innen
Die Baden-Württemberg-Stiftung hat ein Förderprogramm für gefährdete Wissenschaftler/innen ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist es, verfolgten Wissenschaftler/innen die Möglichkeit zu geben, mit dieser Förderung an einer Einrichtung in Baden-Württemberg ihre akademische Arbeit in einer sicheren Umgebung fortzusetzen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Die DFG bietet aus ihrem Heimatland nach Deutschland geflüchteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf allen wissenschaftlichen Karrierestufen die Mitarbeit in laufenden DFG-Projekten an. Forschungsprojekte, die bereits von der DFG gefördert werden, können Anträge für zusätzliches Personal stellen und damit eine Einbindung geflüchteter Forschender ermöglichen. Ferner können geflohene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch direkt in Graduiertenkollegs, Sonderforschungsbereichen und anderen DFG-geförderten Verbundprojekten gefördert werden. Als Interessent/in können Sie mit Verweis auf das Programm direkt eine Anfrage an die Leitungen laufender DFG-Projekte bzw. Graduiertenkollegs stellen. Gerne geben wir Ihnen Auskunft über die verfügbaren DFG-Projekte in Bremen und helfen Ihnen bei der Vermittlung. 

Volkswagen Stiftung
Die Volkswagen-Stiftung  bietet, vergleichbar mit dem Angebot der DFG, geflüchteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftern, denen im Rahmen eines Asylverfahrens eine Aufenthaltserlaubnis erteilt wurde, die Mitarbeit in bestehenden, von ihr geförderten Forschungsprojekten an. Auch hier stellt die Projektleitung den Antrag. Als Interessent/in können Sie mit Verweis auf das Programm direkt eine Anfrage an die Leitungen laufender, durch die VolkswagenStiftung geförderte Projekte stellen. Gerne geben wir Ihnen Auskunft über die verfügbaren VW-Projekte in Bremen und helfen Ihnen bei der Vermittlung. 

PAUSE - Collège de France 
PAUSE ist ein Förderprogramm für französische Hochschulen und Forschungsinstitute, analog zum Philipp-Schwartz-Programm in Deutschland. Es ermöglicht Institutionen gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufzunehmen. Es ist offen für Doktoranden, Postdocs und erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Science4Refugees 
Die Science4Refugees-Initiative hilft geflüchteten Wissenschaftlern und Forschern passende Stellen zu finden, die sowohl die eigene Situation verbessern als auch ihre Fähigkeiten und Erfahrungen für das europäische Wissenschaftssystem nutzbar machen.

Scholar Rescue Fund
Der Scholar Rescue Fund bietet Stipendien für Professoren, Forscher und bekannte Intellektuelle, deren Leben und Karriere im Heimatland bedroht werden, an. SRF vermittelt Wissenschaftler/innen an Hochschulen und stellt finanzielle Unterstützung.

Scholars at Risk
Scholars at Risk ist ein internationales Netzwerk von Hochschulen und Personen, die sich dem Schutz bedrohter Wissenschaftler/innen und der Akademischen Freiheit verschrieben haben. 

Council for At-Risk Academics (CARA)
Diese weltweit tätige britische NGO vermittelt gefährdete Wissenschaftler/innen an Hochschulen und bietet ihnen finanzielle Unterstützung.

Chance for Science
Chance for Science ist eine Plattform für nach Deutschland geflüchtete Wissenschaftler/innen. Über sie kann Kontakt zu anderen Forschenden aus dem eigenen Spezialgebiet hergestellt werden. Ferner kann von Zugängen zu Bibliotheken, Konferenzen und Veranstaltungen an der Universität profitiert werden. 

Von der Universität Bremen

Brückenstellen in die Postdoc-Phase
Postdoktorandinnen und Postdoktoranden werden darin unterstützt, früh in ihrer Karriere eigenständig Forschungsprojekte einzuwerben, zu leiten und zu verantworten.

Eigene Projekte für Postdocs
Fortgeschrittene Postdoktoranden und Postdoktorandinnen sollen mit einem eigenständigen Projekt ihre Forschung in einem hochproduktiven Umfeld betreiben können, sich international in ihrer jeweiligen Scientific-Community vernetzen und die Voraussetzungen zur Berufung auf eine Lebenszeitprofessur schaffen.

BremenIDEA
Hochschullehrende der Universität Bremen können für ein- bis zweiwöchige Kennenlern-Aufenthalte von Promotionsinteressierten aus dem Ausland Reisekosten- und Aufenthaltspauschalen beantragen.

 

Förderungsmöglichkeiten anderer 

Horizon2020
Horizon 2020 ist das Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation. Nur für Teilnehmende aus EU-Staaten und assoziierten Staaten wie z.B.  die Türkei.

DFG
Deutsche-Forschungsgemeinschaft.

Volkswagenstiftung
Angebot der Volkswagenstiftung.

 

Stipendiendatenbanken

funding-guide.de  (in Deutschland)

research-in-germany.org (in Deutschland)

euraxess.ec.europa.eu/funding (europaweit)

Aktualisiert von: Andreas Volk