(AKAD05) James Joyce "Ulysses" (II)

In Fortsetzung des Wintersemesters 2019/2020 nehmen wir im Seminar die Arbeit am Text mit Beginn des Kapitels 12 (Kyklop) wieder auf.

Mit seinem Roman „Ulysses“ hat James Joyce das moderne Gegenstück zu Homers „Odyssee“ geschaffen. Der Roman gilt als Meilenstein des 20. Jahrhunderts, weit verbreitet und wenig gelesen.
James Joyce wurde 1882 in Dublin geboren; er wuchs in einem Jesuitenkolleg auf, nahm die niederen Weihen, sagte sich zwanzigjährig von der Kirche los. Er studierte in Dublin Philosophie und Sprachen. 1902 ging Joyce nach Paris, kehrte 1903 nach Irland zurück um dann 1904 Irland für immer den Rücken zu kehren. Er lebte als Journalist und Sprachlehrer in Paris, Triest und Zürich.
Stets unter großen finanziellen Schwierigkeiten leidend, schuf er seine großen epischen Werke. Der Roman „Ulysses“, an dem Joyce von 1914-1921 arbeitete, erscheint an seinem 40. Geburtstag im Jahre 1922 und macht ihn bald berühmt. Joyce stirbt am 13. Januar 1941 in Zürich.
In seinem Roman „ULYSSES“ beschreibt er einen einzigen Tag im Leben des Dubliner Anzeigenwerbers Leopold Bloom: keine Figur und kein Tag der Weltliteratur sind uns vertrauter, hier wurde ein „Weltalltag der Epoche“ geschaffen, wie H. Broch sagte.
J. begleitet Bloom auf seinen alltäglichen Wegen und Routinen, er teilt dessen Gedanken, Träume, Gefühle, seine Sehnsüchte und Verletzungen. An diesem einen Tag gibt es zwei herausragende Ereignisse: den Seitensprung von Blooms Frau Marion, „Molly“ und die sich entwickelnde Beziehung zwischen Bloom und Stephen Dedalus, einer symbolischen Vater-Sohn-Geschichte.
Jedes der 18 Kapitel des Romans ist in einer anderen Technik, unterlegt mit individuellem Sprachstil, verfasst: so u.a. Erzählung, Drama, Monolog. Hinter der realistischen Handlungsebene öffnet sich ein ganz und gar phantastischer und mythenträchtiger Text, voller Anspielungen und Bezügen. Typische moderne Zeiterfahrungen werden hier literarisch orchestriert. Eine Nebenfigur im Ulysses sagt: „Nach Gott hat Shakespeare am meisten geschaffen“. Joyce-Kenner haben hinzugefügt: Nach Shakespeare hat Joyce am meisten geschaffen.

Ausgabe: James Joyce „Ulysses“, Suhrkamp Taschenbuch.

Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sind herzlich willkommen. Zu Anfang des Semesters wird eine umfassende Einführung die weitere Textarbeit vorbereiten...


Dozentin: Margrit Platt, M.A.
Zeit:         Dienstag, 10:00 s.t. - 11:30 Uhr
Hinweis: Teilnehmerbegrenzung: 40 Personen in Präsenz
Veranstaltungsart: hybrid, in Präsenz (ACHTUNG RAUMÄNDERUNG: erster Termin: Akademie, Raum B 0770, nachfolgend im GW2, B2880) oder wahlweise Online-Teilnahme

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