(AKAD21) Gemeinsames Europäisches Asylsystem – nach der Reform ist vor der Reform?

Mit der Schaffung des gemeinsamen Binnenmarktes und des Schengenraums – als Raum ohne Kontrollen an den Binnengrenzen – wurde die Dringlichkeit, auch das Asylsystem zu vergemeinschaften, immer unübersehbarer. Zunächst wurden Zuständigkeitsregelungen („Dublin-System“) geschaffen.

Mit den Erweiterungsrunden der 2000er Jahre verstärkten sich die Herausforderungen. Die Vorstellung, die europäischen Kernstaaten durch Pufferstaaten umgeben zu lassen, ließ sich nicht (mehr) realisieren. Mit zunehmendem Wanderungsdruck erwies sich das Gemeinsame Europäische Asylsystem mit seiner engmaschigen Regulierung zunehmend als dysfunktional.

Nach der Flüchtlingskrise 2015/16 folgten langwierige Verhandlungen, um einen erneuten Massenzustrom besser bewältigen zu können. Eine Einigung erwies sich als schwierig. Sie wurde 2024 erreicht. Im Ergebnis haben die Mitgliedsstaaten die Reste an Entscheidungsbefugnissen eingebüßt. Es bleibt abzuwarten, ob die Umsetzung die Erwartungen erfüllt.

 

13. Oktober 2026
Das Weltflüchtlingsproblem – Entwicklungen und Herausforderungen

20. Oktober
Die Entwicklung nach dem II. Weltkrieg in Europa

27. Oktober
Der Asylkompromiss 1992/1993

3. November
Die Vergemeinschaftung der Asylpolitik in der EU (1. Stufe)

10. November
Die zweite Stufe des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems im Jahr 2013 

17. November
Das Dublin-Verfahren – Zuständigkeiten, Verfahren und Herausforderungen

24. November
Die Flüchtlingskrise 2015/16

1. Dezember
Verhandlungen zwischen 2015/16 und 2024

8. Dezember
Die Reform des Jahres 2024

15. Dezember
Die Umsetzung im Jahr 2026

5. Januar 2027: angefragt
Gespräch beim BAMF: Herausforderungen für die deutsche Verwaltung

12. Januar
Herausforderungen für die Aufnahmegesellschaft

19. Januar
Perspektiven

26. Januar
Abschlussdiskussion
 


Dozent:          PD Dr. Stefan Luft

Termine:         dienstags,  13.10.2026 - 26.01.2027

Zeit:                14:00 (s.t.) bis 15:30 Uhr

Veranstaltungsart:  hybrid, in Präsenz (Akademie, Raum B 0770) oder wahlweise Online-Teilnahme

Hinweis:         Teilnehmerbegrenzung: 50 Personen in Präsenz

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Nicole Lehmkuhl
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