Zum Hauptinhalt springen

(AKAD26) Heilkunst - von Ärzten und Ärztinnen in der Antike

Die Heilkunst ist noch heute von zwei Herangehensweisen geprägt: Eine naturwissenschaftliche  und eine mythisch- religiöse, deren Anfänge sich im Dunkel der Vorzeit verlieren. Seit frühester Zeit waren sich die Menschen ihrer Vergänglichkeit bewusst und entwickelten zunächst Kulte, um Krankheiten abzuwehren und um ihre Schmerzen zu lindern. Zahlreiche Anwendungen, Medikamente und Rezepturen in unserer Zeit gehen auf diese frühe Heilkunst zurück, die ursprünglich fest im Religiösen verankert war. So ist beispielsweise der Mönchspfeffer ein Strauch, der im ganzen Mittelmeergebiet verbreitet ist und dessen Beeren den Zyklus der Frau beeinflussen. Als sich deshalb ein einfacher  Baumstamm, der im Meer trieb, sich im Gestrüpp des Mönchspfeffers verfing, erhielt er als erstes Bild der Göttermutter Hera  einen Tempel auf der Insel Samos.

Asklepios (lat. Aeskulap), der Gott der Heilkunst, dessen Name noch heute in der Bezeichnung sehr vieler moderner  Praxen und Kliniken auftaucht, ist in der antiken Mythologie der Sohn des Apollo und der Königstochter Koronis. Der  Göttersohn wurde von dem weisen Kentaur  Chiron erzogen, der ihn die Heilkunst lehrte. Das ist der mythische Anfang der medizinischen Wissenschaft. Asklepios erweckte aber auch Tote mit Kräutern zum Leben, die ihm eine Schlange brachte, deren Häutung die Wiedergeburt, ewige Jugend und Unsterblichkeit  garantierte und bis heute seinen Wanderstab umringelt, der  als Äskulapstab das Symbol der Ärzte  ist. Eine seiner Töchter ist Hygieia (die Gesundheit), deren Name in dem Wort Hygiene lebendig geblieben ist; eine andere ist Panakeia (die Allheilerin) wurde in der Antike sinnigerweise  mit einem Füllhorn voller Früchte dargestellt und ist heute die Schutzpatronin der Apotheker. Beide Schwestern werden im Eid der Hippokrates von Kos (460 – 375 v.Chr.) genannt:

Ich schwöre und rufe Apollon an, den Arzt, und Asklepius und Hygieia und Panakeia an und alle Götter und Göttinnen zu Zeugen, dass ich diesen Eid und Vertrag nach meiner Fähigkeit und Einsicht erfüllen werde…

Während einer Pandemie in Rom im Jahre 293 v. Chr. wurde  das Orakel in Epidauros, einem der medizinischen Zentren in Griechenland, befragt. Dieses schickte eine Schlange, die nach ihrer Ankunft in Rom sofort auf der Tiberinsel verschwand, wo – wahrscheinlich wegen der Möglichkeit zur Isolation - der Tempel des Asklepios erbaut wurde. An derselben Stelle befindet sich heute das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder vom Hospitalorden des Hl. Johannes von Gott, die dort ihren Hauptsitz haben und auf Kontinenten tätig sind.

Die fortschreitende Urbanisierung in der alten Welt führte zu einer Verwissenschaft-lichung der Medizin mit gründlichen Kenntnissen des menschlichen Körpers, der Funktion seiner Organe, der Anamnese und Diagnose der Krankheit und der entsprechenden Behandlung in medizinischen Zentren , wie wir sie bereits in der Antike im griechischen Epidauros oder auf der Insel Kos finden.

Themen der geplanten Lehrveranstaltung sind die Tätigkeit und Ausbildung von Ärzten und  Hebammen, die teilweise geschulte Ärztinnen waren, Lehrbücher, Instrumentenkunde, die Rechtslage und auch das Salär der Ärzte sowie die Funktion luxuriöser Kurorte wie beispielsweise Baiae im Golf von Neapel - noch heute bekannt für seine Schwefelquellen - , aber schon zur Zeit der römischen Republik und in der frühen Kaiserzeit ein beliebtes Heilbad, in dem sich die Kaiser wie Caligula, Nero oder Hadrian zur Kur aufhielten und in dessen Umgebung Caesar  und viele vornehme Römer luxuriöse Villen  bewohnten.

Dozentin:     Dr. phil. Helke Kammerer-Grothaus

Termin:       Freitag, 27.11.2020

Zeit:             10:00s.t. -11:30Uhr

Entgelt als einzelne Buchung:
14,- Euro
(wenn Sie diese Veranstaltung als einzige im gesamten Wintersemester 2020/21 belegen)

Veranstaltungsart:   Online-Seminar (Einzeltermin), keine Seminarreihe.

Kontakt

Nicole Lehmkuhl
Maike Truschinski
Jaroslaw Wasik

Unser Büro ist zur Zeit wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus nicht zugänglich!

Sie können uns am besten per E-Mail erreichen. Wenn Sie uns telefonisch erreichen möchten, hinterlassen Sie bitte eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. 

Telefon: 0421- 218 61 616
Telefax: 0421 - 218 61 606
eMail: seniorenprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Sie möchten sich anmelden?

[Zur Online-Anmeldung]