(AKAD37) Der Ort der Dreikaiserschlacht und das Umzu - eine Reise nach Mähren

In einer Zeit, wo der neue russische Zar Putin I.  versucht, das sowjetische Imperium wieder zu errichten, mag es naheliegend sein, sich der Dreikaiserschlacht am 2. Dezember 1805 bei Austerlitz zu erinnern. Denn dort kämpfte der russische Zar damals nicht gegen den Westen, sondern mit Franz I., dem Kaiser des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation, gegen den Emporkömmling Napoleon, der Europa nebst Russland unterwerfen wollte. Das gelang nicht, obwohl er die Schlacht bei Austerlitz gewann. An Ort und Stelle kann noch den Zuran, den Kommandostand Napoleons, wie das Barockschloss der Grafen Kaunitz besichtigen, wo Napoleon nach gewonnener Schlacht nächtigte.

Mit dem „Umzu“ im Titel ist Mähren gemeint. Hier versucht der Vortragende seinen Zuhörern zu beweisen, dass ein Besuch von Mähren lohnt. Da ist einmal die Hauptstadt Brünn mit seiner gotischen Kathedrale,  zahlreichen Kirchen und der Festung, in der der Panduren Oberst Freiherr von der Trenck im 18. Jhd. einsaß. Im Rathaus-Durchgang hängt der „Brünner Lindwurm“ und im Augustiner-Kloster formulierte der Abt Georg Mendel die „Mendelschen Gesetze“. Und unter der Kapuzinerkirche befindet sich der Brünner „Bleikeller“, ein Kellergewölbe mit zahlreichen Mumien. Ein wahrer Schatz ist Telsch, das schönste mittelalterliche Städtchen, eine „Stadt wie im Märchen“ mit einem Marktplatz gesäumt von Renaissance-Häusern. Auch die Stadt Znaim, das Zentrum des südmährischen Wein-, Obst- und Gemüseanbaus, besticht durch ihre Lage, eine romanische Rotunde, ein gotisches Rathaus und die mächtige Pfarrkirche St, Nikolai, in dem vor allem die Kanzel überrascht. In der mittelalterlichen Stadt Iglau erschlossen deutsche Bergleute die Silberminen und deutsche Juristen fixierten das „Iglauer Bergrecht“, das in Südamerika angenommen wurde.  Und Olmütz, einst vor Brünn die Hauptstadt Mährens, ist eine der ältesten und schönsten Stadtgemeinden in Tschechien. Es war einst ein bedeutendes Zentrum des Katholizismus, daher „mährisches Salzburg“ genannt.

Ein Blick auf und in das ehemalige Zisterzienserkloster Zdar nad Sazavou, später Schloß Kinsky, lohnt, wie der auf den benachbarten „Grüne Berg“ mit seiner festungsartig gebauten Friedhofskapelle. In Nikolsburg überragt das Schloss den Marktplatz und die Synagoge erinnert daran, dass es hier eine jüdische Gemeinde gab.  Das neugotische Schloss Legnice mit einem mächtigen Minarett im Schlossgarten, wird nicht nur von Touristen, sondern auch von Brauleuten zur Hochzeit genutzt. Und in der Basilika des Hl. Prokop in Trebic haben wir ein UNESCO-Weltkulturerbe vor uns.


Dozent:             Wilhelm Tacke
Termin:             Donnerstag, 20.10.2022
Zeit:                   14:00 s.t. - 15:30 Uhr
Hinweis:         Teilnehmerbegrenzung: 60 Personen in Präsenz
Veranstaltungsart:       hybrid, in Präsenz (SFG, Raum 0140)
oder wahlweise Online-Teilnahme
Entgelt als einzelne Buchung:
20,-
Euro (wenn Sie diese Veranstaltung als einzige im gesamten Wintersemester 2022/23 belegen)

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