(AKAD37) „Was für ein schwieriger Mensch!“

Jede/r von uns kennt das: es gibt Mitmenschen, die man/frau lieber gehen als kommen sieht – oder besser gar nicht treffen möchte. (Das kommt – wie das so schön heißt – in den besten Familien vor.) Wenn sich der Kontakt nicht vermeiden lässt, kann eine Beziehung – kurzfristig wie dauerhaft – sehr anstrengend sein, ob in der Familie, in der Nachbarschaft oder auch anderswo im Alltag und bei übernommenen Verpflichtungen – und sogar mit den „besten“ selbstgewählten Freund/inn/en.

Fällt Ihnen jetzt ein Beispiel ein? Wer hat nicht schon gesagt – oder zumindest gedacht: so ein schwieriger Mensch. Aber …

... gibt es wirklich „schwierige Menschen“?

Es lohnt sich – zur eigenen Entlastung – den Blick zu schärfen und genauer zu fragen, was mit „schwierig“ gemeint ist, um dabei manchen Ärger und Unmut besser zu verstehen.

In diesem Seminar werden wir mit (tiefen-)psychologischem Blick einige Annahmen betrachten, weitere Fragen stellen und Antworten finden. Es geht dabei auch um die Freuden und Leiden menschlicher Kommunikation und um die „Spielregeln“ im Kontakt; Beispiele dazu werden vorgestellt.

Beziehungen sind keine Einbahn-Straße, sondern in Bewegung hin und her nach dem

„Muster“: Aktion – Reaktion – vielleicht: Kettenreaktion, und immer so weiter …

Erste Annahme: Ja! es gibt Beziehungen, die belastet sind durch „schwierige“ Verhaltensweisen von ihm oder ihr (oder: vielleicht sogar von mir selbst? durch meine Reaktionen?). Und es gibt sehr belastende Lebenssituationen, die für alle Beteiligten schwierig sind und Energien verschlingen.

Zweite Annahme: Was mich nervt/stört (oder nachhaltig belastet), lässt dich völlig kalt. Wer oder was ist da „schwierig“?

Dritte Annahme: Und: was mich bei einem Menschen ärgert und aufregt, nehme ich bei anderen gelassen hin. Und warum ist das so?

 

Weitere Fragen:

  • Welche Verhaltensweisen sind „schwierig“ – und: für wen?
  • Wer „hat Schuld“, wenn die Kontakte miteinander anstrengend sind?
  • Gibt es Strategien zur Entlastung für Beziehungen, die anstrengend sind, also:
  • „Energiefresser“, die (für beide Seiten) unerfreulich sind?
  • Was ist gemeint, wenn jemand beobachtet und kommentiert: „Zwischen diesen beiden Leuten stimmt die Chemie nicht“?

 

Ausgangspunkt für die Diskussionen zum Thema soll die provokante Frage sein: Ist vielleicht jede/r von uns für die eine oder andere Person „schwierig“ im Umgang?
 


Dozentin:        Barbara Hoffmann-Gabel, M.A., Supervisorin

Termine:             6 x freitags, 23.10.2026 - 27.11.2026

Zeit:                    10:00 (s.t.) bis 12:00 Uhr

Veranstaltungsart: Online-Seminarreihe

Entgelt als einzelne Buchung:  90,- Euro (wenn Sie diese Veranstaltungen als einzige im gesamten Wintersemester 2026/27 belegen)

Kontakt

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Nicole Lehmkuhl
Maike Truschinski
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