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(K) Zur Philosophie der Renaissance und des Humanismus

Porträt von Erasmus, gezeichnet von Albrecht Dürer um 1520

Die Renaissance-Philosophie ist keine einheitliche Denkschule - sie eint kein geschlossenes Paradigma - sondern ein vielschichtiges Phänomen reich an Ideen, Perspektiven und Anregungen. Zunächst einmal handelt es sich nur um eine Epochenbezeichnung für einen bestimmten historischen Abschnitt. Selbst umfangreiche und anerkannte Darstellungen der Philosophie der Renaissance weisen neben Schwerpunkten und Übersichten auch Auslassungen und Lücken auf, die der Materialfülle geschuldet sind. Dennoch steht die Philosophie dieser Epoche natürlich für bestimmte Fragen und Antworten, die kennzeichnend für sie sind. Einige dieser Fragen und Antworten, die prägend für ihre Zeit waren und eine gewisse Bedeutung für das Nachfolgende hatten, sollen in dieser Veranstaltung anhand von Porträts einiger Renaissancephilosophen vorgestellt werden.


Mit der Renaissance verbindet man insbesondere das Aufkommen des Humanismus. Aber auch dies ist eher eine allgemeine Bezeichnung als eine feststehende Lehre. Gemeinsames Kennzeichen der philosophischen und kulturellen Phänomene dieser Zeit sind eine Emanzipation von engen Vorgaben aus Theologie und Religion und eine Zuwendung zu Möglichkeiten der menschlichen Entfaltung und Gestaltung menschlicher Praxis. Dabei haben viele Humanisten allerdings kein bilderstürmerisches Selbstverständnis, sondern vielmehr eines der intellektuellen und kulturellen Neugier und Liberalität. Sie sind mehr oder weniger aufgeschlossen für Beispiele und Anregungen aus der vergessenen Überlieferung oder der näheren und ferneren Gegenwart. Dabei „entdecken“ sie gedankliches und begriffliches Terrain, das für Reformation, Neuzeit, Aufklärung und Moderne von grundlegender Bedeutung sein wird. In dieser Veranstaltung sollen anhand von einigen Denkern und Philosophen dieser Zeit – Petrarca, Manetti, Erasmus, Montaigne u.a. – bedeutende Motive des Denkens in der Renaissance vorgestellt werden.

 


  • Dozent: Björn Haferkamp
  • Termine: 4 x montags: 24.02., 02.03., 09.03., 16.03.2020
  • Zeit: 14 bis 16 Uhr
  • Ort: Gebäude GEO, Raum 1550 (GEO-Hörsaal)
  • Hinweis: Teilnehmerbegrenzung = 140 Personen
  • Entgelt:    28.- Euro

     

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