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(W) Thomas Mann „Buddenbrooks“

Thomas Mann, um 1900

Es gibt Romane, die den Leser zuverlässig durch die Gefilde des Lebens begleiten: zu diesem KANON gehört sicher Thomas Manns erstmals 1901 veröffentlichter Roman, dessen großbürgerliche Kulisse vor dem Hintergrund seiner Geburtsstadt Lübeck den Auftakt zu einem großen und bedeutenden Werk bildet.
Zunächst sei kurz auf die wichtigsten Lebensstationen von Thomas Mann hingewiesen. Geboren am 6. Juni 1875 in Lübeck, entstammte Mann einer Kaufmannsfamilie. Seit 1893 lebte er in München und schuf seit 1894 als freier Autor. 1929 erhielt Thomas Mann den Nobelpreis für Literatur. 1933 verließ er Deutschland und lebte zunächst in der Schweiz im Exil, dann ging Mann in die Vereinigten Staaten, wo er 1939 eine Professur in Princeton innehatte.
Später verlegte er seinen Wohnsitz nach Kalifornien; nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Mann nach Europa, in die Schweiz, zurück.
Thomas Mann starb in Kilchberg bei Zürich am 12. August 1955.

Mit seinem Romanerstling „Buddenbrooks: Verfall einer Familie“ begründete und erhielt Mann seinen Ruhm. Den Nobelpreis sprach man ihm in der Begründung ausdrücklich für die „Buddenbrooks“ zu. Doch zur Symphonie der Erfolgsgeschichte gehören auch die dunklen Klänge: als er sich 1929 mit seiner Familie auf der Kurischen Nehrung aufhielt und sich entschloss, dort ein Sommerhaus zu bauen, wo er drei Jahren lang, bis zu seiner Emigration, die Ferien verbrachte, bekam er, der aus seiner Abneigung gegen das Regime kein Hehl machte, ein halbverkohltes Exemplar der „Buddenbrooks“ nach Nidden; die dunkle Seite der Geschichte, ein schrecklicher Auftakt zur späteren Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933.
Zur Romanhandlung: erzählt wird über vier Generationen hinweg die Geschichte der Familie Buddenbrook - in wesentlichen Zügen wurde hier Thomas Manns eigene Familiengeschichte nachgebildet. Im großen Reifewerk des 25-jährigen Autors wird im Roman der Prozess des Untergangs beschrieben: der Urenkel des heiter-robusten Gründers der Getreidefirma, Hanno, wird zum Letzten der Dynastie.
Er stirbt mit fünfzehn Jahren und damit erlischt das Geschlecht der Buddenbrooks. Die Firma und das Wohnhaus werden verkauft - allein die einzige Tony Buddenbrook bleibt in der Stadt. Mit ihr beginnt und endet das Werk; ihr unerschütterlicher Optimismus bleibt für den Leser ein stets erheiternder Quell der Freude.

Trotz allem und immer wieder.

Ausgabe: T. Mann, „Die Buddenbrooks“

Hinweis:
Die Vortragsreihe gilt auch als literarisches Begleitprogramm für die Reise zur Kurischen Nehrung, die vom 19.06. bis 26.06.2020 angeboten wird.

Einzelheiten der Exkursion entnehmen Sie bitte dem Programm „Wissenschaftliche Studienreisen 2020“ der Akademie für Weiterbildung.

Sie finden das Programm auf unserer Website
    www.uni-bremen.de/senioren
unter „Wissenschaftliche Studienreisen“.

Es kann auch per E-Mail an senioren@uni-bremen.de oder unter der Telefonnummer 0421 / 218-61616 angefordert werden.

 


  • Dozentin: Margrit Platt
  • Termine: 6 x dienstags
  • Zeit: 10:00 (s.t.) bis 12:30 Uhr
  • Datum und Ort:    
    18.02.2020, SFG 0140
    25.02.2020, SFG 0140
    03.03.2020, SFG 0140
    10.03.2020, GW2 B3009 (Vorsicht: abweichender Raum)
    17.03.2020, GW2 B3009 (Vorsicht: abweichender Raum)
    24.03.2020, GW2 B3009 (Vorsicht: abweichender Raum)
  • Hinweis: Teilnehmerbegrenzung = 120 Personen

  • Entgelt:    49.- Euro

     

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