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(ZC) Heilkunst – von Ärzten und Ärztinnen in der Antike

Darstellungen von Kindslagen.
Darstellungen von Kindslagen.

Aus dem Kreis der TeilnehmerInnen der ersten Veranstaltung im November 2020  kamen zahlreiche Anregungen zur Vertiefung  der  Kenntnisse über die Heilkunst in  der Antike. Nachdem im Wintersemester ganz allgemein griechische Ärzte und Heilmethoden im Mittelpunkt der Betrachtung standen, soll im Zwischensemester 2021 die  medizinische Praxis im Imperium Romanum thematisiert werden, die auf einer Legende beruht.

Als  um 292 v. Chr. in Rom  eine Pestepedemie wütete, wurden Boten in das griechische Heiligtum des Heilgottes Asklepios gesandt, um die Gottheit nach Italien zu locken. Die Gesandtschaft befragte zunächst ohne Erfolg das delphische Orakel, das sie weiter nach Epidauros schickte. Die Ältesten von Epidauros sträubten sich aber dagegen, ihren Gott nicht in ein fremdes Land ziehen lassen. Die Entscheidung nahm ihnen Asklepios selber ab, der sich in eine Schlange verwandelte und an Bord des römischen Schiffs schlüpfte. Als das Schiff schließlich auf dem Tiber nach Rom gelangte, glitt die Schlange in Höhe der Tiberinsel von Bord und ging an Land. Damit hatte Asklepios den Platz für sein Heiligtum selbst gewählt. Zur Erinnerung an diese mythische Erzählung wurde die Inselspitze in der Form eines  Schiffsbugs  umgestaltet und bis heute steht auf der Insel noch immer ein Krankenhaus.

In der Veranstaltungsreihe sollen folgende Schwerpunkte berücksichtigt werden: 1. Die  alte etruskische Heilkunde in republikanischer Zeit, Chirurgie und die Instrumenten im Römischen Reich und Pandemien; 2. Heilpflanzen und Pharmaka, Heil- und Badekuren und die luxuriösen Badeorte am Golf von Neapel und in den Provinzen und 3. Die Stellung von Ärzten und Ärztinnen/Hebammen in der üblich von Männern dominierten medizinischen Wissenschaft. - Die Kenntnisse der antiken Medizin gingen in der Spätantike verloren, wurden jedoch von islamischen Ärzten auf Grund der antiken Medizinliteratur wieder aufgenommen und weiterentwickelt. Diese wissenschaftliche Blütezeit mündete in Westeuropa in Institutionen wie der Medizinschule von Salerno zur Stauferzeit und in der  mittelalterlichen Klostermedizin


Dozentin: Dr. phil. Helke Kammerer-Grothaus

Termine: 3 x freitags

12.03. + 19.03. + 26.03.2021

Zeit: 10:00 (s.t.) bis 11:30 Uhr

Entgelt: 27.- Euro

Veranstaltungsart: Online-Seminar
 

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