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(D) Attische Mythen und Feste: Athena – Demeter – Dionysos

Athena und Erechthonios.
Athena und Erechthonios.

In der Antike wurde der Lebenslauf der Menschen stark durch die Jahreszeiten und den agrarischen Kalender bestimmt, von dem wiederum der Festkalender abhing. Feste waren nicht nur an Aussaat, Blüte, Ernte orientiert, sondern wurden auch mit mythischen Ereignissen einer grauen Vorzeit und mit gesellschaftlichen relevanten Riten verknüpft. So wurde der soziale Zusammen-halt durch ein Netz von Bräuchen und Vorstellungen gestärkt, die jeweils an bestimmten Flecken lokalisiert waren, wie z.B. bestimmten Felsspalten auf der Akropolis oder Äckern bei Eleusis. In den Blick genommen werden die drei wichtigsten Götter der städtischen Kulte in Athen.

Athena und die mythischen Anfänge auf der Akropolis
Die Stadtgöttin Athena, kunstfertige Göttin des Handwerks aber auch Kriegsgöttin, musste sich ihre Stadt erst gegen Poseidon erobern und zieht den ersten menschlichen Urkönig Erechtheus auf. Obwohl selbst jungfräulich, hat sie offensichtlich Muttergefühle und ist mit den ältesten Fruchtbarkeitskulten und Festen auf der Akropolis verbunden. Ihr ist u.a. das Große Stadtfest, das Panathenäenfest gewidmet, das zugleich ein Jahresanfangsfest ist, bei dem die heiratsfähigen Mädchen und jungen Männer öffentlich auftreten.

Demeter und die Mysterien von Eleusis
Die griechische Getreide- und Fruchtbarkeits-Göttin Demeter ist eine der bedeutendsten Figuren der olympischen Götterschar. Sie ist es, die den Menschen durch die Feldfrüchte Wohltaten bereitet. Ihr verdankte man die Landwirtschaft und damit eine höhere Stufe der Zivilisation. Wer zudem noch in ihre berühmten Mysterien eingeweiht wurde, verstand das Geheimnis des Lebens und hatte „süße Hoffnungen für das Lebensende und die gesamte Ewigkeit“.

Dionysos
Wie kein anderer griechischer Gott fasziniert der vielseitige Dionysos. Der angebliche Fremde ist der Gott des Weines und der Fruchtbarkeit, des Theaters, der Festesfreude und der Ekstase. Aus kultischen Ursprüngen entstand im 6. Jh. v. Chr. in Athen der Brauch, im Rahmen von Dionysosfesten Komödien- und Tragödienaufführungen zu veranstalten. Dennoch hat er eine enge Beziehung zur Unterwelt und zum Tod, lässt Einflüsse der ägyptischen Religiosität erkennen und ist auch Mysteriengott und zentrale Figur der Orphiker.


Dozentin:    Dr. Luise Seemann

Termine:    
6 x donnerstags - 24.09. + 01.10. + 08.10. + 15.10. + 22.10. + 29.10.2020

Zeit:        10:00 (s.t.) bis 11:30 Uhr

Entgelt:    39.- Euro

Veranstaltungsart:    Online-Seminarreihe

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