(B) Musik ganz nahe

Christoph Hempel beim Praetorius Musikpreis

Musik aufgeschrieben: Traditionen und Methoden der Musiknotation vom Anfang bis heute

Von der frühesten Form musikalischer Notation – aufgezeichnete Handbewegungen als Merkhilfen beim Gesang mittelalterlicher Mönche - führt der Weg über instrumentenspezifische Notationssysteme wie Generalbass für Tasteninstrumente, über eine Akkordschrift für den harmonischen Gesamtverlauf, über das standardisierte Druckbild in den Partituren des 19. Jahrhunderts, bis zur „grafischen“ Notation in der elementaren Musikpädagogik oder als Improvisationsvorlage in der Musik des 20. Jahrhunderts.

 

„Klassische“ und „populäre“ Musik – gar nicht so verschieden!

Man kann kaum glauben, dass eine Klaviersonate von Franz Schubert aus dem 19. Jahrhundert und der Jazz-Titel „How high the Moon“ aus den 1950er-Jahren auf dem gleichen harmonischen Material aufgebaut sind. Komponisten der „ernsten“ Musik, wie Ravel und Bartok, benutzten musikalische Eigenarten der traditionellen Volksmusik ihres Landes als Grundlage ihrer Kompositionen, und das „Blues“-Feeling, stilistische Grundlage heutiger Jazz-, Pop- und Rockmusik, geht auf eine schlichte volkstümliche Glaubenstradition zurück.

 

Musikinstrumente

Neben der Klassifizierung in Instrumentengattungen bietet das Thema viele Möglichkeiten der Annäherung: physikalische Grundlagen der Klangerzeugung, typische Anwendungen im musikpraktischen Einsatz, geschichtliche Entwicklung der einzelnen Instrumententypen, sowie für bestimmte Epochen typische Instrumentalensembles. Auch die Entwicklung elektronischer Instrumente in unserer Zeit, besonders in Verbindung mit dem Computer, darf dabei nicht fehlen.
 


Dozent:    Prof. Christoph Hempel

Termine:    6 x donnerstags

  • 27.08., 03.09., 10.09., 17.09., 24.09., 01.10.2026

Zeit:    10:00 (s.t.) bis 11:30 Uhr

Entgelt:   60,- Euro

Veranstaltungsart/ -ort:    in Präsenz  (Akademie, Raum B 0660)

Hinweis: Teilnehmerbegrenzung: 40 Personen

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