(ZM) Naturphilosophie der Antike

„Vom Mythos zum Logos“ lautet der berühmte „Slogan“, der den Anfang des abendländischen philosophischen Denkens betitelt und oft als sauberer Schnitt beschrieben wird: weg vom Mythos, hin zur Vernunft (Logos). Doch aktuelle Forschungen zeigen, dass beide Welten enger miteinander verwoben sind als die moderne Naturwissenschaft annimmt.
In diesem Seminar befassen wir uns mit dem Übergang vom mythologischen zum logischen Denken. Wir werden sehen, dass Mythen und frühe logische Formen vor allem als Strategien dienten, um einen besseren Umgang mit Naturkatastrophen zu finden - Kräften, die das Leben der Menschen seinerzeit maßgeblich bestimmten.
Gleichzeitig entdecken wir, wie antike Lehren, beispielsweise durch die Atomisten Demokrit sowie Leukipp, bereits vor Jahrtausenden das Fundament für unser heutiges Weltbild legten und dass sie als Kinderschuhe unserer modernen Naturwissenschaften immer noch prägend sind.
Texte können zur Verfügung gestellt werden.
Wer interessiert ist an einem eigenen Exemplar, findet in dem folgenden Standardwerk einen guten Seminarbegleiter:
Kirk, S. Geoffrey, Raven, E. John und Schofield, Malcolm (2001): Die vorsokratischen Philosophen. Einführung, Texte und Kommentare. Weimar: J.B. Metzler.
Dozentin: Anna-Lena Cohrs
Termine: 6 x mittwochs
- 26.08., 02.09., 09.09., 16.09., 23.09., 30.09.2026
Entgelt: 60,- Euro
Veranstaltungsart/-ort: in Präsenz (Zentralbereich, Akademie, Raum B 0770)
Hinweis: Teilnehmerbegrenzung: 50 Personen

