(ZP) Europäische Zentralbank und das „Biest der Inflation“: Geldpolitik, was ist das?

Während in Deutschland über die Finanzpolitik für die Finanzierung der staatlichen Ausgaben parlamentarisch gestritten und schließlich entschieden wird, liegt die Kompetenz für das Währungssystem mit dem Ziel der Geldwertstabilität seit der Gründung der Europäischen Währungsunion (seit 1999) bei der Europäischen Zentralbank (EZB).
Deren wichtigstes Instrument der geldpolitischen Steuerung sind die Leitzinsen auf den Geldmärkten. Mit dieser verfassungsrechtlich gewollten Aufgabenteilung sind jedoch Konflikte vorprogrammiert. Die Grundfrage lautet:
Lässt sich die Geldwertstabilität ohne wirtschaftliche Wachstumsverluste etwa über zu hohe Zinsen vermeiden?
Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie die Geldpolitik in den Dienst der ökologisch-sozialen Nachhaltigkeit gestellt werden kann.
Diese Vorlesung öffnet den Zugang in die oftmals schwer durchschaubaren Grundlagen der Geld- und Währungspolitik der EZB. Dabei zeigt die jüngste Inflationsphase nach dem durch die militärische Intervention Russlands in der Ukraine ausgelösten Anstieg der Energiepreise Schwächen dieser Geldpolitik. Was sich da oftmals aus dem Doppeltrum in Frankfurt a.M. machtvoll anbietet, entpuppt sich als geldpolitische Ohnmacht.
Dozent: Prof. Dr. Rudolf Hickel
Termin: Donnerstag, 03.09.2026
Zeit: 12:00 (s.t.) bis 13:30 Uhr
Entgelt: 20,- Euro
Veranstaltungsart: in Präsenz (Gebäude: Kleiner Hörsaal)
Hinweis: Teilnehmerbegrenzung: 200 Personen

