(ZW) St. Johann in Bremen – eine Führung
Eine über 600-jährige Geschichte von den Bettelbrüden bis zu den Pröpsten

Angefangen hat alles mit dem Franziskanerkloster, das 1225 in Bremen in Wesernähe mit einem Grundstück, das der Erzbischof den Minderbrüdern überlies, erbaut wurde. Die Klosterkirche in Stil einer Basilika wurde bereits 1380 durch eine gotische Hallenkirche ersetzt. Das Geld dazu kaum aus den Annahmen für die Seelenmessen, die viele Bremer für ihre Verwandten bei den Franziskanern bestellen, die die Pest hinweggerafft hatte.
Anno 1528 wurden den Bettelbrüdern durch die Reformatoren die Ausübung „ungöttlicher Zeremonien“ verboten.
1537 finden in der Klosterkirche lutherische Gottesdienste statt und 1538 mutiert das Kloster zu Bremens Hospital für "Unsinnige und Tolle“. 1548 verschwinden die letzten Franziskaner aus Bremen und ab 1602 werden dort Gottesdienste reformierter Art gefeiert.
Zwischen 1622 bis 1738 geniessen aus Frankreich vertriebene Hugenotten in St. Johann mit ihren Gottesdiensten Gastfreundschaft. 1747 erhalten die übriggebliebenen Bremer Katholiken ihren ersten eigene Gottesdienstort in der Wagenremise des Eschenhofs und 1816 offeriert der hochedle Senat dem kleinen Häuflein der Katholiken die St.-Johannis-Kirche. Die wird am 17. Oktober 1823 durch den Paderborner Generalvikar Richard Cornelius Dammers für den katholischen Kult eingeweiht.
Anno 1834 wird das herunter-gekommene Klostergebäude abgerissen. Nach gründlicher Restaurierung wird die Kirche 1873 mit ihren neuen Altären konsekriert. Und 1953 wird die Pfarrkirche St. Johann vom Osnabrücker Bischof Dr. Wilhelm, Berning zur Propsteikirche erhoben, ein Titel, der sie heute noch schmückt.
Dozent: Wilhelm Tacke
Termin: Freitag, 06.02.2026
Zeit: 10:00 (s.t.) bis 11:30 Uhr
Entgelt: 20,- Euro
Veranstaltungsart/ -ort: in Präsenz (Propsteikirche St. Johann, Treffpunkt vor der Kirche)

