(ZX) Der Kaisersaal – eine Führung

Kaiserliches Postamt und Kaisersaal
Kaiserliches Postamt und Kaisersaal

Ob der legendäre Ahnherr der Oldenburger Grafen, Huno „Graf von Rüstringen“, friesischer Herkunft war ist ungewiss.  Im Laufe der Geschichte schafften es die Grafen aber, sich größere friesische Gebiete Als am 1. Oktober 1878 1879 der Generalpostmeister Dr. Heinrich von Stephan an der Domsheide das Kaiserliche Postamt einweihte, konnte man im prächtigen Neo-Renaicance-Gebäude nicht nur Briefmarken kaufen und Briefe angeben oder abholen, sondern im oberen Stock des Gebäudes wohnte auch der Preußische Oberpostdirektor. Und da er der höchsten preußische Beamter in der Freien Hansestadt war, hatte er auch die Bremer Honoratioren zum Kaisers Geburtstag einzuladen. Und damit das in einem angemessenen Rahmen geschehen konnte, schloss sich an seiner Wohnung der „Kaisersaal“ an. 

Der Raum verdankte seinen Namen der Tatsache, dass der Raum u.a. mit den Büsten von Kaiser Wilhelm I, seinem Kronprinzen Friedrich Wilhelm und deren Gemahlinnen geschmückt war. Natürlich fehlte es auch nicht an Kaiserlichen Wappen an der Decke des Kaisersaals und der Bremer Künstlerpapst und Sohn eines Postmeisters, Arthur Fitger, hatte den Saal mit Fresken ausmalen dürfen, die die Wände heute noch zieren.

Und weil das Gebäude, das von Prof. Karl Schwartlo, dem obersten Architekten der Reichspost, nach dem Vorbild des Stadthuis von Antwerpen von Cornelis Flores de Vrendt errichtet worden war, auch mit zahlreichen Reliefs ausgestattet ist, werden die Reliefs, die das Postgebäude außen beeindrucken, auch erläutert.
 


Dozent:      Wilhelm Tacke

Termin:      Freitag, 20.03.2026

Zeit:         15:00 (s.t.) bis 16:30 Uhr

Entgelt:         20,- Euro

Veranstaltungsart/ -ort: in Präsenz (Treffpunkt vor dem Eingang zum Postamt 1, Straßenbahnhaltestelle Domsheide)

Hinweis:   Teilnehmerbegrenzung: 30 Personen

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