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Studienkontenmittel

Verteilung der Mittel

Fünfzig Prozent der Einnahmen aus den Studiengebühren werden den Fächern bemessen an der jeweiligen Zahl der Studierenden zur Verfügung gestellt und von den Fachbereichen dezentral verausgabt. Die anderen 50% fließen über ein jährliches zentrales Vergabeverfahren in fachbereichsübergreifende Themen und Maßnahmen sowie in die Finanzierung lehrrelevanter Infrastruktur. Studierende sollen dabei ausdrücklich entweder über ihre Interessenvertretungen oder auch als Einzelvertreter über den Einsatz der Studiengebühren mitentscheiden.

Verwendung der Studienkontenmittel

Die Einnahmen aus den Studiengebühren gemäß Studienkontengesetz werden als Sondermittel für die Verbesserung von Studium und Lehre verwendet und zweckgebunden eingesetzt. Es gilt das Prinzip „Geld folgt Studierenden“. In dem vom Akademischen Senat festgelegten Verfahren sollen gezielt Maßnahmen gefördert werden, die die Studiensituation möglichst vieler Studierender verbessern. Besondere Berücksichtigung finden dabei folgende Zielgruppen:

Zielgruppen
  • Studierende höherer Semester
  • Studienanfängerinnen und -anfänger
  • Studierende in der Abschlussphase
  • Internationale Studierende
  • Studierende mit Kind

Ausschreibung für das Studienjahr 2019/20

Die Ausschreibung startet jährlich ab Mai/Juni über einen uniweiten Mailverteiler. Auf Wunsch wird Ihre Mailadresse gern in den Verteiler übernommen. Zusätzlich ist die aktuelle Ausschreibung zum Starttermin als Download erhältlich.

Die diesjährige Ausschreibung lief vom 25.05.-26.06.2018: Ausschreibung Studienkontenmittel für das Studienjahr 2018/19.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den unten stehenden Kontakt oder an das Referat Lehre und Studium.

Geförderte Projekte im Hochschuljahr 2018/19

Von den für das Studienjahr 2018/19 eingereichten 39 Anträgen wurden 29 Projekte bewilligt, unten stehend sind einige aktuelle Beispiele für das kommende Studienjahr gelistet. Die vollständige Liste steht als Download zur Verfügung.

Das aus Einnahmen aus dem Studienkontengesetz finanzierte Tutorenprogramm des Fremdsprachenzentrums existiert seit 2008 und ist seitdem zu einer bedeutenden Serviceeinrichtung gewachsen. Es verdankt seine Bedeutung und seinen großen Erfolg der Integration von vier übergeordneten Leitgedanken: Der Verbesserung der Studiensituation durch

  • die Flexibilisierung von Lernzeit und Lernumgebung bei gleichzeitiger Verpflichtung zu reflektiertem, ziel- und er­folgsorientiertem  Lernen,
  • die individuelle Lernberatung und tutorielle Begleitung durch studentische Tutor*innen, die dafür speziell ausgebildet werden,
  • die Einübung und produktive Anwendung von autonomen und zugleich kooperativen Lernformen,
  • die Orientierung an den handlungs- und kompetenzorientierten Prinzipien des Gemeinsamen Europäischen Re­ferenzrahmens für Sprachen (GER).

Die Angebote im Tutorenprogramm reichen von gezielter Schreibberatung für die Sprachen Englisch und Deutsch bis hin zu offenen Beratungszeiten im Selbstlernzentrum und werden sehr gut nachgefragt. Sie dienen dabei ausdrücklich der Entwicklung von Strategien des forschenden Lernens. Ein weiterer Fokus ist die Arbeit in mehrsprachigen Projektgruppen, die auf diese Weise das "Programm akademische Mehrsprachigkeit" (Rektorats-Beschluss Nr. 1048) ergänzt.

"Culture4all" ist ein seit nunmehr 8 Jahren bestehender fachbereichsübergreifender Modulverbund der Fachbereiche 8, 9 und 10 sowie der Unimusik, des Zentrums für Performance Studies und des Theaters der Versammlung, in dessen Rahmen ein kulturorientiertes Studium aus Kunst, Literatur, Theater und Geschichte in Museen und Theatern der Stadt Bremen im General Studies Bereich der Universität Bremen angeboten wird. Die Kultureinrichtungen Bremens können innerhalb unterschiedlicher Lehrveranstaltungen kennengelernt und gleichzeitig Credit Points für den Bachelorabschluss gesammelt werden. Die Gruppen sind sehr heterogen in Bezug auf die Studienrichtungen und den kulturellen Hintergrund der Teilnehmenden. Dadurch gelingt es immer wieder erfolgreich, Diversität als Chance produktiv zu machen. Die Thematische Ausrichtung der Seminare im WiSe 2018/19 liegt mit den verschiedenen Möglichkeiten der Darstellung und Interpretation auf dem Schwerpunkt „Macht und Spiele. Prestige und Image im Kunst- und Kulturbereich“ (angelehnt an die Verbundinitiative Worlds of Contradiction).

kompass ist ein durch das International Office der Universität Bremen organisiertes und betreutes Programm von und für internationale Studierende. Gemeinsam mit fast 20 internationalen Communities werden Kulturveranstaltungen organisiert um sich kennenzulernen, auszutauschen und zu vernetzen. Im vergangenen Bewilligungszeitraum wurde das Projekt kompass erfolgreich weitergeführt (Gründung von 2 neuen Communities, Ausweitung auf das „Café Lui“). Es wurden 14 Interkulturelle Trainings durchgeführt mit insges. ca. 200 Studierenden aller Fachbereiche und Studiengänge. Berichte und Anträge der Vorjahre lassen eine stetige Weiterentwicklung und Optimierung des Projekts erkennen, das geprägt ist durch eine Orientierung an den Bedarfen der Zielgruppe. Der Ausbau zum Gesamtkonzept „kompass forum international“ korrespondiert mit den Ideen und Vorstellungen des Konrektorats „Internationalität und Diversität“. Zudem unterstützt es mit seinen operativen Maßnahmen das strategische Verständnis von Interkulturalität als Querschnittsaufgabe der Gesamtuniversität, damit die Universität Bremen im Wettbewerb um internationale Studierende weiter erfolgreich bleibt. Geplante neue sowie auch fortgeführte Schwerpunkte für das akademische Jahr 2018/19 sind:

  • Weiterentwicklung der App „Enter UBremen“,
  • Begleitung der HERE-Absolvent*innen,
  • Interkulturelle Sensibilisierung von Studierenden als fachergänzendes Angebot,
  • Durchführung regelmäßiger kompass-Veranstaltungen,
  • Professionalisierung der Tutor*innen,
  • Beratung und Service in Kooperation mit der Akademie für Weiterbildung und den Seniorenstudierenden.

Zudem soll der Ausbau der Vernetzung/Zusammenarbeit mit den regionalen studentischen Communities weiter vorangetrieben werden (uni-intern: FZHB, Studierwerkstatt, ptb, Studentenwerk, AstA, AiSA; extern: ESG/KHG, FlorAtrium, Bildungsstätte Tagungshaus Bredbeck, Sozialer Friedensdienst Bremen, „Runder Tisch“ Bremen).

An der Universität Bremen gibt es eine Reihe von Unterstützungsangeboten, die sich an Studierende mit Beeinträchtigung richten. Diese Angebote sollen dabei helfen, den Studienalltag möglichst reibungslos zu gestalten. Die KIS dient als Anlaufstelle für Menschen, die in ihrem Studium z.B. durch eine Behinderung oder akute/chronische Erkrankung beeinträchtigt sind. Die IGH ist eine unabhängige Initiative von Studierenden für Studierende mit Handicap. In der Vergangenheit wurden aus Mitteln der Studienkontengelder zwei Projekte von KIS/IGH gefördert.

Das Projekt „Campus barrierefrei“ erfasst unter Mithilfe studentischer Mitarbeitender seit dem Jahr 2011 bauliche Barrieren in Wort und Bild und beteiligt sich an der Entwicklung eines neuen Wegeleitsystems im GW2 zur besseren Orientierung auf dem Campus.

Das Projekt „LoB-Lernen ohne Barrieren“ wurde im Jahr 2013 ins Leben gerufen und thematisiert Barrieren in der Lehre. Ziel ist, Studierende und Lehrende für das Thema kontinuierlich zu sensibilisieren und eine Verbesserung der Lehre zu erwirken. Zu diesem Zweck wurde ein Leitfaden für Lehrende entworfen sowie die Durchführung eines Treffens der norddeutschen Behindertenberatungen an der Uni Bremen organisiert und der Austausch mit Behindertenberatungseinrichtungen anderer norddeutscher Hochschulen vorangetrieben.

Das Betreuungsangebot UNIKRÜMEL ist ein sehr flexibles, kostenloses Angebot für Kinder von Studierenden. Studierende können ihre Kinder im Alter von einem bis unter fünf Jahren für insgesamt 9 Stunden pro Woche durch studentische Hilfskräfte betreuen lassen. Die UNIKRÜMEL sind aus der AG Familienfreundliches Studium im Rahmen des uniweiten audit familiengerechte hochschule  im Wintersemester 2011/12 eingerichtet worden und wurden seither aus Studiengeldern finanziert. Die Förderung ist zur Fortsetzung des bestehenden Betreuungs-Angebotes dringend erforderlich. Vor allem die Betreuung von unter Einjährigen ist sehr kostenintensiv, da hier häufig eine 1:1-Betreuung erfolgt. Für Studierende gibt es die Möglichkeit der Einbettung definierter Aufgaben in den Bereich General Studies und den damit verbundenen möglichen Erwerb von Credit Points (FB 8, 9 und 11).

Für das Sommersemester 2019 ist in Kopperation mit der Schreibwerkstatt MINT eine 3-tägige Summer School für MINT-Studierende in höheren Bachelorsemestern sowie im Master geplant. Schwerpunkt ist der Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie die Aufbereitung von Forschungsergebnissen. Über unterschiedliche Formate sollen dabei wichtige Skills für einen erfolgreichen Studienabschluss und gelungenen Berufseinstieg gesammelt werden. Das Programm umfasst Vorträge, Workshops, eine Podiumsdiskussion und eine Abendveranstaltung unter Mitwirkung von zum Teil externen Referenten und Unternehmen. Federführend ist der FB 4 in Kooperation mit der Schreibwerkstatt MINT und der Studiengangskoordination der Studiengänge ProMat und Systems Engineering, unter Einbeziehung weiterer Einrichtungen wie des Career Centers, BYRD, Bridge, der Studierwerkstatt sowie des International Office. Der Erwerb von Credit Points im GS-Bereich ist durch die Teilnahme möglich.

Kontakt

Sylvia Beckhusen-Mardeck

Dezernat 1, Referat Lehre und Studium
VWG 0300
+49-421-218-60353
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