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Studiengangsvorstellungen

Hier berichten unsere Studienlots*innen rund um ihre Studiengänge. Ob über Studieninhalte, ihren typischen Studialltag, den Aufbau des Studienfaches oder warum sie sich überhaupt entschieden haben, ihren Studiengang zu studieren – all das und mehr erfahrt Ihr hier!

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Zentrale Studienberatung ZSB
Verwaltungsgebäude VWG
studienlotsen@uni-bremen.de

Wenn du auf den jeweiligen Studiengang in der blauen Leiste klickst, öffnet sich der Text dazu. Bitte bedenke, dass die Studiengangsvorstellungen aus der subjektiven Sicht der Studierenden verfasst wurden. Für allgemeine und/oder detailliertere Informtationen zu den (und allen anderen Studiengängen) wende dich an die zentrale Studienberatung und/oder an die Studienzentren. Das gesamte Studienangebot der Uni Bremen findest du in der Datenbank Studium.

Hallo Angela! Was studierst du? In welchem Semester?

Hallo! Ich studiere Biologie und Religion mit Lehramtsoption Gymnasium/Oberschule.

Warum hast du dich für dieses Fach entschieden?

Für Biologie habe ich mich schon früher interessiert, da ich es im Abitur als Leistungsfach belegt hatte und mein Interesse stark im naturwissenschaftlichen Bereich liegt. Ich bin ein sehr naturverbundener Mensch und deshalb wollte ich mehr über biochemische sowie physiologische Prozesse wissen. Für die Religionswissenschaft interessiere ich mich zum einen sehr, da ich in meiner Schulzeit wenig Religionsunterricht in der Schule hatte. Ich habe also einen „Nachholbedarf“. Zum anderen interessieren mich die verschiedenen Religionsgemeinschaften sehr; vor allem, warum Menschen so handeln, wie sie handeln. Also eine Hinterfragung derer, die aus ihrem religiösen Interesse handeln.

Hast du dich im Vorfeld über deinen Studiengang informiert?

Ja habe ich. Zum einen über die sehr informative Internetseite der Universität Bremen, zum anderen war ich in der Studienberatung, die mir auch sehr gut geholfen hat. Für das Fach Religion und dann die Berufswahl Lehramt hatte ich das Glück, dass ich eine sehr nette Freundin in einem Biologiekurs kennenlernt habe und sie mir vieles dazu erzählen konnte.

Womit beschäftigt man sich in deinem Studiengang?

In Biologie beschäftigt man sich mit unterschiedlichen Prozessen, von chemischen über molekulare bis hin zu physikalischen. Man erlernt in den verschiedenen Fachgebieten verschiedene Methoden in experimentellen Versuchen. Die Fächerauswahl ist eine sehr sinnvolle Abfolge, die aufeinander aufbaut, hierzu zählen z.B. Zellbiologie, Botanik, Mikrobiologie, sowie Genetik und andere Fächer. In der Fachdidaktik (Lehramt) Biologie wird man in die schulische Materie eingeführt; also wie ein guter Biologieunterricht funktioniert unter Berücksichtigung der Heterogenität im Klassenverband oder welche didaktischen Methoden Anwendung finden.

In der Religion beschäftigt man sich vor allem mit den unterschiedlichen religiösen Traditionen der verschiedenen Religionsgemeinschaften wie z.B. dem Christentum, dem Islam, dem Judentum und vielen mehr. Auch ihre gesellschaftliche sowie mediale Präsenz spielen hierbei eine wichtige Rolle, die in der Geschichte und in der Gegenwart untersucht wird. Eine Besonderheit im Bundesland Bremen ist, dass man keiner Konfession angehören muss, um dieses Fach studieren zu können.

Wie sieht dein Alltag als Lehramtsstudierende aus?

In Biologie bin ich sehr viel in den naturwissenschaftlichen Instituten an der Universität Bremen unterwegs. In einigen Veranstaltungen müssen wir unseren Laborkittel mitnehmen, daher ist man an einigen Tagen mehr bepackt als an anderen Tagen.

In Religion bin ich vorzugsweise in den Seminargebäuden der kulturwissenschaftlichen Institute unterwegs. Ich habe zuvor in einigen Modulen (Zusammenfassung zusammengehöriger Veranstaltungen / Lehreinheiten) viele Texte gelesen, meine Gedanken und Rückschlüsse aufgeschrieben, um dann diese zu präsentieren bzw. mit in die Diskussion einzusteigen.

Wie ist das Fach aufgebaut/organisiert?

Für Biologie studiert man im Bachelor regulär 6 Semester, im Master 4. Meist gibt es eher Vorlesungen (oft sehr viele Teilnehmer*innen, Studierende sind eher passive Zuhörer*innen), Seminare (eher kleiner, interaktiv) hat man eher in der Fachdidaktik. Es gibt praxisorientierte Labortage und man kann sich im StugA (Studiengangs-Ausschuss) engagieren, aber auch als studentische Hilfskraft in Praktika oder Projekten. Auch in der Religion sind es 6 Semester bis zum Bachelor und 4 bis zum Master. Hier hat man eher Seminare als Lehrform, und kann sich auch im StugA und als studentische Hilfskraft engagieren.

Was gefällt dir an deinem Studiengang? Was ist besonders?

In der Biologie hat man trotz der Berufswahl Lehramt einen sehr hohen Praxisbezug. In der Religionswissenschaft ist es so, wie ich schon erwähnt habe, dass man keiner Religionsgemeinschaft im Bundesland Bremen angehören muss, um dieses Fach studieren zu können.

Warum hast du dir für deinen Studiengang die Uni Bremen ausgesucht?

Da ich aus Bremerhaven komme, war es für mich zum einen die Nähe zu meiner Heimatstadt, also auch der „relativ“ kurze Weg, und zum anderen der wirklich gute Ruf der Universität.

Weißt du schon, in welche Richtung du nach deinem Studienabschluss gehen möchtest?

Da ich ja die Lehramtsoption gewählt habe, werde ich später Lehrerin in den beiden Fächern.

Gibt es etwas, das du Lehramts-Interessierten gerne mit auf den Weg geben möchtest?

Nutzt unbedingt das ausführliche Informationsangebot der Universität Bremen und, in Bezug auf meine Tätigkeit als Studienlotsin, auch dieses Angebot der Universität! Es hilft dabei, das bevorzugte Fach sowie die Universität näher kennenzulernen.

Hallo Imke! Was studierst Du?

Ich studiere den Bachelor Psychologie.

Warum hast du dich für dieses Fach entschieden?

In der Oberstufe habe ich gemerkt, dass ich immer mehr am Thema Gesundheit und auch Psychologie interessiert bin. Bis dahin wollte ich eigentlich eher etwas anderes machen. Aber für Psychologie habe ich mich dann entschieden, weil es so vielfältig ist. Nach dem Psychologie-Studium gibt es so viele Berufsfelder und Möglichkeiten, sodass ich mich noch nicht sofort für eine bestimmte Richtung entscheiden musste.

Hast du dich im Vorfeld über deinen Studiengang informiert?

Bevor meine Entscheidung feststand, habe ich wochenlang Studiengangslisten gewälzt, Übersichten erstellt, was und wo ich studieren könnte. Als ich ein paar interessante Studiengänge gefunden hatte, habe ich auf den jeweiligen Uni-Internetseiten die Studiengangsbeschreibungen gelesen und die Studienverlaufspläne angeschaut. Das hat mir schon sehr viel geholfen. Versucht habe ich dann, mit Freunden zu sprechen, eine von ihnen studiert auch Psychologie. Ich denke, der Austausch mit Student*innen ist viel wertvoller als Texte und Broschüren zu lesen.

Womit beschäftigt man sich in deinem Studiengang?

In der Psychologie geht es nicht nur um die kranken Menschen und wie man Therapien durchführt. Um zu wissen, wie ein kranker Mensch funktioniert, muss man erst mal verstehen, wie der gesunde Mensch funktioniert. Dazu gehört vor allem die Biologie, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Emotionen und Unterschiede zwischen Menschen. Natürlich gehört dazu auch die Statistik, denn wir müssen als Psychologen verstehen, wie die Wissenschaft funktioniert, wo diese Erkenntnisse herkommen und wie man Studien überhaupt liest. Das ist aber weniger schlimm als man sich vorstellt. :-) In den späteren Semestern geht es dann um die Anwendungsfelder: Sozialpsychologie, Diagnostik, Klinische Psychologie…

Wie sieht dein Alltag als Psychologie-Studierende aus?

Ich verbringe normalerweise sehr viel Zeit in der Uni. Tagsüber bin ich also fast immer in der Uni in Vorlesungen und Seminaren (aber auch in der Mensa ;-) ) und abends ruft dann der Schreibtisch zu Hause, um alles nachzuarbeiten und Aufgaben zu bearbeiten. Es ist schon sehr stressig, es bleibt aber auch Zeit zum jobben und hin und wieder für gemütliche Treffen mit Freunden. In der vorlesungsfreien Zeit habe ich zuletzt ein Praktikum im Institut der Uni gemacht und Intelligenz- und Sprachtests bei Kindern durchgeführt.

Wie ist das Fach aufgebaut/organisiert?

Der Aufbau ist eigentlich ziemlich gemixt. Es gibt ein paar Vorlesungen, aber auch viele Seminare mit interaktiver Arbeit. In den ersten Semestern geht es sehr viel um Forschung, also ist alles erstmal etwas theoretisch, bevor dann später die praktisch orientierten Fächer kommen. Wenn man möchte, kann man aber auch Praktika machen oder sich in bestimmte Bereiche vertiefen, um selbst alles etwas praxisorientierter zu gestalten. Möglichkeiten sich zu engagieren, gibt es mehr als genug: Fachschaft, ehrenamtliche Projekte, Forschungsprojekte mit Dozent*innen und, und, und. Es gibt auch viele (Info-)Veranstaltungen zu bestimmten Themen. Gerade erst war ich auf einer Konferenz aller Fachschaften der Psychologie-Studiengänge in Deutschland. Das war wirklich ziemlich interessant!

Was gefällt dir an deinem Studiengang? Was ist besonders?

Mir gefallen vor allem die vielen Möglichkeiten im Fach für die spätere Spezialisierung. Auch dass es so viele Möglichkeiten gibt, etwas außerhalb des normalen Studienalltags zu machen. Besonders ist in meinem Studiengang die Beziehung zu den Lehrenden. Es ist fast schon familiär, sodass die Dozent*innen die Student*innen zum Teil sehr gut kennen. Es gibt sehr viel Austausch und wenn man möchte, kann man manchmal auch zusammen mit ihnen forschen.

Warum hast du dir für deinen Studiengang die Uni Bremen ausgesucht?

Für die Uni Bremen habe ich mich zum einen entschieden, weil sie recht nah an meinem Heimatort liegt. Ich wäre aber auch für das Studium weiter weggezogen. Hauptsächlich überzeugt haben mich die Infos über die Wahlpflichtmodule im 5. Semester, denn hier in Bremen gibt es Schwerpunkte, die es nicht an vielen Unis gibt (Klinische Kinderpsychologie, Rechtspsychologie, Neuropsychologie). Und zudem ist Bremen wirklich eine schöne Stadt. :-)

Weißt du schon, in welche Richtung du nach deinem Studienabschluss gehen möchtest?

Die Entscheidung, in welche Richtung ich mich später spezialisiere, möchte ich mir möglichst lange offen halten. Es gibt so viele spannende Gebiete, dass ich mich noch gar nicht entscheiden könnte und ich bin gespannt, was ich im Studium noch alles entdecken darf. Gut vorstellen könnte ich mir aber schon die klinische (Kinder-)Psychologie, also später als Therapeutin arbeiten, oder Sportpsychologie, aber auch Rechtspsychologie.

Gibt es etwas, das du Psychologie-Interessierten gerne mit auf den Weg geben möchtest?

Wichtig ist, nicht zu viel Angst vor Statistik zu haben. :-) Wenn man etwas nicht versteht, helfen Dozent*innen nach meiner Erfahrung auch immer. Und oft ist es gar nicht so kompliziert, wie es scheint. Und: Seid offen für alle Inhalte! In der Psychologie gibt es nicht nur die Psychotherapie, es gibt auch viele andere spannende Berufsfelder, an die man erst vielleicht gar nicht denkt.

Vielen Dank, Imke!

Hallo Lejla! Was studierst du?

Ich studiere Religionsiwssenschaft im Profilfach und Französisch/Frankoromanistik im Komplementärfach.

Warum hast du dich für dieses Fach entschieden?

Ehrlich gesagt, wollte ich eigentlich etwas anderes studieren, wurde dort aber nicht angenommen und musste mir dann schnell einen Plan B überlegen. Ich bin ziemlich religiös geprägt aufgewachsen und habe mich auch schon immer für Religion interessiert. Dazu war der Studiengang zulassungsfrei. Dann musste nur noch ein Nebenfach her. Ich hatte seit der 5. Klasse Französisch und habe eine allgemeine Affinität für Sprachen. Die anderen möglichen Nebenfächer haben mich alle nicht so angesprochen oder ich konnte mir nicht so wirklich etwas darunter vorstellen, also habe ich mich für Französisch entschieden.

Hast du dich im Vorfeld über deinen Studiengang informiert?

Meine erste Anlaufstelle für eine generelle Orientierung, was man so studieren könnte, war die Internet-Seite Hochschulkompass. Dazu hatte ich noch von der Berufsberatung so ein dickes Heft, einen Studienführer, bekommen und ich glaube, da habe ich mir dann einfach hinten im Register mal alle Studiengänge angesehen und mir dann von denen, die mich interessieren könnten, den Artikel durchgelesen und bin dann auf die Homepage der jeweiligen Uni und habe mir dann dort auch alles Mögliche dazu angesehen (Studienverlaufspläne, Modulhandbücher, allgemeine Beschreibungen, Zulassungskriterien …).

Womit beschäftigt man sich in deinem Studiengang?

In ReWi geht es zum einen darum, sich mit den aktuellen Diskursen über Religion zu beschäftigen, also zum Beispiel: „Warum ist es für Menschen so wichtig, an etwas zu glauben und/oder dass ihr Glaube als der einzig richtige gilt?“. Außerdem beschäftigen wir uns auch mit einigen Religionen und religiösen Schriften genauer, „nehmen sie detailliert auseinander“. In Französisch geht es darum, die Sprache und die Kultur des Landes in seiner Gänze zu erfassen. Dazu untersucht man sie linguistisch (Wie weit kann man ein Wort zerlegen? Welche Laute gibt es und wie werden sie gebildet? Wie wandelt sich Sprache und was für Variationen gibt es?), literaturwissenschaftlich (was sind die wichtigsten frz. Autor*innen und Werke und wie analysiert man Literatur wissenschaftlich?) und landeskundlich (was ist der geschichtliche Hintergrund Frankreichs und der Frankophonie?). Hinzu kommt dann noch die Sprachpraxis, die deine Fähigkeiten, dich auf Französisch auszudrücken, fördern und erweitern soll.

Wie sieht dein Alltag als Studierende aus?

Ich muss meistens schon morgens in der Uni sein, bis wann ich dann da bleibe, ist jeden Tag verschieden. Wenn ich zwischendurch eine Freistunde habe, gehe ich eigentlich immer in die Bibliothek, denn es gibt immer irgendetwas zu tun. Ich gehe nie in der Mensa essen, einfach, weil ich eher die Selbstmitbringerin bin und dann in der halben Stunde Pause zwischen zwei Kursen meinen Salat esse. Wenn ich dann (spätestens um 18:30) nach Hause komme, koche ich mir meistens noch etwas „Richtiges“.

Wie ist das Fach aufgebaut /organisiert?

Beide Bachelor-Studiengänge gehen über 6 Semester, also 3 Jahre. Die Veranstaltungsform ist in Französisch eigentlich fast immer ein Seminar und auch, gerade am Anfang, einige Übungen, in denen der Stoff aus den Veranstaltungen noch einmal wiederholt wird. In ReWi gibt es auch viele Seminare, jedoch auch einige Vorlesungen (und einige Dozent*innen machen eher eine Vorlesung, auch wenn der Kurs als Seminar ausgeschrieben ist). Übungen gibt es in ReWi nicht. Generell habe ich den Eindruck, dass Französisch sehr viel praktischer ist, was alleine schon daran liegt, dass man ja das Sprachpraxis-Modul belegen muss. Wenn du Französisch studierst, ist es außerdem Pflicht, dass du ein Auslandssemester absolvierst. Es ist für das 3. Semester vorgesehen, wenn dir das allerdings nicht gut passt, dann kannst du dir das auch ohne Probleme in ein anderes Semester legen. Zwischen dem 4. und dem 5. Semester ist meines Wissens ein Praktikum in ReWi vorgesehen.

Engagieren kannst du dich auf jeden Fall in beiden Studiengängen im StugA. Die sind so etwas wie die Klassensprecher*innen und vermitteln zwischen Dozent*innen und Studierenden, sitzen mit in Versammlungen und organisieren zum Beispiel die O-Woche oder eine Ersti-Fahrt. In ReWi ist der StugA sehr aktiv, von dem französischen habe ich eigentlich noch so gut wie gar nichts mitbekommen.

Was gefällt dir an deinem Studiengang/was ist besonders?

In ReWi bekommt man einen ganz anderen Blick auf Religion(en) und lernt auch viel über die religiösen Hintergründe verschiedener Glaubensrichtungen. Es ist eine völlig andere Perspektive als in der Schule. Außerdem lernt man in einer sehr heterogenen Gruppe. Es sitzen Evangelische, Katholiken, Muslime, Atheisten, Agnostiker, … zusammen in einem Kurs und dabei können manchmal wirklich sehr interessante Diskussionen entstehen. Besonders an ReWi ist, dass deine (Nicht-)Glaubensrichtung überhaupt keine Rolle spielt. Jeder kann irgendwie seinen Platz finden. Besonders in Französisch ist, dass die Nicht-Lehrämtler*innen und die Lehrämtler*innen (zumindest bisher noch) nicht voneinander getrennt sind und man somit viele, viele Menschen hat, mit denen man mehrere Kurse gemeinsam besucht. Auch haben wir einige frankophone Muttersprachler*innen, mit denen man sich gut unterhalten kann (auf Deutsch und Französisch) und die einem gegebenenfalls auch helfen.

Warum hast du dir für deinen Studiengang die Uni Bremen ausgesucht?

Ganz ehrlich? Die Zulassungskriterien waren hier am geringsten :-) Und ein Vorteil daran, dass es jetzt Bremen geworden ist, ist, dass ich es nicht so weit bis in die Heimat (Lübeck) habe. Was interessant ist, was ich aber erst im Nachhinein erfahren habe und mich als Nicht-Lehrämtlerin auch nicht wirklich betrifft, ist, dass es in Bremen, anders als in fast allen anderen Bundesländern, keinen konfessionellen Religionsunterricht gibt und somit auch das Studium ein anderes ist.

Weißt du schon, in welche Richtung du nach deinem Studienabschluss gehen möchtest?

Im Moment kann ich mir gut vorstellen, später einmal in die Museumsarbeit zu gehen. Entweder in die Ausstellungskonzeption oder aber auch in die Touristenführung (ggf. dann auf Französisch :-)).

Gibt es etwas, das du Interessierten gerne mit auf den Weg geben möchtest?

Für beide Fächer könnt ihr euch darauf einstellen, dass ihr wirklich, wirklich viel lesen müsst. In Französisch natürlich auch einiges auf Französisch, in ReWi kommt ihr ab und zu kaum um englische Texte herum. Falls ihr Französisch studieren wollt, weil euch das in der Schule so viel Spaß gemacht hat, lauft ihr durchaus Gefahr enttäuscht zu werden. Es ist schon wirklich sehr anders. Ihr müsst bereit ein, die Sprache als ein wissenschaftliches Untersuchungsobjekt zu betrachten. Für den einen oder anderen kann das bedeuten, „sich die Sprache kaputt zu machen“. Falls du spirituell/gläubig/religiös bist, dann ist das durchaus kein Nachteil beim ReWi-Studium, es ist allerdings auch kein Vorteil. Man muss bereit sein, seine eigene Weltanschauung zurückzustellen und sich in andere Positionen hineinzuversetzen. Auch sollte man es ertragen, dass mal Kritik am eigenen Glauben geübt wird. Kurz gesagt, ist Toleranz meiner Meinung nach ein ganz zentraler Punkt im Studium der Religionswissenschaft.

Vielen Dank Lejla!

Hallo Iris! Was studierst du?

Ich studiere die Studienfächer Inklusive Pädagogik, Elementarmathematik und Sachunterricht (Lehramt Inklusive Pädagogik).

Warum hast du dich für dieses Fach entschieden?

Ursprünglich wollte ich Sonderpädagogik studieren, aber im Rahmen der Inklusion fand ich die Kombination aus Grundschullehramt und Sonderpädagogik sehr gut. Mathematik und Sachunterricht sind Fächer, die mir selber viel Freude bereiten, die ich hinterher an die Schüler*innen weitergeben möchte.

Hast du dich im Vorfeld über deinen Studiengang informiert?

Ich habe mich vorher über das Internet auf der Seite der Uni Bremen informiert und in den Broschüren der Uni zu den einzelnen Fächern gestöbert.

Womit beschäftigt man sich in deinem Studiengang?

In Inklusiver Pädagogik geht es darum, sich damit auseinander zu setzen, wie die Verschiedenheit der Schüler*innen gemeinsam lernen kann. Wie sollte Unterricht gestaltet werden, der jedem Schüler/ jeder Schülerin entsprechend seiner/ ihrer Vorkenntnisse und Fähigkeiten gerecht wird? Das ist meiner Meinung nach eine der zentralen Fragen in der Inklusiven Pädagogik. In Elementarmathematik wird zwischen Fachdidaktik und fachlichen Veranstaltungen unterschieden. In der Fachdidaktik geht es darum, wie mathematische Kenntnisse an (Grund-)Schüler*innen vermitteln werden können. In den fachlichen Veranstaltungen erlernt man selber mathematische Inhalte. Im Sachunterricht als kleines Fach setzt man sich u.a. damit auseinander, welche Fächer oder Fachrichtungen der Sachunterricht vereinen und wie man das umsetzen kann in den verschiedenen Themen. Auch hier gibt es fachliche und fachdidaktische Veranstaltungen.

Wie sieht dein Alltag als Studierende aus?

Mein Alltag als Studierende sieht jedes Semester anders aus, mal ist beispielsweise der Arbeitsaufwand geringer, mal ist er höher. Momentan arbeite ich an meiner Bachelorarbeit und führe dazu eine praktische Einheit an einer Schule durch. In den Semestern zuvor sah es so aus, dass ich eigentlich fast jeden Tag Veranstaltungen in der Uni hatte, aber auch mal einen Tag frei. Es gab nebenbei aber auch öfter Gruppenarbeiten oder Projekte vorzubereiten, jedoch bleibt eigentlich immer auch zumindest ein bisschen Zeit für Freizeitaktivitäten…

Wie ist das Fach aufgebaut/organisiert?

Insgesamt werden die Studienfächer im Bachelor 6 Semester (also 3 Jahre) lang studiert, die Art der Veranstaltungen ist von Studienfach zu Studienfach unterschiedlich. In Erziehungswissenschaften sind es oft Vorlesungen und Seminare. Ebenso ist es in Inklusiver Pädagogik. In Elementarmathematik sind die fachlichen Veranstaltungen immer Vorlesungen, die mit Übungen kombiniert werden. In den fachdidaktischen Veranstaltungen sind es Vorlesungen und Seminare. In Sachunterricht sind es eher Seminare. Praktika sind u.a. in Form von einem Orientierungspraktikum nach dem 2. Semester vorgesehen. Zusätzlich macht man jeweils ein Praktikum in den Fächern, die man als sogenanntes großes Fach studiert (in meinem Fall war das in Inklusiver Pädagogik und Elementarmathematik).

Was gefällt dir an deinem Studiengang?

Mir gefällt, dass wir im Bereich der Erziehungswissenschaften z.T. zwischen verschiedenen Seminaren zu unterschiedlichen Themen wählen können. Besonders die Veranstaltungen der Mathematikfachdidaktik empfinde ich als sehr bereichernd, da es dort nicht nur darum geht, wie man mathematische Inhalte vermitteln kann, sondern auch und insbesondere, wie Kinder im Mathematikunterricht denken und handeln.

Warum hast du dir für deinen Studiengang die Uni Bremen ausgesucht?

Weil es zu dem Zeitpunkt, als ich mich um einen Studienplatz beworben habe, Inklusive Pädagogik mit dem Ziel Lehramt nur an der Uni Bremen gab.

Weißt du schon, in welche Richtung du nach deinem Studienabschluss gehen möchtest?

Ich möchte nach meinem Bachelorabschluss den Master in Inklusiver Pädagogik an der Uni in Bremen machen und danach mein Referendariat.

Gibt es etwas, das du Interessierten gerne mit auf den Weg geben möchtest?

Informiert euch, schaut euch einfach mal an der Uni um und versucht in Kontakt zu Studierenden zu treten, z.B. über die Studienlots*innen. Sie können euch mehr von ihren Erfahrungen erzählen. Die Grundschulwerkstatt (GSW) ist ebenfalls einen Besuch wert. Sie wird u.a. von einen Studierendenteam geleitet und befindet sich in einem Raum im GW2-Gebäude. Dort können sich Studierende aufhalten und treffen. Zudem gibt es dort einen Bibliotheksbestand und Materialien für den Unterricht. Darüber hinaus werden Workshops und Tutorien angeboten. Es ist eine super Gelegenheit mit Studierenden in Kontakt zu treten.

Hallo Laura! Was studierst du?

Ich studiere im Religionswissenschaft im Profilfach und Linguistik im Komplementärfach.

Warum hast du dich für dieses Fach entschieden?

Ich habe mich für die Religionswissenschaft entschieden, weil es mehrere Bereiche umfasst, nämliche die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaft. Außerdem habe ich mich schon früh für unterschiedliche Religionen und Kulturen interessiert.

Hast du dich im Vorfeld über deinen Studiengang informiert?

Ja, ich habe mir die Beschreibungen der Studienfächer auf der Internetseite der Uni Bremen angeschaut.

Womit beschäftigt man sich in deinem Studiengang?

In der Religionswissenschaft beschäftigt man sich mit den unterschiedlichen Religionen und Gottesvorstellungen. Aber auch mit der Kultur, in der sie gelebt wird. Wir lernen auch, wie man eine Forschung zu einem religiösen Diskurs durchführt und auswertet.

Wie sieht dein Alltag als Studierende der Religionswissenschaft aus?

Ich muss für mein Studienfach viele unterschiedliche Texte lesen. Egal ob, auf Englisch oder Deutsch, ob neue oder ältere Texte.

Wie ist das Fach aufgebaut /organisiert?

Für die Religionswissenschaft sind 6 Semester angesetzt. Wir haben sehr viele Seminare und dadurch, dass wir ein sehr kleiner Studiengang sind, ist auch genug Platz für Diskussionen in den Seminaren. Ebenfalls kennt man sich untereinander und auch die Dozent*innen kennen die Studierenden, was eine ganz schöne Atmosphäre ist. Im Bachelorstudium steht ein 6-wöchiges Praktikum auf dem Lehrplan. Dieses sollte am besten nach dem 3. oder 4. Semester absolviert werden. Außerdem muss über zwei Semester eine Quellensprache belegt werden. Darunter zählen Hebräisch, Latein, Griechisch, Türkisch und Arabisch. Ich hatte im ersten Semester Türkisch und im zweiten Semester Arabisch.

Was gefällt dir an deinem Studiengang/ was ist besonders?

Besonders gefällt mir an meinem Studiengang, dass es wenige Studierende gibt und man sich dadurch kennt. Außerdem ist es sehr abwechslungsreich durch die unterschiedlichen Religionen.

Warum hast du dir für deinen Studiengang die Uni Bremen ausgesucht?

Weil Bremen eine sehr schöne Stadt ist.

Weißt du schon, in welche Richtung du nach deinem Studienabschluss gehen möchtest?

Ja, ich würde gerne mit Kindern und Jugendlichen mit Schwerpunkt Migration zusammenarbeiten.

Gibt es etwas, das du an der Religionswissenschaft Interessierten gerne mit auf den Weg geben möchtest?

Man sollte für das Studium lesebegeistert sein, denn es müssen viele Texte gelesen werden. Außerdem muss man bereit sein offen für neue religiöse Ansichten zu sein und daher fähig, seine eventuelle eigene Religion in dieser Hinsicht auszuklammern.

Vielen Dank Laura!

Hallo Jessica! Was studierst du?

Ich studiere Mathematik als Bachelor-Vollfach.

Warum hast du dich für dieses Fach entschieden?

Schon in der Grundschule hatte ich Spaß an Mathematik und es fiel mir einfach leicht, damals wollte ich jedoch noch Astronautin werden. Während meiner weiteren schulischen Laufbahn nahm ich spaßeshalber an Mathematik-Wettbewerben teil und war auch recht erfolgreich dabei. Früher oder später entwickelte sich Mathematik zu meinem Lieblingsfach. So langsam kam mir die Idee, dass ich Mathematik studieren könnte. Als ich in die Oberstufe kam, wählte ich Mathematik als Leistungskurs. Meinem Lehrer erzählte ich von meiner Idee und er hat mich daraufhin stark gefördert, er hat mir alle Fragen beantwortet, Uni-Aufgaben als Zusatzaufgaben gegeben und mich voll unterstützt.

Hast du dich im Vorfeld über deinen Studiengang (und andere) informiert?

Auf jeden Fall: Ja! Meine direkte Quelle war mein ehemaliger Mathe-Lehrer im Leistungskurs, außerdem habe ich ein Schnupper-Studium an der TU Clausthal im Studiengang Mathematik gemacht. Darüber hinaus habe ich an Infotagen und Workshops (zur Mathematik und zur Technomathematik) an der TU Hamburg-Harburg und der Universität Hamburg teilgenommen. Weitere Recherchen habe ich im Internet vorgenommen.

Womit beschäftigt man sich in deinem Studiengang?

In den ersten Semestern lernt man die Grundlagen der Mathematik, ab dem 4. Semester kann man sich bereits einige Kurse selbst aussuchen und so vertiefend in die verschiedenen Bereiche der Mathematik blicken.

Wie sieht dein Alltag als Mathestudentin aus?

In der Woche hat man in den ersten zwei Semestern viele Vorlesungen: Eine Vorlesung dauert 90 Minuten, dabei referiert der Dozent im Frontalunterricht zum Thema der Vorlesung. Fragen zum Verständnis des Vorlesungsinhaltes können zwischendurch gestellt werden, manchmal verweist der Dozent dabei auf das Plenum oder Tutorium. Je nach Vorlesung hat man pro Kurs entweder einen oder zwei dieser 90-minütigen Blöcke pro Woche. Außerdem hat man Tutorien: ein Tutorium dauert 90 Minuten, dabei beantwortet der/die Tutor*in (Tutor*innen sind meistens ältere Studierende oder wissenschaftliche Mitarbeiter*innen) Fragen zur Vorlesung oder zu den Hausaufgaben, man löst gemeinsam Aufgaben und bespricht die letzten Hausaufgaben, die der/die Tutor*in korrigiert zurück gibt. Pro Kurs hat man ein Tutorium pro Woche. Dazu kommen noch Plena: ein Plenum dauert 90 Minuten, dabei beantwortet der Dozent Fragen zur Vorlesung, man löst mit seinen Kommiliton*innen und dem Dozent*innen Aufgaben, um den Stoff der Vorlesung anzuwenden und die Theorien bzw. Sätze der Vorlesung an Praxisbeispielen besser zu verstehen. Darüber hinaus erarbeitet man mit Kommiliton*innen in Kleingruppen eine kleine Ausarbeitung zu einem mathematischen Thema, präsentiert diese dem Rest der Kommiliton*innen und erarbeitet anschließend gemeinsam eine kleine schriftliche Ausarbeitung dazu. Diese ganzen Kurse sind jeweils verteilt in 90-minütigen Blöcken. Die meisten Veranstaltungen finden im MZH (Mehrzweckhochhaus) statt, welches auf dem Foto zu sehen ist. Im MZH ist der Fachbereich 3 Mathematik und Informatik untergebracht. Dort gibt es Vorlesungs- und Seminarräume, Computerpools, Lernräume, Büros der Dozent*innen und Arbeitsgruppen, sowie Aufenthaltsräume für Studierende und die Bereichsbibliothek. Zwischen den Veranstaltungen esse ich mittags mit Kommiliton*innen in der Mensa und wenn ich einen Veranstaltungsslot frei habe, dann lerne ich oft mit Kommiliton*innen oder löse die wöchentlichen Übungen. Außerdem besuche ich einen Kurs beim Hochschulsport. Abends löse ich, wenn der Abgabetag naht, Übungsaufgaben, ansonsten veranstaltet der StugA (unsere Fachschaft) ab und an Spieleabende oder Grillabende. In meiner Freizeit schwimme ich gerne, treffe mich mit meinen Freunden (meist Mathematiker) und zocke gelegentlich mit ihnen.

Wie ist das Fach aufgebaut /organisiert?

Nach Regelstudienzeit hat man nach 6 Semestern den Bachelor-Abschluss und nach weiteren 4 Semestern den Master-Abschluss. In fast jedem Fach gibt es Vorlesungen und dazu ein Tutorium, manchmal auch Plena. Im späteren Verlauf des Studiums besucht man auch Seminare statt der Vorlesungen. Wir haben keine Praktika oder Auslandssemester im Regelstudienplan als Verpflichtung, es ist jedoch sehr wohl möglich, beides freiwillig in sein Studium zu integrieren. Neben den Vorlesungen in der Mathematik wählt man ein Anwendungsfach, um Einblick in andere Gebiete zu bekommen, wo man Mathematik benötigt und anwenden kann. Man besucht bestimmte Kurse; möglich dafür sind sehr viele, beispielsweise Informatik, Physik, Chemie, Biologie, Elektrotechnik, aber auch außergewöhnliche wie Psychologie, Musik oder Philosophie. Wir haben im Studiengang eine tolle, aktive Fachschaft (genannt StugA) die sich um die Studierenden kümmert und bei denen man sich prima engagieren kann.

Was gefällt dir an deinem Studiengang/ was ist besonders?

Wir sind wie eine große Familie, Dozierende und Studierende duzen sich beispielsweise. Beruflich bietet mein Studiengang sehr vielfältige Möglichkeiten, denn Mathematiker sind Logiker und Problemlöser!

Warum hast du dir für deinen Studiengang die Uni Bremen ausgesucht?

Das hat mehrere Gründe. Zum einen komme ich ursprünglich aus Hamburg und wollte nicht an den Universitäten in Hamburg studieren und ebenso wollte ich zuhause ausziehen. Ich identifiziere mich mit Norddeutschland, denn ich bin in Hamburg geboren und in Niedersachsen und Schleswig-Holstein aufgewachsen, für mich war klar, dass ich nicht südlicher als Göttingen oder Hannover studieren wollte. Ich habe mir mehrere Universitätsstädte in Norddeutschland angesehen und so kam ich schließlich zu Bremen. An Bremen schätze ich sehr die Mischung aus Großstadt und Dorf, sowie die Lage am Wasser. Ein weiterer Punkt ist das tolle Semesterticket, welches Fahrten beispielsweise nach Cuxhaven, Emden, Hamburg, Hannover oder Osnabrück ermöglicht. Für den Bachelor ist die Forschungsausrichtung der Universität kaum relevant, deswegen war der Standort für mich ausschlaggebend.

Weißt du schon, in welche Richtung du nach deinem Studienabschluss gehen möchtest?

Ich habe zwei Lieblingsrichtungen in der Mathematik, mit denen ich mich bis zu meinem Abschluss vertiefend beschäftigen möchte: Numerische Mathematik und Funktionalanalysis. Mein Anwendungsfach Informatik beeinflusst mich zusätzlich. Schlussendlich werde ich beruflich wohl entweder in die Richtung Luft- und Raumfahrt gehen oder in die Richtung Mensch-Maschinen-Interaktion. In beiden Bereichen werden zu unterschiedlichen Anteilen Kenntnisse in meinen Lieblingsbereichen der Mathematik sowie der Informatik gefragt.

Gibt es etwas, das du Matheinteressierten gerne mit auf den Weg geben möchtest?

Wenn ihr Spaß an der Mathematik habt, wenn ihr euch vorstellen könnt euch in den nächsten Jahren ausführlich damit auseinander zusetzen, wenn ihr Freunde fürs Leben sucht statt Anonymität unter Hunderten, wenn ihr ein gutes Verhältnis zu den Dozent*innen schätzt, die nach einigen Semestern auch eure Namen kennen, wenn ihr alle Türen offen haben wollt auch in die Naturwissenschaften und die Ingenieurswissenschaften, dann ist dieser Studiengang der Richtige für euch.

Vielen Dank, Jessica!

Hallo Marie! Was studierst du?

 Ich studiere Deutsch und Politik auf Lehramt (Gymnasium/Oderschule).

Warum hast du dich für dieses Fach entschieden?

Dieses Studium ist schon mein zweites Bachelorstudium. Davor habe ich bereits Politikwissenschaft und Kulturwissenschaft hier an der Uni studiert. Dass ich Politik studieren wollte, war für mich schon in der Schule klar. Damals war Politik mein Lieblingsfach. Mich hat damals interessiert, wie Macht verteilt wird und wie es einer Gesellschaft gelingt, sich zu organisieren und Entscheidungen zu treffen. Allerdings konnte ich mir direkt nach dem Abi nicht vorstellen, gleich wieder zurück an die Schule zu gehen. Deshalb habe ich auch nicht auf Lehramt studiert. Ich hatte vor, entweder in der Erwachsenenbildung zu arbeiten oder in den Journalismus zu gehen. In einem Praktikum habe ich dann aber gemerkt, dass die Arbeit als Journalistin gar nichts für mich ist. An dem Punkt habe ich mich gefragt: Was willst du stattdessen machen? Weil ich schon während der Schulzeit häufig Jugendgruppen geleitet und Nachhilfe gegeben habe und mir das auch immer noch viel Spaß bereitet, habe ich mich für ein Lehramtsstudium entschieden. Im Nachhinein war das die richtige Wahl. Ich interessiere mich sehr dafür, wie Lehrer*nnen Schüler*nnen zum Lernen motivieren können und dabei jeden Einzelnen mit seinen Stärken und Schwächen im Blick haben. Für Deutsch/Germanistik habe ich mich aus meiner Liebe zu Büchern entschieden. Ich habe schon immer gerne gelesen und Interpretationen im Unterricht haben mir Spaß gemacht. Zu überlegen, was hinter der Geschichte steckt und wie sie ihre Entstehungszeit widerspiegelt, finde ich spannend.

Hast du dich im Vorfeld über deinen Studiengang informiert?

Um ehrlich zu sein, habe ich mich kaum vorab informiert. In der Oberstufe sind wir einmal am Tag der offenen Tür an die Uni in Göttingen gefahren – das war es dann aber auch schon. Meine Entscheidung habe ich dann vor allem mit den Informationen im Internet getroffen. Ich habe mir angesehen, welche Inhalte es im Studium gibt, welche Berufe man danach wählen kann und wie die Zugangsvoraussetzungen sind.  

Womit beschäftigt man sich in deinem Studiengang? 

Eigentlich studiere ich gleich drei Studiengänge, die alle ganz andere Inhalte haben.

In Politikwissenschaft beschäftige ich mich ganz allgemein mit der Verteilung und Begrenzung von Macht, denn Politik ist eigentlich ein Machtspiel. Wahlen regeln, wem wir wann und für welche Zeit Macht geben. Parteien versuchen dann, ihre Interessen so gut wie möglich durchzusetzen. Die beiden Themen (Wahlsysteme und Parteien) interessieren mich in Politik am meisten. Deswegen besuche ich auch viele Veranstaltungen zu diesem Thema. Wir lernen aber auch, wie sich große Philosophen einen funktionierenden Staat ausgemalt haben, wie Wirtschaft, Recht und Politik zusammenhängen oder welche Rolle die Religion im Staat spielt.

In Germanistik beschäftigen wir uns mit zwei großen Strängen: Literatur und Sprachwissenschaft. Unter Literatur kann man sich in etwa das vorstellen, was in der Schule unter dem Stichwort Interpretation gelaufen ist, nur viel genauer und fokussierter. Wir schauen uns zum Beispiel an, welche Erzählperspektive ein Autor nutzt und welche Wirkungen das in seinem Werk erzeugt. Oder wir versuchen zu erklären, wo sich große Diskussionspunkte seiner Zeit im Werk eines Autors wiederfinden und welche Behauptungen und Gedankenmodelle damals ganz normal waren. Die Sprachwissenschaft schaut hingegen genauer auf die Sprache. Wie funktioniert das eigentlich, dass wir uns alle mit Hilfe von Wörtern verständigen können? Meinen wir wirklich immer dasselbe? Wie hat sich unsere Sprache seit dem Mittelalter verändert? Und warum können wir alle einen guten Text von einem weniger guten Text unterscheiden, aber nicht in Worte fassen, warum wir den einen Text besser finden? Solchen Fragen wird in der Linguistik auf den Grund gegangen. Für mich als angehende Lehrerin ist der Wahlschwerpunkt „Deutsch als Zweitsprache“ besonders spannend. Hier lernen wir, wie Schüler*nnen, die zuhause neben oder außer Deutsch mit einer anderen Sprache aufwachsen, mit Deutsch in der Schule zurechtkommen. Wir beschäftigen uns hier auch mit Themen wie der Sprachförderung in der Schule.

In beiden Fächern habe ich auch Didaktikmodule. Dort lerne ich, wie ich für meinen späteren Unterricht Themen auswählen kann und diese Auswahl auch begründen kann. Alle anderen pädagogischen Dinge werden in meinem dritten Fach, den Erziehungswissenschaften, vermittelt. In diesen Seminaren und Veranstaltungen lerne ich zum Beispiel meine eigene Rolle als Lehrerin und die Regeln der Schule zu reflektieren. Außerdem liegt ein großer Schwerpunkt auf dem Umgang mit verschiedenen Schüler*innen. Schließlich sitzen später in der Schule nicht 28 gleiche Personen vor mir. Da sitzen Mädchen und Jungen, Kinder mit und ohne Zuwanderungsgeschichte, Kinder mit besonderen Begabungen oder besonderen Bedürfnissen. Damit als Lehrerin angemessen umzugehen ist eine große Herausforderung.

 Wie sieht dein Alltag als Studierende aus?

Im Moment habe ich an vier Tagen in der Woche Uni. Weil ich versucht habe, meine Veranstaltungen möglichst nah beieinander zu haben, kann ich freitags zuhause bleiben. Dafür bin ich donnerstags aber auch von 10.00 bis 16.00 Uhr durchgehend beschäftigt. An den anderen Tagen habe ich zwei bis drei Veranstaltungen. Veranstaltung bedeutet meistens ein Seminar oder eine Vorlesung. Zu Beginn des Studiums können aber auch Tutorien dazu kommen, das sind Unterstützungsangebote, in denen man den Stoff aus der Vorlesung noch einmal durchgehen kann.  Für einen Schüler klingt das vielleicht nach viel freier Zeit. Das sieht aber nur auf den ersten Blick so aus. Gerade im Politikstudium muss man unglaublich viel lesen, mehrere hundert Seiten pro Woche sind keine Seltenheit. Dazu kommen noch Bücher, die für die Literaturseminare in Germanistik gelesen werden müssen und Lehrbücher für die Linguistikveranstaltungen. Weil man meist ein Thema nur in einer Sitzung behandelt und es in der kommenden Woche gleich mit dem nächsten Thema weitergeht, muss man auch selbst darauf achten, dass man wiederholt und lernt. Das habe ich am Anfang des Studiums nicht gemacht und musste mir das in harter Arbeit antrainieren. Jetzt habe ich nicht mehr ganz so viel Stress vor der Klausurenphase am Ende des Semesters. All diese Vor- und Nachbereitungen erledige ich nach der Uni oder am Wochenende. Dazu kommt dann hin und wieder auch die Vorbereitung für eine Präsentation im Seminar oder für eigene kleine Studien, die wir in den Seminaren abgeben müssen. Außerdem arbeite ich noch neben der Uni. Das mache ich meistens am Wochenende oder am Nachmittag.

 Wie ist das Fach aufgebaut /organisiert?

In Politik haben wir in den ersten zwei Semestern, also im ersten Studienjahr, fast nur Vorlesungen. Ab und zu gibt es Übungen zu den Vorlesungen, in denen man im kleineren Kreis zusammenkommt. Außerdem gibt es ganz am Anfang ein Seminar, in dem man lernt, wie man eine gute Hausarbeit schreiben kann. Ansonsten ist man aber meistens in der großen Erstigruppe unterwegs. In den höheren Semestern werden die Vorlesungen weniger, denn dann kann man im Wahlbereich seine Schwerpunkte setzen. Insgesamt gibt es fünf Bereiche, aus denen man auswählen kann. Zur Auswahl stehen „Politische Theorien“, „Internationale Politik“, „Europäische Politik“, „Staatsaufgaben“ und „Regierungssystem der BRD“. Im Wahlpflichtbereich gibt es eigentlich nur noch Seminare. Dort schreibt man meistens Hausarbeiten und hält Referate, während man die Vorlesungen fast immer mit einer Klausur abschließt.

Auch in Germanistik gibt es am Anfang Vorlesungen und ab der Hälfte des Studiums mehr Wahlmöglichkeiten. Zu Beginn gibt es große Einführungsvorlesungen aber auch kleinere Einführungskurse. Dort gibt es dann auch mehr Möglichkeiten, Fragen zu stellen. In so gut wie allen Einführungskursen muss man am Ende eine Klausur schreiben. Von Anfang an muss ein*e Germanistikstudierende*r beide Stränge, also Literaturwissenschaft und Sprachwissenschaft, studieren. Im späteren Wahlbereich kann man sich dann zwischen den Strängen entscheiden und eigene Schwerpunkte setzen. Dann kann man auch auswählen, ob man sich lieber mit der Literatur des Mittelalters oder der Gegenwart beschäftigen möchte oder ob man doch Fragen der Linguistik und der Werbung spannender findet. Ein weiterer (sprachwissenschaftlicher) Schwerpunkt bildet Deutsch als Zweitsprache.  Das Lehramtsstudium im Bachelor dauert in der Regelstudienzeit sechs Semester, also drei Jahre. Wer seinen Bachelor in der Tasche hat, kann aber noch nicht unterrichten. Dazu braucht man noch einen Masterabschluss und anschließend ein Referendariat. Erst dann ist man fertige*r Lehrer*in.

Der Praxisanteil ist im Vergleich zu den Nicht-Lehramtsstudiengängen groß. Im Bachelor gehen wir mindestens zwei Mal für mind. sechs Wochen an eine Schule. Dort dürfen wir unter anderem auch kleine Unterrichtseinheiten leiten. Auch die Fächer selbst versuchen, schon im Studium Kontakt zu Schulen herzustellen. Oft ist es in beiden Fächern möglich, ein Uniseminar in Kooperation mit einer Schule zu besuchen. In Germanistik habe ich zum Beispiel im Bereich Lese- und Schreibdidaktik an einer Schule in einer Schreib-AG gearbeitet. Besonders schön ist auch die Verbindung zur Schule im Bereich Deutsch als Fremdsprache. Dort habe ich unter anderem an echten Schülertexten gelernt, wie man Aufsätze bewerten kann.

Was gefällt dir an deinem Studiengang/ was ist besonders?

In Germanistik gefällt mir der Schwerpunkt Deutsch als Zweitsprache besonders gut. Den gibt es nicht an allen Universitäten, obwohl das Thema sehr wichtig ist. In Bremen hat bald jeder zweite Grundschüler einen Migrationshintergrund. Einige von ihnen sprechen zuhause kein Deutsch. Ich bin froh, dass ich für dieses Thema schon an der Uni ausgebildet werde. In Politik ist die große Themenauswahl toll. Ich kann mich hier zwischen sehr unterschiedlichen Seminaren entscheiden und finde eigentlich immer ein Thema, das mich interessiert.

 Warum hast du dir für deinen Studiengang die Uni Bremen ausgesucht?

Wie gesagt, der Schwerpunkt Deutsch als Zweitsprache ist einer der Gründe, warum ich mich für Bremen entschieden habe. Außerdem habe ich auch schon meinen ersten Bachelor in Bremen absolviert. Dadurch kannte ich die Uni bereits und die Anrechnung von Leistungen aus dem alten Studium war einfacher. 

Weißt du schon, in welche Richtung du nach deinem Studienabschluss gehen möchtest?

Zum Glück ist es bei uns Lehrämtlern (anders als bei den Vollfächlern) ziemlich klar, was wir nach dem Abschluss machen. Ich werde auf jeden Fall an eine Schule gehen und unterrichten.

 Gibt es etwas, das du Interessierten gerne mit auf den Weg geben möchtest?

Am Anfang unterschätzen viele Studierende den Sprachwissenschaftsteil. Germanistik zu studieren bedeutet aber nicht nur, Bücher zu lesen und darüber zu sprechen. Darüber sollte man sich von Anfang an im Klaren sein. Und wer glaubt, an der Uni viele Methoden für das Unterrichten zu lernen, liegt leider auch falsch. Die Didaktikseminare sind doch eher theoretisch. Daher würde ich jedem empfehlen, Unterrichtserfahrung oder Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen außerhalb der Uni zu sammeln – z.B. als Begleiter bei Jugendfreizeiten, Nachhilfelehrer*in oder Gruppenleiter*in.

Vielen Dank, Marie!

Hallo Sophie!  Was studierst du?

Ich studiere Geographie im Bachelor als Vollfach.

Warum hast du dich für das Fach Geographie entschieden?

Ich habe mich für Geographie entschieden, weil das Fach zwei wichtige Aspekte miteinander vereint: Den Menschen und die Natur. Ich habe mich schon als Kind für die Entstehung und zukünftige Entwicklung der Erde interessiert und später auch kritisch hinterfragt, was der Mensch eigentlich mit der Erde anstellt. Was verursacht der Mensch mit dem Bau von Städten, wie wird die Erde auf den Klimawandel reagieren? Stehen Mensch und Natur in ständiger Konkurrenz oder lässt sich beides vereinen? Kurz: Was passiert mit dem Planeten, den wir unser zu Hause nennen, und welche Rolle spielen wir dabei?

Die Geographie ist in der Hinsicht besonders interessant, weil sie sich nicht nur auf einen Schwerpunkt konzentriert, sondern auch über den Tellerrand hinausblickt und viele verschiedene Wissenschaften in sich vereint. So stößt man immer wieder auf Aspekte der Naturwissenschaften, der Soziologie, Politik, Wirtschaft, Psychologie und so weiter. Das, so finde ich, macht den besonderen Reiz der Geographie aus. Es wird nie langweilig.

Hast du dich im Vorfeld über deinen Studiengang informiert?

Natürlich habe ich mich vorher über meinen Studiengang und viele andere informiert. Hauptsächlich habe ich mir Informationen über das Internet verschafft. Über die Webseite der „Agentur für Arbeit“ hatte ich mir einen Überblick verschafft, welche Studiengänge überhaupt existieren und das ist eine ganze Menge. Gut, dass man sich da auch von der groben Richtung immer mehr ins Detail klicken kann. Hatte ich dann einen interessanten Studiengang entdeckt, der für mich in Frage gekommen wäre, dann suchte ich mithilfe von „Kursnet,“ an welchen Universitäten dieser Studiengang angeboten wird. Hilfreich waren hier dann Kurzinformationen zu den Universitäten, sowie Links zu der entsprechenden Webseite der Uni und des Studiengangs. So ging das Ganze dann immer mehr ins Detail.

Ich habe aber auch viel mit dem Studienführer von „Die Zeit“ gearbeitet. Da werden auch Studiengänge sehr gut beschrieben, aber auch, was studieren bedeutet.

Womit beschäftigt man sich in deinem Studiengang?

Geographie setzt sich grob aus den Naturwissenschaften und den Sozial- bzw. Geisteswissenschaften zusammen. Wesentlicher Gegenstand ist die Untersuchung des Systems Erde, das Verhalten des Menschen und seine Auswirkungen auf den Raum, sowie die Wechselwirkung zwischen beiden Aspekten (Natur <-> Mensch).

Die naturwissenschaftliche Seite, die Physische Geographie, beschäftigt sich z.B. mit dem Klima unserer Erde, den Gesteinsformen oder auch mit der Biosphäre. Die Humangeographie hingegen untersucht alles, was den Menschen betrifft. Themen sind hier z.B. Stadtentwicklung, Bevölkerung und Globalisierung.

Wie sieht dein Alltag als Geographiestudentin aus?

Als Geographie-Studentin besuche ich regelmäßig meine Vorlesungen und die dazugehörigen Tutorien (Veranstaltung zur Nachbereitung des Vorlesungsstoffes) und Übungen (praktische Anwendung des Vorlesungsstoffes). Zum Glück liegen die Räume für diese Veranstaltungen nicht weit auseinander. Zwischendurch darf ein Gang in die Mensa nicht fehlen, denn mit leerem Magen lässt es sich nicht so gut studieren. Falls es Zeit zwischen den Veranstaltungen gibt, ist ein Besuch in der Bibliothek auch sehr hilfreich. Hier leihe ich mir oft Bücher aus, denn als Geographie-Studentin ist man – besonders durch die Humangeographie – dazu verpflichtet, selbstständig viel nachzulesen und nachzuarbeiten. Man kann sich natürlich auch mal eine Pause gönnen und für einen Snack ins Cafe Central gehen oder aber im Sommer im Campus Park entspannen. Sind alle Veranstaltungen am Tag überstanden, gehe ich nach Hause, um dort noch ein paar Dinge aufzubereiten.

Wie ist das Fach aufgebaut /organisiert?

Wählt man Geographie als Vollfach, so studiert man in der Regel 6 Semester. Dabei stößt man auf die verschiedensten Arten von Lehrveranstaltungen. Zu Beginn sind eher Vorlesungen, Übungen und Tutorien an der Tagesordnung. Erst später wird es praxisorientierter mit Großexkursionen (kleinere finden bereits in den ersten Semestern statt) und einem Berufspraktikum.

Natürlich lässt sich ein Auslandsaufenthalt – egal ob ein Semester oder ein Praktikum – integrieren. Das wird gern gesehen, besonders da man in der Geographie oft auf Fremdsprachen – vor allem Englisch – trifft und man mindestens eine englischsprachige Veranstaltung besuchen muss.

Durch den StugA Geographie, den Studiengangsausschuss, hat man neben diesen ganzen „trockenen“ Veranstaltungen auch die Möglichkeit, etwas für seinen Studiengang zu tun und sich für die Interessen der Geographie-Studierenden einsetzen.

Was gefällt dir an deinem Studiengang?

Der Studiengang Geographie ist so besonders, weil man sich am Ende zwischen zwei Abschlüssen entscheiden kann: Bachelor of Science oder Bachelor of Arts. So wird man seinen später gewählten Schwerpunkten (Physische oder Humangeographie) gerecht.

Aber auch die Nähe zu den Dozent*innen durch Exkursionen, die Breite des Faches und die angenehme Atmosphäre im Studiengang – ebenfalls durch die Exkursionen verstärkt – machen die Geographie in Bremen einzigartig.

Warum hast du dir für deinen Studiengang die Uni Bremen ausgesucht?

In Bremen gibt es, wie bereits oben erwähnt, die Möglichkeit, seinen Abschluss selbst zu wählen. Entweder Bachelor of Arts (humangeographisch) oder Bachelor of Science (physisch-geographisch). Das macht man mit der Wahl seiner Schwerpunkte ab dem 3. Semester.

Aber auch der allgemeine Aufbau des Studiengangs hier in Bremen hat mich überzeugt. Man arbeitet sich vom Groben immer mehr ins Detail bis hin zu seinen Vorlieben.

Weißt du schon, in welche Richtung du nach deinem Studienabschluss gehen möchtest?

Wenn ich den Bachelor geschafft habe, würde ich gerne noch den Master für die physisch-geographische Richtung machen. Ich könnte mir auch vorstellen, später einmal selbst als Dozentin mein Wissen an Studierende weiterzugeben. Ansonsten ist es mein Wunsch, später einmal in einem Umweltinstitut zu landen. Ich würde mich gerne mit Klimawandel und Nachhaltigkeit befassen, um Lösungen zu finden, wie sich Natur und Mensch zukünftig besser vereinen lassen. Ich könnte mir aber auch eine beratende Funktion vorstellen. In der Geographie stehen einem so viele Wege offen, da findet man irgendwo seinen Platz. Ansonsten lasse ich das Ganze einfach auf mich drauf zu kommen und bin auch für Überraschungen offen.

Gibt es etwas, das du Geographieinteressierten gerne mit auf den Weg geben möchtest?

Als Geographie-Studentin wird man immer wieder gefragt, was man überhaupt mit diesem Fach später machen könne, gerade wenn man nicht auf Lehramt studiert. Aber ich denke, man braucht nur fest überzeugt von dem zu sein, was man tut. Wenn man mit dem nötigen Fleiß, Interesse und Durchhaltevermögen an das Fach herangeht, dann wird man schnell merken, dass es in Geographie nicht um Stadt, Land, Fluss geht, sondern um wirklich wichtige Dinge, die uns doch irgendwie alle etwas angehen. Geographie umgibt uns immer und jederzeit, auch wenn man es nicht so spürt. Oder hat die Tatsache, dass man auf dem Campus immer mehr internationalen Studierenden begegnet sowie die Tatsache, dass der Winter in Bremen immer kürzer wird, nichts mit Geographie zu tun? Warum also nicht Geographie studieren? Das Fach steckt einfach voller Überraschungen und Vielfalt.

Vielen Dank, Sophie!

Hallo Natalia! Was studierst du?

Ich studiere Geschichtswissenschaft im Bachelor als Vollfach.

Warum hast du dich für das Fach Geschichte entschieden?

Ich war schon als Kind sehr interessiert an Geschichte und für mich stand deswegen schon früh fest, dass ich später Geschichte studieren möchte. Zudem liegen meine Fähigkeiten eher im Bereich der Geisteswissenschaften.

Hast du dich im Vorfeld über deinen Studiengang informiert?

Ja, ich habe mich schon im Vorfeld sehr mit dem Studiengang Geschichte und auch anderen Studiengängen, die infrage gekommen wären, auseinander gesetzt. Ich habe mich auf der Homepage von verschiedenen Universitäten informiert, habe Geschichtsstudierende nach ihren Erfahrungen gefragt und auch die Studiengangsvorstellungen für Schüler*innen an der Universität besucht.

Womit beschäftigt man sich in deinem Studiengang?

Wir beschäftigen uns nicht nur mit historischen Ereignissen, sondern versuchen auch gesellschaftliche Strukturen zu erfassen und auszuwerten. Wie haben sich verschiedene Gesellschaften, Kulturen und Räume innerhalb ihrer Grenzen entwickelt, welche Konsequenzen sind aus bestimmten Handlungen entstanden, unter welchen Faktoren sind soziale Strukturen entstanden, die eventuell noch heute gegeben sind? Viele Probleme und Ereignisse in unserer heutigen Zeit haben ihre Wurzeln irgendwo in der Vergangenheit und können von vergangenen Aktionen abgeleitet werden. Diese Strukturen aufzuspüren und zu verstehen, sowie vor allem auch zu vermitteln, ist ein wichtiger Bestandteil des Studiums. Zudem konzentriert sich die Geschichtswissenschaft nicht nur auf Vergangenes, sondern untersucht und verwendet auch Theorien aus anderen Fachbereichen wie z.B. der Soziologie, Wirtschaft, Pädagogik etc., sodass man auch vieles aus anderen Bereichen mitnehmen und sich auf diese Weise weiterbilden kann.

Wie sieht dein Alltag als Geschichtsstudentin aus?

Zur Uni fahren, Seminare und Vorlesungen besuchen, zwischendurch mal in die Mensa mit den Kommiliton*innen essen gehen oder in die Cafeteria etwas snacken, manchmal noch in die Bibliothek um ein Buch zu holen. Zu Hause dann noch etwas für das Seminar oder die nächste Hausarbeit lesen.

Wie ist das Fach aufgebaut /organisiert?

Als Vollfachstudent*in hat man zum Glück keinen allzu straffen Stundenplan. Man hat auch relativ viel Freizeit, in der man sich engagieren oder verschiedene Kurse besuchen kann, die nicht unbedingt etwas mit dem Studiengang zu tun haben müssen, wie z.B. Sprachkurse. Auch nebenbei zu arbeiten ist möglich. Die Regelstudienzeit für Geschichtswissenschaft beträgt sechs Semester, danach ist es möglich seinen Master in vier Semestern Regelstudienzeit zu machen. Meist hat man pro Semester zwei Module, die Einführungsmodule bestehen meist aus jeweils einer Vorlesung, einem Seminar und einem Tutorium, später hat man dann überwiegend zwei Seminare pro Modul. Insgesamt hat man 13 Module. Zusätzlich muss man Leistungen im General Studies Bereich (Wahlbereich) erbringen. Zum Studium gehört auch ein achtwöchiges Praktikum, das man sich aber auf verschiedene Einrichtungen aufteilen kann. Auch werden fast jedes Semester Exkursionen ins Ausland innerhalb der Seminare angeboten, was ein tolles Angebot ist. Zudem hat man die Möglichkeit, an verschiedenen Partneruniversitäten im Ausland ein Auslandssemester zu machen. In unserer Fachrichtung werden Student*innen mit offenen Armen empfangen, wenn sie sich im Studiengangsausschuss (StugA) Geschichte engagieren wollen oder als Tutor*innen arbeiten möchten.

Was gefällt dir an deinem Studiengang/was ist besonders?

Das Institut für Geschichtswissenschaft an der Uni Bremen ist etwas kleiner als an manch anderen Unis. Deswegen ist die Atmosphäre viel persönlicher und es ist angenehmer, mit vielleicht 20 anstatt 50 Leuten im Seminar zu sitzen und wenn sich die Dozent*innen auch mal die Namen der Studierenden merken können ;) Zudem finde ich es super, dass manchmal Exkursionen angeboten werden, bei denen man unglaublich viel lernen und Erfahrungen sammeln kann.

Warum hast du dir für deinen Studiengang die Uni Bremen ausgesucht?

Für den Studiengang Geschichtswissenschaft muss man im Gegensatz zu vielen anderen Unis kein Latinum haben, was ein Vorteil im Studium ist, wenn man kein Latein in der Schule hatte. Natürlich kann man sein Latinum dennoch während des Studiums nachholen, wenn man möchte. Die Uni ist zudem eine Campus-Universität, wo alles an einem Ort ist und was die Mobilität zwischen den Seminar-Gebäuden erleichtert. Der Fachbereich kooperiert auch mit dem Osteuropainstitut, was das Studienangebot sehr bereichert. Die Stadt ist auch sehr studentenfreundlich und es gibt ein vielfältiges kulturelles Programm.

Weißt du schon, in welche Richtung du nach deinem Studienabschluss gehen möchtest?

Was ich nach meinem Studium beruflich anstreben werde, kann ich nicht mit Gewissheit sagen. Zu promovieren oder im Ausland zu arbeiten ist genauso möglich wie Tätigkeiten im musealen, politischen oder sozialen Bereich. Mich bei Behörden wie der Kulturbehörde oder an der Diplomatenschule zu bewerben, halte ich ebenfalls nicht für ausgeschlossen.

Gibt es etwas, das du Geschichte-Interessierten gerne mit auf den Weg geben möchtest?

Häufig reagieren Freunde und Familie nicht gerade begeistert oder machen sich lustig darüber, wenn man ihnen von der Möglichkeit eines Geschichtsstudiums erzählt. Häufig heißt es dann „Was willst du mit Geschichte?“ oder „Und was wird man später damit?“. Es sollte einem schon klar sein, dass man keinen typischen Berufsweg haben wird, wenn man eine Geisteswissenschaft studiert (oder das ständig Fragen solcher Art eben kommen werden). Aber wenn es euch wirklich interessiert, und zwar genug interessiert, dass ihr euch vorstellen könnt, dieses Fach drei Jahre lang zu studieren, und nicht aufzugeben auch wenn ihr mal durch ein trockenes und langweiliges Theoriemodul müsst oder eine 18-seitige Seminararbeit ansteht - dann los geht’s! Es gibt nichts schöneres, als das zu studieren, wofür man eine Leidenschaft hegt und später auch in dem Bereich arbeiten zu können. Außerdem gewinnt man durch das Geschichtsstudium nicht nur reichlich fachliches Wissen, sondern erlernt eine ganz neue Sicht auf die Welt und deren Geschehnisse.

Vielen Dank, Natalia!

Hallo Celina! Was studierst du?

Ich studiere im Kommunikations- und Medienwissenschaft (KMW) als Profilfach und Kulturwissenschaft als Komplementärfach.

Warum hast du dich für dieses Fach entschieden? Und warst du schon immer KMW-interessiert?

Um ehrlich zu sein, hatte ich nach meinem Abitur nicht den Masterplan für mein Leben. Ich mochte alles ein bisschen und konnte nichts ganz. Als ich klein war, wollte ich unbedingt zum Film. Nicht um vor der Kamera zu stehen, sonder dahinter. Vielleicht hatte ich diesen Gedanken im Hinterkopf, aber letztlich war es wohl eine Kombination von mehreren Faktoren. Ich habe auch einen Studienorientierungstest gemacht, bei dem mir Kommunikations- und Medienwissenschaften mit fast 93% vorgeschlagen wurde und letztlich hat eine gute Freundin von mir diesen Studiengang gesehen und meinte „Celina, das bist einfach du!“. So kam ich irgendwie zur KMW.

Hast du dich im Vorfeld über deinen Studiengang (und andere) informiert?

Um mich in dem Studiengangdschungel etwas zurechtzufinden, habe ich mich wochenlang im Internet informiert, Zeitschriften gekauft und mit anderen Leuten geredet. Auch habe ich an einem Studienlotsenprojekt an einer anderen Uni teilgenommen. Dort habe ich gemerkt, dass mir der damalige Studiengang nicht sonderlich lag. Bis ich mich für KMW entschieden habe, fiel mir die Suche irgendwie unglaublich schwer. Die Auswahl ist einfach zu gigantisch.

Womit beschäftigt man sich in deinem Studiengang?

Wie der Name Kommunikations- und Medienwissenschaft schon verrät, geht es in diesem Studiengang zum einen um Kommunikation und zum anderen um Medien. Mit Kommunikation ist sowohl der direkte Austausch mit seinem Gegenüber, als auch der (indirekte) Austausch mittels Medien gemeint. Hierzu zählen neben klassischen Dingen wie Fernseher, Zeitung und Radio auch das Internet und besonders Social Media. Gerade in den letzten Jahren hat beispielweise Influencer Marketing immer mehr an Bedeutung gewonnen. In meinem Studiengang werden unterschiedliche Aspekte der Kommunikation beleuchtet und selber ausprobiert. Auch journalistisches Schreiben wird an der Uni unterrichtet.

Wie sieht dein Alltag als KMW-Studierende aus?

Dieses Semester habe ich an 4 Tagen Uni. Wenn man seine Kurse geschickt legt, kann man sogar nur an maximal 3 Tagen die Woche Uni haben. Allerdings kann ich das aus eigener Erfahrung eher weniger empfehlen. Im 2. Semester hatte ich jeden Donnerstag von 8 bis 20 Uhr Uni und war bereits nach der Hälfte völlig fertig. Da die meisten meiner Seminare dieses Semester erst gegen 12:15 beginnen, kann ich morgens  ausschlafen. Nach dem ersten Seminar geht oft es zum Energie tanken in die Mensa mit Freunden oder falls nicht so viel Zeit bleibt, holt man sich etwas in der Cafeteria. Die meisten Seminarräume liegen nahe beieinander, sodass die große Rennerei und Hektik glücklicherweise ausbleibt. Zwischen oder auch nach den Seminaren sitzt man oft noch in den Gruppen zusammen, um die einzelnen Projekte und Aufgaben zu koordinieren oder Präsentationen fertig zu stellen. In den ersten drei Semestern wurden gefühlt Unmengen an Texten hochgeladen, die nach der Uni noch gelesen werden mussten, da die Seminare auf diesen Texte aufbauten und mit ihnen in der Stunde gearbeitet wurde. Wenn man erst mal den Dreh mit den Texten raus hat, wird es wirklich einfacher.

Wie ist das Fach aufgebaut /organisiert?

Der Bachelor KMW ist als Zwei-Fach-Bachelor aufgebaut und dauert 6 Semester. Im Gegensatz zu vielen anderen Studiengängen gibt es in KMW eher wenige Vorlesungen und auch Klausuren. Die Studienleistunden bestehen oft aus der Erarbeitung und Präsentation von Projekten oder in Form von Hausarbeiten. Wer also nicht gerne für Klausuren lernt, ist hier genau richtig. Bei den Seminaren kann man aus einem Riesen-Topf von unterschiedlichen Themen wählen, die meist von Menschen aus der Praxis unterrichtet werden. Es gibt Seminare für PR, Fernsehmarketing, Social Media, Journalismus, und und und. Für jeden ist also das passende dabei. Die Teilnehmerzahlen übersteigen hierbei oft nicht die 25 Personen-Marke. Das macht es leichter sich einzubringen und die Atmosphäre ist eher familiär. Dies gilt sowohl untereinander unter den Kommilitonen, also auch mit den Dozenten. Neben einem großen Praktikum von 4 bis 6 Monaten in Medienpraxis muss noch ein kleines Praktikum von 8 Wochen bis zum 4. Semester geleistet werden.

Was gefällt dir an deinem Studiengang/ was ist besonders?

Mir gefällt die Freiheit, Seminare nach meinen persönlichen Interessen zu wählen. Wer sonst kann schon von sich behaupten, dass er (fast) nur das lernt, was er wirklich will, oder?

Warum hast du dir für deinen Studiengang die Uni Bremen ausgesucht?

Meine Abiturnoten waren zwar gut, aber mit den meist utopischen Zulassungsbeschränkungen von Hamburg, Berlin und München hätte ich mich nicht messen können. Bremen bietet für Personen mit eher mittelmäßigen Schulnoten die Möglichkeit, einen Zulassungstest zu machen. Diese Komponente der Zulassung hat mir wirklich sehr geholfen. Bremen ist eine schöne Stadt für Studenten. Zum einen ist es nicht zu klein, als dass man nichts unternehmen könnte, aber zum anderen braucht man auch nicht 50 Minuten zur Uni, wie beispielweise in Berlin. Darüber hinaus komme ich aus dem Umland von Bremen und habe es so nicht weit nach Hause.

Weißt du schon, in welche Richtung du nach deinem Studienabschluss gehen möchtest?

Ganz konkret weiß ich heute immer noch nicht, was ich mal werden möchte, wenn ich endlich groß bin. Das liegt aber einfach auch daran, dass mir mein Studium so viele wundervolle Möglichkeiten bietet. Vielleicht wird es was mit Autos oder doch beim Fernsehen. Aber egal was es wird, ich freue mich auf das, was kommt.

Gibt es etwas, das du KMW-Interessierten gerne mit auf den Weg geben möchtest?

KMW bietet wirklich viele Möglichkeiten, man muss allerdings auch Lust haben sich selbst einzubringen. Auch wenn die ersten zwei Semester etwas zäh sein können, lohnt es sich wirklich durchzuhalten.

Sollte einem das Studium trotzdem keinen Spaß machen, ist es auch in Ordnung abzubrechen. Von dieser Entscheidung geht die Welt nicht unter, auch wenn man das vielleicht glaubt. Rückschläge sind in Ordnung.

Vielen Dank, Celina!

Hallo Jennifer! Was studierst du?

Ich studiere Jura (Staatsexamen).

Warum hast du dich für dieses Fach entschieden?

Ich habe mich für das Fach Jura entschieden, weil mich Gerechtigkeit schon früh besonders interessiert hat. Vor meinem Studium habe ich dann ein Praktikum bei einem Anwalt gemacht und fand faszinierend, wie abwechslungsreich und vielseitig der Beruf war. Zudem habe ich dabei festgestellt, dass man in fast allen Bereichen des täglichen Lebens mit dem Stoff Jura in Berührung kommen kann. Auch die Berufsmöglichkeiten nach dem Studium sind dementsprechend vielfältig. Außerdem mag ich die Art des Denkens und Argumentierens, die das Studium mit sich bringt.

Hast du dich im Vorfeld über deinen Studiengang (und andere) informiert?

Ich habe während der Schulzeit an zahlreichen Informationsveranstaltungen zur Studienorientierung teilgenommen, bei denen auch stets Jura vorgestellt wurde, und mich dann beim Informationstag für Studieninteressierte speziell bei der Uni Bremen informiert. Vor allem die Probevorlesung dort hat mir bei der Entscheidung sehr geholfen.

Womit beschäftigt man sich in deinem Studiengang?

Man beschäftigt sich mit dem Thema Recht in all seinen Facetten – wie läuft ein Prozess ab, wann macht sich jemand strafbar, wer bekommt Geld, wenn etwa das Produkt beschädigt ist – all das sind Fragen, die im Rahmen des Studiums anhand von Beispielfällen beantwortet werden. Außerdem geht es zunächst auch darum, wie überhaupt Gesetze ausgelegt und angewendet werden.

Wie sieht dein Alltag als Jura-Studierende aus?

Meistens habe ich an einem Tag etwa eine bis drei Veranstaltungen, je nach dem, wie der Stundenplan dabei aufgebaut ist, etwa drei bis vier Tage in der Woche. Ich gehe regelmäßig in alle Veranstaltungen und setze mich hinterher meist zum Lernen in die Bibliothek. Aber auch Pausen gehören dazu: Essen in der Mensa, mit Kommilitonen Kaffee trinken, oder sich beim Hochschulsport verausgaben.

Auch wenn an einem (Wochen-)Tag mal keine Veranstaltungen sind, bin ich oft in der Bibliothek und lerne – allerdings bleibt auch noch genug Zeit zum Jobben, Freunde treffen und das typische „Studentenleben“ – also keine Angst :-)

Wie ist das Fach aufgebaut /organisiert?

In den ersten fünf Semestern gibt es hauptsächlich drei Fächer: Straf-, Zivil-, und öffentliches Recht. In diesen Fächern gibt es dann ein bis zwei Vorlesungen und zu fast jeder Vorlesung eine Arbeitsgemeinschaft. In den Vorlesungen vermittelt der Professor die theoretischen Grundlagen des Stoffes, und in den Arbeitsgemeinschaften werden diese dann in kleinen Gruppen mit Dozenten anhand von Beispielsfällen praktisch angewendet.

Danach folgt dann das Schwerpunktstudium, bestehend aus zwei Semestern, in denen man sich einen bestimmten Schwerpunkt aussuchen kann. Ich habe den Schwerpunkt Strafrecht und Kriminalpolitik in Europa gewählt. Innerhalb des Schwerpunktes gibt es dann je nach Interesse noch weitere Wahlmöglichkeiten.

Außerdem müssen in den Semesterferien noch zwei Praktika absolviert werden. Dies bietet eine gute Möglichkeit, die späteren Berufsfelder kennenzulernen und zu sehen, wofür man eigentlich studiert.

Möglichkeiten, sich darüber hinaus zu engagieren, gibt es viele: ob in der Studierendenvertretung, dem StugA, in anderen studentischen Gruppierungen oder bei der Rechtsberatung im Gefängnis.

Was gefällt dir an deinem Studiengang/ was ist besonders?

Mir gefällt an meinem Studiengang, dass es gar nicht so trocken und theoretisch ist wie alle sagen. Eigentlich täglich lösen wir Beispielfälle, an denen der Stoff dann verdeutlicht wird, wobei es dabei auch oft auf die eigene Argumentationsfähigkeit ankommt. Auch im Alltag erkennt man immer häufiger typische „Jura-Probleme“ bzw. den Stoff aus Vorlesungen wieder. Außerdem ist es immer gut, genau seine Rechte zu kennen, sei es beim Arbeits- oder Mietrecht, oder bei einem einfachen Kauf im Internet.

Warum hast du dir für deinen Studiengang die Uni Bremen ausgesucht?

An der Uni Bremen gefällt mir, dass der Fachbereich Jura im Vergleich zu anderen Fachbereichen in Deutschland recht klein sind und so das Verhältnis zu den Professoren und Dozenten viel enger und persönlicher ist als woanders. Zudem finde ich es gut, dass die Uni als Campus-Uni an einem Ort ist und nicht überall in der Stadt verstreut Gebäude sind.

Weißt du schon, in welche Richtung du nach deinem Studienabschluss gehen möchtest?

Nein, da bin ich noch ziemlich offen. Eigentlich in jedem Bereich gibt es etwas, das mich interessiert. Außerdem hängt das bei uns auch ziemlich von der Note im Staatsexamen ab, sodass ich noch nicht genau weiß, wo es hingeht.

Gibt es etwas, das du Jura-Interessierten gerne mit auf den Weg geben möchtest?

Lasst euch nicht abschrecken! Viele glauben, im Jura-Studium müsse man nur Gesetze auswendig lernen – in Wahrheit habe ich noch keinen einzigen Paragraphen gezielt auswendig gelernt, dazu hat man ja das Gesetz dabei. Es kommt häufig vielmehr auf die eigene Argumentation an als darauf, etwas auswendig herunterzuschreiben. Natürlich gibt es immer noch genug zu lernen, der Stoff ist vielseitig, und manches mag einem trocken erscheinen – aber es lohnt sich! Wenn man dranbleibt und sich für den Stoff interessiert, dann macht Jura wirklich Spaß.

Vielen Dank, Jennifer!

Hallo Melina! Was studierst du?

Ich studiere den Bachelor Soziologie als Vollfach.

Warum hast du dich für dieses Fach entschieden?

Ich habe mich für das Fach entschieden, was mir am spannendsten erschien; auch wenn die Wahl zwischen den vielen interessanten Fächern nicht leicht fiel. Von der Soziologie erhoffe ich mir, einen differenzierteren, analytischen Blick auf gesellschaftliche Prozesse zu bekommen.

Hast du dich im Vorfeld über deinen Studiengang (und andere) informiert?

Ich habe den Hochschulkompass benutzt, um auszuloten, welche Studiengänge es in der näheren Umgebung gibt, habe die Internetseiten der jeweiligen Hochschulen besucht, bin zu Informationstagen und in die Studienberatung einiger Hochschulen gegangen (mit einem ganzen DIN A4-Blatt aufgeschriebener Fragen bewaffnet).

Womit beschäftigt man sich in deinem Studiengang?

Über die Frage wird selbst innerhalb der Soziologie gestritten. Besonders elementare Fragen der Soziologie sind zum Beispiel: Weshalb ist die Gesellschaft so wie sie ist? Warum verändert sich die Gesellschaft oder warum bleibt sie stabil? Wie wirken sich gesellschaftliche Strukturen und das Handeln der Menschen aufeinander aus? Die Soziologie will die Strukturen (z.B. Alters- oder Beziehungsstruktur) und die Kultur (z.B. Werte und Normen) einer Gesellschaft erfassen und ursächlich erklären.

Wie sieht dein Alltag als Soziologie-Studierende aus?

Der ist von Tag zu Tag verschieden und hängt von der individuellen Gestaltung des Stundenplans ab. Aber typischerweise geht man in Vorlesungen und Seminare, isst mit Kommiliton*innen in der Mensa und liest Texte zur Vorbereitung auf den nächsten Tag. Verglichen mit einigen anderen Studienfächern verbringen Soziologiestudierende relativ wenig Zeit in Uni-Veranstaltungen, da das Lesen einen großen Teil des Studiums ausmacht. Zur Klausurenzeit wird’s dann meistens etwas stressiger und in den Semesterferien ist dann oft das Schreiben der Hausarbeiten dran. Aber Zeit für Urlaube und Entspannung bleibt eigentlich trotzdem immer.

Wie ist das Fach aufgebaut /organisiert?

Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester. Man hat hauptsächlich Vorlesungen und Seminare. Das Soziologie-Studium ist eher theoretisch, man lernt aber auch zu forschen (z.B. mittels Interviews oder Umfragen). Im 5. Semester ist ein Pflichtpraktikum vorgesehen. Innerhalb des Studiengangs hat man viele Wahlmöglichkeiten. Man kann z.B. auch Sprachkurse belegen, Veranstaltungen anderer Fächer besuchen oder an Seminaren teilnehmen, in denen Soft Skills vermittelt werden, und sich diese im „General Studies“-Bereich für das Studium anrechnen lassen. Einen StugA (Studiengangsausschuss), der u.a. die O-Woche organisiert, haben wir auch. Ich studiere Soziologie als Vollfach, seit dem Wintersemester 2019/20 kann man Soziologie auch als Profil- oder Komplementärfach studieren und so mit anderen Fächern kombinieren.

Was gefällt dir an deinem Studiengang/ was ist besonders?

Ich finde es toll, dass wir viele Möglichkeiten haben, das Studium selbst zu gestalten. Außerdem ist man mit dem Soziologie-Studium noch nicht auf ein konkretes Berufsfeld festgelegt, sondern es gibt viele spannende Möglichkeiten. Dazu ist das Fach einfach sehr interessant.

Warum hast du dir für deinen Studiengang die Uni Bremen ausgesucht?

Das liegt eigentlich hauptsächlich an der guten Verkehrsanbindung an meine Heimat. Aber ich fühle mich hier an der Uni auch gut aufgehoben. Die Dozierenden sind sehr nett, die Soziologie ist hier recht breit aufgestellt und die Stadt ist – für mich als „Dorfkind“ – recht groß und bunt.

Weißt du schon, in welche Richtung du nach deinem Studienabschluss gehen möchtest?

Ich habe schon einige Ideen, bin aber offen für viele Berufsfelder. Mit einem Soziologie-Studium kann man beispielsweise im Personalwesen, Journalismus, in der Marktforschung, Unternehmensberatung, Erwachsenenbildung oder der öffentlichen Verwaltung arbeiten, oder auch eine wissenschaftliche Karriere anstreben.

Gibt es etwas, das du Soziologie-Interessierten gerne mit auf den Weg geben möchtest?

Ich wünsche Euch noch ganz viel Spaß im (Soziologie-)Studium!

Vielen Dank, Melina!

Hallo Annika! Was studierst du?

Hallo! Ich studiere Psychologie als Bachelor-Vollfach.

Warum hast du dich für dieses Fach entschieden?

Schon in meiner Schulzeit dachte ich darüber nach Psychologie zu studieren, habe aber auch mit Medizin geliebäugelt. Kurz vor meinem Abitur fiel mir auf, dass die Vorstellungen, die ich von den beiden Studienfächern hatte ganz falsch waren. Ich war völlig planlos. In meinem Jahr Pause nach dem Abi habe ich mich lange über das Fach informiert. Dann war ich mir wieder sicher, dass Psychologie das Richtige für mich ist, aber aus ganz anderen Gründen, als ich in der Schule gedacht habe.

Letztlich gefiel mir an Psychologie hier in Bremen besonders, dass das Bachelorstudium wie ein offenes Tor ist, durch welches man ganz viele neue Wege gezeigt bekommt, vor allem bezüglich Master-Studiengängen, Berufschancen oder Umschulungsmöglichkeiten. Von diesen Wegen kann man einen einschlagen oder eben wieder umdrehen. Verlieren kann ich also gar nicht!

Hast du dich im Vorfeld über deinen Studiengang informiert?

In der Schule war ich Teil vom Studienkompass, ein durch Stiftungen organisiertes Projekt, das Kindern aus Nichtakademiker-Haushalten bei der Studienwahl unterstützt. Dort haben wir uns einige Studiengänge angeschaut und Berufsfelder kennengelernt. Zu Beginn meines Pausenjahrs habe ich an einem Workshop der Zentralen Studienberatung der Uni Bremen teilgenommen. Hier haben wir unsere Stärken und Interessen herausgearbeitet, um uns in unseren Studienplänen sicherer zu werden.

Online habe ich mich über die Seiten der Uni Bremen und der Uni Hamburg über Studieninhalte und Modulpläne informiert und Selbsttests zur Studiengangempfehlungen ausgefüllt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich außerdem eine Nachbarin, die Psychologie in Oldenburg studiert hat und mir ein wenig über den Studiengang erzählen konnte. Eine weitere Freundin hat dann auch angefangen Psychologie hier in Bremen zu studieren und hat mich zu einer Vorlesung mitgenommen, die hat mir sehr gut gefallen! Damit hatten sich für mich 90% meiner Unsicherheit geklärt.

Womit beschäftigt man sich in deinem Studiengang?

Auch wenn manche Menschen glauben, dass sie nach einem Psychologiestudiengang jeden sofort durchschauen könnten, ist dem zum Glück nicht so und man lernt vorwiegend praxisrelevante Dinge.

Ich finde viele Klischees über Psychologie furchtbar. Nein, man lernt nicht Gedankenlesen. Nein, ich kann nicht all deine Probleme für dich lösen. Nein, ich will nicht Therapeut werden. Mit Psychologie kann man auch ganz andere Dinge machen!

Wie sieht dein Alltag als Psychologie-Studierende aus?

Im ersten Semester war ich fast jeden Tag an der Uni, inzwischen bin nur noch ein- bis dreimal die Woche dort, den Rest kann ich zu Hause lernen. Das ist aber eine persönliche Entscheidung.

Der Stundenplan ist recht flexibel und es gibt wenige Veranstaltungen, die eine Anwesenheitspflicht fordern. Die sich häufenden Gruppenarbeiten können manchmal schwierig zu koordinieren sein, aber das liegt eher daran, dass sehr viele Studis neben der Uni arbeiten und man sich die Arbeitszeiten in den meisten Fällen, im Gegensatz zum Uni-Stundenplan leider nicht aussuchen kann.

Ich würde sagen gut die Hälfte aller Studierenden ist bei fast jeder Veranstaltung und lernt regelmäßig. Die andere Hälfte ist seltener da und lernt erst kurz vor den Klausuren. Beides ist legitim und absolut machbar. Ich halte das für eine großartige Chance für Eigenständigkeit.

Wie ist das Fach aufgebaut /organisiert?

Der Studiengang Psychologie ist zulassungsbeschränkt und hat eine Regelstudienzeit von 6 Semestern. In jedem Semester belegt man unterschiedliche Module, insgesamt 12 bis zum Bachelor. Fast jedes Modul besteht aus einer Vorlesung, ergänzenden Seminaren und Tutorien (Die Tutorien sind alle sehr hilfreich!). Klausuren finden in der Regel in den ersten paar Wochen der Semesterferien statt und sind häufig an weitere Prüfungsleistungen, wie Referate geknüpft.

Am Anfang des Studiums geht es darum das Verhalten und den Aufbau eines gesunden Menschen kennenzulernen. Man lernt auch recht viele Methoden wie die Regeln des wissenschaftlichen Schreibens, welche Statistiken in der Psychologie verwendet werden und wie man diese anwendet. Dazu kommen einige Referate.

Später geht es dann um Krankheitsbilder, Diagnostik, Sozialverhalten und dessen Dynamik und um Forschung! In zwei Modulen bekommt man die Chance ganz eigene Forschungsprojekte auf die Beine zu stellen, dort kann man z. B. der Frage nachgehen, ob der Einfluss von Musik deine Konzentration fördert etc. Dazu gehört aber eben auch Forschungsberichte und Aufsätze zu schreiben.

Im letzten Teil des Studiums geht es um die persönliche Ausrichtung und Weiterbildung. Man kann aus Wahlpflichtmodulen wählen und es gibt ein Praxissemester, in dem man einige Wochen lang den Berufsalltag eines Psychologen (aus dem Bereich, der einen interessiert) erlebt. Darauf folgt natürlich die Bachelorarbeit, die auch nach eigenen Interessen ausgerichtet werden kann.

Von einigen Ex-Psychologiestudierenden habe ich gehört, dass ihnen der Studiengang zu „trocken“ war, da es viel um Theorie und Lernen geht und es zu wenig Praxisanteile gäbe. Ich empfinde das gar nicht so, aber das ist eine persönliche Einschätzung.

Zu den Dozenten sei noch gesagt, dass momentan einige Lehrstühle neu besetzt werden. Es kommen also hoffentlich viele neue, engagierte, frische Köpfe in das Fach.

Was gefällt dir an deinem Studiengang / was ist besonders?

Besonders gut gefallen haben mir bis jetzt die Module Biologische Psychologie, da der  Dozenten sehr unterhaltsam und engagiert ist. Außerdem gefiel mir Sozialpsychologie, wegen der für mich sehr interessanten Themen, die man so, soweit ich weiß, auch nur in Bremen kennenlernt, da hier noch eine Gruppe von Sozialpsycholog*innen im Lehrstuhl vertreten ist. Dieses Modul stützt sich auch stark auf  Mitarbeit und den Austausch der Studierenden, was ich sehr gut finde.

Warum ich Bremen gewählt hab, hat mehrere Gründe. Zum einen bin ich hier geboren und wollte eher ungern meine Heimat verlassen und zum anderen haben die Modulinhalte in Bremen mir ein bisschen besser gefallen als in anderen Städten. Der Campus der Uni Bremen ist außerdem gut gelegen und auf seine eigene Art sehr schön.

Weißt du schon, in welche Richtung du nach deinem Studienabschluss gehen möchtest?

Sicher bin ich mir damit noch nicht, aber am meisten interessiere ich mich bis jetzt für Wirtschaftspsychologie, wo man sich auch mit Personalwesen und Gruppendynamiken beschäftigen kann. Mich interessiert dabei vor allem Coaching und Seminarleitung, außerdem fand Motivationskurse schon immer super. Mal sehen, wie das nach meinem Bachelor aussieht.

Gibt es etwas, das du Psychologie-Interessierten gerne mit auf den Weg geben möchtest?

Macht auf jeden Fall bei der O-Woche mit und redet gerne mit Tutor*innen, egal in welchem Fach ihr anfangt. Man findet schnell nette Menschen und es hilft total, wenn man weiß, wo man hingehen kann, wenn man Fragen hat.

Wenn du glaubst, Psychologie ist was für dich, gib dem Ganzen ruhig eine Chance! Notfalls ist ein Studienwechsel kein Untergang. Schau mit etwas Optimismus auf alles und ich bin sicher, du wirst auf jeden Fall Spaß haben! :)

Vielen Dank, Annika!