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Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen SoSe 2020

Germanistik / Deutsch, B.A.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

A2 Grundlagen der Literaturwissenschaft II Pflichtmodul 9 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Uwe Spoerl, Kontakt: uwe.spoerl@uni-bremen.de

Das Modul "A2 Grundlagen der Literaturwissenschaft II" schliesst an das Modul "Grundlagen Literaturwissenschaft I" (A1) an und vertieft dessen Inhalte anhand der Analyse, Kontexterschliessung und Interpre-tation exemplarisch und repraesentativ ausgewaehlter Texte der deutschen Literaturgeschichte. Zu belegen sind je ein Kurs der aelteren und der neueren deutschen Literaturwissenschaft. Das Modul schliesst mit einer grossen Hausarbeit im Zusammenhang mit einem der beiden Seminare ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/A2.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-2-A2-01Melusine [AL]
Bis auf Weiteres Lehre über StudIP, weitgehend asynchron, keine Präsenztermine

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 (2 SWS)

Die Geschichte der Schlangenfrau Melusine, von dem Berner Patrizier Thüring von Ringoltingen nach einer französischen Versvorlage in frühneuhochdeutscher Prosa verfasst (1456, Erstdruck 1474), gehört zu den Bestsellern der Frühen Neuzeit. Das traditionelle Erzählmuster von der an einem Tabubruch scheiternden Verbindung eines Menschen mit einem Wesen der Anderwelt wird fast schon psychologisiert; die Geschichte vom Scheitern ersehnter Erlösung wird zur Geschichte zerstörten Vertrauens und scheiternder Liebe. Zugleich ist Melusine aber auch Opfer eines Fluchs ihrer Mutter, fromme Christin, erfolgreiche Städtegründerin und Stamm-Mutter europäischer Dynastien.
Das Seminar analysiert den Umgang mit traditionellen Erzählschemata, Aspekte der Figurenkonstitution, Themen wie den ontologischen Status von Feenwesen, adlige Herkunft und Genealogie, Liebe und Ehe, Genderaspekte.
Wir lesen und interpretieren ausgewählte Textabschnitte intensiv. Dabei geht es um Techniken der Analyse vormoderner Erzähltexte und um exemplarische literaturgeschichtliche Einordnungen.
Daneben führt das Seminar ein in grundlegende Techniken beim Erstellen literaturwissenschaftlicher Hausarbeiten: Literaturrecherche, Entwicklung von Fragestellungen, Materialsammlung und Gliederung, wissenschaftliches Formulieren und Zitieren.

Programm, Literaturhinweise, Informationen zu Anforderungen an die Studienleistung: zu Beginn der Veranstaltung

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des Moduls A2, AL oder NL – in A4 dann umgekehrt): große Hausarbeit.

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-79-2-A2-02Fortunatus [AL]
Bis auf Weiteres Lehre über StudIP, weitgehend asynchron, keine Präsenztermine

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:15 - 13:45 (2 SWS)

Der anonyme Prosaroman ‚Fortunatus‘ (Erstdruck 1509) gilt als erster deutscher Originalroman und Schlüsseltext der Frühen Neuzeit. Um Märchenmotive wie den unerschöpflichen Geldsäckel und ein Wunschhütchen, das seinen Träger an jeden Ort versetzen kann, kreist eine ganz unmärchenhafte Geschichte vom Aufstieg und Fall einer Familie, von Reisen und Welterfahrung, von der problematischen Macht des Geldes und von den Wechselfällen einer unberechenbaren und auch mit Vorsicht und Klugheit nicht restlos zu bewältigenden Fortuna.
Das Seminar analysiert Handlungsführung und Erzählschemata, Aspekte der Figurenkonstitution, Themen wie Frühkapitalismus und frühneuzeitliche Kontingenzerfahrung.
Wir lesen und interpretieren ausgewählte Textabschnitte intensiv. Dabei geht es um Techniken der Analyse vormoderner Erzähltexte und um exemplarische literaturgeschichtliche Einordnungen.
Daneben führt das Seminar ein in grundlegende Techniken beim Erstellen literaturwissenschaftlicher Hausarbeiten: Literaturrecherche, Entwicklung von Fragestellungen, Materialsammlung und Gliederung, wissenschaftliches Formulieren und Zitieren.

Programm, Literaturhinweise, Informationen zu Anforderungen an die Studienleistung: zu Beginn der Veranstaltung

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des Moduls A2, AL oder NL – in A4 dann umgekehrt): große Hausarbeit.

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-79-2-A2-03Nibelungenlied [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-2-A2-04Heinrich von Veldeke 'Eneas' [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 (2 SWS)

Die tragische Liebesgeschichte von Aeneas und Dido gehört zu den großen Stoffen der Weltliteratur und hat in Vergils 'Aeneis' ihre erste herausragende Gestaltung erlebt. Im Mittelalter wurde die Geschichte wiedererzählt, zunächst im altfranzösischen Roman d'Eneas, dann von Heinrich von Veldeke in seinem Eneasroman, der als erster höfischer Roman in deutscher Sprache gilt. Das Seminar beschäftigt sich u.a. mit den Protagonisten, v.a. Eneas, Dido und Lavinia, mit Konzeptionen von Gender, Liebe und Gewalt, mit den Quellen sowie mit Fragen der Gattung und der sprachlichen Gestaltung. Es werden im Seminar außerdem methodische Grundlagen für das Verfassen von Hausarbeiten besprochen und geübt.

Textausgabe (bitte anschaffen):
Heinrich von Veldeke: Eneasroman. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch. Nach dem Text von Ludwig Ettmüller ins Neuhochdeutsche übers. [...] von Dieter Kartschoke. Stuttgart 2014 (Reclam).
Einführung:
Joachim Hamm, Marie-Sophie Masse: Aeneasromane. In: Germania Litteraria Mediaevalis Francigena. Band IV: Historische und religiöse Erzählungen. Herausgegeben von Geert H. M. Claassens, Fritz Peter Knapp und Hartmut Kugler. Berlin/ New York 2014, S. 79–116.
Ingrid Kasten: Heinrich von Veldeke. Eneasroman. In: Interpretationen. Mittelhochdeutsche Romane und Heldenepen. Hg. von Horst Brunner. Stuttgart 2011, S. 75-96.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-2-A2-05Oswald von Wolkenstein [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 (2 SWS)

Oswald von Wolkenstein ist der wohl schillerndste und innovativste deutsche Lieddichter des ausgehenden Mittelalters. Er verarbeitet sein turbulentes Leben als Südtiroler Adliger, als weitgereister Ritter und Politiker, als Liebender, Ehemann und Querulant. Oswald greift traditionelle Formen des mittelhochdeutschen Minnesangs auf, aber auch moderne Einflüsse wie z.B. die Mehrstimmigkeit, und schafft ein überaus vielseitiges Werk auf hohem künstlerischem Niveau. Das Seminar folgt Oswalds Lebensspuren und beschäftigt sich mit ausgewählten Liedern, von denen es auch zahlreiche Vertonungen gibt. Es werden im Seminar außerdem methodische Grundlagen für das Verfassen von Hausarbeiten besprochen und geübt.

Textausgabe (bitte anschaffen):
Oswald von Wolkenstein. Lieder. Frühneuhochdeutsch / Neuhochdeutsch Ausgewählte Texte hg., übers. und komm. von Burghart Wachinger. Melodien und Tonsätze hg. und komm. von Horst Brunner. Stuttgart 2007 (Reclam).

Zur Einführung:
Johannes Spicker: Oswald von Wolkenstein. Die Lieder. Berlin 2007.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-2-A2-06Helmbrecht [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45

Wernher der Gartenaere: ‚Helmbrecht‘
Gegenstand dieses Seminars ist eine mittelhochdeutsche Verserzählung aus dem Ende des 13. Jahrhunderts: In seinem Werk ‚ Helmbrecht‘ erzählt Wernher der Gartenaere wie der eponyme Held, Sohn eines Bauern, sich weigert in die Fußstapfen seines Vaters zu treten – er möchte die Welt des Adels kennen lernen. Dank der Unterstützung seiner Mutter und seiner Schwester verlässt er den Hof und zieht mit Freunden plündernd, vergewaltigend und mordend als Raubritter durch die Gegend. Als bei einem Besuch seiner Eltern Helmbrecht trotz seines ‚adligen‘ Auftretens von seinem Vater erneut ermahnt wird, bricht er das Verhältnis zu seiner Familie. Er wird aber bald gefangen und seine Mitstreiter getötet; ihm wird eine Hand abgeschnitten und das Augenlischt genommen. Nach Hause zurückgekehrt wird er von seinem Vater endgültig verstoßen und von benachbarten Bauern erhängt.
Als kurzer epischer Text, der die Geschichte eines Antihelden erzählt, ist ‚Helmbrecht‘ in den letzten Jahrzehnten mehrfach untersucht worden. Im Seminar soll er sowohl im Rahmen einer vertieften Einleitung in die mittelhochdeutsche Literatur interpretiert werden (Vorstellung und Untersuchung des Werks im Kontext der zeitgenössischen höfischen Literatur) als auch die Möglichkeit geben, Methoden der Interpretation mediävistischer Texte zu erproben (Kulturpoetik, Intertextualität u.a.).
Empfohlene Textausgabe: Wernher der Gartenaere: Meier Helmbrecht. Mhd./Nhd. Hg., übers. und komm. von Karl-Heinz Göttert, Stuttgart 2015 (Reclam Universal Bibliothek).

Dr. Maryvonne Hagby (LB)
10-79-2-A2-07Parzival [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 (2 SWS)
Dr. Esther Vollmer-Eicken (LB)
10-79-2-A2-08Wigalois [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 (2 SWS)

Der ‚nachklassische‘ Artusroman ‚Wigalois‘ des Wirnt von Grafenberg erzählt die Geschichte eines krisenlosen Idealhelden in einer zunehmend unberechenbar werdenden Abenteuerwelt: Wigalois, in einem Feenreich geboren und aufgewachsen, begibt sich auf die Suche nach seinem Vater Gawein; er kämpft gegen fiktive und historische Ritter, gegen Heiden und Ungeheuer, wird konfrontiert mit einem Wiedergänger in Tiergestalt und ruhelos turnierenden Ritterseelen; er befreit ein von einem Teufelsbündler unterdrücktes Zauberreich, heiratet dessen schöne Erbin, tritt die Herrschaft an und führt Krieg gegen einen königlichen Mörder und Frauenentführer.
Das Seminar analysiert Handlungsführung und Erzählschemata, Aspekte der Figurenkonstitution des Protagonisten und seiner Antagonisten, Erzählerrolle und Erzählstrategien. Eigenarten des Erzählens im ‚Wigalois‘ werden besonders deutlich im Vergleich mit dem ‚Iwein‘ Hartmanns von Aue und der kürzenden, simplifizierenden Prosabearbeitung ‚Wigoleis‘.
Wir lesen und interpretieren ausgewählte Textabschnitte intensiv. Dabei geht es um Techniken der Erzähltextanalyse, speziell für historisch ‚fremde‘ Texte, und um exemplarische literaturgeschichtliche Einordnungen.
Daneben führt das Seminar ein in grundlegende Techniken beim Erstellen literaturwissenschaftlicher Hausarbeiten: Literaturrecherche, Entwicklung von Fragestellungen, Materialsammlung und Gliederung, wissenschaftliches Formulieren und Zitieren.

Programm und Literaturhinweise werden bis Semesteranfang über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung (obligatorisch für alle): wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des Moduls A2, AL oder NL – in A4 dann umgekehrt): große Hausarbeit.

Prof. Dr. Elisabeth Lienert ((Mentor))
Mona Badke (LB)
10-79-2-A2-09Reineke Fuchs [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-2-A2-10Sonette in der deutschen Literatur von 1600 bis heute [NL]
Sonnets in German Literature (1600 until today)
[online und asynchron über StudIP]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 (2 SWS)

Das Sonett ist die wohl bekannteste und erfolgreichste Gedichtform der Weltliteratur. Seit ihrer Erfindung im Italien des fortgeschrittenen Mittelalters ist die markante Gedichtform mit den 14 durch Reime gruppierten Versen in allen europäischen Literaturen eingeführt, genutzt und variiert worden. Das gilt auch und gerade für die deutschsprachige Literatur seit dem 17. Jahrhundert.

Die Gegenstände des Seminars sind ausgewählte Sonette aus dem 17., 18., 19. und 20. Jahrhundert bis hin zur Gegenwart. Diese werden wir gemeinsam lesen, analysieren, interpretieren, vergleichen und dabei die Variationsmöglichkeiten dieser Gedichtform ebenso kennenlernen wie ihre Wiedererkennung garantierende Stabilität.

In Übereinstimmung mit der Modulbeschreibung verfolgt das Seminar drei unterscheidbare Ziele: Die Sonette werden als Texte und als lyrische Gedichte unter Nutzung (nicht nur) der im Einführungskurs vermittelten Text- und Gedichtanalyse-Kompetenzen analysiert. Sie werden aber auch historisch eingeordnet, kontextualisiert und auf diese Weise interpretiert. Dabei spielt insbesondere das Verhältnis von (spezifischer) Form (des Sonetts) und Inhalt (des jeweiligen Gedichts) eine besondere Rolle. Durch die historische Reihe der im Seminar gelesenen Gedichte und ihrer Kontexte wird zudem ein Einblick in die neuere deutsche Literaturgeschichte gegeben.

Ein detailliertes Seminarprogramm werde ich im Laufe der Semesterferien in Stud.IP bekannt geben.

Die im Seminar zur Behandlung vorgesehenen Sonette stelle ich als PDF-Datei zur Verfügung. Sie sind großteils auch abgedruckt in der von Hartmut Kircher herausgegebenen Sammlung "Deutsche Sonette" (Reclam 1979), die antiquarisch noch erhältlich und in der SuUB vorhanden ist.

Als Prüfungsform ist im Modul A2 die große Hausarbeit vorgesehen. In Übereinstimmung mit der Modulbeschreibung A2 ist es deshalb ein weiteres Ziel des Seminars, Arbeitstechniken zu vermitteln, wie sie für die Erstellung einer Hausarbeit (wohl der ersten im Laufe des Studiums) typisch oder notwendig sind.

Dr. Uwe Spörl
10-79-2-A2-11Der Mythos von Orpheus in der Literatur 1800 /1900 /2000 [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:15 - 13:45 (2 SWS)

Ziel des Seminars ist es, die in den Einführungskursen erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in einem Themenfeld der Literaturwissenschaft und in mehreren historischen Konstellationen an-zuwenden. Dieses Themenfeld soll die Auseinandersetzung der Literatur mit dem Orpheusmythos bilden. Zwei Aspekte stehen dabei im Vordergrund, einerseits die Intertextualität, denn die Verarbei-tungen des Mythos in der deutschen Literatur beziehen sich auf antike Vorläufer – zumeist Vergil und Ovid – andererseits die neuen Kontextualisierungen, in die der Mythos und seine Aktualisierun-gen treten. Die Frage des Seminars lautet also: wie wird der Orpheusmythos in verschiedenen his-torischen Kontexten neu konstruiert und welche Rolle spielen dabei die antiken Vorläufer?
Das Seminar wird sich zunächst in einer Orientierungsphase mit den theoretischen Grundlagen der Intertextualität und mit der Antikeaktualisierung auseinandersetzen. In einem zweiten Schritt sollen die Versionen des Mythos von Vergil und Ovid verglichen und diskutiert werden, auf die sich die deutsche Literatur in besonderem Maße bezieht.
In einem dritten Schritt stehen die Aktualisierungen des Mythos in der deutschen Literatur im Zentrum. Bereits Goethe und Novalis setzen sich mit dem antiken Sänger auseinander, sie betonen dabei konträre Gesichtspunkte: Novalis stellt die Reise in die Unterwelt als Auseinandersetzung mit dem Tod in den Mittelpunkt. Goethe hebt in einem theoretischen Text, „Urworte orphisch“, in dem er überlieferte Dichtungen teils neu formuliert, teils interpretiert, hingegen die Orpheus zugeschriebene unmittelbare Beziehung zur Natur und den damit verbundenen menschlichen Triebkräften und Eigenschaften hervor, wie Liebe und Hoffnung.
Die deutsche Literatur um 1900 stellt den Mythos wiederum in eine enge Beziehung zur Verarbei-tung der technisch-zivilisatorischen Moderne. In dieser Zeit unmittelbar vor und unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg finden sich bei Rilke, Trakl und Kokoschka konträre Neuinterpretationen des Mythos, die unterschiedliche Aspekte der Moderne diskutieren, darunter Entfremdung, Technisie-rung und Krieg. Deren Gedichte und Theaterstücke sollen in ihren Verbindungen zur technischen Modernisierung und zur Auseinandersetzung mit dem ersten Weltkrieg einen Schwerpunkt des Seminars bilden. Ein weiterer Schwerpunkt sollen auf Versionen des Mythos von Ingeborg Bach-mann und Wolfgang Hilbig liegen. Deren Gedichte sind in den 1960er und 1980er Jahren in Öster-reich und in der DDR entstanden. Dabei ist zu fragen, inwiefern sich die unterschiedlichen Kontexte und Perspektiven auf die Texte auswirken.

Zur Einführung: Wolfgang Storch: Mythos Orpheus. Texte von Vergil bis Ingeborg Bachmann, Leipzig 2010.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-2-A2-12Uwe Johnson [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 (2 SWS)

Uwe Johnson (1934-1984) gilt als einer der wichtigsten Autoren der deutschsprachigen Literatur nach 1945. Seit seinem ersten veröffentlichten Roman Mutmassungen über Jakob (1959), für dessen Publikation Johnson aus der DDR nach West-Berlin übersiedelte, galt er als „Dichter der beiden Deutschland“, eine Kennzeichnung, die er aber zeitlebens ablehnte. Im Zentrum der Geschichte um den mysteriösen Tod der Titelfigur Jakob und Anwerbeversuche der Stasi steht die Frage, welche Gewissheiten sich über die Realität überhaupt gewinnen lassen. Mit seiner Ende der 1950er Jahre als ‚radikal modern‘ verstandenen Erzählform macht es der Roman seinen LeserInnen nicht leicht, sie müssen sich selbst in einem Netz aus unterschiedlichen Stimmen zu orientieren versuchen.
Zugleich führt Johnson in den Mutmassungen ein Tableau von Figuren ein, das in seinen folgenden Büchern (etwa in Karsch, und andere Prosa, 1964) immer wieder auftaucht. Neben dem Roman (Zwei Ansichten, 1965) und dem späten autofiktionalen Prosastück Skizze eines Verunglückten (1981) werden im Seminar auch die Essays (Berliner Sachen, 1975) eine Rolle spielen. Am Ende des Semesters wollen wir einen Blick auf den Anfang von Johnson vierbändigem Hauptwerk Jahrestage (1970-83) werfen.
Zur Vorbereitung ist zu empfehlen: Katja Leuchtenberger: Uwe Johnson. Leben Werk Wirkung. Frankfurt/M.: Suhrkamp BasisBiographie 2010; Michael Hofmann: Uwe Johnson. Stuttgart: Reclam 2001.

Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-2-A2-13Die Novelle - Von Boccaccio bis Krausser [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 (2 SWS)

DIE NOVELLE – VON BOCCACCIO BIS KRAUSSER
„[…] denn was ist eine Novelle anders als eine sich ereignete unerhörte Begebenheit.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
Wenn wir uns eine Definition der Gattung ‚Novelle‘ merken wollen, ist Goethes Ausspruch äu-ßerst nützlich. Er bringt kurz und knapp auf den Punkt, worum es geht: Eine Novelle ist eine Erzählung kürzerer bis mittlerer Länge, bestehend aus einem Erzählstrang, in dessen Zentrum ein außergewöhnliches Ereignis steht. Im heutigen literarischen Tagesgeschäft scheint die Novelle als Erzählform keine große Rolle mehr zu spielen. Das war einmal anders. Novellensammlungen waren, auch ökonomisch, sehr erfolgreich. Es war möglich, ein großes Publikum zu erreichen, weshalb der Novelle vielfach gesellschaftskritisches Potenzial zugesprochen wurde. Wo Goethe die Novelle vor allem über ihre Struktur definiert, beschreibt Theodor Mundt sie als Erzählform, die unterhaltend zur Reflexion anregt. Gegenstand des Seminars ist zunächst das Nachdenken über Gattungsbegriffe. Daran anschließend werden wir die Entwicklung der deutschen Novellen-theorie von der Romantik bis in die Gegenwart nachzeichnen. Dabei wird festzustellen sein, dass weniger wichtig ist, welche Maßstäbe angelegt werden müssen, damit ein Text als Novelle gelten darf. Stattdessen gilt es, darüber nachzudenken, welche Schlüsse wir aus der Tatsache ziehen können, dass Erzählungen als Novellen bezeichnet werden.

Dr. Urania Julia Milevski
Hauke Harm Kuhlmann
10-79-2-A2-14Interkulturelle Lyrik der Avantgarde [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 (2 SWS)
Dr. Hans Rudolf Wahl
10-79-2-A2-15Das Werk von Christa Wolf (1929-2011) [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 (2 SWS)
Dr. Ina Düking (LB)
10-79-2-A2-16E.T.A. Hoffmanns "Fantasiestücke in Callot's Manier" [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 (2 SWS)

Mit dem Erfolg der 'Fantasiestücke in Callots Manier' trat der Jurist, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist Ernst Theodor Amadeus Hoffmann 1814/15 auch als Schriftsteller ins Bewusstsein der kulturellen Öffentlichkeit. Heute gilt der 'Gespenster'-Hoffmann als der vielleicht bedeutendste Vertreter der literarischen Spätromantik. Tatsächlich kreisen schon die 'Fantasiestücke' um eine Reihe von Themen und Formen, die typisch romantisch sind: Kunst, Musik, Märchen, Einbildungskraft, Naturwissenschaft, Philistertum. Und auch die sogenannten 'Nachtseiten' sind schon präsent: Schauer, Wahnsinn, Melancholie.

Dieses Seminar möchte die 'Fantasiestücke' zum Anlass nehmen, um anhand eines konkreten Beispiels in die Grundlagen des literaturgeschichtlichen Arbeitens einzuführen. Dazu gehört auch die Vermittlung der entsprechenden Arbeitstechniken.

Die Modulprüfung kann in Formn einer schriftlichen Hausarbeit abgelegt werden.

Die Anschaffung der folgenden Ausgabe der 'Fantasiestücke' als Textgrundlage wird nahegelegt: E.T.A. Hoffmann: Fantasiestücke in Callots Manier (Deutscher Klassiker Verlag TB14).

Christian Schienke, M.A. (LB)
10-79-2-A2-17Die Romanwelt(en) des Thomas Glavinic [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 (2 SWS)

Seminarkommentar – Die Romanwelt(en) des Thomas Glavinic:

Fast alle Texte von Thomas Glavinic gehen von einem Gedankenex-periment oder Paradoxon aus, das sie dann im Erzählen entfalten. So in ‚Die Arbeit der Nacht‘ (2006), wo sich der Protagonist Jonas als ers-ter oder letzter Mensch völlig allein in einer von allen Mitmenschen verlassenen Welt wiederfindet. Oder in ‚Der Kameramörder‘ (2001), wo vorgetäuschter Schein und zunächst verborgene Wahrheit mitei-nander kurzgeschlossen werden, wenn sich der Erzähler am Ende als Mörder entpuppt, als er von den im Fernsehen übertragenen Bildern der Ermittlung – sozusagen „in Realzeit“ – eingeholt und schließlich von der Polizei dingfest gemacht wird.
Neben dem ironischen Spiel mit den Genrekonventionen der Dystopie (‚Die Arbeit der Nacht‘), dem Kriminalroman (‚Der Kameramörder‘), der Adoleszenzliteratur (‚Wie man leben soll‘, 2004) oder dem Volksmär-chen (‚Das Leben der Wünsche‘, 2009) inszenieren Glavinic’ Romane schwierige Identitätsproblematiken bis hin zur autofiktionalen Projekti-on des realen Autors als Ich-Erzähler in ‚Das bin doch ich‘ (2007).
Aus diesem Grund wollen wir uns im Seminar mit der Frage beschäfti-gen, was die Thematisierung von Identität bei Glavinic für den Autor als auch für den Leser bedeuten kann. Dieser Ansatz kann zu der Fragestellung erweitert werden, wie die beschriebenen Szenarios vor dem Hintergrund gegenwärtiger gesellschaftlicher Zustände und indi-vidueller Erfahrungen mit ihnen lesbar sind.
Neben dem Kennenlernen ausgewählter Erzähltexte des österreichi-schen Autors soll es bei den Studierenden vor allem um die Vertiefung der Fähigkeit zur wissenschaftlichen Interpretation erzählender Litera-tur und der Ermittlung relevanter Kontexte gehen. In einem weiteren Schritt wird ihnen die Möglichkeit geboten, eigene literaturwissen-schafliche Fragestellungen zu entwickeln und in Form einer Studienle-istung oder Hausarbeit praktisch umzusetzen.
Da Glavinic in verschiedenen Medienformaten „auftritt“ – neben Blogs sowie eigener Autorenseite im WorldWideWeb, postet er Fotos auf Facebook und gibt Interviews, die auf YouTube zu sehen sind – und zudem seine Romane ‚Der Kameramörder‘ und ‚Wie man leben soll‘ auch verfilmt wurden, wird es auch Gelegenheit zur Beschäftigung mit den intermedialen Beziehungen zwischen Literatur, Film und Internet geben.

Ein Seminarplan inkl. Literaturliste wird kurz vor Beginn des Seminars auf StudIP zur Verfügung gestellt.

Dr. André Steiner (LB)
10-79-2-A2-18Politische Romantik [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 (2 SWS)

Politische Romantik

Der Begriff der Politischen Romantik wurde von dem Staatsrechtler Carl Schmitt geprägt, der 1919 in seinem gleichnamigen Buch äußerst kritisch mit der Romantik und ihren Vertretern ins Gericht ging: Weil die Romantik das Subjekt absolut setze, weil sie vor der Realität in das stimmungsmäßige Erlebnis und die Phantasie flüchte, sei sie im Kern eine unpolitische Bewegung.
Das Seminar möchte Schmitts vernichtendes Verdikt zum Anlass nehmen, nach dem genuin Politischen der Romantik zu fragen – und dabei auch AutorInnen, Genres, Strömungen und Konzepte in den Blick nehmen, die bei Schmitt unbeachtet bleiben (Adam Müller, Novalis, Friedrich Schlegel, Clemens Brentano, Bettine von Arnim, E.T.A. Hoffmann, u.a.). Wir werden nachzuvollziehen, welchen Verschiebungen der politische Einsatz der Dichtung in der Zeit zwischen der Französischen Revolution, den Koalitions- und Befreiungskriegen und der europäischen Neuordnung auf dem Wiener Kongress von 1815 unterlag. Dabei gilt es auch, verschiedene Phasen, Orte und Netzwerke innerhalb der romantischen Bewegung selbst zu differenzieren. In diesem Sinne versteht sich der Kurs auch als eine Einführung in die Literatur der Romantik überhaupt.
Die Verhandlung des Politischen überschneidet sich um 1800 mit Diskursen des Rechts (Nationalstaatlichkeit, Verfassungs- und Völkerrecht), der Religion und Philosophie; sie ist verbunden mit einer Geschichte politischer Affekte und hat nicht zuletzt auch medien- und gattungstheoretische Implikationen: Die im Seminar behandelten Text- und Literaturformate umfassen Abhandlung, Brief, Fragment, Zeitungsartikel, Kurzerzählung, Gedicht und Drama und zeugen damit auch von einer Neuordnung des literarischen Feldes um 1800, das durch die Beschleunigung des Nachrichtenverkehrs und die Entstehung einer modernen Publizistik geprägt ist.

Das Seminar wird mit einer größeren Hausarbeit abgeschlossen. Mindestens eine Sitzung wird sich daher auch methodischen Fragen des wissenschaftlichen Arbeitens und der Themenfindung widmen.

Dr. Mareike Schildmann

A4 Literaturgeschichte Pflichtmodul 9 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Jana Jürgs in Verbindung mit Prof. Dr. Thomas Althaus, Kontakt: juergs@uni-bremen.de.

Das Modul "A4 Literaturgeschichte" findet regelmaessig im Sommersemester statt; es schliesst an die literaturwissenschaftlichen Grundlagenmodule A1 und A2 an. Das Modul besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und schliesst mit einer grossen Hausarbeit im Zusammenhang mit einem der beiden Seminare ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/A4.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-77-6-C2.1a-2Solidarisches Handeln oder Strategien des Überlebens? Eine kleine Literaturgeschichte der Pest in Europa

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 (2 SWS)
Prof. Dr. Gisela Febel
10-79-4-A4-01Eilhart von Oberg und der Prosa-'Tristrant' [AL]
Bis auf Weiteres Lehre über StudIP, weitgehend asynchron, keine Präsenztermine

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 (2 SWS)

Die Geschichte von Tristan, Isolde und dem Minnetrank, der die beiden in eine ehebrecherische Beziehung zwingt und letztlich in den Tod treibt, ist der Liebesmythos des Mittelalters schlechthin. Im Mittelpunkt des Seminars stehen die älteste deutsche Bearbeitung des in ganz Europa verbreiteten Stoffes durch Eilhart von Oberg (um 1175/80 oder um 1190?) und der darauf beruhende anonyme Prosaroman ‚Tristrant und Isalde‘ (Erstdruck 1484). Anders als Gottfrieds von Straßburg höfische Version erzählt Eilhart die ganze Geschichte von Tristrants Kindheit bis zum Tod der Liebenden mit konventionell moralisierender Grundtendenz; die durch den Minnetrank induzierte Liebe erscheint als unverschuldetes Unglück der vollkommenen Protagonisten und Störung der adligen Gesellschaft; nur vereinzelt deutet sich ein Eigenwert der Passion an. Die kürzende Prosaauflösung tendiert noch stärker, aber nicht widerspruchsfrei, zu Moralisierung und Konventionalisierung.
Analysiert werden im Vergleich zwischen Vers- und Prosaroman vor allem die narrativen Verfahren des Umgangs mit einer skandalösen Handlung und problematischen Figuren.

Programm, Literaturhinweise, Informationen zu Anforderungen an die Studienleistung: zu Beginn der Veranstaltung

Modulprüfung (nur in einer der beiden Veranstaltungen des Moduls A4, AL oder NL, komplementär zur Wahl in A2): große Hausarbeit

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-79-4-A4-02Literatur Norddeutschlands im Mittelalter [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-4-A4-03Nachklassische Artusromane [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-4-A4-04Brautwerbungsdichtung [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 (2 SWS)

Die Suche nach Mr. Right oder der Traumfrau fürs Leben gestaltet sich nicht nur in Zeiten vermehrter Single-Haushalte, serieller Monogamie und hoher Scheidungsraten kompliziert und riskant. Im Mittelalter, als Liebe und Ehe sich eher ausschließen als voraussetzen, entwickelt die volkssprachige Literatur ein Erzählschema, wie der Beste zur Schönsten kommt. Formen dieses Brautwerbungsschemas (und abweichende Erzählformen) werden untersucht anhand des ‚König Rother’, des ‚Nibelungenliedes’ und des ‚Tristan’ Gottfrieds von Straßburg sowie Wolframs von Eschenbach ‚Parzival’.

Textausgabe:
Das Nibelungenlied. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch. Hg., übers. und komm. von Siegfried Grosse und Ursula Schulze. Stuttgart 2018 (Reclam) - bitte anschaffen!
Die anderen Texte werden in Auszügen unter StudIP zur Verfügung gestellt.

Zur Einführung:
Müller, Stephan: Das Ende der Werbung. Erzählkerne, Erzählschemata und deren kulturelle Logik in Brautwerbungsgeschichten zwischen Herrschaft und Heiligkeit. In: Helden und Heilige. Kulturelle und literarische Integrationsfiguren des europäischen Mittelalters. Hg. von Andreas Hammer und Stephanie Seidl. Heidelberg 2010, S. 181-196.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-4-A4-05Europäische Artusdichtung [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 (2 SWS)
Dr. Esther Vollmer-Eicken (LB)
10-79-4-A4-06Mittelalterliche Minne- und Aventiureromane [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 (2 SWS)

Mittelalterliche Minne- und Aventiureromane
Mittelalterliche Minne- und Aventiureromane erzählen von Liebespaaren, die sich einander verlieben, jedoch bald getrennt werden und erst nach zahlreichen Prüfungen wieder zueinander finden. Die Romane, die diese Gattung bilden, weisen eine ähnliche Erzählstruktur und thematisieren alle – nicht zuletzt auf der Basis zahlreicher intertextueller Verweise – "die Verbindung von Brautwerbung und Minne mit Fragen von Machtlegitimation und Herrschaftstranslation vor dem Hintergrund christlicher Heilsgeschichte" (Achnitz 2002, S. 417 f.).
Das Seminar nimmt sich vor, den dieser Gattung zugehörenden Werken näher zu kommen bzw. deren Platz zwischen Heldendichtung und Artusromanen des Hochmittelalters zu hinterfragen, indem der Schwerpunkt auf ein ausgesuchtes Beispiel gelegt wird: den Roman ‚Mai und Beaflor‘ eines anonymen Autors des 13. Jhs. – also die Geschichte der jungen Beaflor, die von ihrem Vater inzestuös verfolgt wird, aus Rom fliehen muss und am Ende der Flucht den Prinzen Mai kennenlernt, der sich in sie verliebt und sie heiratet. Dessen Mutter, die ihre Schwiegertochter hasst, veranlasst, dass Beaflor in Anwesenheit ihres Sohnes erneut vertrieben wird. Die junge Frau kehrt mit ihrem inzwischen geborenen Sohn auf wunderbarer Weise nach Rom zurück, lebt dort zurückgezogen, bis ihr Mann in die Stadt kommt und der Ziehvater Beaflors erreicht, dass die Familie zusammengeführt wird.
In den einzelnen Sitzungen werden wir den mittelhochdeutschen Text im Plenum lesen, ihn auf der Basis der wichtigsten Forschungsthesen im Hinblick auf Sinnkonstruktion, Funktionalisierung und Wirkung der Liebes- und Aventiure-Romane gemeinsam interpretieren sowie von den Studierenden dazu zusammengestellten Papers und Präsentationen diskutieren.
Die empfohlene Ausgabe wird in der ersten Sitzung vorgestellt.

Dr. Maryvonne Hagby (LB)
10-79-4-A4-08'Hauptstadtromane' von Koeppen bis Menasse und ihre historischen Kontexte [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:15 - 15:45 (2 SWS)

Robert Menasses satirischer Roman über die europäische Hauptstadt Brüssel hat eine große Auf-merksamkeit erfahren. Aus literaturwissenschaftlicher Perspektive stellt sich u.a. die Frage, nach dem Hauptstadtroman und seinen Besonderheiten. In der deutschen Literaturgeschichte und im Film der DDR finden sich eine Reihe von Werken, die den Hauptstadtbezug zu einer generellen Auseinandersetzung mit Staat, Politik und Gesellschaft nutzen. Aus dieser literarischen Reihe lassen sich sowohl die unterschiedlichen Text-Kontext-Relationen ableiten als auch wesentliche histo-rischen Stationen der deutschen und europäischen Geschichte im Hinblick auf ihre literarische Ver-arbeitung diskutieren.
Wolfgang Koeppen porträtiert in „Das Treibhaus“ (1953) das sich gerade als Hauptstadt etablieren-de Bonn kritisch und konfrontiert die Möglichkeiten des neu gegründeten Staates mit seiner Ver-gangenheit und mit den politischen Realitäten. Heinrich Böll hat sich in mehreren Romanen mit den Besonderheiten der ‚Bonner Republik‘ auseinandergesetzt. In den „Ansichten eines Clowns“ (1963) reflektiert er die Anpassungsstrukturen und die verschenkten Chancen der Republik der 1950er Jahre, in „Frauen vor Flußlandschaft“ (1985) rechnet er retrospektiv mit dem Geist der Adenauerzeit ab und hinterfragt dessen Folgen – besonders den unbewältigten Nationalsozialismus – bis in die Gegenwart.
Berlin war bereits, bevor die Stadt Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschland wurde, die Hauptstadt der DDR. Der DDR-Film hat sich nach der Biermannausbürgerung 1976 bis in die späten 1980er Jahre durchaus kritisch mit der Situation einen großen Teils der Bevölkerung im Staat auseinandergesetzt und dazu Berlin als Schauplatz gewählt. Dabei spielen die Entwicklung und das Selbstbild des Staates in Relation zu individuellen Sackgassen und Krisen eine zentrale Rolle, aber auch die Gendermodelle werden intensiv diskutiert. Im Seminar sollen Frank Beyers „Geschlossene Gesellschaft“ (1978) und Peter Kahanes „Die Architekten“ (1989/1990) analysiert werden. Beide Filme nutzen Berlin als Szenerie für ihre Bestandsaufnahmen in zwei für Staat und Gesellschaft recht angespannten Phasen.
Den Abschluß bilden Florian Illies popliterarisches Porträt des wiedervereinigten Berlin in „Ge-neration Golf zwei“ (2003) sowie Menasses satirischer Roman über Brüssel „Die Hauptstadt“ und ihre Selbstdarstellung im historischen Kontext.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-4-A4-09Utopie und Dystopie von 1945 bis zur Gegenwart [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 (2 SWS)

Dystopien haben in den letzten Jahren als pessimistische Varianten der Utopie bzw. als Anti-Utopie Hochkonjunktur. In vielen Beispielen gehen aber auch utopische und dystopische Elemente ineinander über. Dabei stellt sich auch die Frage nach dem Stellenwert utopischer und dystopischer Elemente in Texten, die nicht zur Gattung im engeren Sinne zu zählen sind.
Nach einem Blick auf einen der Klassiker der Gattung (George Orwells 1984) werden wir Texte aus den ersten Jahren nach 1945 (Ernst Jünger, Heliopolis (1949), Arno Schmidt: Schwarze Spiegel (1951) / Die Gelehrtenrepublik (1957)) mit aktuellen Beispielen aus den letzten Jahren konfrontieren (Christian Kracht: Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten (2008), Juli Zeh: Corpus Delicti (2009), Urs Widmer: Herr Adamson (2009), Valerie Fritsch: Winters Garten (2015), Joachim Zelter: Schule der Arbeitslosen (2015), Marc-Uwe Kling, Qualityland (2017), Sibylle Berg, GRM. Brainfuck (2019).
Lektüreempfehlung: die genannten Romane!

Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-4-A4-10Autorinnen des langen 19. Jahrhunderts [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 (2 SWS)

Der aufmerksame Blick in den deutschsprachigen Lektürekanon, ob für Universität oder Schule, enthüllt insbesondere für die Klassiker des 19. Jahrhunderts sofort, dass nur wenige der Texte von Autorinnen verfasst worden sind. Die Gründe dafür sind vielfältig und sollen Gegenstand unserer Diskussion werden. So ist die zeitgenössische Teilhabe von Frauen an der Literaturpro-duktion zum einen nicht nur durch Geschlecht, sondern darüber hinaus durch Klasse und Kapital bestimmt. Zum anderen sind deutliche Unterschiede darin auszumachen, wie mit den Werken der Autorinnen bis heute umgegangen wird. Während die Texte von Marie von Ebner-Eschenbach und Annette von Droste-Hülshoff als kanonisiert gelten, sind Gabriele Reuter und Clara Viebig nur wenigen bekannt – und die Erzählungen von Nataly von Eschstruth als Trivial-literatur sogar völlig in Vergessenheit geraten – obwohl sie alle zu ihrer Zeit erfolgreiche Litera-tinnen waren.
Im Seminar wollen wir deswegen die Teilhabe ausgewählter Autorinnen des 19. Jahrhunderts im literarischen Feld betrachten. In diesem Zusammenhang soll es auch um deren literaturhistori-sche Bedeutung gehen und um ganz grundsätzliche Überlegungen zu Kanon und literarischer Wertung.

Dr. Urania Julia Milevski
10-79-4-A4-11Dekonstruktionen. Deutsche Literatur nach 1945 {NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 (2 SWS)
Dr. Hans Rudolf Wahl
10-79-4-A4-12Friedrich Schiller [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45
Hauke Harm Kuhlmann
10-79-4-A4-13Sport in der Literatur [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45
Laura Elisabeth Beck
10-79-4-A4-14Deutsche Barockdramen [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45

'Theatrum mundi' - die Welt als Theater - ist eine der Leitvorstellungen des Barock. Sie spielt natürlich auch in der Dramenkultur der Epoche eine Rolle. Gerade die Tragödie kann unter diesem Gesichtspunkt als eine Leitgattung eines 17. Jahrhunderts betrachtet werden, das kulturgeschichtlich eben auch ein Zeitalter dramatischer Formen ist. Einige davon (z.B. katholische Ordensdramen, Trauer- und Lustsspiele des protestantisches Schultheaters, Theaterformen der Wanderbühnen) sind Gegenstand dieses Seminars.

Folgende Texte werden behandelt: Jakob Bidermann: Cenodoxus (Reclam UB 8958) - Martin Opitz: Trojanerinnen (als pdf) - Andreas Gryphius: Catharina von Georgien (Reclam UB 9751) - Andreas Gryphius: Absurda Comica Oder Herr Peter Squentz (Kritische Ausgabe, Reclam UB 7982) - Christian Reuter: L'Honnête Femme oder die Ehrliche Frau zu Plißine (als pdf).

Die Modulprüfung kann in Form einer schriftlichen Hausarbeit abgelegt werden.

Christian Schienke, M.A. (LB)
10-79-4-A4-15Lyrik des Expressionismus [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 (2 SWS)

Seminarkommentar – Lyrik des Expressionismus

Aktive Transzendierung der Wirklichkeit in Richtung Utopie, Aufwer-tung elementarer Gefühle, Pathos, typisierende Tendenz der Figuren-darstellung, Ablehnung von Psychologisierung und Kausalitätsdenken (Anz 2010) – all dies sind Stichworte zur Charakterisierung expressio-nistischer Kunst und Literatur im Allgemeinen, natürlich aus der nach-träglichen Perspektive literaturhistorischer Beschreibung. Stimmen wie die von Kurt Hiller („Man höre endlich auf, von ‚Lyrik‘ zu reden“, 1911) oder Eduard Jacob („Den Blick auf die deutsche Lyrik seit 1910 rich-ten, heißt seinen Blick auf das Chaos richten“, 1924) mögen einen Eindruck davon vermitteln, wie umstürzlerisch revolutionär und daher gattungspoetischen Klassifizierungsversuchen sich entziehend, die avantgardistische Vorhut von Lyrik, der, laut Forschung, zumindest für den frühen Expressionismus dominierenden Gattung (Anz 2010), auf die Zeitgenossen gewirkt hat.
Angelehnt an diesen Befund der offenbar formzerstörenden Tenden-zen expressionistischer Lyrik, soll es im Seminar neben der interpreta-torischen Beschäftigung mit Texten wichtiger expressionistischer Dichter – Georg Heym, Jakob van Hoddis, Gottfried Benn oder August Stramm seien genannt – zum Kennenlernen um die gesellschaftlichen und historischen Hintergründe (etwa der Menschheitskatastrophe des 1. Weltkriegs) gehen, vor denen die Texte erst angemessen versteh-bar werden. Wie der vitalistische, von einengenden formalen Zwän-gen der Tradition befreiende Impuls dieser Dichtung sich im Kontext von Technikkritik, politisch-ökonomischer und philosophischer Theorie ausnimmt, wird ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt sein. Schließlich sollen auch Seitenblicke auf andere Kunstformen wie Film (Das Kabi-nett des Doktor Caligari, Der Golem), Theater (Walter Hasenclever, Arnolt Bronnen) und Malerei (Der Blaue Reiter) gewagt werden.

Ein Seminarplan inkl. Literaturliste wird vor Beginn des Seminars auf StudIP bereit gestellt.

Dr. André Steiner (LB)
10-79-4-A4-16Mauerbau und geteiltes Deutrschland im Werk von Brigitte Reimann, Christa Wolf und Uwe Johnson [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 (2 SWS)
Dr. Ina Düking (LB)
10-M79-A1-1Erzählen im Widerspruch: Erzählbrüche in Prosaromanen des 15. und 16. Jahrhunderts [AL]
Bis auf Weiteres Lehre über StudIP, weitgehend asynchron, keine Präsenztermine

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 (2 SWS)

Erzählen ist immer auch ein Versuch, Sinn zu stiften, Ordnung zu schaffen. Erzählen im Widerspruch stört die Ordnung der Texte und generiert bei den Rezipienten Irritation ebenso wie Deutungsanstöße. Mit Bezug auf „Widerspruch“ als Leitbegriff der geisteswissen¬schaftlichen Verbundinitiative „Worlds of Contradiction“ der Universität Bremen untersucht die Vorlesung Erzählbrüche in Prosaromanen des 15. und 16. Jahrhunderts. Grundsätzlich tendiert der Prosaroman, verglichen mit seinen Vorläufern in Versen und medial mitbedingt durch eine zunehmende Tendenz zur Privatlektüre, zu kohärentem, linearem Erzählen. Nach wie vor aber begegnen widersprüchlich scheinende alteritäre Erzähllogiken und Textstrategien, Brüche in der narrativen Ordnung der Texte und/oder mit den Gattungserwartungen, Diskurs-Interferenzen und Kollisionen zwischen unterschiedlichen Wissensbeständen, Widersprüche zwischen Erzählung und Moralisierung, die es zu analysieren gilt. Die Vorlesung behandelt ausgewählte Prosaromane von den Erstdrucken der Prosaauflösungen mittelalterlicher Versromane in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts bis zu Sigmund Feyerabends ‚Buch der Liebe‘ (1587). Dabei geht es auch um Unterschiede zwischen vormodernem und modernem Erzählen und die Entwicklung früher deutscher Prosa.

Programm, Literaturhinweise, Informationen zu Anforderungen an die Studienleistung: zu Beginn der Veranstaltung

Modulprüfung
MA (neu) A1, D1, D2, D3, D4: 'große' Teilprüfung 9CP: (große) Hausarbeit, 'kleine' Teilprüfung 6 CP: kleine Hausarbeit
BA A4 (nur in einer der beiden Veranstaltungen des Moduls, in AL oder NL, komplementär zur Wahl in A2): große Hausarbeit
MEd A17 (nur in einer der beiden Veranstaltungen des Moduls): kleine Hausarbeit

Prof. Dr. Elisabeth Lienert

A13 Literaturwissenschaft: Projekt: 'Gegenwartsliteratur' Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Thomas Althaus, Kontakt: talthaus@uni-bremen.de

Das Modul "A13 Literaturwissenschaft: Projekt 'Gegenwartsliteratur' " findet regelmaessig im Sommersemester statt; es besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und schliesst mit einer kleinen Hausarbeit oder muendlichen Pruefung im Zusammenhang mit einer der beiden Veranstaltungen ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/A13.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-A13-01Lyrik und Film

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 (2 SWS)

Das Seminar widmet sich den Beziehungen zwischen Lyrik und Film unter einer intermedialen Perspektive und beleuchtet besonders drei Bereiche: 1) „Film in Lyrik“ betrachtet Texte wie Claire Golls Gedichtzyklus Lyrische Films (1922), die Film und filmische Aspekte aufnehmen und literarisch transformieren. Dabei kann Film zum Thema werden und als Intertext zusätzliche Bedeutungsebenen generieren. Ebenso sollen strukturelle Eigenheiten beleuchtet werden, filmi-sche Anleihen, die man als transmediale Erzählverfahren sichtbar machen kann. 2) „Lyrik im Film“ setzt den Fokus auf lyrische Elemente innerhalb filmischer Erzählungen. Es soll dabei diskutiert werden, welche Funktion der lyrische Text im Rahmen der Medienkombination über-nimmt und welche Wirkung sie erzielen. 3) „Lyrikfilm“ schließlich widmet sich sowohl Verfah-ren der Adaption von lyrischen Texten in das filmische Medium als auch den Ausprägungen des sogenannten Poesiefilms. Während Adaptionen als Interpretationen oder Übersetzungen des literarischen Texts in das filmische Medium gelten dürfen, sind Poesiefilme von Beginn an als Medienkombination angelegt.
Der Fokus wird hauptsächlich auf dem dritten Block liegen, der dazu auffordert, sich eigenver-antwortlich wissenschaftlich mit dem Lyrikfilm auseinanderzusetzen. Dazu arbeiten Sie in Klein-gruppen und stellen Ihre Ergebnisse in einer gemeinsamen hochschulöffentlichen Präsentation oder digitalen Veröffentlichung vor.

Dr. Urania Julia Milevski
10-79-4-A13-02Das Fremde im Eigenen. Rumänien- und russlanddeutsche Gegenwartsliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 (2 SWS)
Dr. Hans Rudolf Wahl
10-79-4-A13-03Vergessene, übersehene und überlesene Wendeliteratur [online, asynchron und synchron über StudIP und Videokonferenzen]
Neglected Literature about the German Wende
(Seminar in Kooperation mit dem Institut für kulturwissenschaftliche Deutschlandstudien ifkud: www.deutschlandstudien.uni-bremen.de)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 (2 SWS)

Im Herbst 2019 jährte sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal. Im Herbst 2020 wird das 30-jährige Jubiläum der Deutschen Einheit begangen werden. Gleichzeitig ist 30 Jahre nach "Wiedervereinigung" und "Wende" aber auch deutlich, dass die Einheit der Deutschen noch in der Zukunft liegt, zu unterschiedlich denken, fühlen und wählen die Ostdeutschen auf der einen, die Westdeutschen auf der anderen Seite (der ehemaligen "Zonengrenze").

Es wird vorgebracht, dass die spezifischen Lebens- und Umbruchserfahrungen der ehemaligen DDR-Bürger nicht genügend gehört, gewürdigt und berücksichtigt worden seien, was zu einer bis heute nicht bewältigten und sogar auf die neue Generation übertragenen Entfremdung der ostdeutschen Bundesbürger von der Politik und der westdeutschen Mehrheitsgesellschaft geführt habe.

Will man nun diese Umbruchserfahrungen aufarbeiten, bietet sich die Literatur als fiktionale Verarbeitung kultureller Erfahrungen und als Träger von Wissen an. Bereits in den frühen 1990er-Jahren rief das deutsche Feuilleton allenthalben nach dem großen, verbindlichen "Wenderoman", der nicht zu erscheinen schien. Schließlich wurden nach etlichen Jahren einige Bücher als solcher anerkannt und kanonisiert: Thomas Brussigs "Helden wie wir", Ingo Schulzes "Neue Leben" und schließlich Uwe Tellkamps "Der Turm".

Vieles tatsächlich Publizierte wurde jedoch im Trubel übersehen, u.a. kleinere Formen (denn der Roman hat ja per definitionem einen anderen Ansatz als etwa Tagebücher, Erzählungen, Kurzgeschichten oder andere Genres). Vieles wurde sehr zu Unrecht nicht wahrgenommen, einige Texte voller Witz und ohne Larmoyanz, aber mit genauem Blick, der uns und jüngeren Generationen heute die Umbrüche vor Augen führen, erfahrbar machen kann.

Solchen übersehenen Werken widmet sich dieses Seminar und fragt so zum einen, wie hier die Wende und die mit ihr einhergehenden Erfahrungen und Brüche jeweils dargestellt, reflektiert und vermittelt werden, zum anderen auch, warum dieses Werk vergessen, übersehen oder schlicht überlesen worden ist.

Ein detailliertes Seminarprogramm werden wir im Laufe der Semesterferien in Stud.IP bekannt geben.

Die im Seminar zu lesenden und zur Behandlung vorgesehenen Texte sind z.T. sicherlich nicht ohne Weiteres verfügbar. Deshalb werden sie als Dateien über Stud.IP zur Verfügung gestellt, und es wird ein entsprechender Semesterapparat in der SuUB eingerichtet.

Als Prüfungsformen sind im Modul A13 die kleine Hausarbeit und die mündliche Prüfung vorgesehen. Beide werden auch im Zusammenhang mit diesem Seminar angeboten.

Dr. Uwe Spörl
Dr. Janine Ludwig (LB (Institut für kulturwissenschaftliche Deutschlandstudien))
10-79-4-A13-04Poetiken der Neuen Literatur, einschließlich Migrationsliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 (2 SWS)

Poetiken der Neuen Literatur, einschließlich Migrationsliteratur.

Poetik, die Lehre von der Dichtkunst, ist ein Thema, das nicht nur die Literaturwissenschaft beschäftigt, sondern das, zuallererst, die ProduzentInnen von Dichtkunst selbst betrifft. Immer mehr Universitäten haben dies zum Anlass genommen, Poetikvorlesungen anzubieten, die von AutorInnen bestritten werden. Unser Seminar wird sich der Untersuchung von Vorlesungen ausgewählter AutorInnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz widmen. Im Mittelpunkt werden die Frankfurter Poetikvorlesungen stehen, die es bereits seit 1959/60 gibt. Ein zweiter Schwerpunkt soll mit den Chamisso-Vorlesungen an der TU Dresden gesetzt werden, die zwischen 2001 bis 2011 von AutorInnen aus dem Kontext von Migrationsliteratur gehalten wurden. Dazu kommen sollen Poetikvorlesungen an den Universitäten Bamberg, Hildesheim, Zürich und Insbruck. Immer wird es dabei um den Vergleich der Theorien ausgewählter AutorInnen mit den Realisierungen in ihren literarischen Werken gehen. Einmal werden wir dies ganz konkret gemeinsam mit einem Dichter selbst tun: Der Bremer Autor Ian Watson hat dafür seine Zusammenarbeit, verbunden mit einer Lesung, zugesagt.

Dr. Bärbel Kühn (LB)

A14 Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de
(fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich biskup@uni-bremen.de)

Das Wahlpflichtmodul Literatur des Mittelalters und der Fruehen Neuzeit vertieft das literaturgeschichtliche Studium im Bereich der vormodernen Literatur (8. – 16. Jahrhundert) und ihrer Rezeption. Es wird regelmaessig im Winter- und im Sommersemester angeboten.
Das Modul besteht aus zwei verpflichtenden Veranstaltungen im Umfang von insgesamt 4 SWS.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/A14.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-A14-1Wieder-, Nach-, Neuerzählen - Mittelalterliche Stoffe in der Gegenwartsliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-4-A14-2'Gregorius' und 'Der Erwählte'

Seminar

Einzeltermine:
Mi 13.05.20 14:00 - 16:00
Mi 20.05.20 08:30 - 12:00
Sa 30.05.20 10:00 - 15:00
Sa 06.06.20 10:00 - 15:00
Sa 13.06.20 10:00 - 15:00
Mi 17.06.20 08:30 - 12:00
Amina Sahinovic (LB)
10-M79-A2-1Faustbuch und Fauststoff
Bis auf Weiteres Lehre über StudIP, weitgehend asynchron, keine Präsenztermine

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 (2 SWS)
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 (2 SWS)

Das Seminar verfolgt Anfänge und Rezeption eines europäischen Mythos: die Geschichte vom Grenzüberschreiter und Teufelsbündler Doktor Faust. Im Zentrum stehen das frühneuhochdeutsche Faustbuch (‚Historia von D. Johann Fausten‘, 1587) und dessen Bearbeitungen durch Christopher Marlowe (um 1588/1592) und Thomas Mann (‚Doktor Faustus‘, 1947).

Programm, Literaturhinweise, Informationen zu Anforderungen an die Studienleistung: zu Beginn der Veranstaltung

Prüfung MA A2, D2, D4: 'große' Teilprüfung 9 CP: (große) Hausarbeit; 'kleine' Teilprüfung 6 CP: kleine Hausarbeit

Prüfung BA A14 (in einem der beiden Seminare des Moduls): kleine Hausarbeit

Prof. Dr. Elisabeth Lienert

B2 Grammatische Theorie und Analyse Pflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Claudia Happe, Kontakt: clhappe@uni-bremen.de

Das Modul „B2 Grammatische Theorie und Analyse“ macht die Studierenden mit wesentlichen Aspekten der deutschen Grammatik und ihrer Beschreibung vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Sommer); es umfasst zwei entsprechende Einfuehrungskurse (1) in die Phonologie/Morphologie und (2) in die Syntax.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/B2.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-2-B2-01Einführung in die Phonologie/ Morphologie (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 (2 SWS)
Dr. Andreas Jäger
10-79-2-B2-02Einführung in die Phonologie/ Morphologie (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 (2 SWS)
Dr. Claudia Happe
10-79-2-B2-03Einführung in die Phonologie/ Morphologie (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-2-B2-05Einführung in die Syntax (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 (2 SWS)
Dr. Andreas Jäger
10-79-2-B2-06Einführung in die Syntax (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 (2 SWS)
Dr. Claudia Happe
10-79-2-B2-07Einführung in die Syntax (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-2-B2-09Tutorien für die TeilnehmerInnen der Einführungskurse Phonologie/Morphologie und Syntax bei Frau Happe

Tutorium

Termine:
wöchentlich Do 08:15 - 09:45 (2 SWS) Tutorium zum Einführungskurs
Dr. Claudia Happe
10-79-2-B2-10Tutorien für die TeilnehmerInnen der Einführungskurse Syntax

Tutorium

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 (2 SWS)
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
Dr. Andreas Jäger
10-79-2-B2-11Tutorien für die TeilnehmerInnen der Einführungskurse Phonologie/Morphologie

Tutorium

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45
Dr. Andreas Rothenhöfer
Dr. Andreas Jäger

B11 Historische Sprachwissenschaft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Ute Siewerts, Kontakt: siewerts@uni-bremen.de

Das Modul "B11 Historische Sprachwissenschaft" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Klausur (90 Minuten) oder muendlichen Pruefung zu einer der beiden Einzelveranstaltungen ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/B11.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-B11-1Sprachgeschichte des 11. bis 14. Jahrhunderts

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 (2 SWS)
Dr. Ute Siewerts
10-79-4-B11-2Frühneuhochdeutsch

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:15 - 15:45 (2 SWS)
Dr. Ute Siewerts
10-M79-D1-1Übersetzen aus dem Mittelhochdeutschen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 (2 SWS)
Dr. Ute Siewerts

C Niederdeutsche Sprache, Literatur und Kultur Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Ingo H. Warnke, Kontakt: iwarnke@ins-bremen.de
Das Modul wird mit einem Kurs je Semester, d. h. zwei Angeboten je Studienjahr angeboten.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/C.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-C-1Niederdeutsch in den Medien

Seminar

Einzeltermine:
Fr 12.06.20 12:00 - 17:00
Sa 13.06.20 10:00 - 15:00
Fr 26.06.20 12:00 - 17:00
Sa 27.06.20 10:00 - 15:00

Niederdeutsch in den Medien

Niederdeutsch gilt weithin als Sprache des Nahraums und der personengebundenen mündlichen Kommunikation und der Mündlichkeit. Derartige Zuschreibungen verhindern den Blick auf massenmediale Formen der Kommunikation in der Regionalsprache Niederdeutsch. Im Seminar werden mediale Felder auf ihre Niederdeutschanteile, deren Spezifika und Funktionen hin befragt.
Einführend werden zunächst grundlegende Merkmale medial bestimmter Kommunikation thematisiert. Die Studierenden erkennen dabei, ausgehend von einem einfachen Modell, die strukturellen Besonderheiten, die für Printmedien, Radio, Fernsehen und die Spielformen von Internet-Nutzungen gelten. Anschließend werden traditionelle journalistische Textsorten auf ihre Strukturelemente und sprachlichen Merkmale hin untersucht. Die Studierenden erproben dabei die handwerklichen Vorgaben durch das Verfassen eigener Texte.
Niederdeutsche Anteile in Zeitungen, Rundfunk- oder Fernsehsendungen gehören in weiten Teilen Norddeutschlands zum gängigen Repertoire, gleichzeitig stellen sie einen Spezialfall dar. Hier ist zunächst eine Bestandsaufnahme zu leisten. Im Rahmen von Einzelanalysen wird dann der Blick für niederdeutsch-affine Formen und Themen gerichtet; das Augenmerk gilt insbesondere funktionalen Zuordnungen. Im Rahmen von Expertengesprächen schärfen die Studierenden dabei die zuvor gewonnenen Analysekriterien.
Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen erbringen Seminarleistungen in Form kleiner Einzelstudien, etwa zum Niederdeutschaufkommen in ausgewählten Medien oder zu einzelnen Formaten.

Literatur:
Arendt, Birte (2010): Niederdeutschdiskurse. Spracheinstellungen im Kontext von Laien, Printmedien und Politik. Berlin : Erich Schmidt.
Brinker, Klaus (2014): Linguistische Textanalyse. Eine Einführung in Grundbegriffe und Methoden. 8. Aufl. München : dtv.
Goltz, Reinhard (2009): De Narichten up Platt. Abläufe, Erwartungen und sprachliche Herausforderungen bei den plattdeutschen Rundfunknachrichten aus Bremen und Hamburg. In: Kanz, Ulrich/Wildfeuer, Alfred/Zehetner, Ludwig (Hrg.): Mundart und Medien. Beiträge zum 3. dialektologischen Symposium im Bayerischen Wald, Walderbach, Mai 2008. Regensburg, S. 113–134.
Junge, Werner (2019): Woveel Platt löppt in‘t Radio. In: Bevensen-Jahrbuch 2018. Bad Bevensen, S. 97–106.
Kleene, Andrea (i.V.): Niederdeutsch im öffentlich-rechtlichen Hörfunk. Tübingen: Narr.
Koch, Jonas (2019): Niederdeutsch in den regionalen Printmedien – Zum Stellenwert der Regionalsprache in ostfriesischen Tageszeitungen. In: Quickborn 109, H. 1, S. 48–55.
Reershemius, Gertrud (2010): Niederdeutsch im Internet. Möglichkeiten und Grenzen computervermittelter Kommunikation für den Spracherhalt. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik 77, S. 183–206.

Reinhard Goltz

D2 Mehrsprachigkeit in Theorie und Praxis (DaZ/ DaF) Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Andrea Daase, Kontakt: adaase@uni-bremen.de.

Das Modul "D2 Mehrsprachigkeit in Theorie und Praxis (DaZ/DaF)" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer muendlichen Pruefung, mittleren Hausarbeit, mündlichen Gruppenprüfung, Präsentationsprüfung oder Portfolio ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/D2.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-2-D2-1Sprachdiagnostik und Fördermethoden in der mehrsprachigen Grundschule

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 08:15 - 09:45 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 16.04.20 08:15 - 11:15
Do 18.06.20 08:15 - 11:15
Do 25.06.20 08:15 - 11:15
Eliska Dunowski, Ph.D. (LB)
10-79-2-D2-2Lernersprachenanalyse und Materialentwicklung

Seminar

Einzeltermine:
Mi 01.04.20 - Fr 03.04.20 (Mi, Do, Fr) 10:00 - 14:30
Mo 03.08.20 - Mi 05.08.20 (Mo, Di, Mi) 10:15 - 13:45 GW2 B3850
Sarah Olthoff
10-79-2-D2-3Genrepädagogik im Deutschunterricht

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 (2 SWS)

In diesem Seminar geht es um die Frage, wie Lernende mittels Scaffolding auf ihrem Weg zu erfolgreichen Lesenden und Schreibenden unterstützt werden können, um bildungserfolgreich zu sein. Unser Ausgangspunkt ist dabei nicht die sprachliche Oberfläche von Texten, sondern mit dem Konzept des Genres wird von der Einbettung von Texten in den sozialen Kontext sowie dem sozialen Zweck von Texten ausgegangen. Wir werden uns mit der Arbeiten der Sydney School auseinandersetzen und den Grundlagen der Funktionalen Grammatik nach Halliday und ihrer Anwendung auf die Institution Schule nach Schleppegrell und die Erkenntnisse immer wieder auf den deutschen Kontext beziehen und praktisch anwenden und reflektieren. Die Bereitschaft zur Lektüre auch von englischen Texten wird vorausgesetzt, aber durch die Seminarinteraktion intensiv unterstützt. Erarbeitet werden kleine Projekte zur Umsetzung im Unterricht.

Prof. Dr. Andrea Daase
10-79-2-D2-4Registersensibler Fachunterricht in der Sek

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 (2 SWS)

Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Begriff von und dem Diskurs zu Bildungssprache wird es auf Basis einer sozialen und funktionalen Sichtweise auf Sprache und Grammatik (u.a. Hal-liday 1978; 1998; Schleppegrell 2004) sowie einem soziokulturellen Verständnis von Lernen (u.a. Vygotskij 1992) um das Herausarbeiten verschiedener schulischer Register und ihrer unterrichtli-chen Förderung gehen. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung sprachlicher Formen, sondern um die Systematik der (deutschen) Sprache: Schüler*innen brauchen Informationen (sowie ausrei-chende diesbezügliche Anwendungs- und Reflexionsmöglichkeiten) über die Funktion sprachlicher Mittel, um diese in Texten erkennen und verstehen sowie selbst gezielt einsetzen zu können. Dabei werden wir auch die Möglichkeiten eines fächerübergreifenden Unterrichts eruieren. Die Bereit-schaft zur Lektüre auch von englischen Texten wird vorausgesetzt, aber durch die Seminarinterakti-on intensiv unterstützt

Prof. Dr. Andrea Daase
10-79-2-D2-5Übergang vom Vorkurs in den Fachunterricht

Seminar

Einzeltermine:
Fr 03.07.20 14:00 - 18:15
Sa 04.07.20 10:00 - 18:15
Fr 17.07.20 14:00 - 18:15
Sa 18.07.20 10:00 - 18:15
Bettina Rick (LB)
10-79-2-D2-6Förderung bildungssprachlicher Kompetenzen in der Grundschule

Seminar

Einzeltermine:
Fr 05.06.20 09:00 - 13:00
Sa 06.06.20 09:00 - 17:00
Fr 19.06.20 09:00 - 13:00
Sa 20.06.20 09:00 - 17:00
Oxana Tonsen (LB)

FD1 Fachdidaktische Basiskompetenzen Deutsch (Sekundarstufen) Pflichtmodul 9 CP / 6 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: kepser@uni-bremen.de schallenberger@uni-bremen.de

Das Modul "FD1 Fachdidaktische Basiskompetenzen Deutsch (Sekundarstufen)" besteht aus 3 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet im Winter- und im Sommersemester statt. Studien- und Pruefungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/FD1.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-FD1-1Einführung in die Fachdidaktik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 (2 SWS)
Dr. Stefan Schallenberger
10-79-4-FD1-2Einführung in die Fachdidaktik (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 (2 SWS)
Dr. Christian Schlößer
10-79-4-FD1-3Einführung in die Mediendidaktik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 (2 SWS)
Dr. Stefan Schallenberger
10-79-4-FD1-4Einführung in die Mediendidaktik (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 (2 SWS)
Prof. Dr. Matthis Kepser
10-79-4-FD1-5Lese- und Schreibdidaktik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 (2 SWS)
Prof. Dr. Matthis Kepser
10-79-4-FD1-6Lese- und Schreibdidaktik (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 (2 SWS)
Dr. Christian Schlößer
10-79-4-FD1-7Lese- und Schreibdidaktik (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 (2 SWS)
Alina Pawlowski
10-79-4-FD1-8Lese- und Schreibdidaktik (d)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 (2 SWS)
Dr. Lisa Schüler

FD2 Praxisorientierte Elemente Deutsch Pflichtmodul 3 CP / 2 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Stefan Schallenberger in Verbindung mit Prof. Dr. Matthis Kepser, Kontakt: schallenberger@uni-bremen.de kepser@uni-bremen.de

Das Modul "FD2 Praxisorientierte Elemente Deutsch" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 1 SWS sowie dem Schulpraktikum. Es findet im Winter- und im Sommersemester statt. Studien- und Pruefungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/FD2.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-FD2-1Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [a]

Seminar

Einzeltermine:
Mi 11.03.20 - Do 12.03.20 (Mi, Do) 10:00 - 15:30 GW2 B3770

Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn

Dr. Stefan Schallenberger
10-79-5-FD2-2Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [b]

Seminar

Einzeltermine:
Di 31.03.20 - Mi 01.04.20 (Di, Mi) 10:00 - 15:30 GW2 B3770

Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn

Dr. Stefan Schallenberger
10-79-5-FD2-3Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [c]

Seminar

Einzeltermine:
Mo 30.03.20 10:00 - 16:30 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Mo 06.04.20 10:00 - 16:30 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)

Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn

Dr. Christian Schlößer
10-79-5-FD2-4Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [d]

Seminar

Einzeltermine:
Di 31.03.20 10:00 - 16:30 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Di 07.04.20 10:00 - 16:30 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)

Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn

Dr. Christian Schlößer
10-79-5-FD2-5Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [e]

Seminar

Einzeltermine:
Mi 25.03.20 - Do 26.03.20 (Mi, Do) 11:00 - 16:30 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)

Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn

Prof. Dr. Matthis Kepser
10-79-5-FD2-6Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [f]

Seminar

Einzeltermine:
Di 17.03.20 09:00 - 15:00 (Alle Termine finden am Landesinstitut für Schule, Am Weidedamm 20, 28215 Bremen statt Die Räume entnehmen Sie bitte den Bildschirmen im Eingangsbereich
Di 24.03.20 09:00 - 15:00 (Alle Termine finden am Landesinstitut für Schule, Am Weidedamm 20, 28215 Bremen statt Die Räume entnehmen Sie bitte den Bildschirmen im Eingangsbereich

Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn

Mona Bektesi (LIS)
10-79-5-FD2-7Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [g]

Seminar

Einzeltermine:
Fr 20.03.20 09:00 - 15:00 (Alle Termine finden am Landesinstitut für Schule, Am Weidedamm 20, 28215 Bremen statt Die Räume entnehmen Sie bitte den Bildschirmen im Eingangsbereich
Fr 27.03.20 09:00 - 15:00 (Alle Termine finden am Landesinstitut für Schule, Am Weidedamm 20, 28215 Bremen statt Die Räume entnehmen Sie bitte den Bildschirmen im Eingangsbereich

Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn

Mona Bektesi (LIS)

GR2 Sprachreflexionen Pflichtmodul („großes“ Fach) Wahlpflichtmodul („kleines“ Fach) 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Claudia Happe , Kontakt: clhappe@uni-bremen.de

Das Modul "GR2 Sprachreflexionen" macht die Studierenden mit wesentlichen Aspekten der deutschen Grammatik und ihrer Beschreibung vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Sommer); es umfasst zwei entsprechende Einfuehrungskurse (1) in die Phonologie/Morphologie und (2) in die Syntax.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/GR2.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-2-GR2-1Einführung in die Phonologie/ Morphologie (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 (2 SWS)
Dr. Andreas Jäger
10-79-2-GR2-2Einführung in die Phonologie/ Morphologie (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-2-GR2-4Einführung in die Syntax (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 (2 SWS)
Dr. Andreas Jäger
10-79-2-GR2-5Einführung in die Syntax (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-2-GR2-7Tutorien für die TeilnehmerInnen der Einführungskurse Syntax

Tutorium

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
Dr. Andreas Jäger
10-79-2-GR2-8Tutorien für die TeilnehmerInnen der Einführungskurse Phonologie/Morphologie

Tutorium

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
Dr. Andreas Jäger

GR4 Deutsch als Zweitsprache (mit Kontrastsprache) Pflichtmodul 9 CP / 6 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Andrea Daase, Kontakt: adaase@uni-bremen.de

Das Modul "GR4 Deutsch als Zweitsprache (mit Kontrastsprache)" besteht aus 3 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet im Sommer- (nur Kontrastsprache) und im Wintersemester (Vorlesung und vertiefendes Seminar) statt. Die Studien- und Pruefungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/GR4.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-GR4-1Kontrastsprache Russisch

Seminar

Einzeltermine:
Sa 16.05.20 10:00 - 16:00
Sa 20.06.20 10:00 - 16:00
Di 21.07.20 10:00 - 16:00
Do 23.07.20 10:00 - 16:00
Dr. Claudia Happe
10-79-5-GR4-2Kontrastsprache Türkisch (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45
Dr. Mehmet Latif Durlanik
10-79-5-GR4-3Kontrastsprache Türkisch (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45
Dr. Mehmet Latif Durlanik
10-79-5-GR4-4Kontrastsprache Türkisch (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 (2 SWS)
Dr. Mehmet Latif Durlanik

GR5 Vertiefung Literatur (professionsbezogen) Pflichtmodul (im „großen“ Fach) / Wahlpflichtmodul (im „kleinen“ Fach) 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Anna Stemmann, Kontakt: anst@uni-bremen.de

Das Modul "GR5 Vertiefung Literatur (professionsbezogen)" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Praesentation oder kleinen Hausarbeit im Zusammenhang mit einer der beiden Lehrveranstaltungen ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/GR5.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-GR5-01Märchen intermedial

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 (2 SWS)

Märchen spielen in der Genese der Kinder- und Jugendliteratur spätestens seit dem 19. Jahrhundert eine zentrale Rolle. Bis heute werden viele Märchen immer wieder neu erzählt und in verschiedene Medien übertragen. Das Seminar untersucht verschiedene Märchentexte in ihren intermedialen Fortschreibungen und Umsetzungen, um zu diskutieren, wie auf inhaltlicher und darstellerischer Ebene mit den jeweiligen Prätexten umgegangen wird.
Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft voraus, regelmäßig Primär- und Sekundärliteratur zu lesen.

Dr. Anna Stemmann
10-79-5-GR5-02Wälder in der Kinder- und Jugendliteratur in raumtheoretischer Perspektive

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 (2 SWS)

Das Seminar behandelt die Formen und Funktionen eines literarischen Motivs, Symbols und Raums zwischen Text-, Bild- und Naturraum. Im Kontext von Natur, Kultur, Kunst und Literatur ist der Wald als Symbol, Motiv und Handlungsort fest verankert. Die Walddarstellung ist bis heute geprägt von einem mythischen Bild, das in einer langen Tradition steht und spätestens in der deutschen Romantik zum zentralen Thema wird. Der Wald ist dabei in vielen literarischen und künstlerischen Werken als Schnittstelle zu anderen Welten, als Durchgangstor oder als Ort der Selbstfindung und Bewährung markiert. Das Seminar zeichnet ausgehend von der Romantik die Entwicklungslinien der Semantik des Waldes in Kinder- und Jugendliteratur und Medien nach, zeigt die vielfältigen (sowie teilweise ambivalenten) Formen und Funktionen auf und diskutiert diese.

Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft voraus, regelmäßig Primär- und Sekundärliteratur zu lesen.

Dr. Anna Stemmann
10-79-5-GR5-03Literarische Kindheitsbilder um 1800

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 (2 SWS)

Das Seminar widmet sich einem historischen Zeitraum, der für die Geschichte der Kinder- und Jugendliteratur zentrale Bedeutung trägt: nicht nur gewinnt in dieser Zeit überhaupt erst das Konzept von Kindheit als kulturelle Konstruktion eine feste Kontur, vielmehr entwickeln sich um 1800 auch zwei bisweilen gegenläufige Tendenzen in der literarischen Konzeption von Kindheitsbildern (die im Übrigen bis heute wirkmächtig sind). Das Seminar beleuchtet die um 1800 virulenten literarischen Konzeptionen und Imaginationen von Kindheit und Jugend, in steter Verschränkung mit einer theoretischen Reflexion aktueller methodischer Entwicklungen, um auch neue Zugänge für die Analyse zu erschließen.
Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, ein wöchentliches Lesepensum zu erfüllen, dies in einem Seminarportfolio zu dokumentieren und sich aktiv in die Diskussion einzubringen. Gelesen werden u.a. Texte von E.T.A. Hoffmann und Ludwig Tieck,

Dr. Anna Stemmann
10-79-5-GR5-041, 2, 3 Tier - Tiererzählungen in der Kinder- und Jugendliteratur

Seminar

Einzeltermine:
Mo 06.04.20 - Mi 08.04.20 (Mo, Di, Mi) 10:00 - 18:00 GW2 B2880

Tiere treten als Figuren häufig in der Kinder- und Jugendliteratur auf, können sprechen und sich wie Menschen verhalten. Tiere sind damit meistens als Zeichenträger zu verstehen, die als Chiffre gedeutet werden können. Das Seminar diskutiert ausgehend von der Forschungsliteratur der kulturwissenschaftlichen Human Animal Studies verschiedene Spielarten sowie die Funktionen der Tierdarstellung in der Kinder- und Jugendliteratur. Dies geschieht in einem diachronen Blick, d.h. ausgehend von historischen Beispielen – wie der Fabel und dem Märchen – über den Roman ‚Bambi‘ von Felix Salten bis hin zu aktuellen Animationsfilmen (‚Das große Krabbeln‘) und Bilderbüchern.

Das Seminar findet als Blockveranstaltung statt. Bereiten Sie sich dafür bitte entsprechend vor: Lesen Sie den Roman ‚Bambi‘ von Felix Salten (diesen gibt es online im Projekt Gutenberg oder kann in einer ungekürzten beliebigen Ausgabe gekauft werden) und lesen Sie außerdem den Sekundärtext „Tiere in der Literatur“ von Roland Borgards (Scan wird in StudIP bereitgestellt). Bringen Sie beide Texte mit zu der Veranstaltung, um damit arbeiten zu können.

Dr. Anna Stemmann
10-79-5-GR5-05Von Felseninseln, Mitternachtspartys und Find-Outers - Die Werke Enid Blytons

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 (2 SWS)
Dr. Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-06In 14 Sitzungen um die Welt - Reiseliteratur für Kinder und Jugendliche

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 (2 SWS)
Dr. Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-07Narren, Lügnerinnen und Fabulierer - Unzuverlässiges Erzählen in den Kinder- und Jugendmedien

Seminar

Einzeltermine:
Do 16.04.20 10:00 - 12:00 GW2 A4020
Mo 20.07.20 - Mi 22.07.20 (Mo, Di, Mi) 10:00 - 18:00 GW2 B2880
Dr. Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-08Populär? Polarisierend? – Das Kinder- und Jugendhörspiel

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 (2 SWS)
Dr. Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-09Von der "Gefahr der einen einzigen Geschichte" – Diversität in den Kinder- und Jugendmedien

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45
Dr. Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-10High Fantasy in der Kinder- und Jugendliteratur

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45
Dr. Stefanie Jakobi

BAA_ Modul Bachelorarbeit 15/12 CP

B.A. Abschlussarbeit
Modulbeauftragter: Vorsitzender der Studienkommission Germanistik/Deutsch, Prof. Dr. Axel Dunker, Kontakt: skgerm@uni-bremen.de

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/BAA_P.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-6-01Begleitseminar für Abschlussarbeiten (Linguistk, B.A., M.A.)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Do 16:15 - 17:45 (1 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-6-02Begleitseminar für Abschlussarbeiten (Linguistk, B.A., M.A.)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Do 16:15 - 17:45 (1 SWS)
Dr. Andreas Jäger
10-79-6-03Begleitseminar für Abschlussarbeiten (Mediävistik, B.A., M.A.)
Die Veranstaltung entfällt!

Seminar

Wenn Sie bei mir eine Bachelor- oder Masterarbeit schreiben, besuchen Sie das Begleitseminar. Es begleitet die Konzeption und Abfassung mediävistischer Bachelor- und Master-Arbeiten im jeweils letzten Semester Ihres BA- bzw. MA-Studiums. Sie werden unterstützt bei der Entwicklung Ihrer Themen- und Fragestellungen, der Erstellung von Gliederungen und Exposés und in der Schreibphase Ihrer Arbeit. Problemstellungen und Argumentationsgang der Arbeiten sollen in Kurzvorträgen vorgestellt und diskutiert werden.
Thematisch liegt der Schwerpunkt auf der Literatur (ggf. auch Sprache und Kultur) des Mittelalters und der frühen Neuzeit (einschließlich neuzeitlicher Mittelalterrezeption und populärem Mittelalter).

Studienleistung: Kurzvortrag.

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-79-6-04Begleitseminar für Abschlussarbeiten (Mediävistik, B.A., M.A.)
Termine nach Vereinbarung

Seminar

Sie besuchen dieses Begleitseminar, wenn Sie bei mir Ihre Bachelor- oder Masterarbeit schreiben (Betreuerin und Erstgutachterin). Das Begleitseminar findet vierzehntägig statt, der Termin wird in Absprache mit den Teilnehmer_innen festgelegt. Behandelt werden z.B. Themenfindung, Textauswahl, Literaturrecherche, methodisches Vorgehen, Entwicklung einer konkreten Fragestellung und alle Fragen und Probleme, die Sie evtl. haben. Sie sollen im Laufe des Semesters ein kurzes Exposé Ihrer Arbeit vorstellen und vielleicht auch schon ein Kapitel der Arbeit vortragen (oder mir zu lesen geben).

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-6-05Begleitseminar für Abschlussarbeiten (Mediävistik, B.A., M.A.)
Termine nach Vereinbarung

Seminar
Dr. Jana Jürgs
10-79-6-06Begleitseminar zur Bachelorarbeit, DaZ
Termine nach Vereinbarung

Seminar
Dr. Claudia Happe
10-79-6-07Begleitseminar zur Bachelorarbeit, KJL
Termine nach Vereinbarung

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Do 10:15 - 11:45 (1 SWS)

Einzeltermine:
Do 04.06.20 10:15 - 11:45
Do 02.07.20 10:15 - 11:45

Das Begleitseminar zur Bachelorarbeit im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur bietet zum einen den Raum, um Ihre Projektideen vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. Zum anderen widmen wir uns gemeinsam der Lektüre von Theorietexten, um eine Basis für die Arbeit zu schaffen.

Dr. Anna Stemmann
10-79-6-08Begleitseminar zur Bachelorarbeit, KJL
Termine nach Vereinbarung

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Do 12:15 - 13:45 (1 SWS)
Dr. Stefanie Jakobi
10-79-6-09Begleitseminar zur Bachelorarbeit, NdL
Termine nach Vereinbarung

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Mi 14:15 - 15:45 (1 SWS)

Das Kolloquium findet im vierzehntägigen Rhythmus statt und verfolgt das Ziel der Prozeßgenerierung und Prozeßbegleitung für entstehende BA-Arbeiten im Bereich der neueren deutschen Literaturwissenschaft. Vorgesehen ist eine Dreiteilung der Themenfelder, auf die die Studierenden großen Einfluß nehmen sollen. Zunächst ist eine allgemeine Orientierung über rechtliche und formale Aspekte vorgesehen. In einer zweiten Phase sollen arbeitsstandbegleitend Probleme der Fragestellung, der Gliederung, der Darstellung und anderer Strategien diskutiert werden.
In einer dritten Phase sollen einzelne Arbeitsfelder (wie z.B. Literaturverfilmung, Literatur und Geschichte, Textanalyse, Methoden etc.) bearbeitet werden, die entweder grundlegend sind oder für einzelne Projektgruppen relevant sind. In die zweite und die dritte Phase soll auch die Besprechung der Exposés einbezogen werden.
Das Kolloquium steht allen Studierenden offen, die Ihre Abschlußarbeiten schreiben möchten. Wenn Sie mich als Erstgutachter Ihrer Arbeit vorgesehen haben, melden Sie sich bitte vor Beginn des Kolloquiums in einer meiner (Ferien-)Sprechstunden an, da ich nur eine begrenzte Zahl von Arbeiten betreuen kann.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-6-10Begleitseminar zur Erstellung der Bachelorarbeit
Workshop Attending the Bachelor Thesis Production
[online und weitgehend asynchron über StudIP]

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Do 12:15 - 13:45 (1 SWS)

An diesem Begleitseminar kann und sollte teilnehmen, wer unter meiner Betreuung eine Bachelorarbeit anfertigt. Die Betreuungsabsprache, vor der zumindest eine erste Projektidee stehen sollte, sollte gegen Ende des Wintersemesters erfolgen oder möglichst kurz danach. Am besten kommen Sie einfach in meine Sprechstunde.

Der übliche, grobe Zeitplan für die Erstellung der Arbeit, der zudem einen problemlosen Übergang in sich anschließende Masterprogramme garantiert, ist in etwa dieser:
Vorgespräche und Betreuungsabsprache: Januar bis März
Begleitseminar mit drei Phasen (s. u.): April bis Juli
Anmeldung der Arbeit: Mai, Anfang Juni
Abgabe der Arbeit: Ende Juli bis Anfang September
Fertigstellung der Gutachten: August, September

Die Organisation und der Zeitplan für dieses Begleitseminar werden sich stark an den konkreten TeilnehmerInnen, ihren Projekt- und Zeitplänen ausrichten. Näheres klären wir in der ersten Sitzung.

Grundsätzlich werden wir uns natürlich an den in der Modulbeschreibung ausgewiesenen Phasen orientieren:
(I) Entwicklung von Themen- und Fragestellungen (wohl im April),
(II) Erstellung von Gliederungen, Strukturplänen und/oder Exposés (wohl im Mai),
(III) Begleitung der Schreibphase (wohl im Juni/Juli).

Das Modul wird mit der Bachelorarbeit abgeschlossen.

Für die (aktive) Teilnahme an der Veranstaltung (die als Studienleistung betrachtet wird) bekommen Sie 3 CPs, die im Bachelor Profilfach als General Studies-Punkte und die in der Lehramtsoption als Punkte im Bereich der Schlüsselqualifikationen gewertet werden (können).

Dr. Uwe Spörl
10-79-6-11Begleitseminar zur Bachelorarbeit, NdL
Termine nach Vereinbarung

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Do 12:15 - 13:45 (1 SWS)
Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-6-12Begleitseminar zur Bachelorarbeit, NdL
Termine nach Vereinbarung

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Do 12:15 - 13:45 (2 SWS)
Dr. Urania Julia Milevski