Die Veranstaltung behandelt den durchgängigen Weg vom digitalen CAD Modell bis zum real gefertigten Bauteil. Im Mittelpunkt stehen die Übertragung von Konstruktionsdaten in die Programmierung moderner Bearbeitungsmaschinen (CAD/CAM Kopplung) sowie die exemplarische Fertigung eines Bauteils, die im Rahmen der Übung Prozessketten durchgeführt wird. Dabei wird ein systematisches Verständnis digital vernetzter Prozessketten vermittelt und aufgezeigt, wie einzelne Schritte der Fertigungstechnik ineinandergreifen und sich gegenseitig beeinflussen. Aspekte der Ressourceneffizienz und nachhaltigen Produktion werden dabei ebenfalls berücksichtigt, sodass ein Bezug zu relevanten Nachhaltigkeitszielen (SDG) gegeben ist.
Behandelt werden unter anderem die digitale Durchdringung und Vernetzung von Prozessschritten entlang der gesamten Fertigungskette, der Prozesskettengedanke im SFB/TRR 136 „Prozesssignaturen“, Prozessketten zur Herstellung von Zerspanwerkzeugen sowie industrielle Prozessketten am Beispiel des Elektroantriebsstrangs und der Zahnradfertigung. Ergänzend werden Prozessketten in der Mikro und Großteilfertigung, für HSC und HPC Bearbeitung sowie in der Ultrapräzisionsfertigung betrachtet.
Die Studierenden erwerben ein vertieftes Verständnis dafür, wie digitale Modelle in reale Fertigungsprozesse überführt werden und welche Rolle die CAD/CAM Kopplung dabei spielt. Sie lernen verschiedene Prozessketten der Fertigungstechnik kennen, verstehen deren Aufbau und charakteristische Merkmale und können deren Bedeutung für moderne Produktionssysteme einordnen. Auf dieser Grundlage sind sie in der Lage, die betrachteten Prozessketten miteinander zu vergleichen und die einzelnen Schritte vom CAD Modell bis zum gefertigten Bauteil fachlich fundiert nachzuvollziehen.