Die Veranstaltung führt in die Systemzusammenhänge der Energiewende ein (Wetter, Klima, Klimawandel, Risiken, Zusammenhang von Wirtschaftsleistung und Energieverbrauch) und behandelt anschließend die materialwissenschaftlichen Hebel entlang der Energiewertschöpfung: erneuerbare Stromerzeugung mit Photovoltaik und Solarthermie, Windenergie mit Fokus auf Werkstoffe, Oberflächen und Schutzsysteme, weitere erneuerbare Energien (Geothermie, Wasserkraft, Biogas), die Wasserstoffwirtschaft (Elektrolyse, Speicherung/Transport, Power to X) sowie elektrochemische und thermische Energiespeicher. Für den Wärmesektor werden Dämm- und Isolationsstoffe sowie Wärmepumpen hinsichtlich Funktion, Effizienz, Alterung und Kreislaufführung analysiert. Den Abschluss bilden „Nachhaltige Werkstoffnutzung“ mit zirkulären Strategien (Lebensdauer, Reparatur, Wiederverwendung, Recycling, einfache LCA-Überlegungen) sowie eine Wiederholungs- und Prüfungsvorbereitungssitzung.
Nach Abschluss des Moduls können die Studierenden die genannten Felder der Energiewende materialwissenschaftlich einordnen, relevante Werkstoffklassen, Belastungs- und Umweltbedingungen sowie Degradations- und Versagensmechanismen insbesondere in Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie und der Wasserstoffwirtschaft (inklusive Power to X) beschreiben, geeignete Materialien für Speicher-, Dämm-, Isolations- und Wärmepumpenanwendungen auswählen und begründet bewerten, zugehörige Prozessketten und einfache Prüf- bzw. Qualitätssicherungsansätze skizzieren sowie Grundideen zirkulärer Nutzung und erste LCA-Gedanken in lebenszyklusorientierte Entscheidungen einbeziehen.