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Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen SoSe 2021

Germanistik / Deutsch, B.A.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene | mit Nachhaltigkeitszielen

A2 Grundlagen der Literaturwissenschaft II Pflichtmodul 9 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Uwe Spoerl, Kontakt: uwe.spoerl@uni-bremen.de

Das Modul "A2 Grundlagen der Literaturwissenschaft II" schliesst an das Modul "Grundlagen Literaturwissenschaft I" (A1) an und vertieft dessen Inhalte anhand der Analyse, Kontexterschliessung und Interpre-tation exemplarisch und repraesentativ ausgewaehlter Texte der deutschen Literaturgeschichte. Zu belegen sind je ein Kurs der aelteren und der neueren deutschen Literaturwissenschaft. Das Modul schliesst mit einer grossen Hausarbeit im Zusammenhang mit einem der beiden Seminare ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/A2.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-2-A2-01Hartmann von Aue: Der arme Heinrich [AL]
Barrierearme Online-Lehre, asynchron mit ergänzenden synchronen Anteilen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 (2 SWS)

Hartmanns von Aue kurze Erzählung 'Der arme Heinrich' berichtet von dem vortrefflichen Ritter Heinrich, der an Aussatz (Lepra) erkrankt und nur durch das freiwillige Opfer eines reinen Mädchens gerettet werden könnte. Was soll er tun? Der Text steht zwischen Legende und höfischer Kurzerzählung und öffnet Raum für Fragen nach der höfischen Wertewelt und Gottes Wirken darin, nach Schuld und Verantwortung, Krankheit und Wunder, Frauen- und Männerbildern. Aber auch Arbeitstechniken für das Verfassen von Hausarbeiten wie Bibliographieren, Zitieren, Auswerten von Forschungsliteratur werden wir anhand des Textes üben.
Dieses Seminar ist barrierearm konzipiert und asynchron zu studieren (ggf. mit fakultativen ergänzenden Zoomsitzungen). Es richtet sich besonders an Studierende, die ihre Arbeitszeit nicht zu einem festen Termin einrichten können, z.B. weil sie eine chronische Krankheit oder eine Behinderung haben, Kinder versorgen oder jemanden pflegen.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-2-A2-03Heinrich Wittenwiler: Der Ring [AL]
Online-Lehre, synchron mit asynchronen Anteilen

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 (2 SWS)

Heinrich Wittenwiler hat mit seinem 'Ring' eines der facettenreichsten und interessantesten Werke des Spätmittelalters verfasst, das mitunter geradezu postmodern wirkt. Behandelt werden die turbulente Liebesgeschichte und Eheschließung des Bauernpaares Bertschi Triefnas und Mätzli Rüerenzumpf, die mit vielen nützlichen Lehren und grotesken Handlungselementen rund um die Themen Liebe, Sexualität, Brautwerbung, Haushaltsführung, Ehestand und Konfliktverhalten verbunden werden. Als sich bei der Hochzeitsfeier ein Streit entwickelt, der Ausmaße eines Krieges annimmt, gibt der Erzähler einen teils ernsthaften, teils komischen und fast immer bitterbösen Blick auf die Welt und das Verhalten ihrer Bewohner frei. Im Seminar sollen grundlegende Verständnisperspektiven, Gender, Liebes- und Gewaltkonzeptionen sowie die Erzählweise des überaus kunstvollen Textes herausgearbeitet werden. Aber auch Arbeitstechniken für das Verfassen von Hausarbeiten wie Bibliographieren, Zitieren, Auswerten von Forschungsliteratur werden wir anhand des Textes üben.
Wenn es die Infektionslage und das Wetter erlauben, werden wir uns auch im Freien auf dem Campus treffen.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock

A4 Literaturgeschichte Pflichtmodul 9 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Jana Jürgs in Verbindung mit Prof. Dr. Thomas Althaus, Kontakt: juergs@uni-bremen.de.

Das Modul "A4 Literaturgeschichte" findet regelmaessig im Sommersemester statt; es schliesst an die literaturwissenschaftlichen Grundlagenmodule A1 und A2 an. Das Modul besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und schliesst mit einer grossen Hausarbeit im Zusammenhang mit einem der beiden Seminare ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/A4.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-A4-01Heldenepik [AL]
in Präsenz oder synchron online

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-4-A4-02Tristanromane [AL]
Online-Lehre, synchron mit asynchronen Anteilen

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 (2 SWS)

Gibt es eine absolute Liebe? Rechtfertigt sie alles? Beruht sie auf Magie und gibt es eine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren? Dies sind Fragen, die sich seit dem Mittelalter mit Tristan und seiner Geliebten Isolde verbinden. Verschiedene literarische Erzähltexte, Lieder und Abbildungen setzen sich mit der ehebrecherischen Tristanliebe auseinander. Ihr künstlerischer Höhepunkt ist Gottfrieds von Straßburg Tristanroman (um 1205/10), der seine Hörer_innen und Leser_innen schon seit Jahrhunderten im Bann hält. Dieses herausragende Beispiel hochmittelalterlicher Dichtung, aber auch der Tristanroman des Eilhart von Oberg und die altfranzösischen Vorlagen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Behandelt werden Themen wie Rittertum, Abenteuer und Künstlertum, Selbstverlust, Tod und vor allem Liebeskonzeptionen jenseits des gesellschaftlich Erlaubten.
Wenn es die Infektionslage und das Wetter zulassen, werden wir uns auch im Freien auf dem Campus treffen.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-4-A4-03Wolfram von Eschenbach: Werk und Wirkung [AL]
in Präsenz oder synchron online

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-4-A4-04Antikenromane [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B3009 (Großer Studierraum) (2 SWS)

Im Zentrum des Seminars stehen zwei frühhöfische mittelalterliche Antikenromane, der "Alexanderroman" des Pfaffen Lambrecht und Heinrichs von Veldeke "Eneasroman". Beide Romane basieren auf altfranzösischen Vorlagen und gehören damit zur "matiere de Rome". Beide Romane greifen antike Stoffe auf, mediaevalisieren sie jedoch, indem Diskurse mittelalterlichen Verhältnissen angepasst werden. Neben diesen beiden Schlüsseltexten der Literatur um 1200 wollen wir uns exemplarisch mit der frühneuhochdeutschen Bearbeitung der "Historia Apollonii regis Tyri" durch Heinrich Steinhöwel und Christa Wolffs Roman "Kassandra" zwei jüngeren Bearbeitungen antiker Stoffe widmen.

Themen und Diskurse der literarischen Texte sollen anhand ausgewählter Forschungsliteratur und Literaturtheorien erschlossen werden. Kurze Wiederholungen der Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens sind eingeplant.

Studienleistung (für alle Teilnehmenden verbindlich): Regelmäßige begleitende Lektüre der Primär- und Sekundärliteratur, außerdem die aktive Teilnahme an den Videokonferenzen über WebEx sowie Kurzreferat oder Exzerpt, ggf. über das DoIt-Modul.

Prüfungsleistung: Hausarbeit im Umfang laut Prüfungsordnung

Textgrundlagen (bitte zeitnah anschaffen):
1) Pfaffe Lambrecht: Alexanderroman. Mhd.-Nhd. Hg., übersetzt und kommentiert von Elisabeth Lienert. Stuttgart 2007 (RUB 18508). ISBN: 978-3-15-018508-7 (15,00 EUR)

2) Heinrich von Veldeke: Eneasroman. Mhd./Nhd. Nach dem Text von Ludwig Ettmüller ins Neuhochdeutsche übersetzt. Mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Dieter Kautschoke. Durchgesehene Ausgabe Stuttgart 1997 (RUB 8303) oder spätere Ausgabe. ISBN: 978-3-15-008303-1 (18,80 EUR)

Forschungsliteratur und Textauszüge werden über stud.ip in digitaler Form zur Verfügung gestellt.

Dr. Esther Vollmer-Eicken (LB)
10-79-4-A4-05Tradition versus Hybridität: Romane des Spätmittelalters [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 (2 SWS)
Dr. Maryvonne Hagby (LB)
10-79-4-A4-06Widersprüchliche Figuren im höfischen Roman [AL]
Online-Lehre

Seminar

Einzeltermine:
Mo 12.04.21 12:00 - 14:00
Mo 19.04.21 12:00 - 16:00
Mo 03.05.21 12:00 - 18:00
Mo 17.05.21 12:00 - 18:00
Mo 31.05.21 12:00 - 18:00
Mo 07.06.21 12:00 - 16:00
Mo 14.06.21 12:00 - 14:00
Amina Sahinovic (LB)
10-79-4-A4-07Goethes Dramen
[Die Veranstaltung findet digital statt!]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 B3009 (Großer Studierraum) Online (2 SWS)
Hauke Harm Kuhlmann
10-79-4-A4-08Mensch-Natur-Verhältnisse in Prosatexten des 19. Jahrhunderts (Kleist, Stifter, Droste-Hülshoff, Raabe, Fontane)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 SH D1020 (2 SWS)

Über die Jahrhunderte veränderte sich – geprägt durch sich wandelnde religiöse, kulturelle, technologische Kontexte – das Verhältnis des Menschen zur ihn umgebenden Natur immer wieder grundlegend; ebenso wie die Vorstellung dessen, was durch den Begriff „Natur“ eigentlich bezeichnet wird. Im 19. Jahrhundert als widerspruchsvolle Epoche des Übergangs zwischen Neuzeit und Moderne koexistieren und konkurrieren unterschiedliche Konzepte von Natur miteinander, was sich in den literarischen Texten der Zeit auf vielfältige Weise niederschlägt. In der literarischen Schilderung von Natur und Naturereignissen treten religiöse, naturwissenschaftliche und ästhetische Perspektiven und Denkmuster spannungsvoll nebeneinander – darüber hinaus provoziert die im Zuge der Industrialisierung erstmals beobachtete systematische Zerstörung von Naturräumen bereits erste ökologische Überlegungen.
Im Seminar werden Texte von Autor_innen wie Heinrich von Kleist, Adalbert Stifter, Wilhelm Raabe, Theodor Fontane und Annette von Droste-Hülshoff speziell mit Blick darauf untersucht, welche verschiedenen Konzepte von Natur, Kultur und Umwelt in ihnen entworfen werden und welcher Platz dem Menschen in diesem Spannungsfeld eingeräumt wird.
Um die Analyseperspektive zu erweitern, bearbeiten wir zudem ergänzend einige theoretische Texte. Dazu gehören u.a. solche aus dem Bereich des Ecocriticism, im Rahmen dessen literarische Texte auf ihre ökologischen Kontexte und Implikationen hin befragt werden.

Laura Elisabeth Beck
10-79-4-A4-09Affektpoetik im Drama des 18. Jh.

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW2 B3009 (Großer Studierraum) Online (2 SWS)

Seitdem Aristoteles die Erregung von Mitleid ("eleos") und Furcht („phobos“) zur wichtigsten Funktion der Tragödie bestimmt hat, wird der Gattung des Dramas in der abendländischen Tradition eine besondere Affinität zum Affekt unterstellt. Die Frage nach der Wirkungsästhetik der Tragödie, die mit Lessings Neuinterpretation der aristotelischen Poetik in den 1760er Jahren den Beginn des bürgerlichen Trauerspiels einläutet, wird im Seminar als Ausgangspunkt genommen, um eine Wissensgeschichte der Gefühle im und mit dem Drama des 18. Jahrhundert zu verfolgen. Wie werden Emotionen und Affekte im Drama repräsentiert? Welche Funktion spielen sie für die dramatische Handlung und Figuren? Wie werden Affekte inszeniert und codiert und inwiefern reflektieren sie mentalitätsgeschichtliche Umbrüche der Zeit?
Das Seminar widmet sich klassischen Dramen von Lessings „Emilia Galotti“ bis Kleists „Die Hermannschlacht“ unter der Perspektive der in ihnen jeweils zentral verhandelten Affekte wie Angst, Liebe, Zorn/Wut, Eifersucht, Scham etc. Fragen, die uns beschäftigen werden, lauten etwa: Was versteht die Bürgertochter im 18. Jahrhundert unter „Liebe“? Wogegen richtet sich die Wut des Staatsmann und Politikers? Werden Eifersucht und Scham um 1800 genderspezifisch konzipiert? Sind Gefühle politisch?

Dr. Mareike Schildmann
10-79-4-A4-11Die 1950er Jahre
digital synchron

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 (2 SWS)

B.A. A4
Die 1950er Jahre

Gesellschaftlich sind die 1950er Jahre geprägt von ‚Wirtschaftswunder‘-Mentalität, Verdrängung der Verbrechen des Nationalsozialismus und Konservativismus (‚Keine Experimente!‘). Die avancierte Literatur dieser Zeit versucht, wieder Anschluss an die abgeschnittene Tradition der Moderne zu finden und einen kritischen Diskurs zu führen, der in der Öffentlichkeit sonst kaum stattfindet. Im Seminar wollen wir vor allem nach neuen, innovatorischen Stimmen fragen und uns dabei auf die Lyrik (Paul Celan, Gottfried Benn, Ingeborg Bachmann, die Wiener Gruppe, Hans Magnus Enzensberger, Peter Rühmkorf) und den Roman (Wolfgang Koeppen, Tauben im Gras; Arno Schmidt, Das steinerne Herz; Günter Grass, Die Blechtrommel; Uwe Johnson, Mutmaßungen über Jakob) konzentrieren.
Lektüreempfehlung: die genannten Romane

Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-4-A4-12Die Geschichtsbilder Alexander Kluges in Literatur und Film
[online]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:15 - 15:45 (2 SWS)

Alexander Kluges Werk ist so vielfältig, daß Jan-Philipp Reemtsma von einer eigenen ‚Gattung Kluge‘ gesprochen hat. Kluge hat sowohl Erzählungen, Essays und theoretische Arbeiten verfaßt, aber auch Spielfilme gedreht und eine ganze Reihe Arbeiten für das Fernsehen erstellt, von denen besonders die Interviews einen großen Bekanntheitsgrad aufweisen. Keineswegs kann man seine Arbeiten als konventionell bezeichnen, sie sind vielmehr durch innovative und teils experimentelle Mittel gekennzeichnet und fordern von ihren Rezipientinnen und Rezipienten aktive Mitarbeit ein.

Im Mittelpunkt der Seminararbeit sollen Kluges Auseinandersetzung mit der Geschichte stehen. Dieses Thema bildet einen wesentlichen Orientierungspunkt für seine Auseinandersetzung mit der Gegenwart, aber auch mit seiner eigenen Biographie. Das Seminar soll sich mit der Rolle und der Bedeutung der Darstellung von historischen Zusammenhängen, historischen Ereignissen und Per-sonen im Werk Kluges unter der Fragestellung beschäftigen, welche Bilder Kluge von der Ge-schichte entwirft und wie und warum diese Bilder mit der Gegenwart in Verbindung gebracht wer-den.
Am Beginn soll eine Auseinandersetzung mit den intermedialen und mit den theoretischen Vo-raussetzungen von Kluges Arbeiten stehen. Dazu kann u.a auf seine Frankfurter Poetikvorslesung und deren filmische Aufbereitung zurückgegriffen werden. Die Darstellung der Wirklichkeit sowie die Montagetechnik bilden dabei wesentliche Orientierungspunkte.
In einem zweiten Schritt solle zwei Filme im Mittelpunkt stehen, die die Rolle der Medien für die Interpretation der Gegenwart in ihrer Relation zur Vergangenheit in den Mittelpunkt stellen und die Rolle der Massenmedien für historische Prozesse diskutieren: "Die Artisten in der Zirkuskuppel ratlos" (1968) und "Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit" (1985). Den dritten Themenkomplex soll das für Kluges Werk bis heute zentrale Thema der Gefühle und ihrer Beeinflussung bilden, unter dem Titel "Die Macht der Gefühle" (1983/84) hat Kluge Essays und einen Film veröffentlicht.
Kluges Arbeiten zum Krieg und zu Katastrophen in der Geschichte und der Gegenwart bilden den dritten Schwerpunkt des Seminars, darunter seine durchaus autobiographische Auseinander-setzung mit dem "Luftangriff auf Halberstadt" (2014), seine Videoproduktionen zu diesem Themen-komplex u.a. mit Georg Schramm und sein "Film Krieg und Frieden" (1982), der die Nachrüstungs-debatte der 1980er Jahre in historische Kontexte einordnet. Texte zu den russischen Atomkatastro-phen des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung "Die Lücke, die der Teufel läßt" (2003) bilden einen weiteren Schwerpunkt. Abschließend sollen Ausschnitte aus Kluges Gemeinschaftsarbeiten mit Gerhard Richter zum Thema der Zeit und der Zeitlichkeit "Dezember" (2010) sowie mit Reinhard Jirgl zum Ende des zweiten Weltkriegs "30. April 1945" (2013) auf ihre Auseinandersetzung mit historischen Themen untersucht werden.

Zur Einführung: Rainer Stollmann: Alexander Kluge. Zur Einführung, Hamburg 1998.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-4-A4-13Bremer Autorinnen (Projektseminar zum Jubiläumsjahr in Kooperation mit Mathilde ter Heijne)
digital

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 17:45 (2 SWS)

Der aufmerksame Blick in den deutschsprachigen Lektürekanon, ob für Universität oder Schule, enthüllt insbesondere für die Klassiker des 19. und 20. Jahrhunderts, dass nur wenige der Texte von Autorinnen verfasst worden sind. Die Gründe dafür sind vielfältig und sollen Gegenstand unserer Diskussion werden. So ist die Teilhabe von Frauen an der Literaturproduktion zum ei-nen nicht nur durch Geschlecht, sondern darüber hinaus durch Klasse und Kapital bestimmt. Zum anderen sind deutliche Unterschiede darin auszumachen, wie mit den Werken der Autorin-nen bis heute umgegangen wird. Während die Texte von Marie von Ebner-Eschenbach und An-nette von Droste-Hülshoff als kanonisiert gelten, sind Gabriele Reuter und Clara Viebig nur wenigen bekannt – und die Erzählungen von Nataly von Eschstruth als Trivialliteratur sogar völlig in Vergessenheit geraten – obwohl sie alle zu ihrer Zeit erfolgreiche Literatinnen waren. Auch in Bremen gab es viele interessante Literatinnen, von denen man kaum noch weiß und die es wieder oder auch neu zu entdecken gilt.
Das Seminar hat zwei Ziele: Zuerst wollen wir uns mit den grundsätzlichen Herausforderungen weiblicher Autorschaft und mit Texten von Autorinnen des 19. und 20. Jahrhunderts beschäfti-gen. Daran anknüpfend werden wir im Rahmen des Projekts „Populäres in/aus Bremen“ gemein-sam zu Bremer Autorinnen forschen, die es (wieder) zu entdecken gilt. Geplant ist ein Kunstpro-jekt mit Mathilde ter Heijne, für das wir Material zu diesen Autorinnen und anderen interessan-ten Bremer Frauen zusammentragen und erarbeiten werden.

Das Seminar findet von 14. April bis 19. Mai 2021 in Doppelsitzungen statt.

Dr. Urania Julia Milevski
10-M79-A1-1Frühmittelalterliche Literatur im europäischen Kontext
[online, mit synchronen und asynchronen Anteilen]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 (2 SWS)
Prof. Dr. Nadine Hufnagel

A13 Literaturwissenschaft: Projekt: 'Gegenwartsliteratur' Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Prof. Dr. Thomas Althaus, Kontakt: talthaus@uni-bremen.de

Das Modul "A13 Literaturwissenschaft: Projekt 'Gegenwartsliteratur' " findet regelmaessig im Sommersemester statt; es besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und schliesst mit einer kleinen Hausarbeit oder muendlichen Pruefung im Zusammenhang mit einer der beiden Veranstaltungen ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/A13.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-A13-01Gegenwart der Literatur

Seminar

Einzeltermine:
Fr 04.06.21 10:00 - 11:30
Fr 11.06.21 10:00 - 11:30
Fr 11.06.21 12:15 - 13:45
Fr 18.06.21 10:00 - 11:30
Fr 18.06.21 12:15 - 13:45
Fr 25.06.21 10:00 - 11:30
Fr 25.06.21 12:15 - 13:45
Fr 02.07.21 10:00 - 11:30
Fr 02.07.21 12:15 - 13:45
Fr 09.07.21 10:00 - 11:30
Fr 09.07.21 12:15 - 13:45
Fr 16.07.21 10:00 - 11:30
Fr 16.07.21 12:15 - 13:45
Dr. Jan Gerstner

B11 Historische Sprachwissenschaft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Ute Siewerts, Kontakt: siewerts@uni-bremen.de

Das Modul \\\"B11 Historische Sprachwissenschaft\\\" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Klausur (90 Minuten) oder muendlichen Pruefung zu einer der beiden Einzelveranstaltungen ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/B11.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-B11-1Althochdeutsch
online (sowohl synchron als auch asynchron) Beginn der Veranstaltung Mitte/Ende Mai

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 (2 SWS)

Wichtig!!! Das Seminar wird erst im Mai beginnen, die genaue Zeit kann noch nicht festgelegt werden. Rechnen Sie mit Mitte bis Ende Mai. Ferner wird der Kurs online stattfinden, und zwar sowohl synchron als auch asynchron. Ich werde mich über StudIP frühzeitig an Sie wenden.

Wir werden uns sowohl mit der althochdeutschen Sprache und dem Übersetzen althochdeutscher Texte befassen als auch mit den historischen Bedingungen der Entstehung einer Volkssprache Deutsch in Abhängigkeit zu und Wechselwirkung mit dem zu jener Zeit allgegenwärtigen Latein.

Dr. Ute Siewerts
10-79-4-B11-2Sprachhistorisches in der deutschen Gegenwartssprache
online (sowohl synchron als auch asynchron) Beginn der Veranstaltung Mitte/Ende Mai

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 (2 SWS)

Wichtig!!! Das Seminar wird erst im Mai beginnen, die genaue Zeit kann noch nicht festgelegt werden. Rechnen Sie mit Mitte bis Ende Mai. Ferner wird der Kurs online stattfinden, und zwar sowohl synchron als auch asynchron. Ich werde mich über StudIP frühzeitig an Sie wenden.

Wie der Titel schon andeutet, werden wir im Seminar verschiedene Erscheinungen in der deutschen Gegenwartssprache auf ihren historischen Hintergrund hin untersuchen. Es wird sich zeigen, dass sich einige scheinbar unlogische Dinge oftmals erklären lassen, wenn man sich deren historische Entstehung ansieht. Dabei werden wir Beispiele auf allen Sprachebenen betrachten (Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik). Im Wesentlichen bezieht sich das Seminar auf folgendes Lehrbuch, das ich dringend zur Anschaffung empfehle: Stefanie Stricker, Rolf Bergmann, Claudia Wich-Reif, Annette Kremer: Sprachhistorisches Arbeitsbuch zur deutschen Gegenwartssprache. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Heidelberg 2016. (Es kann auch die 1. Auflage genutzt werden, bzw. eine antiquarisch erworbene Ausgabe. Kosten für das neue Buch: 19,00 Euro).

Dr. Ute Siewerts
10-79-4-B11-3Sprachwandel, Grammatikalisierung, Lexikalisierung
Das Seminar findet online statt.

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 19:45 (2 SWS)
Jan-Henning Kromminga (LB)
10-79-4-B11-4Mittelhochdeutsch Übersetzen für Fortgeschrittete
online, mit synchronen und asynchronen Anteilen

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 (2 SWS)
Prof. Dr. Nadine Hufnagel

GR5 Vertiefung Literatur (professionsbezogen) Pflichtmodul (im „großen“ Fach) / Wahlpflichtmodul (im „kleinen“ Fach) 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Anna Stemmann, Kontakt: anst@uni-bremen.de

Das Modul "GR5 Vertiefung Literatur (professionsbezogen)" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Praesentation oder kleinen Hausarbeit im Zusammenhang mit einer der beiden Lehrveranstaltungen ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/GR5.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-GR5-01Kindheitsbilder des ausgehenden 18. Jahrhunderts in Bild und Text
[online]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 (2 SWS)

Das Seminar widmet sich einem historischen Zeitraum, der für die Geschichte der Kinder- und Jugendliteratur zentrale Bedeutung trägt: nicht nur gewinnt um 1800 überhaupt erst das Konzept von Kindheit als kulturelle Konstruktion eine feste Kontur, vielmehr entwickeln sich in dieser Zeit auch zwei bisweilen gegenläufige Tendenzen in der literarischen Konzeption von Kindheitsbildern (die im Übrigen bis heute wirkmächtig sind). Das Seminar beleuchtet die um 1800 virulenten literarischen Konzeptionen und Imaginationen von Kindheit und Jugend, in steter Verschränkung mit einer theoretischen Reflexion aktueller methodischer Entwicklungen, um auch neue Zugänge für die Analyse zu erschließen.
Das Seminar verbindet synchrone und asynchrone Elemente.

Dr. Anna Stemmann
10-79-5-GR5-02Sommer, Sonne, Schwimmen – Das Freibad als Raummotiv in der Kinderliteratur
[online]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 (2 SWS)

Die Phase der Sommerferien trägt als zeitlicher Erzählahmen eine wichtige Bedeutung in der Kinder- und Jugendliteratur, um von Entwicklungsprozessen im Heranwachsen zu erzählen. In auffallender Weise wird im Verbindung vom Sommer häufig von spezifischen Konstellationen im Freibad erzählt. Das Freibad erscheint dabei als ein Erprobungsraum, in dem die kindlichen/jugendlichen Figuren Rollen ausprobieren und sich erproben können. Das Seminar fragt nach den erzählerischen Konstruktionen der Texte und analysiert diese unter Rückgriff auf die Methodik der literaturwissenschaftlichen Raumtheorie.
Gelesen werden die Primärtexte: Stefanie Höfler: Mein Sommer mit Mucks (gelesen bis zum 4.5.), Martina Wildner: Jede Menge Sternschnuppen (gelesen bis zum 8.6.)
Das Seminar verbindet synchrone und asynchrone Elemente.

Dr. Anna Stemmann
10-79-5-GR5-05Jugendmedial Sherlocked? Intermediale Inszenierungen von Sherlock Holmes
[digital] Die digitale Lehre verbindet synchrone und asynchrone Elemente.

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 (2 SWS)

Ob auf Buchseiten, Bildschirmen oder im Hörspiel – Arthur Conan Doyles berühmter Detektiv ist bis heute medial präsent. Das Seminar setzt sich aus transmedialer Perspektive mit der Figur Sherlock Holmes auseinander und fokussiert insbesondere populäre kinder- und jugendmediale Adaptionen. Zur Vorbereitung sollte Arthur Conan Doyles "Eine Studie in Scharlachrot" gelesen werden.

Dr. Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-06Für Europa lesen. Europa als Gegenstand der Kinder- und Jugendliteratur
[digital] Die digitale Lehre verbindet synchrone und asynchrone Elemente.

Seminar

Einzeltermine:
Do 15.04.21 10:15 - 11:45
Mo 19.07.21 - Mi 21.07.21 (Mo, Di, Mi) 10:00 - 17:00

Das Seminar sucht im Rahmen der exemplarischen Auseinandersetzung verschiedenen kinder- und jugendmedialen Inszenierungen Bestimmungsmöglichkeiten 'Europas' nach. Erscheint 'Europa' in diesen als gelebte Realität? Als gemeinsames Projekt? Als kultureller Raum?

Dr. Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-07Die Bilderbücher Elizabeth Shaws
[digital] Die digitale Lehre verbindet synchrone und asynchrone Elemente.

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 (2 SWS)

Das Seminar sucht die Grundlagen der narratoästhetischen Bilderbuchanalyse zu vermitteln und zudem einen analytischen Einblick in das Werk Elizabeth Shaws zu geben. Im Blickpunkt stehen dabei insbesondere auch intertextuelle, intermediale und diskursive Fragestellungen. Als Arbeitsgrundlage dient Tobias Kurwinkels "Bilderbuchanalyse. Narrativik, Ästhetik, Didaktik".

Dr. Stefanie Jakobi