Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen SoSe 2023

Germanistik / Deutsch, B.A.

A2 Grundlagen der Literaturwissenschaft II Pflichtmodul 9 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Uwe Spoerl, Kontakt: uwe.spoerl@uni-bremen.de

Das Modul "A2 Grundlagen der Literaturwissenschaft II" schliesst an das Modul "Grundlagen Literaturwissenschaft I" (A1) an und vertieft dessen Inhalte anhand der Analyse, Kontexterschliessung und Interpre-tation exemplarisch und repraesentativ ausgewaehlter Texte der deutschen Literaturgeschichte. Zu belegen sind je ein Kurs der aelteren und der neueren deutschen Literaturwissenschaft. Das Modul schliesst mit einer grossen Hausarbeit im Zusammenhang mit einem der beiden Seminare ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/A2.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-2-A2-01'Tristrant und Isalde' [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 09.05.23 12:00 - 14:00 GW2 B1216

Die Geschichte von Tristan, Isolde und dem fatalen Minnetrank, der Ehebruch und Tod nach sich zieht, ist der Liebesmythos des Mittelalters schlechthin. Im Mittelpunkt des Seminars steht der anonyme Prosaroman ‚Tristrant und Isalde‘ (Erstdruck 1484), der auf der ältesten deutschen Bearbeitung durch Eilhart von Oberg (12. Jh.) beruht. Erzählt wird von Tristrants Kindheit über Liebestrank und Ehebruch bis zum Tod der Liebenden. Gewertet wird, trotz Sympathielenkung zugunsten der Protagonisten, konventionell moralisierend; immerhin punktuell deutet sich ein Eigenwert der Liebe an.
Außer um eingehende Textanalysen geht es auch um grundlegende Techniken beim Erstellen literaturwissenschaftlicher Hausarbeiten: Literaturrecherche, Entwicklung von Fragestellungen, Materialsammlung und Gliederung, wissenschaftliches Formulieren und Zitieren.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich bis Anfang April über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung und Modulprüfung: Informationen in der ersten Sitzung.

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-79-2-A2-02Kaiserchronik [AL]
barrierearme Teilnahme möglich nach persönlicher Absprache

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 SFG 2070 (2 SWS)

Nicht erst die fake news-Skandale der jüngeren Zeit machen es deutlich: Das Verhältnis von Wahrheit und Geschichte sowie deren Vermittlung und Darstellung ist so problematisch wie spannend. Das Seminar rückt Geschichtsdenken und Geschichtsnarrative des Mittelalters in den Mittelpunkt. Es werden typische Formen des Erzählens von Geschichte an ausgewählten Beispielen untersucht: gelehrte und exemplarische Geschichtserzählungen, aber auch heroische Überlieferungen und solche, die wir heute wohl als anekdotisch bezeichnen würden. Textgrundlage ist die ‚Kaiserchronik‘ eines unbekannten Verfassers.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-2-A2-03Pfaffe Lambrecht: Alexanderroman [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. (2 SWS)

Alexander der Große ist eine der schillerndsten Figuren der Vormoderne. Der historische Makedonenkönig wird in zahlreichen antiken und mittelalterlichen Romanen sowie in Geschichtstexten verschiedenster Art behandelt, und sein Bild ist gekennzeichnet von großer Ambivalenz: hochgebildet und ein begnadeter Kriegsherr, aber auch brutal, grenzenlos hochmütig und nicht bereit, Grenzen zu akzeptieren. Der Alexanderroman des Pfaffen Lambrecht, der in drei verschiedenen Textbearbeitungen vorliegt, gibt ein anschauliches Beispiel für das vielfältige Erzählen von Alexander, seinen Kriegen, Reisen und Begegnungen. Grundlage des Textes ist v.a. der ‚Straßburger Alexander‘.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-2-A2-04Konrad von Würzburg (Schwerpunkt: Kleinere Verserzählungen) [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 GW2 A4020 (2 SWS)

Meister Cuonrât ist an worten schœne, diu er gar verre hât gewechselt... schreibt Hugo von Trimberg über Konrad von Würzburg, einen der außerordentlichen Sprachvirtuosen und vielseitigsten Dichter der Literatur des späten Mittelalters. Konrads Oeuvre umfasst kürzere Verserzählungen, mehrere Romane, Legendenerzählungen sowie zahlreiche Leiche, Lieder und Sangsprüche.

In diesem Semester wollen wir uns schwerpunktmäßig den Verserzählungen „Der Schwanritter“, „Das Herzmære“, „Heinrich von Kempten“ und „Der Welt Lohn“ sowie Konrads Lyrik widmen. Einzelne Romane oder Legendenerzählungen werden wir nach Absprache in Auszügen lesen. Daneben werden im Seminar Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens in Vorbereitung auf Ihre erste Hausarbeit im Modul A2 vermittelt.

Studienleistung und Modulprüfung
Studienleistung: Die Studienleistung wird in Form eines Seminarprotokolls oder Impulsreferates erbracht. Eine regelmäßige begleitende Lektüre sowie die Bereitschaft zur aktiven Diskussion und regelmäßige Präsenzteilnahme werden zudem vorausgesetzt.
Modulprüfung: Die Modulprüfung wird in Form einer Hausarbeit in einem der in A2 belegten Seminare zur älteren oder neueren deutschen Literatur abgelegt.

Textgrundlage (bitte anschaffen):
Konrad von Würzburg: Das Herzmære und andere Verserzählungen. Mhd./Nhd. Nach den Textausgaben von Eduard Schröder übersetzt und herausgegeben von Lydia Miklautsch. Stuttgart 2016 (RUB 19381).

Weitere Texte/Textauszüge werden über stud.ip zur Verfügung gestellt.

Zur Einführung:
Brandt, Rüdiger: Konrad von Würzburg. Kleinere epische Werke. 2., neu bearbeitete Auflage Berlin 2009 (Klassiker-Lektüren 2).
Brunner, Horst: Artikel „Konrad von Würzburg“. 2VL 5 (1985), Sp. 272–304.

Dr. Esther Vollmer-Eicken (LB)
10-79-2-A2-05Veit Warbeck: ‚Die schöne Magelone‘ [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 GW2 B1630 (2 SWS)

Die 1527 von Veit Warbeck aus dem Französischen übersetzte Prosaerzählung ‚Die schöne Magelone‘ erzählt die Liebesgeschichte des Grafensohns Peter von Provence und Magelone, der Königstochter von Neapel. Auf der gemeinsamen Flucht vor den vermeintlichen Feinden ihrer Verbindung werden sie getrennt, finden jedoch nach einigen Widrigkeiten wieder zueinander. Warbecks ‚Magelone‘ wird den sogenannten frühneuhochdeutschen Prosaromanen zugeordnet. Diese zählten im 15. und 16. Jahrhundert zur dominierenden literarischen Gattung, und grenzen sich hinsichtlich ihrer Erzählstruktur und anderen Merkmalen von den mittelalterlichen Versepen und späteren modernen Romanen ab.
Das Seminar setzt sich mit den heterogenen, doch ineinandergreifenden Erzählschemata, Stoffen und Motiven der damals bekannten literarischen Tradition und anderweitigen Wissensformen, die in der ‚Magelone‘ zu finden sind, auseinander. Im Zentrum des Erkenntnisinteresses stehen ebenfalls die Figuren und ihre Funktion im narrativen Geschehen. Diskutiert werden sollen auch einschlägige Forschungsmeinungen zu spezifischen Thematiken. In diesem Sinne wird mit Hinsicht auf die künftigen Prüfungsleistungen auch auf Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens hingewiesen. Dazu gehören unter anderem das Erstellen eines Literaturverzeichnisses, der Umgang mit Forschungsliteratur sowie die Herangehensweise an eine Hausarbeit.
Der Basistext, das Programm und weitere Literaturhinweise werden voraussichtlich bis Anfang April auf Stud.IP bereitgestellt.

Katrin Beißner (LB)
10-79-2-A2-06Das Nibelungenlied [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 SFG 1020 (2 SWS)

Das um 1200 entstandene ‚Nibelungenlied’ ist das bedeutendste Heldenepos in deutscher Sprache und wirkungsmächtig bis in die Gegenwart. Es erzählt von gefährlicher Brautwerbung und beinahe höfischer Liebe, von Mord und völkervernichtender Rache. Im Seminar soll das ‚Nibelungenlied‘ in erster Linie als widersprüchlicher Text in den Fokus rücken: Unterschiedliche Wissensbestände und Konzeptualisierungen (wie Heroisches und Höfisches, feudale Normen und zerstörerische Gewalteskalation) kollidieren; erzählt ist dies vor allem über widersprüchliche Figurenentwürfe und antagonistische Figurenkonstellationen.

Außer um eingehende Textanalysen geht es auch um grundlegende Techniken beim Erstellen literaturwissenschaftlicher Hausarbeiten: Literaturrecherche, Entwicklung von Fragestellungen, Materialsammlung und Gliederung, wissenschaftliches Formulieren und Zitieren.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich bis Anfang April über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung und Modulprüfung: Informationen in der ersten Sitzung.

Prof. Dr. Elisabeth Lienert (Mentorat)
Katharina Palme
10-79-2-A2-07Marie von Ebner-Eschenbach [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 MZH 1460 (2 SWS)

Marie von Ebner-Eschenbach ist eine der bekanntesten Autorinnen des 19. Jahrhunderts. Obwohl das so ist, verschwindet sie oft und zu Unrecht hinter den Namen ihrer Zeitgenossen Theodor Fontane, Wilhelm Raabe und Adalbert Stifter. Im Seminar wollen wir dem entgegenwirken und uns ganz auf ihr Werk konzentrieren. Ebner-Eschenbach ist eine unterhaltsame Erzählerin, die sozialkritische Themen behandelte und außergewöhnliche, facettenreiche Figuren entwarf. Aus ihrer Feder stammen außerdem viele Aphorismen, die wir bis heute kennen (und gerne verwenden). Schließlich werden wir uns Auszüge aus ihrer Biographie „Meine Kinderjahre“ ansehen und ihre dramatische Dichtung kennenlernen, die bis heute am wenigsten Bekanntheit erlangt hat.
Folgende Texte können Sie als Reclam-Ausgabe erwerben und im besten Falle schon einmal lesen:
Krambambuli
Das Gemeindekind
Lotti, die Uhrmacherin

Die übrigen Texte werden als Digitalisate bereitgestellt:
Meine Kinderjahre (Auszüge)
Die Freiherren von Gemperlein
Ohne Liebe
Maria Stuart in Schottland
Aphorismen (Auswahl)

Die aktive Mitarbeit sowie die Vorbereitung der Texte mit Hilfe der Leseleitfragen wird vorausgesetzt.
Die Studienleistung besteht aus einem Kurzreferat, das (1) die wichtigsten Punkte zur Entstehungsgeschichte des Textes und (2) eine Forschungsperspektive vorstellt.
Die Prüfungsleistung besteht aus einer großen Hausarbeit.

Dr. Urania Julia Milevski
10-79-2-A2-08Goethe: (einige) Gedichte [NL]
Goethe: (Some) Poems

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Johann Wolfgang Goethe ist zweifellos ein bedeutender Romanautor (denken Sie an den "Werther") und ein faszinierender Dramatiker ("Faust"!), seine überragende Stellung in der deutschen Literaturgeschichte und darüber hinaus hat er aber vielleicht doch am meisten seinen lyrischen Gedichten zu verdanken. Diese sind sehr viele, und sie sind sehr unterschiedlich, sie verteilen sich auf seine verschiedenen Lebens- und Werkphasen und auch auf verschiedene lyrische Gattungen.

Einige, ca. 20 dieser Gedichte werden wir in diesem Seminar näher kennen lernen. Ich werde eine entsprechende Auswahl treffen (müssen) und diese natürlich in Verbindung mit einem detaillierten Seminarprogramm im Laufe der Semesterferien in Stud.IP bekannt geben.

Diese lyrischen Gedichte werden wir auf der Grundlage der in den Einführungskursen vermittelten Textbeschreibungs- und -analysekompetenzen in einem ersten Schritt gemeinsam analysieren, um sie dann in einem zweiten Schritt unter Berücksichtigung wesentlicher Kontexte interpretieren zu können.

Ich weiß, Lyrikanalyse und Gedichtinterpretation gelten als "schwer", und das obendrein noch bei einem "Klassiker" wie Goethe. Deshalb ist ein weiteres und vielleicht sogar das eigentliche Ziel des Seminars, den Studierenden Angst und Bedenken vor dieser Situation man sitzt alleine vor einem "schwierigen" Text, den man "interpretieren" soll zu nehmen, indem wir den Umgang mit dieser Situation gemeinsam üben ... und das an den besten Gegenständen, die man sich dafür vorstellen kann.

Als Textgrundlage nutzen wir die von Bernd Witte herausgegebene, in Reclams Universalbibliothek publizierte Studienausgabe, weil sie günstig, greifbar, umfassend und verlässlich ist, zudem Textkommentare und Erläuterungen enthält, die wir gut brauchen können.

Als Prüfungsform ist im Modul A2 die große Hausarbeit vorgesehen. In Übereinstimmung mit der Modulbeschreibung A2 ist es deshalb ein weiteres Ziel des Seminars, Arbeitstechniken zu vermitteln, wie sie für die Erstellung einer Hausarbeit (wohl der ersten im Laufe des Studiums) typisch oder notwendig sind.

Dr. Uwe Spörl
10-79-2-A2-09Sturm und Drang [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:15 - 11:45 GW1 A1260 (2 SWS)
Dr. Jan Gerstner
10-79-2-A2-10Erzähltexte der Wiener Moderne [NL]
Narrative Texts of Viennesse Modernism

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 MZH 1460 (2 SWS)

Wir befassen uns in diesem Seminar im Modul A2 mit (einigen) Erzähltexten (mittlerer Länge) der sog. "Wiener Moderne". Wien ist um 1900 nicht nur die Hauptstadt eines Reiches, das es ein paar Jahre später nicht mehr geben wird, sondern auch eines der Zentren der frühen ästhetischen Moderne, nicht nur in der Literatur (wunderbar dargestellt in dem Band „Wittgensteins Wien“ von Janik und Toulmin). Die Stadt bietet, etwa mit ihrer typischen Kaffeehauskultur, ein offenbar äußerst produktives Umfeld für philosophische, ästhetische und literarische Innovationen.

In diesem Seminar interessieren wir uns besonders für die Innovationen und Besonderheiten im Bereich der erzählenden Literatur, also am Beispiel österreichischer Literatur für spezifisch moderne Erzähltexte. In Übereinstimmung mit der Anlage des Moduls A2 werden wir diese modernen Erzähltexte erstens beschreiben und analysieren -- und dabei natürlich auf die Analysegrundlagen aus dem Einführungskurs zurückgreifen. Darüber hinaus wird es zweitens darum gehen, die (politischen, kulturellen, persönlichen und ästhetischen) Kontexte dieser Texte zu erschließen, um so die einzelnen ausgewählten Texte (besser) verstehen und interpretieren zu können und um insgesamt ein differenzierteres Verständnis von "Moderne" zu entwickeln.

Ein detailliertes Seminarprogramm werde ich im Laufe der Semesterferien in Stud.IP bekannt geben. Vorgesehen sind Texte von Hugo von Hofmannsthal (Reitergeschichte; Chandos-Brief), Arthur Schnitzler (Leutnant Gustl), Richard Beer-Hofmann (Der Tod Georgs), Robert Musil (Die Verwirrungen des Zöglings Törleß) und einige ausgewählte Skizzen von Peter Altenberg.

Die Texte sind in der Regel in günstigen Ausgaben (insbes. in Reclams Universalbibliothek) greifbar. Wo nicht, werde ich sie als PDFs zur Verfügung stellen.

Als Prüfungsform ist im Modul A2 die große Hausarbeit vorgesehen. In Übereinstimmung mit der Modulbeschreibung A2 ist es deshalb ein weiteres Ziel des Seminars, Arbeitstechniken zu vermitteln, wie sie für die Erstellung einer Hausarbeit (wohl der ersten im Laufe des Studiums) typisch oder notwendig sind.

Dr. Uwe Spörl
10-79-2-A2-11Die Verarbeitung des Themas Krieg in der Literatur 1800/1900/2000 [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:15 - 13:45 SFG 1020 (2 SWS)

Ziel des Seminars ist es, die in den Einführungskursen erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in einem zentralen Themenfeld der Literaturwissenschaft und in drei historischen Konstellationen anzuwenden.

Nicht allein die Ereignisse des vergangenen Jahres haben das Thema Krieg in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatten und der Berichterstattung gerückt. Bereits sein dem Beginn der erhaltenen europäischen Literatur, in der griechischen Ilias sowie im griechischen Theater, bildet dieses Thema eine zentrale Herausforderung für die Kultur, besonders für die Literatur. Im Zentrum des Seminars soll die Frage der literarischen Verarbeitung der einschneidenden Ereignisse des Krieges sowie das Einwirken der Texte auf ihre Kontexte stehen.
In der Zeit um 1800 bilden besonders die Französische Revolution, die Eroberungskriege Napoleons und die darauf folgenden Befreiungskriege eine große Herausforderung für die Literatur. Die Zeit um 1900 gehört in die Vorgeschichte des ersten Weltkriegs, zu der die Literatur patriotische und kritische Texte beigetragen hat, zu deren Verarbeitung sie auch über Jahre beigetragen hat. Das 20. Jahrhundert ist darüber hinaus durch den zweiten Weltkrieg und die komplexen Stellvertreterkriege, die zumeist in Südamerika, Asien oder Afrika geführt werden, gekennzeichnet. Hinzu kommt der Terrorismus und die oftmals militärischen Versuche, ihn einzudämmen. All diese Ereignisse haben nachhaltige Krisen und Verstörungen hinterlassen. Gelesen werden sollen Texte aus drei Zeiträumen, die den Krieg und seine Wirkungen auf die Bevölkerung reflektieren und damit zu seiner Verarbeitung betragen. Ziel ist es dabei, die verschiedenen Konstellationen sowohl in inhaltlicher als auch in formaler und schließlich in literaturgeschichtlicher Hinsicht zu erarbeiten und miteinander zu vergleichen.
Die Theaterstücke von G.E. Lessing: „Minna von Barnhelm“ (1763) und Heinrich von Kleist: „Der Prinz von Homburg“ (1809/10), die am Beginn des Seminars gelesen werden sollen, sind in unterschiedlichen Kontexten entstanden und zeichnen beinahe konträre Bilder des Krieges, die sich u.a. der Intersubjektivität der Aufklärungsperspektive und den Problemen der Befreiungskriege ver-danken. Wie und mit welchen Mitteln diese Stücke auf die Zeitgenossen einzuwirken versuchen, soll Thema des Seminars sein.
Die Zeit um 1900 ist besonders durch den ersten Weltkrieg (1914-1918) gekennzeichnet. Georg Heym hat bereits einige Jahre vor dem Krieg Gedichte verfaßt, die als Loblieder auf den Krieg gelesen werden können. Zu fragen ist, wie solche Texte zu deuten sind. Die Zeit des ersten Weltkriegs ist in jeder Hinsicht durch einen radikalen Bruch gekennzeichnet, bis auf wenige Ausnahmen wurde der Krieg an seinem Beginn in der Literatur enthusiastisch gefeiert, während wenig später eine intensive Trauer und Verarbeitungsphase einsetzte, für die die Literatur eine wesentliche Rolle spielte. Auch hier sollen die unterschiedlichen Perspektiven und die Mittel auf die Diskurse einzuwirken, den Gegenstand der Seminararbeit bilden.
Das 20. Jahrhundert ist besonders durch den zweiten Weltkrieg (1939-1945) gekennzeichnet. Arno Schmidt hat mit seiner Erzählung „Leviathan“ bereits sehr früh zur Verarbeitung dieses Krieges beigetragen und auch wesentliche Fragen an die Leserinnen und Leser gerichtet, die auf die Zukunft von Gesellschaft und Staat zielen. Alexander Kluge hat in seinem teils autobiographischen, teils fiktionalen Text über die Zerstörung seiner Heimatstadt Halberstadt nicht allein medial unterschiedliche Perspektiven kontrastiert, die bestrebt sind, ein eindringliches Bild des Krieges zu zeichnen.
In der jüngeren Geschichte werden besonders zwei Themen mit dem Begriff Krieg in Verbindung gebracht, die Stellvertreterkriege, die oftmals auch durch mediale Aufarbeitungen determiniert sind, sowie die kriegerischen Auseinandersetzungen im Kontext des Terrorismus verschiedener Art. Nicolas Born hat sich 1979 in seinem Roman „Die Fälschung“ mit den Relationen von Stellvertreterkriegen und Massenmedien sowie zwischen zwischenmenschlichen Probleme und politischen Krisensituationen auseinandergesetzt. Kathrin Röggla hat die Ereignisse des 11.9.2001 in New York selbst miterlebt und ist darauf durch eine Reise durch die USA aufgebrochen um die Auseinandersetzung mit diesem Thema und die Prämissen einer Reaktion darauf zu erkunden. Deutlich wird bereits, daß sowohl die Textsorten, die Perspektiven und die Themen der Texte zu diesem Komplex sehr unterschiedlich ausfallen.

Die Leitfrage des Seminars soll lauten, wie und mit welchen Mitteln setzen sich literarische Texte um 1800, um 1900 und um 2000 mit dem Phänomen des Krieges, mit seinen Folgen und seiner Bewältigung auseinander?

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-2-A2-12Der frühe Brecht [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 SFG 2070 (2 SWS)

Bertolt Brecht gilt als einer der Klassiker des 20. Jahrhunderts, seine Stücke gehören zum Repertoire der Schulen und der Theater. Aufregender als seine kanonisch gewordenen Lehrstücke und sein episches Theater sind die Texte des frühen (vormarxistischen) Brecht, der noch keinen festen ideologischen Hintergrund für seine Literatur gefunden hat und mit unterschiedlichen Formen experimentiert, um den gesellschaftlichen und literarischen Herausforderungen der 1920er Jahre gerecht zu werden.
Im Seminar wollen wir die Entwicklung des Theaterautors Brecht von den unterschiedlichen Fassungen des Baal (1918/1919/1922/1926) über Trommeln in der Nacht (1922), Leben Eduards des Zweiten von England (1924), Mann ist Mann (1926), Im Dickicht der Städte (1927), Die Dreigroschenoper (1928) bis zu Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (1930) verfolgen. Eine wichtige Rolle wird auch die Lyrik aus Bertolt Brechts Hauspostille (1927) spielen. Zu entdecken ist dabei einer der unkonventionellsten Dichter der klassischen Moderne.
Anhand dieser Texte soll auch in grundlegende Analyseverfahren und Arbeitsmethoden der Literaturwissenschaft eingeführt werden. Wie geht man mit komplexen literarischen Texten um? Welche Rolle bei der literaturwissenschaftlichen Arbeit spielt die – teilweise kaum überschaubare – Sekundärliteratur und wie ermittelt man diese? Wie entwickelt man vor dem Hintergrund eines spezifischen Textes und der dazu vorhandenen Forschung eigene Fragestellungen? Wie setzt man eine solche Fragestellung um in eine Hausarbeit?

Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-2-A2-13Einführung in die Dichtung des Sturm und Drang [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 MZH 1450 (2 SWS)

/„Tolles Herz! du sollst mir`s danken! Ha! Tobe und spanne dich dann aus …“ /(Klinger). Der Sturm und Drang steht in der germanistischen Literaturwissenschaft für eine Epoche, in der das Konzept einer „autonomen Genieästhetik“ entworfen und popularisiert wurde. Mit der Illusion, das dichterische Werk entspränge direkt der Empfindungskraft des Dichters, hat die Literatur der 1770er-Jahre ästhetische Maßstäbe gesetzt, die bis heute wirksam geblieben sind. Kanonische Autoren wie Goethe, Schiller und viele mehr durchlebten in ihrer Jugendzeit eine „Sturm-und-Drang-Phase“, bevor sie auf dieser Grundlage ästhetische Konzepte der Klassik entwarfen. In der Forschung wird die Sturm-und-Drang-Bewegung daher auch als „Jugendbewegung“ thematisiert. Im Seminar werden Leitideen, Denkfiguren und Darstellungsformen des Sturm und Drang thematisiert, anhand ausgewählter Texte nachvollzogen und im literaturhistorischen Kontext erörtert.

Zum Einstieg empfohlen: Jürgensen, Christoph/ Irsigler, Ingo: Sturm und Drang, Göttingen 2010.

Dr. Katja Barthel

A4 Literaturgeschichte Pflichtmodul 9 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Jana Jürgs in Verbindung mit Prof. Dr. Thomas Althaus, Kontakt: juergs@uni-bremen.de.

Das Modul "A4 Literaturgeschichte" findet regelmaessig im Sommersemester statt; es schliesst an die literaturwissenschaftlichen Grundlagenmodule A1 und A2 an. Das Modul besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und schliesst mit einer grossen Hausarbeit im Zusammenhang mit einem der beiden Seminare ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/A4.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-A4-01Kindheitsgeschichten höfischer Romane [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 08.05.23 16:00 - 18:00 GW2 A4330

Das Seminar behandelt Jugendgeschichten in ausgewählten mittelalterlichen Erzähltexten: die Kindheit und Erziehung Alexanders des Großen (beim Pfaffen Lambrecht und bei Rudolf von Ems), des Gregorius (bei Hartmann von Aue), Parzivals (bei Chrétien de Troyes und Wolfram von Eschenbach), Tristans (bei Gottfried von Straßburg), Achills (bei Konrad von Würzburg) und Lancelots (im Lancelot-Gral-Prosaroman). Dabei geht es um das Verhältnis dieser Erziehungsnarrative zu pädagogischen Diskursen der Zeit, aber auch um den Stellenwert unterschiedlich modellierter Kindheitsgeschichten für das Werden der ‚besonderen‘ Helden.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich bis Anfang April über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung und Modulprüfung: Informationen in der ersten Sitzung.

Prof. Dr. Elisabeth Lienert
10-79-4-A4-02Vormoderne Kurzepik [AL]
barrierearme Teilnahme möglich nach persönlicher Absprache

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Mittelalterliche Kurzerzählungen erzählen pointiert ‚Fälle‘ des Lebens, die komisch, derb, drastisch, erbaulich, rührend oder belehrend präsentiert werden. Sie geben Einblick in eine Art literarische Laborsituation, wenn auf begrenztem Raum existentielle Themen Liebe und Feindschaft, Treue und Verrat, Rittertum und unhöfisches Fehlverhalten, Heiligkeit und teuflische Bosheit behandelt werden. So sind die Texte als literarische Zeugnisse für die Codierung von höfischer Weltanschauung, Umgang mit Liebe, Ehe, Sexualität und Körperlichkeit, Standes- und Geschlechterdifferenzen zu lesen. Um diese Kategorie fassen zu können, versucht das Seminar eine intersektionale Lesart, deren Möglichkeiten und Grenzen für historische Texte diskutiert werden.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-79-4-A4-03Dietrichepik [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 SFG 1020 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-4-A4-04Tagelieder [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 18:15 - 19:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

„Ez ist nu tac...ich wil niht langer sîn“ konstatiert der lyrische Sprecher in Wolframs von Eschenbach Tagelied. Dass der Tagesanbruch nicht als etwas Positives empfunden wird, sondern zur Quelle des Schmerzes für die Liebenden avanciert, ist ein Merkmal des Tageliedes. Bei „Tageliedern“ handelt es sich um eine Spielart des Minnesangs, deren Leiderfahrung durch die Trennung des Liebespaares nach gemeinsam verbrachter Nacht generiert wird. Wie andere mittelalterliche Gattungen ist das Tagelied überzeitlich und übernational. Wolframs Tagelieder und weitere Tagelieder des Mittelalters sollen im Zentrum des Seminars stehen. Zudem wollen wir uns den antiken Traditionen dieser lyrischen Form annähern und den Blick auch über die mittelhochdeutschen Tagelieder hinaus lenken.

Studienleistung und Modulprüfung
Studienleistung: Als Studienleistung gestalten Sie einen Teil einer Sitzung für Ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen, indem Sie die Erarbeitung eines Tageliedes vorbereiten und eigenständig mit dem Seminar anleiten. Eine regelmäßige begleitende Lektüre sowie die Bereitschaft zur aktiven Diskussion und regelmäßige Präsenzteilnahme werden zudem vorausgesetzt.
Modulprüfung: Die Modulprüfung wird in Form einer Hausarbeit in A4 in einem der belegten Seminare der Teilbereiche älterer oder neuerer deutscher Literatur abgelegt, in dem Sie nicht in A2 bereits die Hausarbeit geschrieben haben.

Textgrundlage (bitte anschaffen):
Tagelieder des deutschen Mittelalters. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Ausgewählt, übersetzt und kommentiert von Martina Backes. Einleitung von Alois Wolf. Bibliographisch ergänzte Ausgabe 2003. Stuttgart 2011 (RUB 8831).

Weitere Texte/Textauszüge werden über stud.ip zur Verfügung gestellt.

Zur Einführung:
Hatto, Arthur T.: Das Tagelied in der Weltliteratur. DVjs 36 (1962), S. 489–502.

Dr. Esther Vollmer-Eicken (LB)
10-79-4-A4-05Avantgarde [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW2 B3009 (Großer Studierraum) GW2 A3570 (FB 10 Besprechungsraum) (2 SWS)

Im Seminar wollen wir zunächst die verschiedenen transnationalen Avantgarde-Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts kennenlernen: Kubismus, Futurismus, Expressionismus, Dada, Surrealismus usw. Dabei ist natürlich auch zu fragen, wie sich theoretisch bestimmen lässt, was zur Avantgarde zu zählen ist. In der zweiten Hälfte des Seminars soll es um die Frage einer produktiven Rezeption der historischen Avantgarden vor allem in der Literatur nach 1945 gehen. Welche Bewegungen von der Wiener Gruppe bis zu Konkreter und Visueller Poesie und Oulipo stehen in ihrer Tradition? Oder sind es eher einzelne Autor:innen, die vielleicht auch nur in einzelnen Werken die Elemente der frühen Ismen aufgreifen: Paul Celan, Peter Weiss, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Herta Müller, Oskar Pastior, Thomas Kling?
Literatur:
Hubert van den Berg / Walter Fähnders (Hg.): Metzler Lexikon Avantgarde. Stuttgart/Weimar 2009; Wolfgang Asholt (Hrsg.), Avantgarde und Modernismus. Dezentrierung, Subversion und Transformation im literarisch-künstlerischen Feld. Berlin/Boston 2014; Andreas Mauz/Ulrich Weber/Magnus Wieland (Hrsg.), Avantgarden und Avantgardismus. Programme und Praktiken emphatischer kultureller Innovation. Göttingen 2018; Bart Vervaeck (Hrsg.): Neo-avant-gardes. Post-War Literary Experiments Across Borders. Edinburgh 2022

Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-4-A4-06Das Bürgerliche Trauerspiel [NL]
The Bourgeois Tragedy

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW1 B0080 (2 SWS)

Das Bürgerliche Trauerspiel des mittleren und ausgehenden 18. Jahrhunderts gilt zum einen als eine der wichtigsten Gattungen und Ausformungen der deutschen Literatur überhaupt und zum anderen als einer der wichtigsten Schritte hin zu einer 'modernen' Dramatik bzw. Literatur. Mitten im Aufklärungsjahrhundert wird eine neue Gattung etabliert, die große Gefühle zur Darstellung bringt, die große Konflikte auslösen: zwischen den Geschlechtern, zwischen den Bürgern und dem Adel oder zwischen individuellen Wünschen und gesellschaftlichen Normen.

Dabei kennt man heutzutage aus dem Corpus an Bürgerlichen Trauerspielen eigentlich nur drei Exemplare, Lessings "Miss Sara Sampson" (1755) und "Emilia Galotti" (1772) sowie Schillers "Kabale und Liebe" (1784). Natürlich werden wir diese drei Dramen lesen, dazu aber zwei weitere, weniger bekannte, aber vielleicht ebenso interessante Stücke: Johann Gottlob Benjamin Pfeil: "Lucie Woodvil" (1756) und Joachim Wilhelm von Brawe: "Der Freygeist" (1757).

Diese Dramen wollen wir gemeinsam lesen, analysieren, beschreiben, ihre Kontexte und poetologischen Hintergründe beleuchten, entsprechend einordnen und interpretieren, so dass wir darüber hinaus auch ein schlüssiges Bild von der ganzen Gattung und ihrem literaturgeschichtlichen Ort gewinnen.

Die drei Dramentexte von Lessing und Schiller sind in verschiedenen Ausgaben, etwa als Reclam-Taschenbücher günstig und verlässlich verfügbar. Die beiden Texte von Pfeil und Brawe sind schwerer zugänglich. Deshalb werde ich sie für den Seminarzusammenhang als PDFs zur Verfügung stellen.

Ein detailliertes Seminarprogramm werde ich im Laufe der Semesterferien in Stud.IP bekannt geben.

Als Prüfungsform ist im Modul A4 die große Hausarbeit vorgesehen.

Dr. Uwe Spörl
10-79-4-A4-07Der 17. Juni 1953 in der Literatur [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 14:15 - 15:45 SFG 2070 (2 SWS)

Am 17. Juni 1953, also vor 70 Jahren, kam es in der DDR zu einem Aufstand gegen die Politik der „Sowjetisierung“ der Gesellschaft, die das Arbeitsleben und die Versorgungssituation der Bevölkerung nachhaltig beeinflußten. In Ostberlin und der gesamten DDR beteiligten sich mehr als 1 Mio. Menschen daran. Der Aufstand wurde durch Truppen der UdSSR blutig niedergeschlagen. In dessen Folge wurde die Unterdrückung der Bevölkerung in mancher Hinsicht verschärft.
Eine Reihe von literarischen Texten in Ostdeutschland sowie in Westdeutschland hat sich mit diesen Ereignissen intensiv beschäftigt. Diese Texte sollen im Zentrum des Seminars stehen.

Zwei Aspekte sind dabei von besonderer Bedeutung: die Verarbeitung der politischen Ereignisse, besonders der gewaltsamen Niederschlagung des Aufstands, durch die Literatur. Der Aufstand und seine gewaltsame Niederschlagung haben aber auch in West- und Ostdeutschland Debatten über die Rolle der Literatur und besonders die Rolle der Intellektuellen zu den Fragen der Mitwirkung an politischen Prozessen gestellt. Kurz die Frage der Intellektuellen im Verhältnis zur Staatsmacht wurde debattiert. Einige der Texte, die direkt auf die Ereignisse reagierten, wie Uwe Johnsons „Ingrid Babendererde“ und einige von Brechts „Bukower Elegien“ wurden erst nach dem Text der Autoren veröffentlicht, weil sie die Zensur oder die Selbstzensur nicht überwinden konnten. Auch Stefan Heyms Roman „5 Tage im Juni“ (1974) erschien bis 1989 lediglich in Westdeutschland. Andere Texte wie Volker Brauns Theaterstück „Die Übergangsgesellschaft“ von 1982 wurde im Jahr 1989 zum meistgespielten Stück auf den Bühnen der DDR. Deutlich wird dabei, wie sehr diese Texte in die öffentlichen Debatten hätten eingreifen können oder eingegriffen haben.
Das Seminar soll mit einer kurzen Rekonstruktion der historischen Ereignisse beginnen und dann die unterschiedlichen Perspektiven der literarischen Texte zur politischen, bzw. historischen Situation sowie zur Rolle der Intellektuellen in den politischen Konstellationen ihrer Entstehungszeit diskutieren.

Einen ersten Diskussionszusammenhang bilden Bertolt Brecht, seine Texte und sein Verhalten. Brecht hat sowohl am staatstragenden Bild der Arbeiterinnen und Arbeiter mitgearbeitet – z.B. in seiner Bearbeitung von Shakespeares „Coriolan“ – als auch in den „Bukower Elegien“ Distanz zum Machtapparat gesucht. Günter Grass diskutiert besonders die Rolle Brechts als Staatskünstler kritisch, allerdings hat sich das Bild Brechts im Kontext des 17.6.1953 nach der Öffnung der Archive deutlich zu seinen Gunsten verschoben. Während Stephan Hermlin 1954 in seiner Erzählung „Die Kommandeuse“ die Niederschlagung des Aufstands weitgehend rechtfertigt, wandelt sich in den 1970er Jahren das Bild der Ereignisse für Stephan Heym bei der Abfassung seines Romans „5 Tage im Juni“. Er beginnt, kritisch über den Staat und auch die Rolle der Intellektuellen nachzudenken.
Volker Braun und Heiner Müller blicken in den 1980er und 1990er Jahren zurück auf den 17. Juni 1953 und setzen ihn mit der Zeitgeschichte in Beziehung. Braun, formuliert mit seinem Stück „Die Übergangsgesellschaft“ (1982, UA 1987) einen Frontalangriff auf das politische System der DDR nach der Biermannausbürgerung und dem Exodus der Intellektuellen. Müller reiht Brechts Rolle 1953 in seinem letzten Stück „Germania 3“ (1995) in die Reihe des historischen Scheiterns der Intellektuellen beider Teile Deutschlands ein und erweitert damit den Diskussionsrahmen auf die Zeit nach der deutschen Vereinigung, die er als Verlust der Entwicklungsperspektiven wahrnimmt.
Ziel das Seminars soll es sein, die Texte unter den Gesichtspunkten der Verarbeitung der Zeitgeschichte bzw. der Geschichte und der Rolle der Intellektuellen, insbesondere der Literatur, zu analysieren und zu diskutieren.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-4-A4-08Engagierte Utopien [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 (2 SWS) digital

Das Seminar beleuchtet Politik und Literatur als zwei Handlungsfelder, die auf eine bewegte Vergangenheit der Durchdringung zurückblicken können. Besondere Bedeutung für diese Verhältnis haben Utopien bzw. Dystopien, und zwar seit jeher. Beiden Genres ist gemein, dass sie vor dem Hintergrund einer als mangelhaft empfundenen Welt literarische Gedankenexperimente anbieten. Utopien stellen dabei den Gegenentwurf einer idealen Gesellschaft dar, während Dystopien die gegenwärtigen Unzulänglichkeiten auf drastische Weise zu Ende denken.

Im Seminar werden wir uns gemeinsam einige Beispiele für Utopien und Dystopien ansehen:

Johann Gottfried Schnabel: Insel Felsenburg (1731/1732/1736/1743) (Auszüge werden in StudIP bereitgestellt)
Sophie von La Roche: Erscheinungen am See Oneida (1798) (Auszüge werden in StudIP bereitgestellt)
Johann Wolfgang von Goethe: Wilhelm Meisters Wanderjahre [Pädagogische Provinz] (1829) (Auszüge werden in StudIP bereitgestellt)
Alfred Kubin: Die andere Seite (1909) (Bitte erwerben)
Franz Kafka: In der Strafkolonie (1914/1919) (Bitte erwerben)
George Orwell: 1984 (1949) (Auszüge werden in StudIP bereitgestellt) und die Verfilmung von Michael Radford (1984)

Für die Studienleistung sind zwei Leistungen zu erbringen:
1) Sie partizipieren an drei (von insgesamt sechs) Expert:innengruppen. Die Expert:innen haben den jeweiligen Text im Hinblick auf die Leseleitfrage gelesen. Sie sind in den Sitzungen, in welchen der Text besprochen wird, anwesend und stehen als Ansprechpartner:innen und Diskutant:innen bereit.
2) Sie stellen in der Gruppe eine eigens recherchierte Utopie oder Dystopie aus den Jahren 1950 bis heute vor und ergänzen Ihre Vorstellung durch eine Forschungsperspektive, d.h. einen literaturwissenschaftlichen Aufsatz zum von Ihnen gewählten Text, den Sie kurz zusammenfassen.

Die Prüfungsleistung besteht im Verfassen einer großen Hausarbeit.

Dr. Urania Julia Milevski
10-79-4-A4-09Lust und Sucht des Lesens im 17./18. Jahrhundert [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 18:15 - 19:45 SFG 1030 (2 SWS)

Das 18. Jahrhundert wird einerseits als das ‚Zeitalter des Buches‘ beschrieben, in dem Buchhandel, öffentliche Bibliotheken, Literaturkritik und Belletristik expandieren. Andererseits gibt es eine Vielzahl zeitgenössischer Kritiker, die vor der sogenannten ‚Lesewuth‘ warnen. Ist Lesen ein Mittel der individuellen und kollektiven Emanzipation oder kann es tatsächlich zur Sucht werden? Vermittelt Lektüre ‚neue Welten‘ oder verbreitet sie lediglich ‚Schund‘ in den Köpfen? Welche Leser(innen)konzepte gibt es überhaupt im 17./18. Jahrhundert und wie verändern sie sich? Das Seminar bespricht Diskurse, Praktiken, Medien und Institutionen rund um das Thema „Lektüre und Lesen“ im 17./18. Jahrhundert.
Zum Einstieg empfohlen: Reinhard Wittmann: Gibt es eine Leserevolution am Ende des 18. Jahrhunderts? In: Die Welt des Lesens. Von der Schriftrolle zum Bildschirm, hg. von Roger Chartier und Guglielmo Cavallo, Frankfurt a.M. 1999, S. 419–454.

Dr. Katja Barthel
10-79-4-A4-10Rahmen-Binnen-Erzählungen [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 IW3 0330 (2 SWS)

Zyklisch-serielle Narration und die Einbettung einer oder mehrerer Geschichte(n) in einen Rahmen ist eine Erzähltradition, die schon seit dem Mittelalter sehr populär ist. Jedes Kind wächst mit den Geschichten aus „1001 Nacht“ auf und kennt den Käpt’n Blaubär, der seinen Enkeln Seemannsgarn erzählt.
In diesem Seminar wollen wir uns mit den Rahmen-Binnen-Erzählungen der deutschen Literatur, insbesondere aber des 19. Jahrhunderts beschäftigen. Dazu schauen wir uns zunächst den Ursprung der Rahmenerzählungen bzw. Rahmenzyklen im Orient an („1001 Nacht“, „Das Dekameron“), bevor wir exemplarisch zwei Erzählungen von C.F. Meyer und Franz Grillparzer („Die Hochzeit des Mönchs“ und „Das Kloster bei Sendomir“) in den Blick nehmen. Um aber auch die Übertragbarkeit des Begriffs und Phänomens der Rahmenerzählungen auf andere Medien zu überprüfen, lesen wir zusätzlich Ludwig Tiecks Drama „Der gestiefelte Kater“, in dem ebenfalls eine Schachtelung der Erzählebenen stattfindet. Zuletzt wollen wir uns Ausschnitte aus verschiedenen Interviewromanen (Wolf Haas „Das Wetter vor 15 Jahren“ und die US-amerikanische Neuheit „Daisy Jones and the Six“ von Taylor Jenkins Reid) anschauen und diese Erzählform ebenfalls in Bezug auf eine Einordnung als Rahmen-Binnen-Erzählung beleuchten.
Die Primärtexte („Die Hochzeit des Mönchs“, „Das Kloster bei Sendomir“ und „Der gestiefelte Kater“) sind in der Suub ausleihbar, sind aber auch günstig in Reclam-Ausgaben zu erwerben.
Das ausführliche Seminarprogramm lade ich bis zum Semesteranfang auf Stud.IP hoch. Dort finden Sie dann auch Informationen zur Studienleistung. Das Modul A4 schließt mit einer großen Hausarbeit ab.

Kjara Von Staden, M.A. (LB)
10-79-4-A4-11Das Werk von Nora Bossong [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 GW1 B0080 (2 SWS)

Die 1982 in Bremen geborene Autorin Nora Bossong sticht als kritische Stimme der Gegenwartsliteratur hervor. Ihr tiefgehendes wie auch poetisches Werk umfasst Gedichte, Essays und Romane. In ihrem preisgekrönten Roman „Schutzzone“ (2019) spürt Bossong den großen politischen wie persönlichen moralischen Fragen nach: gibt es ein Erhaben-Sein über das Leid der Welt? Wie greifen Verantwortung und Macht ineinander? Der Roman folgt einer jungen Frau namens Mira, die nach Stationen bei der UN in New York und in Burundi nun für die Vereinten Nationen in Genf arbeitet. Bei einem Empfang trifft sie Milan wieder, in dessen Familie sie als Kind zeitweise gelebt hatte. Die Begegnung entfaltet die frühere Nähe auf komplizierte Art und Weise wieder, so dass Mira schließlich an die Grenzen der Beziehung zu Milan stößt. Hinzu kommt, dass Mira sich ihrer Rolle bei der Aufarbeitung des Völkermords in Burundi stellen muss, was ihr bisheriges Selbstverständnis ins Wanken bringt. Neben den genannten Aspekten stellt Bossong auch die Frage nach dem Verhältnis von Augenzeugenberichten zur Wahrheit. So lässt sie eine der Figuren darauf hinweisen, dass sich die politischen Akteure nicht auf die Vielzahl an Geschichten berufen, sondern auf das Völkerrecht. Trotzdem müsse erzählt werden, gerade um die Widersprüche des Erlebens auszuhalten zu lernen. Das Seminar erforscht das Werk einer Literatin, die bevorzugt unbequeme gesellschaftspolitische Fragen stellt. Durch die Thematisierung verschiedener politischer Konflikte des 20. und bisherigen 21. Jahrhunderts entblößt die Autorin vergebliche Friedensbemühungen, diplomatische Ohnmachtserfahrungen und wirtschaftliche Problematiken der globalisierten Welt. Das Beschreiben von Brüchen in den privaten Beziehungen aufgrund der politischen Lage verhilft zu einer kritischen Reflexion der zugrunde liegenden Werte und Normen sowie ihrer literarischen Gestaltung. Neben dem Prosawerk verhelfen die Essays der Autorin zu Einblicken in weitere relevante Themenbereiche wie soziale Gerechtigkeit, Umgang mit Sexualität und gesellschaftliche Zukunftsvisionen. Darüber hinaus präsentiert sich Bossong als Lyrikerin, deren Dichtwerk Spuren ihrer Lebenszeit in Bremen aufweist. In ihrem Gedicht „Hanseträume“ lässt sich dies sehr schön verfolgen, wenn es heißt: „Moorige Ruhe dehnte sich vom Hafen aus über die Stadt./ Kein Balkenknarren in der Vorstadt, Peterswerder, der Deich/ gab sanfter nach als sonst, sogar die Mädchen in der Linie/ zwanzig schwiegen. Nur die Insekten senkten sich als friedliche/ Gewitterwolke in den Himmel, aus jeder Richtung stob ihr Sirren.“
Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf dem Roman „Schutzzone“. Bitte schaffen Sie sich den Text daher rechtzeitig an. Alle sonstigen Materialien (Biographisches, Essays und Gedichte) sowie den Ablaufplan finden Sie ab März auf Stud.IP.

Dr. Ina Düking (LB)
10-79-4-A4-12Monologisches Erzählen bei Thomas Bernhard und Wolfgang Hildesheimer [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 GW1 B2070 (2 SWS)

Das, was Ingeborg Bachmann einst mit Bezug auf die monologischen Rede- und Erzählströme Thomas Bernhards „das Neue“ (Bachmann 1969) in der deutschsprachigen Literatur ihrer Zeit genannt hat, vermag in seiner sprachlichen wie ästhetischen Radikalität bis heute zu faszinieren. Wir wollen uns daher zunächst anhand ausgesuchter Textbeispiele aus den Bernhard-Romanen Verstörung (1967) und Auslöschung (1986) sowie aus Hildesheimers Prosa Tynset (1965) und Masante (1973) mit dieser Erzählweise vertraut machen – insbesondere mit den darin vertretenen Subjektpositionen und der Frage nach ihrer Authentizität.
In einem zweiten Schritt soll gefragt werden, warum diese Form des Erzählens bereits historisiert ist, d.h. nicht in gegenwärtige ästhetische Praktiken des Erzählens einfließen kann. Dabei wollen wir das monologische Erzählen mit rezenten Auffassungen vom Erzählen – besonders der Autofiktion – vergleichen.
Vor dem Hintergrund veränderter gesellschaftlicher Bedingungen der Produktion wie Rezeption von Literatur durch weitgehende Mediatisierung und den Wechsel zum kulturellen Leitmedium des Digitalen soll des Weiteren versucht werden, die Ablösung überkommener und das Aufkommen neuer Formen des Erzählens im gegebenen Zusammenhang erklärbar zu machen.

Ein Seminarplan + Literaturliste wird vor Beginn der Veranstaltung auf StudIP bekannt gegeben!

Dr. André Steiner (LB)
10-79-4-A4-13Ünnerwegs in de Hansetied (AL und NL)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 SFG 1020 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-4-A4-14Lebendig begraben und körperlich versehrt. Kurzerzählungen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit (AL und NL)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 SuUB 4330 (Studio I Medienraum ) (2 SWS)
Hauke Harm Kuhlmann (LB)
10-M79-A1-01Erzählen in der Frühen Neuzeit [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 09.05.23 10:00 - 12:00 GW2 B1820

Erzählen in der Frühen Neuzeit ist überwiegend Erzählen in Prosa, in der Vielfalt kurzer Erzählprosa (vielfach auch im Rahmen von Erzählsammlungen) und in der Großform des Prosaromans. Im Seminar stehen wichtige Prosaromane im Vordergrund: der Liebes- und Abenteuerroman ‚Pontus und Sidonia‘ (Erstdruck 1483) und die zwei bedeutendsten deutschen ‚Originalromane‘ der Vormoderne, ‚Fortunatus‘ (Erstdruck 1509) und Faustbuch‘ (1587). Es geht um thematische Aspekte (inbesondere zentrale Aspekte frühneuzeitlicher Welterfahrung) und um die Erzähllogiken der Texte, insbesondere auch die Interdependenzen von Weltbildwandel und Romanform im Spannungsfeld von Normativität und Pluralität.

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich bis Anfang April über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung und Modulprüfung: Informationen in der ersten Sitzung.

Prof. Dr. Elisabeth Lienert

A13 Literaturwissenschaft: Projekt: \'Lyrik in transmedialer und transnationaler Perspektive\' Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Urania Milevski, Kontakt: milevski@uni-bremen.de

Das Modul \\\\\\\"A13 Literaturwissenschaft: Projekt \\\\\\\'Lyrik in transmedialer und transnationaler Perspektive\\\\\\\' findet regelmaessig im Sommersemester statt; es besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS und schliesst mit einer kleinen Hausarbeit oder muendlichen Pruefung im Zusammenhang mit einer der beiden Veranstaltungen ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/A13.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-A13-1Lyrik des Sturm und Drang [NL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:15 - 13:45 SFG 2040 (2 SWS)

Dass die Lyrik zu den bevorzugten Äußerungsformen des Sturm und Drang gehört, verwundert nicht. Erlaubt doch gerade die Arbeit am Gedicht, emotionale Eindrücke und Gefühlslagen zu artikulieren. Doch welches lyrische Sprach- und Formenrepertoire stand den Stürmern und Drängern der 1770er-Jahre zur Verfügung und wie benutzten sie es? Die ‚ästhetische Befreiung des Dichterischen‘ ist eingebettet in eine programmatische Ästhetisierung von Unmittelbarkeit und Spontaneität. Anregungen dazu kommen aus England und Frankreich. Im Seminar wird der Umgang mit lyrischen Gattungen (Ode, Hymne, Naturlyrik, Liebes- und Freundschaftsgedichte, politische und religiöse Dichtung), mit ihren metrischen und sprachformalen Besonderheiten sowie die Erschließung literaturhistorischer, philosophischer und sozialhistorischer Kontexte praxisorientiert vermittelt und von den Studierenden erprobt.

Dr. Katja Barthel
10-79-4-A13-2Gedichtalternativen für Deutschland: Analysen, Kontexte, Interpretationen
Alternative Poems for Germany: Analyses, Contexts, Interpretations

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Die Veranstaltung steht im Kontext des "Eine Uni – Ein Buch"-Projekts "Gedichtalternativen für Deutschland". Im Rahmen des Projekts wurden uns von ganz unterschiedlichen Personen, Gruppen und Institutionen (von der Schulklasse bis zur Hochschullehrerin) verschiedene lyrische Gedichte vorgeschlagen, die als "Gedichtalternativen" für eine "zeitgemäße kulturelle Bildung" taugen könnten. Im Wintersemester 2022/23 finden bzw. fanden bereits ein Workshop dazu statt, zudem ein didaktisch ausgerichtetes Seminar. Die Fertigstellung der so entstehenden Lyrikanthologie ist für März geplant. Das fertige "Buch" wird dann im Sommer an der Universität und in der Stadt Bremen vorgestellt werden.

Bisher hat allerdings noch keine dezidiert literaturwissenschaftliche Befassung mit den vorgeschlagenen lyrischen Gedichten stattgefunden. Das soll in diesem unserem Seminar geschehen, in dem wir gemeinsam die lyrischen Gedichte (unseres Interesses) analysieren, ihre Kontexte identifizieren und erschließen, um auf dieser Grundlage Interpretationsansätze zu entwickeln.

Anders als in gewöhnlichen Seminaren wird das dann nicht in eine Hausarbeit überführt, die die Studentin schreibt und die nur der Dozent liest. Der "Output" soll vielmehr authentisch sein und Eingang finden in die (wohl) digitale paratextuelle Umgebung der Lyrikanthologie (etwa und insbesondere als "Unterrichtshilfen" für Lehrerinnen und Lehrer).

Anders gesagt: Studien- und Prüfungsleistung im Modul sind konzipiert als Erstellung echter Kommentarbeiträge zu einzelnen Gedichten, die Seminararbeit entsprechend als ergebnisorientierte und kollaborative Projektarbeit.

Das genaue Seminar- und Projektprogramm, vor allem natürlich der vorläufige Reader mit den für die Bearbeitung in Frage kommenden Gedichten werden im Laufe der Semesterferien in Stud.IP bekannt gegeben. Auch die Zuständigkeiten für einzelne Gedichte und Aufgaben sollen schon (kurz) vor Veranstaltungsbeginn verteilt werden.

Dabei werden natürlich die unterschiedlichen Modulkontexte des Seminars und die damit einhergehenden unterschiedlichen Umfänge und Niveaus der Prüfungs- und Studienleistungen berücksichtigt. Anders gesagt: Im Seminar können alle Studien- und Prüfungsleistungen der Module A13 des BA Germanistik, B2 und D4 des MA Germanistik und des Profilmoduls Literatur im MA Transnationale Literaturwissenschaft absolviert werden.

Dr. Uwe Spörl
10-79-4-A13-3Esther Kinsky: Schiefern

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 SFG 2070 (2 SWS)

Esther Kinsky ist als Übersetzerin, Essayistin, Lyrikerin und Prosaautorin eine sehr produktive, vielbeachtete Schriftstellerin, deren Werk oft unter Aspekten des Kulturtransfers oder des Mensch-Natur-Verhältnisses rezipiert wird. Die Gedichte ihres 2020 erschienen Bands Schiefern beschäftigen sich ausgehend von den an der Westküste Schottlands gelegenen Slate Islands und dem dort bis ins 20. Jahrhundert abgebauten Schiefer u.a. mit Fragen des menschlichen Verhältnisses zur Natur, unterschiedlichen Zeiterfahrungen sowie der Dynamik und unterschiedlichen Formen des Gedächtnisses. Die dichte Schreibweise der einzelnen Texte und die komplexe Komposition des gesamten, insgesamt eher schmalen, Bands bieten die Gelegenheit einer intensiven Lektüre im Seminarkontext, die in einem weiteren Schritt durch die Erschließung theoretischer, thematischer und literarischer Kontexte erweitert werden soll. Auf dieser Basis sollen für die letzten Sitzungen die Teilnehmenden sich eigene Zugänge zum Text erarbeiten, die sie im Sinne eines forschenden Lernens in von ihnen frei gewählten Formen (Posterpräsentation, Referat, Diskussion eines eigenen Essays…) im Seminar vorstellen.
Zur Vorbereitung ist die Anschaffung von Schiefern (Berlin: Suhrkamp 2020) empfohlen, in dem gerne schon einmal vorab gelesen werden kann.

Dr. Jan Gerstner
10-79-4-A13-4Lyrik(alternativen) und Film

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Do 16:15 - 19:45 SFG 1020 (2 SWS)

Das Seminar widmet sich den Beziehungen zwischen Lyrik und Film unter einer intermedialen Perspektive und beleuchtet besonders drei Bereiche:

1) „Film in Lyrik“ betrachtet Texte wie Claire Golls Gedichtzyklus Lyrische Films (1922), die Film und filmische Aspekte aufnehmen und literarisch transformieren. Dabei kann Film zum Thema werden und als Intertext zusätzliche Bedeutungsebenen generieren. Ebenso sollen strukturelle Eigenheiten beleuchtet werden, filmische Anleihen, die man als transmediale Erzählverfahren sichtbar machen kann.

2) „Lyrik im Film“ setzt den Fokus auf lyrische Elemente innerhalb filmischer Erzählungen. Es soll dabei diskutiert werden, welche Funktion der lyrische Text im Rahmen der Medienkombination übernimmt und welche Wirkung sie erzielen. Wir werden uns in diesem Zusammenhang die Filme „Lieber Thomas“ (2021) und „Paterson“ (2016) genauer ansehen.

3) „Lyrikfilm“ schließlich widmet sich sowohl Verfahren der Adaption von lyrischen Texten in das filmische Medium als auch den Ausprägungen des sogenannten Poesiefilms. Während Adaptionen als Interpretationen oder Übersetzungen des literarischen Texts in das filmische Medium gelten dürfen, sind Poesiefilme von Beginn an als Medienkombination angelegt. Wir werden uns in diesem dritten Block mit den entsprechenden Analyseverfahren (Gedicht- und Filmanalyse) beschäftigen, um Ihre Arbeit für die Studienleistungen zu unterstützen.

Die Literatur wird im StudIP-Kurs bereitgestellt. Zur Vorbereitung können Sie die beiden angegebenen Filme sehen und sich auf den folgenden Seiten schon etwas umtun:
- Moving poems. http://movingpoems.com/ [6.3.2023].
- Haus für Poesie Berlin. https://www.haus-fuer-poesie.org/de/zebrapoetryfilmfestival/filme/poetry-films-vs-corona/ [6.3.2023].

Für die Studienleistung sind zwei Leistungen zu erbringen:
- Arbeit an einer eigenverantwortlichen Analyse und Interpretation eines selbst recherchierten Poesiekurzfilms oder einer Lyrikverfilmung in einer Gruppe von mindestens zwei und maximal vier Personen. Stellen Sie Ihr Ergebnis und Ihren (Film-)Text in einer maximal 10minütigen Kurzpräsentation vor.
- Geben Sie konstruktives Feedback zu den Arbeiten der anderen.

Die Prüfungsleistung besteht entweder im Verfassen einer kleinen Hausarbeit oder im Absolvieren einer mündlichen Prüfung. Zu deren Vorbereitung legen Sie ein Thema fest und reichen vorab ein Thesenpapier ein.

Dr. Urania Julia Milevski

A14 Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Elisabeth Lienert, Kontakt: elienert@uni-bremen.de
(fuer Fragen der Notenverwaltung ausschliesslich biskup@uni-bremen.de)

Das Wahlpflichtmodul Literatur des Mittelalters und der Fruehen Neuzeit vertieft das literaturgeschichtliche Studium im Bereich der vormodernen Literatur (8. – 16. Jahrhundert) und ihrer Rezeption. Es wird regelmaessig im Winter- und im Sommersemester angeboten.
Das Modul besteht aus zwei verpflichtenden Veranstaltungen im Umfang von insgesamt 4 SWS.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/A14.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-A14-1Träume in der mittelhochdeutschen Literatur

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 SFG 2070 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-M79-A2-01Mythos Gral [AL]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 08.05.23 14:15 - 15:45 GW2 A4330

Der Mythos vom heiligen Gral ist vielgestaltig, der Gral ein quasi-liturgisches Gefäß (Chrétien de Troyes), ein Stein u.a. mit Tischleindeckdich-Funktion (Wolfram von Eschenbach), das Gefäß, in dem der Legende nach Joseph von Arimathia bei der Kreuzigung Christi Blut aufgefangen haben soll (Robert de Boron). Gralswelt und Gralskönig stehen in einem spannungsreichen (Wechsel-)Verhältnis zur Welt der Artusritter.
Das Seminar verfolgt die Geschichte des Gralsmythos von den ersten Ausprägungen im 12. Jahrhundert über Wolframs von Eschenbach ‚Parzival’ bis zum ‚Lancelot-Gral-Prosaroman’ (und bei Interesse bis in die Gegenwart).

Programm und Literaturhinweise werden voraussichtlich bis Anfang April über StudIP bereitgestellt.

Studienleistung und Modulprüfung: Informationen in der ersten Sitzung.

Prof. Dr. Elisabeth Lienert

B1 Grundlagen der Sprachwissenschaft Pflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte:
Dr. Barbara Aehnlich (Historische Sprachen), Kontakt: ba_ae@uni-bremen.de in Verbindung mit Dr. Andreas Rothenhöfer (Gegenwartssprache), Kontakt: rothenhoefer@uni-bremen.de


http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/B1.pdf


Das Modul „B1 Grundlagen der Sprachwissenschaft“ fuehrt in die Wissenschaft von der deutschen Sprache ein. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Winter); es umfasst (1) den Einfuehrungskurs Sprachwissenschaft und (2) einen Einfuehrungskurs in die aelteren Sprachstufen des Deutschen.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-1-B1-1Einführung in die älteren Sprachstufen des Deutschen

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 MZH 1460 (2 SWS)
wöchentlich Fr 12:15 - 13:45 MZH 1460 MZH 5600 (2 SWS) Tutorium

Ohne Kenntnis der älteren Sprachstufen des Deutschen ist ein wissenschaftliches Verständnis der Strukturen auch des gegenwärtigen Deutschen nicht möglich, weil jede Sprache ihrer Seinsweise nach ein historisches, das heißt an den Menschen und seine Geschichte gebundenes Phänomen ist, das in jeder Synchronie die Ergebnisse jahrhunderte- und jahrtausendealter Entwicklungen mit sich führt.
In der „Einführung in die älteren Sprachstufen“ lernen die Studierenden die Grundzüge der deutschen Sprachgeschichte kennen. Sie befassen sich mit historischer Laut- und Formenlehre sowie historischer Semantik und lernen die Prinzipien des Sprachwandels kennen; der Schwerpunkt liegt auf der Sprachstufe des Mittelhochdeutschen. Durch die Arbeit mit ausgewählten Quellentexten unterschiedlicher Sprachstufen wird zugleich die sprachliche und literarische Überlieferung des Deutschen in ihrem geschichtlichen Zusammenhang vorgestellt.

PD Dr. Barbara Aehnlich

B2 Grammatische Theorie und Analyse Pflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Andreas Jaeger, Kontakt: anjaeger@uni-bremen.de

Das Modul „B2 Grammatische Theorie und Analyse“ macht die Studierenden mit wesentlichen Aspekten der deutschen Grammatik und ihrer Beschreibung vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Sommer); es umfasst zwei entsprechende Einfuehrungskurse (1) in die Phonologie/Morphologie und (2) in die Syntax.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/B2.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-2-B2-01Einführung in die Syntax (a)
Die Tutorien sind für alle Syntax-Studierenden geöffnet!

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 MZH 1460 MZH 1100 (2 SWS)

Die Tutorien sind für alle Syntax-Studierenden geöffnet.

Dr. Andreas Jäger
10-79-2-B2-02Einführung in die Syntax (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45 SFG 1010 (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-2-B2-03Einführung in die Syntax (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 08:00 - 10:00 MZH 1460
Dr. Anna Mattfeldt
10-79-2-B2-04Einführung in die Syntax (d)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 GW2 B2890 (2 SWS)
Jonas Trochemowitz
10-79-2-B2-05Einführung in die Phonologie/Morphologie (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 MZH 1460 (2 SWS)
Dr. Andreas Jäger
10-79-2-B2-06Einführung in die Phonologie/Morphologie (b)
Die Tutorien sind für alle Phonologie/Morphologie-Studierenden geöffnet!

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 SFG 1010 SFG 1020 (2 SWS)

Die Tutorien sind für alle Phonologie/Morphologie-Studierenden geöffnet!

Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-2-B2-07Einführung in die Phonologie/Morphologie (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:15 - 11:45 GW2 B2890 (2 SWS)
Dr. Anna Mattfeldt
10-79-2-B2-08Einführung in die Phonologie/Morphologie (d)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW2 B2890 (2 SWS)
Ben Logic Doukaga
10-79-2-B2-09Tutorium B2 Syntax

Tutorium

Termine:
wöchentlich Mo 08:15 - 09:45 GW2 B3850 (2 SWS) Tutorium Einführung in die Syntax
Dr. Andreas Jäger
Dr. Andreas Rothenhöfer
Dr. Anna Mattfeldt
Jonas Trochemowitz
10-79-2-B2-10Tutorium B2 Phonologie/Morphologie

Tutorium

Termine:
wöchentlich Do 18:15 - 19:45 SFG 2070 GW2 B1170 (2 SWS) Tutorium
Dr. Andreas Jäger
Dr. Andreas Rothenhöfer
Dr. Anna Mattfeldt
Ben Logic Doukaga

B11 Historische Sprachwissenschaft Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Barbara Aehnlich, Kontakt: ba_ae@uni-bremen.de

Das Modul \\\\\\\\\\\\\\\"B11 Historische Sprachwissenschaft\\\\\\\\\\\\\\\" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Klausur (90 Minuten) oder muendlichen Pruefung zu einer der beiden Einzelveranstaltungen ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/B11.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-B11-1Mittelhochdeutsch

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 SFG 2040 (2 SWS)

Das Seminar befasst sich mit dem Mittelhochdeutschen als einer Vorstufe unserer heutigen Sprache. Neben der Vermittlung der mittelhochdeutschen Grammatik wird es sich auf eine breitere Textkenntnis und vertiefende Einblicke in die deutsche und europäische Kultur des Mittelalters konzentrieren. Ziel der Veranstaltung ist eine sichere Verstehens- und Übersetzungskompetenz der Studierenden.
Unter anderem stehen folgende Themenkomplexe im Fokus des Seminars: Deutsch – Sprache, Land und Leute; Der mittelalterliche Hof; Recht und Ordnung; Ehe und Minne. Anhand von Textbeispielen aus diesen Themenbereichen werden grammatische Strukturen und Prozesse erarbeitet, Übersetzungsstrategien erprobt und allgemeine Aspekte des mittelalterlichen Lebens verständlich gemacht. Auf diesem Weg soll ein breiteres Verständnis für die Epoche des Mittelhochdeutschen erlangt werden

PD Dr. Barbara Aehnlich
10-79-4-B11-2Namen und ihr (Konflikt-) Potential

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 09.05.23 16:00 - 18:00 GW2 B2880

Die Namenkunde nimmt in der linguistischen Forschung als sprachwissenschaftliches und historisches Fach eine Sonderstellung ein. Trotz zahlreicher interdisziplinärer Bezüge ist die Onomastik in erster Linie eine sprachwissenschaftliche Disziplin, in welche das Seminar einführt. Das Seminar gibt zunächst einen Überblick über die verschiedenen Felder der Namenkunde und geht in den Einzelsitzungen auf ausgewählte Namenarten ein.
Immer wieder führen Namen aber auch zu Konflikten – seien es die Benennungen topografischer Gegebenheiten in mehrsprachigen Kontaktgebieten, seien es Markennamen, die heute nicht mehr politisch korrekt sind, oder seien es Umbenennungen von Toponymen in Kriegs- und Besatzungszeiten. Auch die Vergabe von Vornamen kann zu Konflikten führen. Vor diesem Hintergrund widmet sich das Seminar dem Konfliktpotential unterschiedlicher Namenarten in Geschichte und Gegenwart. Zugleich soll auch – wenn möglich – ihr Konfliktlösungspotential herausgearbeitet werden.

PD Dr. Barbara Aehnlich
10-79-4-B11-3Sprachgeschichte und Schule

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 GW2 A4020 (2 SWS)

Sprachgeschichte begegnet uns täglich, ist aber zugleich im schulischen Unterricht unterrepräsentiert. An vielen Stellen wäre es jedoch hilfreich, sprachhistorische Hintergründe einzubeziehen, etwa wenn es um die Verwendung korrekter Kasus- und Tempusformen oder die dialektale Gliederung des Deutschen geht. Das Interesse an der Entwicklung sprachlicher Phänomene sollte daher bereits in der Schule geweckt werden.
In diesem Seminar soll herausgearbeitet werden, wie sich Sprachgeschichte und Sprachwandel sinnvoll in den schulischen Unterricht integrieren lassen. Wichtig ist dabei ein expliziter Bezug zur Gegenwartssprache und zum praktischen Nutzen des Erlernten. Die Studierenden erarbeiten dabei zunächst einige sprachhistorische Themen selbstständig und entwickeln dann eine Unterrichtseinheit zu einem selbstgewählten Thema. Ziel ist es, konkrete Ideen für zukünftige Unterrichtseinheiten auszuarbeiten, die später in der Schule Anwendung finden können.

PD Dr. Barbara Aehnlich

C Niederdeutsche Sprache, Literatur und Kultur Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr, Andreas Jäger, Kontakt: anjaeger@uni-bremen.de
Das Modul wird mit einem Kurs je Semester, d. h. zwei Angeboten je Studienjahr angeboten.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/C.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-A4-13Ünnerwegs in de Hansetied (AL und NL)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 SFG 1020 (2 SWS)
Dr. Jana Jürgs
10-79-4-C-1Niederdeutsch und benachbarte Sprachen im kontrastiven Vergleich
Bklockseminar

Seminar

Einzeltermine:
Fr 05.05.23 12:00 - 17:00
Sa 06.05.23 10:00 - 15:00 MZH 1450
Fr 02.06.23 12:00 - 17:00 GW2 A4330
Sa 03.06.23 10:00 - 15:00 GW2 A4330
Fr 16.06.23 12:00 - 17:00 GW2 A4330
Reinhard Goltz
Dr. Andreas Jäger

D2 Mehrsprachigkeit in Theorie und Praxis (DaZ/ DaF) Wahlpflichtmodul 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Andrea Daase, Kontakt: adaase@uni-bremen.de.

Das Modul "D2 Mehrsprachigkeit in Theorie und Praxis (DaZ/DaF)" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer muendlichen Pruefung, mittleren Hausarbeit, mündlichen Gruppenprüfung, Präsentationsprüfung oder Portfolio ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/D2.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-2-D2-1Fachsensibles Sprachlernen – Sprachsensibles Fachlernen: Übergänge vom Vorkurs in den Regelunterricht gestalten

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW1 B0080 (2 SWS)

Nachdem in den letzten Jahren der DaZ-Unterricht in den Vorkursen für die sogenannten Seiteneinsteiger*innen und der sprachsensible Fachunterricht fachwissenschaftlich und didaktisch getrennt voneinander behandelt wurden, rückt aktuell der Übergang von den Vorkursen in die Regelklasse immer stärker als neuralgischer Punkt in den Blick.
Wir werden uns in dem Seminar zunächst mit den Rahmenbedingungen in Bremen auch im Vergleich zu anderen Bundesländern beschäftigen und uns diverse Curricula für den Unterricht in den Vorkursen anschauen. Nach einer Thematisierung der Anforderungen im Fachunterricht geht es dann darum, in Kleingruppen (Projektarbeit) Didaktisierungsvorschläge zu erarbeiten, welche im DaZ-Unterricht Angedacht ist auch die Kooperation mit Vorkursen in Bremen und Bremerhaven und ggf. auch mit einer Willkommensschule in Bremen sowie (bei Interesse und passenden Rahmenbedingungen) die Erprobung der Materialien in den Klassen.

Prof. Dr. Andrea Daase
10-79-2-D2-2Ästhetisches Lernen mit Drama, Geschichten und Musik (Primar)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 MZH 1460 (2 SWS)

In dieser Veranstaltung beschäftigen wir uns mit ästhetischem Lernen durch Bewegung, Geschichten, szenisches Gestalten und Musik sowie ihrer möglichen Wirkung auf die Sprachaneignung. Es geht also gerade nicht um die konkrete Messbarkeit von Sprachkompetenz und den entsprechenden Niveauzuschreibungen. Vielmehr berücksichtigen wir kommunikative Ansätze zum sprachlichen Handeln in Regelklassen und bewerten kriteriengeleitet ihre Durchführbarkeit im Zusammenspiel mit konkreten Aktivitäten. Die Bereitschaft, dramapädagogische Übungen und musikalische Einheiten praktisch durchzuführen ist in dieser Veranstaltung unbedingt erforderlich.

Dr. Anne Gadow
10-79-2-D2-3Strategien für den erfolgreichen Zweitspracherwerb (Primar)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 09.05.23 08:00 - 10:00 GW2 B1410

Warum lernen manche Kinder Sprachen anscheinend spielerisch einfach und können sich bereits nach kurzer Zeit auf einem hohen Niveau verständigen, während sich ihre Mitschüler*innen nur rudimentär ausdrücken können? Sind manche Kinder einfach das, was wir im Volksmund sprachbegabt nennen? Wie können wir uns dann als Lehrpersonen verhalten, um auch die anderen zu begaben? In dieser Veranstaltung beschäftigen wir uns mit Strategien, die mehr-, aber auch einsprachige Kinder einsetzen, um ihre Sprachaneignung zu forcieren und zu festigen. Nicht zuletzt nehmen wir dabei auch unser eigenes Verhalten bei der Sprachaneignung ins Visier und versuchen, diese Erkenntnisse auf unsere spätere Lehrtätigkeit in Regelklassen zu übertragen.

Dr. Anne Gadow
10-79-2-D2-5Lehrmaterialanalyse und Materialentwicklung für sprachbewusste Unterrichtsplanung (Gy/OS)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:00 - 10:00 SFG 1030

Einzeltermine:
Fr 21.07.23 - Sa 22.07.23 (Fr, Sa) 10:00 - 16:00 MZH 1100
Fr 28.07.23 10:00 - 18:00 MZH 1100
Sa 29.07.23 10:00 - 16:00 MZH 1100

In dem anwendungsorientierten Seminar werden theoretische Grundlagen zum sprachsensiblen Unterrichten vermittelt und durch Analyse und Erstellung von Unterrichtsmaterial vertieft. Hierzu werden den Studierenden konkrete Instrumente, wie zum Beispiel das Konkretisierungsraster zur sprachsensiblen Gestaltung von Aufgabenstellungen, nähergebracht. Darüber hinaus werden die Prinzipien sprachsensiblen Unterrichtens gefestigt, indem bestehendes Material im Hinblick auf diese untersucht und ggf. modifiziert wird. Dies ermöglicht den Studierenden eine Verzahnung des theoretisch bereits Erworbenen mit dem für die schulische Praxis relevanten Anwendungswissen. Über das gemeinsame Fach Deutsch hinaus werden auch die Zweitfächer der Studierenden in den Blick genommen, um fächerübergreifende Gemeinsamkeiten und Unterschiede betrachten zu können. Das Ziel des Seminars ist die Befähigung der Studierenden, Unterrichtsmaterial hinsichtlich der Sprachsensibilität anhand bewährter Instrumente und Leitlinien zu prüfen, zu modifizieren und selbst zu erstellen, um so einen Unterricht zu gestalten, der den Anspruch erheben kann, der Heterogenität der Klassen im Hinblick auf die Sprachbildung gerecht zu werden.

Alina Großmann
10-79-2-D2-6Mehrsprachigkeit vor und in der Grundschule

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:15 - 11:45 GW2 B1630 (2 SWS)

Konzept Mehrsprachigkeit:
10-79-Z-BA-UMHET-01 Seminar: Mehrsprachigkeit vor und in der Grundschule

Der Begriff und die erste Konzeptualisierung von "diversity management" stammt aus den USA. Das Konzept wird dort in der Wissenschaft sehr breit diskutiert und ist nicht nur in den Bildungsinstitutionen sondern auch in den großen Unternehmen stark verbreitet“ (vgl. in: Diversity Management. Impulse aus der Personalforschung, Gertraude Krell, Hartmut Wächer 2006, S. 59).
Die Diversitätsforschung im weiteren Sinne „diversity management“ bildet allerdings an mehreren Stellen ein Paradoxon zur Förderung von individueller Mehrsprachigkeit, denn wie in diesem ursprünglichen Konzept akzeptiert man zwar die Einwanderung und viele Menschen mit verschiedenem Migrationshintergrund aber die Mehrsprachigkeit (insb. Herkunftssprachen der MigrantInnen) werden nicht in den Institutionen akzeptiert bzw. verwendet und nicht gefördert.
Entsprechend diesem ursprünglichen Grundkonzept der Mehrsprachigkeit wird die Mehrsprachigkeit auch in deutschen Institutionen und vor allem vor und in der Grundschule kaum gefördert. Welche Hindernisse und Probleme hierzu entstehen, werden wir in dieser Veranstaltung diskutieren.

Wir werden uns zunächst mit den Begrifflichkeiten und anderen Konzepten aus der Mehrsprachigkeitsforschung auseinandersetzen. Darüber hinaus thematisieren wir die Vor- und Nachteile von mehrsprachigen SuS.

Um die Durchführbarkeit und die Grenzen der individuellen und institutionellen ( und im erweiterten Sinne der gesellschaftlichen) Mehrsprachigkeit besser zu verstehen, werden wir zunächst die Entstehung von individueller und gesellschaftlicher Mehrsprachigkeit auf den Grund gehen, indem wir die Arbeitsmigration und die Migration im Allgemeinen, und die familiäre Mehrsprachigkeit an konkreten und relevanten Sprachkombinationen (Dt.-Tr., Dt.-Rus., Dt.-Arb und anderen) erörtern und dann die mehrsprachige Erwerbssituationen in verschiedenen Familientypen interpretieren.
Und zum Schluss werden wir mit der „verbalisierten (z.B. durch falsche Transfers) vs. mentalen Mehrsprachigkeit (z.B. in der Sprachplanung von Verbalisierungen) befassen, die für den schulischen Erfolg von SuS mit Migrationshintergrund sehr wichtig sind so wie mit den Förderkonzepten der Mehrsprachigkeit in der Schule und Familie.

Die Mehrsprachigkeit beginnt eigentlich sehr früh in den meisten Migrantenfamilien, dennoch ist mehrsprachige frühkindliche Literalität nicht verbreitet. Für eine bessere Sprachstandserhebung in den KITAS und Grundschulen ist die Beleuchtung dieser früheren Prozesse (3-5 Jahren) relevant, auch für Eltern, andere Familienangehörige von großer Bedeutung.

Wir werden uns auch mit anderen Aspekten der Mehrsprachigkeit befassen: z.B. mit der mentalen Mehrsprachigkeit (über Diskursanalyse), mit der Sprachpolitik (über Parteiprogramme, KMK-Beschlüsse etc), Sprachimage von Herkunftssprachen etc.
Literaturempfehlung folgt zum Semesterbeginn.

Dr. Mehmet Latif Durlanik
10-79-2-D2-7Leseförderung: Lese- und Lernpatenschaften (Gy/OS)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 SFG 1020 (2 SWS)

Das Seminar gibt einen Überblick über die Grundlagen der Lesekompetenzforschung mit einem Fokus auf leseschwache Schüler:innen und verschiedene Formen der Mehrsprachigkeit. Dabei werden zum einen die theoretischen Grundlagen thematisiert, aber auch Diagnoseinstrumente und Förderkonzepte besprochen. Im Rahmen dieses Seminars finden außerdem Treffen mit Schüler:innen statt, sodass die im Seminar behandelten Theorien und Konzepte unmittelbar im schulischen Kontext erprobt, reflektiert und evaluiert werden können.

Chiara Gauer
10-79-2-D2-8Sprachdiagnose und Sprachbildung in der mehrsprachigen Schule

Seminar

Einzeltermine:
Fr 31.03.23 14:00 - 18:00 GW2 B3850
Mo 03.04.23 - Do 06.04.23 (Mo, Di, Mi, Do) 14:00 - 18:00 GW2 B3850

Im Rahmen dieses Seminars befassen wir uns zunächst damit,
was es für Lehrkräfte bedeutet, in einer mehrsprachigen Schulklasse zu
unterrichten: welche Kompetenzen bringen die SuS aus der Perspektive der
Mehrsprachigkeit möglicherweise mit und welchen sprachlichen Anforderungen
müssen sich alle SuS in einer mehrsprachigen Klasse stellen? Die Studierenden
verschaffen sich einen (kritischen) Überblick über einige mögliche
Sprachdiagnoseverfahren und deren Anforderungen. Tiefer beschäftigen wir uns
mit der Profilanalyse, dem C-Test und der unterrichtsbegleitenden
Sprachstandsbeobachtung (Niveaubeschreibungen DaZ). Anschließend
beschäftigen wir uns auch mit dem Thema der Folgen eines Diagnoseverfahrens
hinsichtlich einer möglichen Sprachförderung, bzw. Sprachbildung

Eliska Dunowski, Ph.D. (LB)
10-79-2-D2-9Registersensibler Fachunterricht in der Berufsausbildung (Schwerpunkt Pflege)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 08:15 - 09:45 SFG 2070

In diesem Seminar geht es um die Frage, wie Auszubildende mittels Scaffolding auf ihrem Weg zu erfolgreichen Lesenden und Schreibenden unterstützt werden können, um so zum Ausbildungserfolg beizutragen. Unser Ausgangspunkt ist dabei nicht die sprachliche Oberfläche von Texten, sondern mit dem Konzept des Genres wird von der Einbettung von Texten in den sozialen Kontext (im Fachunterricht und in der Ausbildungspraxis) sowie dem sozialen Zweck von Texten ausgegangen. Wir setzen uns mit Arbeiten der Sydney School und den Grundlagen der Funktionalen Grammatik nach Halliday und ihrer Anwendung auf die Institution Schule nach Schleppegrell auseinander und beziehen die Erkenntnisse immer wieder auf den deutschen Kontext der beruflichen Bildung. Dies geschieht vor allem durch praktische Anwendung und Reflektion. Die Bereitschaft zur Lektüre auch von englischen Texten wird vorausgesetzt, aber durch die Seminarinteraktion intensiv unterstützt. Erarbeitet werden kleine Projekte zur Umsetzung im Unterricht, dabei soll eigenes Material einbezogen werden.

Prof. Dr. Andrea Daase

FD1 Fachdidaktische Basiskompetenzen Deutsch (Sekundarstufen) Pflichtmodul 9 CP / 6 SWS

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Matthis Kepser in Verbindung mit Dr. Stefan Schallenberger, Kontakt: kepser@uni-bremen.de schallenberger@uni-bremen.de

Das Modul "FD1 Fachdidaktische Basiskompetenzen Deutsch (Sekundarstufen)" besteht aus 3 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet im Winter- und im Sommersemester statt. Studien- und Pruefungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/FD1.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-4-FD1-1Einführung in die Fachdidaktik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:15 - 13:45 MZH 1460 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 13.07.23 12:00 - 14:00 SFG 0140
Dr. Stefan Schallenberger
10-79-4-FD1-2Einführung in die Fachdidaktik (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW2 B2890 (2 SWS)
Prof. Dr. Matthis Kepser
10-79-4-FD1-3Einführung in die Mediendidaktik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 MZH 1460 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 13.07.23 14:00 - 16:00 GW2 B2880
Dr. Stefan Schallenberger
10-79-4-FD1-4Einführung in die Mediendidaktik (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GW2 B2890 (2 SWS)
Prof. Dr. Matthis Kepser
10-79-4-FD1-5Lese- und Schreibdidaktik (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 GW2 B2890 (2 SWS)

Einzeltermine:
Sa 17.06.23 - So 18.06.23 (So, Sa) 10:00 - 16:00 GW2 B2880
Sa 01.07.23 10:00 - 16:00 GW2 B1410
So 02.07.23 10:00 - 16:00 GW2 B2880
Alina Pawlowski
10-79-4-FD1-6Lese- und Schreibdidaktik (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 GW2 A4020 (2 SWS)
Burcin Amet, (sie/ihr)
10-79-4-FD1-7Lese- und Schreibdidaktik (c)
Blockveranstaltung

Seminar

Einzeltermine:
Mi 12.04.23 16:15 - 17:45 Online
Sa 03.06.23 10:00 - 16:00 MZH 1450
Sa 10.06.23 10:00 - 16:00 MZH 1450
Sa 17.06.23 10:00 - 16:00 MZH 1450
Fabian Schleupner (LB)

FD2 Praxisorientierte Elemente Deutsch Pflichtmodul 3 CP / 2 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Stefan Schallenberger in Verbindung mit Prof. Dr. Matthis Kepser, Kontakt: schallenberger@uni-bremen.de kepser@uni-bremen.de

Das Modul "FD2 Praxisorientierte Elemente Deutsch" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 1 SWS sowie dem Schulpraktikum. Es findet im Winter- und im Sommersemester statt. Studien- und Pruefungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/FD2.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-FD2-1Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [a]

Seminar

Einzeltermine:
Di 14.03.23 - Mi 15.03.23 (Di, Mi) 10:00 - 16:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)

Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn

Dr. Stefan Schallenberger
10-79-5-FD2-2Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [b]

Seminar

Einzeltermine:
Mi 22.03.23 - Do 23.03.23 (Mi, Do) 10:00 - 16:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)

Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn

Dr. Stefan Schallenberger
10-79-5-FD2-3Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [c]

Seminar

Einzeltermine:
Di 21.03.23 - Mi 22.03.23 (Di, Mi) 10:30 - 16:30 GW2 B3770

Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn

Prof. Dr. Matthis Kepser
10-79-5-FD2-4Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [d]
Alle Termine finden am Landesinsitut für Schule, am Weidedamm 20 statt. Den Raum entnehmen Sie jeweils den Bildschirmen im Eingangsbereich.

Seminar

Einzeltermine:
Di 14.03.23 09:00 - 15:00
Di 21.03.23 09:00 - 15:00

Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn

Mona Bektesi (LIS)
10-79-5-FD2-5Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [e]
Alle Termine finden am Landesinsitut für Schule, am Weidedamm 20 statt. Den Raum entnehmen Sie jeweils den Bildschirmen im Eingangsbereich.

Seminar

Einzeltermine:
Mi 15.03.23 09:00 - 15:00
Mi 22.03.23 09:00 - 15:00

Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn

Mona Bektesi (LIS)
10-79-5-FD2-6Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [f]
Alle Termine finden am Landesinsitut für Schule, am Weidedamm 20 statt. Den Raum entnehmen Sie jeweils den Bildschirmen im Eingangsbereich.

Seminar

Einzeltermine:
Do 16.03.23 09:00 - 15:00
Do 23.03.23 09:00 - 15:00

Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn

Mona Bektesi (LIS)
10-79-5-FD2-7Praxisorientierte Elemente (Nachbereitung) [g]
Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn

Seminar

Einzeltermine:
Mo 03.04.23 - Di 04.04.23 (Mo, Di) 10:00 - 16:00 GW2 B3770

Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn

Burcin Amet, (sie/ihr)

GR2 Sprachreflexionen Pflichtmodul („großes“ Fach) Wahlpflichtmodul („kleines“ Fach) 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Andreas Jäger , Kontakt: anjaeger@uni-bremen.de

Das Modul \"GR2 Sprachreflexionen\" macht die Studierenden mit wesentlichen Aspekten der deutschen Grammatik und ihrer Beschreibung vertraut. Das Modul erstreckt sich ueber ein Semester (Sommer); es umfasst zwei entsprechende Einfuehrungskurse (1) in die Phonologie/Morphologie und (2) in die Syntax.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/GR2.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-2-GR2-1Einführung in die Syntax (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 GW2 B2890 (2 SWS)
Dr. Andreas Jäger
10-79-2-GR2-2Einführung in die Syntax (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-2-GR2-3Einführung in die Syntax (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 1020
Dr. Anna Mattfeldt
10-79-2-GR2-5Einführung in die Phonologie/ Morphologie (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 08:15 - 09:45 SFG 1020 (2 SWS)
Dr. Andreas Jäger
10-79-2-GR2-6Einführung in die Phonologie/ Morphologie (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:15 - 17:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer
10-79-2-GR2-7Einführung in die Phonologie/ Morphologie (c)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:15 - 11:45 GW1 B0080 (2 SWS)
Dr. Jan-Henning Kromminga (LB)
10-79-2-GR2-8Tutorium GR2 Phonologie/ Morphologie

Tutorium

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GW1-HS H1000
Dr. Jan-Henning Kromminga
Dr. Andreas Rothenhöfer
Dr. Andreas Jäger
10-79-2-GR2-9Tutorium GR2 Syntax

Tutorium

Termine:
wöchentlich Mi 18:15 - 19:45 SFG 2080 (2 SWS) Tutorium
Dr. Andreas Rothenhöfer
Dr. Andreas Jäger
Dr. Anna Mattfeldt

GR4 Deutsch als Zweitsprache (mit Kontrastsprache) Pflichtmodul 9 CP / 6 SWS

Modulbeauftragte: Dr. Anne Gadow, Kontakt: agadow@uni-bremen.de

Das Modul \"GR4 Deutsch als Zweitsprache (mit Kontrastsprache)\" besteht aus 3 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet im Sommer- (nur Kontrastsprache) und im Wintersemester (Vorlesung und vertiefendes Seminar) statt. Die Studien- und Pruefungsleistungen entnehmen Sie bitte der Modulbeschreibung.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/GR4.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-GR4-1Kontrastsprache Türkisch (a)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:15 - 15:45 GW2 B1630 (2 SWS)

In dieser Veranstaltung werden in erster Linie die grundlegenden morphologischen und syntaktischen Strukturen der in Deutschland relevanten Herkunftssprache Türkisch vorgestellt (Vokalharmonie, Konsonantenanpassung, Grundwortschatz etc.), wobei der problemorientierte Spracherwerb am Beispiel des Türkischen und des Deutschen als Fremdsprache durchgehend thematisiert werden soll. Ziel ist es, die eigenen Lernprozesse und –strategien im gemeinsamen Austausch systematisch zu reflektieren sowie Grammatik aus der Lernerperspektive wahrnehmen zu lernen. Außerdem werden parallel zur Progression des türkischen Sprachunterrichts allgemeine Aspekte der Methodik des Fremdsprachenunterrichts in diese Lehrveranstaltung integriert.
Darüber hinaus werden verschiedene, linguistisch relevante Strukturen und Konstruktionen des Türkischen kontrastiv (mit den deutschsprachigen Äquivalenzen vergleichend) dargestellt und diskutiert. Hier versuchen wir, gelernte linguistische Kategorien zu ergänzen bzw. anzuwenden und durch Kontrastierung mit den Strukturen aus dem Türkischen (bspw. Präsens vs. Aorist, Nebensatz vs. Konverb, Präposition vs Postposition etc.) zu festigen.
Ein anderes Ziel ist also, mit den wichtigsten Begriffen ein Instrumentarium zu vermitteln, das dann später den TeilnehmerInnen Zugang zu unterschiedlichen Sprachanalysen verschaffen soll.

Es werden Kopien zur Verfügung gestellt aus dem Buch: Turan, Tevfik: Langenscheidts Praktisches Türkisch Langenscheidt. Berlin u.a.: 1996. Außerdem werden auch andere Materialien je nach Thema einbezogen (in Form von Infozetteln und Kopien per StudIP und Email an die TN geschickt).
Die Teilnahme ist nur für Studierende ohne Kenntnisse der türkischen Sprache möglich. Wenn Sie selber mit Türkisch als Erstsprache aufgewachsen sind, wählen Sie bitte einen Kurs mit einer anderer Kontrastsprache.

Dr. Mehmet Latif Durlanik
10-79-5-GR4-2Kontrastsprache Türkisch (b)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:15 - 17:45 GW2 B1630 (2 SWS)

In dieser Veranstaltung werden in erster Linie die grundlegenden morphologischen und syntaktischen Strukturen der in Deutschland relevanten Herkunftssprache Türkisch vorgestellt (Vokalharmonie, Konsonantenanpassung, Grundwortschatz etc.), wobei auch der problemorientierte Spracherwerb am Beispiel des Türkischen und des Deutschen als Fremdsprache durchgehend thematisiert werden soll. Ziel ist es, die eigenen Lernprozesse und –strategien im gemeinsamen Austausch systematisch zu reflektieren sowie Grammatik aus der Lernerperspektive wahrnehmen zu lernen. Außerdem werden parallel zur Progression des türkischen Sprachunterrichts allgemeine Aspekte der Methodik des Fremdsprachenunterrichts in diese Lehrveranstaltung integriert.
Darüber hinaus werden verschiedene, linguistisch relevante Strukturen und Konstruktionen des Türkischen kontrastiv (mit den deutschsprachigen Äquivalenzen vergleichend) dargestellt und diskutiert. Hier versuchen wir, gelernte linguistische Kategorien zu ergänzen bzw. anzuwenden und durch Kontrastierung mit den Strukturen aus dem Türkischen (bspw. Präsens vs. Aorist, Nebensatz vs. Konverb, Präposition vs Postposition etc.) zu festigen.
Ein anderes Ziel ist also, mit den wichtigsten Begriffen ein Instrumentarium zu vermitteln, das dann später den TeilnehmerInnen Zugang zu unterschiedlichen Sprachanalysen verschaffen soll.

Es werden Kopien zur Verfügung gestellt aus dem Buch: Turan, Tevfik: Langenscheidts Praktisches Türkisch Langenscheidt. Berlin u.a.: 1996. Außerdem werden auch andere Materialien je nach Thema einbezogen (in Form von Infozetteln und Kopien per StudIP und Email an die TN geschickt).
Die Teilnahme ist nur für Studierende ohne Kenntnisse der türkischen Sprache möglich. Wenn Sie selber mit Türkisch als Erstsprache aufgewachsen sind, wählen Sie bitte einen Kurs mit einer anderer Kontrastsprache.

Dr. Mehmet Latif Durlanik
10-79-5-GR4-3Kontrastsprache Russisch

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 GW1 B2070

In dieser Veranstaltung werden die Eigenschaften der russischen Sprache mit denen der deutschen Sprache verglichen. Thematisiert werden dabei linguistische Ebenen wie Phonetik, Phonologie, Morphologie und Syntax der russischen Sprache sowie unterschiedliche grammatische Strukturen der beiden Sprachen. Betrachtet werden nicht nur Unterschiede, sondern auch die Ähnlichkeiten der Sprachen. Das Ziel der Veranstaltung ist es, einen Einblick in mögliche sprachbedingte Herausforderungen von Schüler*innen mit Russisch als Erstsprache beim Erlernen des Deutschen als Zweitsprache zu geben, um diese in der Unterrichtspraxis besser einschätzen zu können. Zudem sollen Ideen entwickelt werden, wie die Ressourcen im Russischen im Unterricht genutzt werden können.

Olga Kulikova (LB)
10-79-5-GR4-4Kontrastsprache Arabisch

Seminar

Einzeltermine:
Fr 31.03.23 14:00 - 17:30 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Sa 01.04.23 10:00 - 18:30 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Fr 28.04.23 10:00 - 17:30
Sa 29.04.23 10:00 - 17:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Sa 13.05.23 12:00 - 13:30 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)

Im Mittelpunkt dieses Seminars stehen die Besonderheiten des Arabischen sowie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit dem Deutschen. Vermittelt werden die Grundkenntnisse des Arabischen, wobei wir uns auf das Hocharabische beschränken und uns von den verschiedenen Dialekten in den arabischen Ländern distanzieren werden. Thematisiert werden zudem die linguistischen Ebenen des Arabischen, wie Phonologie, Morphologie und Syntax, wobei die Auseinandersetzung mit der Formenlehre des Arabischen im Vergleich mit dem Deutschen den Vorrang hat.

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Teilnahme an diesem Seminar NUR für Studierende ohne Kenntnisse der arabischen Sprache möglich ist. Wenn Sie mit Arabisch als (einer) Erstsprache aufgewachsen sind, tragen Sie sich bitte aus diesem Semianr aus und wählen Sie bitte aus den anderen Kontrastsprachenangeboten.

Mahmud Abdullah (LB)

GR5 Vertiefung Literatur (professionsbezogen) Pflichtmodul (im „großen“ Fach) / Wahlpflichtmodul (im „kleinen“ Fach) 6 CP / 4 SWS

Modulbeauftragter: Dr. Nils Lehnert, Kontakt: nlehnert@uni-bremen.de

Das Modul \\\"GR5 Vertiefung Literatur (professionsbezogen)\\\" besteht aus 2 verpflichtenden Veranstaltungen zu je 2 SWS. Es findet regelmaessig im Sommersemester statt und schliesst mit einer Praesentation oder kleinen Hausarbeit im Zusammenhang mit einer der beiden Lehrveranstaltungen ab.

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/GR5.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-5-GR5-01Von Juno, Lisa und Addie – Abtreibung als Thema der Jugendmedien

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 MZH 1460 (2 SWS)

'Juno', 'Girls' und 'Pretty Little Liars' - Nur einige wenige Beispiele aus dem Bereich der (populären) Kinder- und Jugendmedien, in denen Abtreibung thematisiert und verhandelt wird. Das geplante Seminar sucht narratoästhetische Repräsentationsstrategien für 'Abtreibung' zu diskutieren und in diesem Zusammenhang auch auf gesellschaftspolitische Diskurse und Entwicklungen einzugehen.

Dr. Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-02‚Backfische‘ auf Reisen? Reiseliteratur gendertheoretisch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) GW2 B1170 (2 SWS)

Ob per Schiff, Fahrrad, per Interrail oder im 'geborgten' Auto – jugendliche Figuren begeben sich im Jugendroman häufig auf 'große Fahrt'. Das Seminar folgt den Spuren dieser Figuren quer durch Europa und diskutiert, inwiefern die Reisen und Reiseabenteuer gegenderten Mustern folgen.

Dr. Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-03Burg Möwenfels und Lindenhof – Enid Blytons School Stories intersektional

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 SFG 2070 (2 SWS)

"Whatever I loved about Enid Blyton isn’t there when I go back as an adult" (Gaiman 2023). Ein Grund für Neil Gaimans erwachsenes Unbehagen gegenüber den Geschichten von Enid Blyton mögen die zahlreichen stereotypen Darstellungen sein, die ihren Geschichten eingeschrieben sind. Das Seminar sucht diesen Stereotypen anhand der 'School Stories' Blytons aus intersektionaler Perspektive (siehe Benner 2016; Walgenbach 2012) nach und geht in diesem Zusammenhang auch auf die wechselhafte Rezeptionsgeschichte der Romane um Dolly sowie Hanni und Nanni ein.

Dr. Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-04Der Spiegel als Motiv in den Kinder- und Jugendmedien
Blockseminar

Seminar

Einzeltermine:
Di 11.04.23 17:00 - 18:00
Sa 24.06.23 - So 25.06.23 (So, Sa) 10:00 - 18:00 GW2 B3770
Di 11.07.23 17:00 - 18:00

'Schneewittchen', 'Die unendliche Geschichte' oder 'Harry Potter' – Das Motiv 'Spiegel' ist in den Kinder- und Jugendmedien ungemein präsent. Das Seminar sucht dieser Präsenz aus transmedialer Perspektive nach und rückt somit unterschiedliche mediale Inszenierungen (bspw. Bilderbuch, Kinder- und Jugendroman, Family Entertainment-Film) in den Fokus. Untersucht werden sollen die medienspezifischen narratoästhetischen, materiellen, paratextuellen und diskursiven Elemente, mit denen das Motiv 'Spiegel' gestaltet wird.

Dr. Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-05Mietskasernen, Reihenhäuser und Plattenbauten – Das Haus als Raum in der Kinder- und Jugendliteratur
Blockseminar

Seminar

Einzeltermine:
Di 04.04.23 - Do 06.04.23 (Di, Mi, Do) 10:00 - 17:00 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)

Ob für Lisa, Tara oder Rico: Das Haus, in dem die kindlichen Erzähler:innen leben, ist mehr als nur Wohnort: Es stellt einen zentralen Dreh- und Angelpunkt der Erzählung und im Leben der Figuren dar. Das Seminar nähert sich den erzählten und erzählenden Häusern aus raumsemantischer Perspektive und sucht zudem Diskurse rund um 'gender', 'class' und 'age' zu diskutieren.
Hinweis: Für das Seminar werden 'Wir Kinder aus Bullerbü' von Astrid Lindgren,
'Wir Kinder aus dem Möwenweg' von Kirsten Boie, 'Rico, Oskar und die Tieferschatten' von Andreas Steinhöfel sowie 'Stellastraße 45 + 47' von Elisabeth Honey als bekannt vorausgesetzt.

Dr. Stefanie Jakobi
10-79-5-GR5-06Mit ohne Worte. Wimmelbücher und andere ‚silent books‘ für Kinder und Jugendliche

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:15 - 15:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 09.05.23 14:00 - 16:00 FVG M2010

Zwar gebührt Gotthold Ephraim Lessing zweifelsfrei das Verdienst, mit seiner Abhandlung Laokoon oder über die Grenzen der Mahlerey und Poesie (1766) auf die Spezifika von Bild (gleichzeitiges Nebeneinander) und Text (Nacheinander) hingewiesen (und damit die Literatur generell geadelt) zu haben – die postulierte Inkommensurabilität hingegen darf jedoch zumindest teilweise bezweifelt werden.
Zumal hinsichtlich einer dritten Kategorie überschneiden sich beide künstlerischen Ausdrucksformen nämlich breit: im Erzählen. Damit ist gemeint, dass erstens auch einzelne Bilder sehr wohl narrative Züge tragen können und zweitens, dass mit Bildern und durch Bilder etwa in Comic, Graphic Novel, Bilderbuch etc. de facto erzählt wird.
Besonders gut lässt sich das an ‚silent books‘ beobachten, die ganz ohne Worte auskommen. Im Seminar wird erstens das Handwerkszeug erlernt, um erzählende Bildwelten adäquat beschreiben zu können, bevor zweitens exemplarisch unterschiedlichste Artefakte (Wimmelbücher, aber auch andere Formen grafischen Erzählens im Bilderbuch) auf deren spezifische wortlose Erzählweise hin analysiert und interpretiert werden sollen.

Dr. Nils Lehnert
10-79-5-GR5-07(Musik-)Videoclipanalyse

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:15 - 19:45 GW2 B1630 (2 SWS)

Sie umgeben uns tagtäglich und alle haben ein mehr oder weniger geschultes Instrumentarium für die Rezeption von: kurzen (Musik-)Videoclips. TikTok könnte ohne einpacken, Musik ohne Bildspur verkauft sich nicht mehr, man findet kaum noch eine Gebrauchsanweisung ohne QR-Code zum Erklärvideo.
Massenphänomene schaffen es meist mit ein wenig Verzögerung in (hoch-)schulische Lehrangebote, aber (Musik-)Videos sind eher unterbelichtet; bis auf Fernand Hörners Monografie „Polyphonie und Audiovision“ (2020) liegt wenig vor – bzw. es ist nötig, die erforderlichen Bausteine für eine angemessene Analyse selbst aus Film- und Fernseh- sowie Werbe(sprach)-Kontexten, aus Überlegungen zu bilderbuchtheoretischen Text-Bild-Bezügen oder der linguistischen Multimodalitätsforschung zu entlehnen.
In etwa zu gleichen Teilen geht es im Seminar um den Aufbau von Theoriefacetten wie um die Arbeit am Material (vom verpixelten Meme bis zum Musikvideo inkl. Postproduktion).

Dr. Nils Lehnert
10-79-5-GR5-08Multiperspektivisches Erzählen in Hörspiel und (Bilder-)Buch

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:15 - 09:45 SFG 1020 (2 SWS)

Es ist alles eine Frage des Blickwinkels. Im Alltag völlig selbstverständlich, gibt es immer unterschiedliche Perspektiven auf die Wirklichkeit. So ist sich bspw. Kind 1 sicher: „Die/der hat angefangen!“, wohingegen Kind 2 das Gegenteil behauptet. In diesem Fall schließen sich beide Sichtweisen logisch aus. In komplexeren Sachverhalten fügen sich differente Blickwinkel wie Steinchen zum Mosaik, in fiktionalen Artefakten treten sogar noch kunstvollere Verknüpfungen des multiperspektivischen Erzählens auf.
Dass man auch in (Bilder-)Büchern und Hörspielen für Kinder und Jugendliche gleich(zeitig) durch mehrere Augen auf das Geschehen blickt bzw. es gar nicht objektiv ‚das Geschehen‘ unabhängig von der Perspektive gibt, ist ein verhältnismäßig junges Phänomen seitens der Produktion, das dafür erstaunlich schnell und gut (seitens der Forschung) erschlossen worden ist.
Innerhalb eines theoretischen Rahmens analysieren wir unterschiedliche Artefakte (Bilderbücher, Romane, Hörspiele). Hier eine erste Auswahl: Linie 912 sowie Nina und Paul von Thilo Reffert, Die Kurzhosengang von Zoran Drvenkar/Andreas Steinhöfel, Blöde Ziege/Dumme Gans von Isabel Abedi/Silvio Neuendorf, Zwei schreckliche Angsthasen von Eileen Christelow/Jim Aylesworth, Somniavero von Anja Stürzer.

Dr. Nils Lehnert
10-79-5-GR5-09Zaungast in Zamonien. Walter Moers’ All-age-Romankosmos

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:15 - 13:45 GW1 B0080 (2 SWS)

Mittlerweile ist der fiktive Kontinent Zamonien schon ganz gut vermessen und kartiert – und das Interesse an Walter Moers’ All-age-Kosmos längst aus den subkulturellen Fan-Gefilden auf die Wissenschaft übergeschwappt. Im Seminar werden wir nach einer ersten Annäherung über die 13 ½ Leben mittels ausgewählter Schwerpunktsetzungen textübergreifend Besonderheiten eruieren.
Theoretische und thematische Schwerpunkte können (und werden in Auswahl) sein: Humor, Unzuverlässigkeit, telling names, Listen als Popkultur, transmediales Storytelling, Auto®fiktion, Labyrinth & Rhizom, Intermedialität, All-age, Ästhetik des Sterbens/Todes, Konzepte des Bösen, Fantastiktheorien etc. pp.

Dr. Nils Lehnert
10-79-5-GR5-10Transhumanismus in der KJL

Seminar

Einzeltermine:
Di 25.04.23 18:00 - 20:00 MZH 1100
Di 18.07.23 - Do 20.07.23 (Di, Mi, Do) 10:00 - 18:00 GW2 B3850

Die rasante Weiterentwicklung Künstlicher Intelligenzen, neue Methoden des Bioengineering und die Erkenntnisse über das Bewusstsein und die Intelligenz von Tieren – all diese Entwicklungen haben gemeinsam, dass sie das anthropozentrische Weltbild, in dessen Mitte der Mensch als rational denkendes, aufgeklärtes und von seiner Umwelt prinzipiell getrenntes Wesen steht, radikal in Frage stellen. Als Antwort auf diese Herausforderung haben sich im 20. Jahrhundert theoretische Strömungen wie die des Transhumanismus und Posthumanismus herausgebildet, die u.a. versuchen, das Verhältnis zwischen Mensch, Technik und Natur neu zu denken. So wird etwa die Figur des Cyborg zu einem Symbol der vielfachen technologischen Möglichkeiten der Erweiterung menschlichen Lebens sowie deren ethischen Implikationen. Auf der anderen Seite stellt u.a. der sogenannte ethische Posthumanismus die Frage nach den Trennungslinien zwischen Mensch und Tier und dem globalen Ökosystem als Ganzem.
Dieses Seminar beschäftigt sich mit Kinder- und Jugendliteratur, die Szenarien entwirft, in denen Fragen des Trans- bzw. Posthumanismus aufscheinen. Neben der Lektüre der Primärtexte u.a. von Karl Olsberg, Ursula K. Le Guin und Dan Jolley werden wir uns auch mit der theoretischen Entwicklung trans- bzw. posthumanistischer Konzepte beschäftigen. Da nicht alle Sekundärtexte in deutscher Übersetzung vorliegen, sind für dieses Seminar Englischkenntnisse eine Voraussetzung.

Dr. Hadassah Stichnothe

Z-BA-UMHET (Zusatzangebot)

Kontakt: Prof. Dr. Andrea Daase
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-Z-BA-UMHET-01Mehrsprachigkeit - ein multiperspektivischer Blick und seine Implikationen für Schule und Unterricht
BA-UM-HET (DaZ)

Seminar
ECTS: 3

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Mi 14:15 - 17:45 SFG 1010 (2 SWS)

Auch wenn wir wissen, dass Mehrsprachigkeit nicht nur weltweit gesehen, sondern auch mit Blick auf die Bremer Bevölkerung, insbesondere die Kinder und Jugendlichen, die Normalität darstellt, finden wir in der gesellschaftlichen (Medien-)Öffentlichkeit, in schulischen Kontexten, aber auch in direkten Kontakten immer wieder mehr oder weniger offensichtliche oder subtile Hinweise darauf, dass der monolinguale Habitus immer noch sehr präsent ist. Das bedeutet auch, dass die Beurteilung von Sprachkompetenz an sog. native speakern/Muttersprachlern und deren vermeintlich perfekten Sprachvermögen ausgerichtet ist. Dennoch gilt Mehrsprachigkeit als erklärtes Ziel der europäischen Bildungspolitik – sie wird also – je nach Ausprägung und Kontext sehr unterschiedlich wahrgenommen und bewertet. Nur selten werden mehrsprachige Individuen nach ihrer individuellen Wahrnehmung, der persönlichen Sprachbiographie gefragt und die die Aneignungs- und Verwendungskontexte einbezogen.
In diesem Seminar wollen wir uns dem Konzept der Mehrsprachigkeit ausgehend von einer subjektorientierten Sicht nähern und uns dann mit ihrer Präsenz, ihrer Wahrnehmung, ihrem Umgang und ihrer Bewertung in Gesellschaft, Schule und Unterricht auseinandersetzen. Diskutiert werden auch Zusammenhänge von Sprache und Macht, Sprache und Identität, Sprache und Emotionen u.a. Zudem soll der Frage nachgegangen werden, wie Mehrsprachigkeit in Schule wertschätzend sichtbar gemacht und als Ressource im Unterricht eingesetzt werden kann.

Prof. Dr. Andrea Daase

BAA_ Modul Bachelorarbeit 15/12 CP

B.A. Abschlussarbeit
Modulbeauftragter: Vorsitzende der Studienkommission Germanistik/Deutsch, Prof. Dr. Andrea Daase, Kontakt: skgerm@uni-bremen.de

http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/ba2/module/pdf/BAA_P.pdf
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-79-6-BAA-01Begleitseminar zur Erstellung der Bachelorarbeit (NDL)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Do 12:15 - 13:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (1 SWS)
Prof. Dr. Axel Dunker
10-79-6-BAA-02Begleitseminar zur Erstellung der Bachelorarbeit (KJL)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Mi 14:15 - 15:45 (1 SWS)

Das Seminar richtet sich an Studierende, die ihre Abschlussarbeit im Bereich Kinder- und Jugendmedien schreiben. Gemeinsam werden wir die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens und Schreiben wiederholen und an Fragestellungen, Gliederung und Exposés arbeiten. Das Seminar ist durch einen gemeinschaftlichen Lerngedanken geprägt und soll Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten in Forschungsgruppen bieten.

Dr. Stefanie Jakobi
10-79-6-BAA-03Begleitseminar zur Erstellung der Bachelorarbeit (Sprachwissenschaft)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Fr 08:15 - 09:45 GW2 B1630 (1 SWS)
Dr. Anna Mattfeldt
10-79-6-BAA-04Begleitseminar zur Erstellung der Bachelorarbeit
Workshop Attending the Bachelor Thesis Production

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Do 12:15 - 13:45 SFG 2070 (1 SWS)

An diesem Begleitseminar kann und sollte teilnehmen, wer unter meiner Betreuung eine Bachelorarbeit anfertigt. Die Betreuungsabsprache, vor der zumindest eine erste Projektidee stehen sollte, sollte gegen Ende des Wintersemesters erfolgen oder möglichst kurz danach. Am besten besuchen Sie mich in meiner Sprechstunde oder nehmen per Mail Kontakt auf, vgl. www.uwe-spoerl.de unter "Kontakt".

Der übliche Zeitplan für die Erstellung der Arbeit, der zudem einen problemlosen Übergang in sich anschließende Masterprogramme garantiert, ist in etwa dieser:
Vorgespräche und Betreuungsabsprache: Januar bis März
Begleitseminar mit drei Phasen (s. u.): April bis Juli
Anmeldung der Arbeit: Mai, Anfang Juni
Abgabe der Arbeit: Juli bis Ende August
Fertigstellung der Gutachten: August, September

Die Organisation und der Zeitplan für dieses Begleitseminar werden sich stark an den konkreten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ihren Projekt- und Zeitplänen ausrichten. Näheres klären wir in der ersten Sitzung.

Grundsätzlich werden wir uns natürlich an den in der Modulbeschreibung ausgewiesenen Phasen orientieren:
(I) Entwicklung von Themen- und Fragestellungen, ersten Exposés (wohl im April / Mai),
(II) Erstellung von Gliederungen, Strukturplänen und/oder elaborierten Exposés (wohl im Mai / Juni),
(III) Begleitung der Schreibphase (wohl im Juni / Juli).

Das Modul wird mit der Bachelorarbeit abgeschlossen.

Für die (aktive) Teilnahme an der Veranstaltung (die als Studienleistung betrachtet wird) bekommen Sie 3 CPs, die im Bachelor Profilfach als General Studies-Punkte und die in der Lehramtsoption als Punkte im Bereich der Schlüsselqualifikationen gewertet werden (können).

Dr. Uwe Spörl
10-79-6-BAA-05Begleitseminar zur Erstellung der Bachelorarbeit (NDL)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Di 10:15 - 11:45 (1 SWS)
Dr. Jan Gerstner
10-79-6-BAA-06Begleitseminar zur Erstellung der Bachelorarbeit (NDL)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Mi 16:15 - 17:45 SFG 1020 (1 SWS)

Das Begleitseminar richtet sich an Studierende, die vorhaben, Ihre Bachelorarbeit zu schreiben. Die insgesamt sechs Termine sollen genutzt werden, um zentrale Inhalte des (literatur-)wissenschaftlichen Arbeitens aufzufrischen. Themen dabei sind:
1) Literaturrecherche und Literaturorganisation
2) Fragestellungen und Thesenentwicklung
3) Theorien und Methoden
4) Gliederung und Strukturierung
5) Zitieren und Quellenverzeichnis
6) Textproduktion – Arbeiten und Überarbeiten
Außerdem stellen Sie Ihr Projekt vor. Dazu ist es nicht notwendig, zu Beginn des Seminars bereits ein vollständig ausgearbeitetes Projekt zu haben. Wichtig ist vielmehr, ihren Arbeitsstand zu umreißen und mit den anderen zu diskutieren, um die Probleme und Herausforderungen zu besprechen, die Ihr Vorhaben gerade bereitstellt.

Dr. Urania Julia Milevski
10-79-6-BAA-07Begleitseminar zur Erstellung der Bachelorarbeit (NDL)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Mi 14:15 - 15:45 GW1 B2130 (1 SWS)

Das Kolloquium findet im vierzehntägigen Rhythmus statt und verfolgt das Ziel der Prozeßgenerierung und Prozeßbegleitung für entstehende BA-Arbeiten im Bereich der neueren deutschen Literaturwissenschaft. Vorgesehen ist eine Dreiteilung der Themenfelder, auf die die Studierenden großen Einfluß nehmen sollen. Zunächst ist eine allgemeine Orientierung über rechtliche und formale Aspekte vorgesehen. In einer zweiten Phase sollen arbeitsstandbegleitend Probleme der Fra-gestellung, der Gliederung, der Darstellung und anderer Strategien diskutiert werden.
In einer dritten Phase sollen einzelne Arbeitsfelder (wie z.B. Literaturverfilmung, Literatur und Geschichte, Textanalyse, Methoden etc.) bearbeitet werden, die entweder grundlegend sind oder für einzelne Projektgruppen relevant sind. In die zweite und die dritte Phase soll auch die Besprechung der Exposés einbezogen werden.
Das Kolloquium steht allen Studierenden offen, die Ihre Abschlußarbeiten schreiben möchten.

PD Dr. Martin Schierbaum
10-79-6-BAA-08Begleitseminar zur Erstellung der Bachelorarbeit (Mehrsprachigkeit und DaZ)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Do 12:15 - 13:45 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum) (1 SWS)

Dieses Begleitseminar zur Bachelorarbeit ist für Studierende, die ihre Arbeit in dem breiten Themenkomplex von Mehrsprachigkeit und Deutsch als Zweitsprache schreiben. Sie erfahren in der Veranstaltung, was beim Verfassen der Bachelorarbeit zu beachten ist und erhalten die Gelegenheit, Ihr Thema, Fragestellungen, Gegenstand und Ziel zur Diskussion zu stellen und in der Gruppe offene Fragen sowie mögliche Alternativen des Vorgehens zu diskutieren, Schwierigkeiten bei der Erstellung der Bachelorarbeit zu thematisieren und in der Lerngruppe nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Zudem findet eine enge individuelle Beratung und Begleitung von Seiten der Lehrenden statt sowie nach Bedarf Übungen zum wissenschaftlichen Schreiben.

Prof. Dr. Andrea Daase
10-79-6-BAA-09Begleitseminar zur Erstellung der Bachelorarbeit (KJL)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Mi 10:15 - 11:45 GW1-HS H1010 (1 SWS)

Das Seminar richtet sich an Studierende, die ihre Abschlussarbeit im Bereich Kinder- und Jugendmedien schreiben. Gemeinsam werden wir die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens und Schreiben wiederholen und an Fragestellungen, Gliederung und Exposés arbeiten. Das Seminar ist durch einen gemeinschaftlichen Lerngedanken geprägt und soll Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten in Forschungsgruppen bieten.

Dr. Nils Lehnert
10-M79-4-MAA-2Begleitseminar zur Erstellung der Master- und Bachelorarbeit (Mediävistik)
Zeit und Ort n.V.

Seminar
Dr. Jana Jürgs
10-M79-4-MAA-3Begleitseminar zur Erstellung der Master- und Bachelorarbeit (Mediävistik)
Zeit und Ort n.V.

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 08:00 - 10:00 GW2 A4330

Sie besuchen dieses Begleitseminar, wenn Sie bei mir Ihre Bachelor- oder Masterarbeit schreiben (Betreuerin und Erstgutachterin). Das Begleitseminar findet vierzehntägig statt, der Termin wird vor der ersten Semesterwoche in Absprache mit den Teilnehmer:innen festgelegt. Behandelt werden z.B. Themenfindung, Textauswahl, Literaturrecherche, methodisches Vorgehen, Entwicklung einer konkreten Fragestellung und alle Fragen und Probleme, die Sie evtl. haben. Sie sollen im Laufe des Semesters ein kurzes Exposé Ihrer Arbeit vorstellen und vielleicht auch schon ein Kapitel der Arbeit vortragen (oder mir zu lesen geben).
Sollte Präsenz nicht oder nur eingeschränkt möglich sein für Sie, besprechen wir in der (voraussichtlich hybriden) ersten Sitzung Alternativen.

PD Dr. Sonja Kerth-Wittrock
10-M79-4-MAA-4Begleitseminar zur Erstellung der Master- und Bachelorarbeit (Sprachwissenschaft)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Di 12:15 - 13:45 GW2 A4330 (1 SWS)
Dr. Andreas Jäger
10-M79-4-MAA-5Begleitseminar zur Erstellung der Master- und Bachelorarbeit (Sprachwissenschaft)

Seminar

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Mi 18:15 - 19:45 GW2 B1630 (1 SWS)
Dr. Andreas Rothenhöfer