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Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen WiSe 2020/2021

Französisch Fachwissenschaften/Fachdidaktik, M.Ed.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

Französisch Fachwissenschaften/Fachdidaktik, M.Ed. - Ab Prüfungsordung 2013

Kategorien von Lehrveranstaltungen WiSe 20-21:
A Präsenz-Lehre ist für die gesamte Veranstaltung zwingend erforderlich.
B Präsenz-Lehre ist für Teile der Veranstaltung, kleinere Gruppen oder bestimmte Phasen der Veranstaltung dringend erforderlich.
C Digitale Lehre ist möglich, auf Präsenz-Lehre kann unter den Ausnahmenbedingungen der Pandemie und für den Infektionsschutz aller verzichtet werden.
C1 Die digitale Lehre findet im Wesentlichen asynchron statt.
C2 Die digitale Lehre findet im Wesentlichen synchron statt.
C3 Die digitale Lehre verbindet synchrone und asynchrone Elemente.

Wahlplichtbereich: C1a/C1b/C2.1a/C2.1b

C2.1a - Profilmodul Literatur- und Kulturwissenschaft a: Literatur, Kultur, Medien und Theorien

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Julia Borst, borst@uni-bremen.de.
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-77-5-C2.1a-1Der Sinn sinnloser Kommunikation: Von der Lyrik der Symbolisten zum Experimentalfilm
Lehrkategorie C2: Digitale Lehre, im Wesentlichen synchron.

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45

Als Alexandre Astruc 1948 das Konzept der caméra-stylo formuliert, entwirft er damit die Idee vom Film als eigenständiger, dem Roman ebenbürtiger Sprache. Der Filmschaffende wird zum auteur, der „seine Kamera benutzt wie der Schriftsteller den Federhalter.“ Dieses Konzept war insbesondere für Nouvelle Vague in den 50er und 60er Jahren wegweisend: Das Kino Godards, Resnais‘, Duras‘ oder Rivettes ist nicht nur für seine unkonventionellen Sujets berühmt geworden, sondern vor allem auch für einen neuen Umgang mit Film- und Bildsprache. Bilder ohne Ton, Ton ohne Bild, jump cuts und flashbacks, extravagante Kamerafahrten oder Verfremdungseffekte im Stile Brechts sind nur einige jener Stilmittel, die die ‚neue Sprache‘ der Nouvelle Vague ausmachen und die auch im deutschen Experimental- bzw. Avantgardefilm zu finden sind.
Nun ist allerdings die Idee der Neuerfindung von Sprache kein exklusives Merkmal des avangardistischen Films. Die ‚dunkle‘, symbolistische Dichtung des Fin-de-Siècle und des früheren 20. Jahrhunderts, in Frankreich vertreten v.a. durch Baudelaire, Mallarmé und Rimbaud, in Deutschland z.B. durch Rilke, George oder von Hofmannsthal befinden sich ebenfalls à la recherche d’une nouvelle langue, auf der Suche nach einer neuen Sprache. Sie markieren den vollzogenen Übergang vom ‚spontanen‘ romantischen Dichtersubjekt, für das Sprache noch mehr oder minder adäquat scheint, um Naturerleben sinnhaft zu vermitteln, zum ‚dekadenten‘ poète maudit des Hochkapitalismus, für den Sprache nicht Mittel zum Zweck, sondern selbst Gegenstand des Dichtens wird – eine Sprache, die sich daher mehr durch Opazität denn durch Klarheit auszeichnet.
Im Seminar wollen wir die Spuren der Symbolisten bis zum Avantgardefilm verfolgen und uns die Frage stellen, wie die Sprachbilder des ausgehenden 19. Jahrhunderts in der Bildsprache des Films zu etwas gerinnen, das sich als Schwellenphänomen oder künstlerischer Ausdruck gesellschaftlicher Krisen charakterisieren lässt. Wann und warum werden ‚neue Sprachen‘ notwendig und wodurch kennzeichnet sich jene Neuartigkeit? Welche Bedeutung haben Sprachbilder und Bildsprache jenseits der Vermittlung konkreter Inhalte? Welche Rolle spielt die Sprache künstlerischer Ausdrucksformen für die Krisenhaftigkeit politischer Ordnung?

Zur Studienleistung gehören die sorgfältige Lektüre sämtlicher im Programm angegebener (Primär-)Texte, die stichpunktartige Beantwortung von Leitfragen zu den Filmen sowie die Abfassung eines ausformulierten Thesenpapiers (5-6 Seiten/Person). Das Thesenpapier dient in der jeweiligen Sitzung als Diskussionsgrundlage. Detaillierte Informationen zu den Anforderungen erhalten Sie in der ersten Seminarsitzung.

Julia Brühne
10-77-5-C2.1a-1bBegleitende Übung zum Seminar „Der Sinn sinnloser Kommunikation: Von der Lyrik der Symbolisten zum Experimentalfilm.
Lehrkategorie C2: Digitale Lehre, im Wesentlichen synchron.

Übung

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45
Joaquin Valenzuela Celis

C2.1b -Profilmodul Literatur- und Kulturwissenschaft b: Frankophonie: Literarische und kulturelle Dimensionen

Modulbeauftragte: Prof. Dr. Julia Borst, borst@uni-bremen.de
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-77-5-C2.1b-1Textes francophones actuels et classiques
Lehrkategorie C3: Digital mit synchronen und asynchronen Elementen.

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45
Prof. Dr. Elisabeth Arend

Prüfungsordnung M.Ed. Gymnasium Französisch (Koop OL)

Wahlplichtbereich: C1a/C1b/C2.1a/C2.1b - ein Profilmodul Fachwissenschaften - 6 CP

Modulbeauftragte: Dr. Katrin Mutz kmutz@uni-bremen.de
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-77-5-C2.1a-1Der Sinn sinnloser Kommunikation: Von der Lyrik der Symbolisten zum Experimentalfilm
Lehrkategorie C2: Digitale Lehre, im Wesentlichen synchron.

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:15 - 15:45

Als Alexandre Astruc 1948 das Konzept der caméra-stylo formuliert, entwirft er damit die Idee vom Film als eigenständiger, dem Roman ebenbürtiger Sprache. Der Filmschaffende wird zum auteur, der „seine Kamera benutzt wie der Schriftsteller den Federhalter.“ Dieses Konzept war insbesondere für Nouvelle Vague in den 50er und 60er Jahren wegweisend: Das Kino Godards, Resnais‘, Duras‘ oder Rivettes ist nicht nur für seine unkonventionellen Sujets berühmt geworden, sondern vor allem auch für einen neuen Umgang mit Film- und Bildsprache. Bilder ohne Ton, Ton ohne Bild, jump cuts und flashbacks, extravagante Kamerafahrten oder Verfremdungseffekte im Stile Brechts sind nur einige jener Stilmittel, die die ‚neue Sprache‘ der Nouvelle Vague ausmachen und die auch im deutschen Experimental- bzw. Avantgardefilm zu finden sind.
Nun ist allerdings die Idee der Neuerfindung von Sprache kein exklusives Merkmal des avangardistischen Films. Die ‚dunkle‘, symbolistische Dichtung des Fin-de-Siècle und des früheren 20. Jahrhunderts, in Frankreich vertreten v.a. durch Baudelaire, Mallarmé und Rimbaud, in Deutschland z.B. durch Rilke, George oder von Hofmannsthal befinden sich ebenfalls à la recherche d’une nouvelle langue, auf der Suche nach einer neuen Sprache. Sie markieren den vollzogenen Übergang vom ‚spontanen‘ romantischen Dichtersubjekt, für das Sprache noch mehr oder minder adäquat scheint, um Naturerleben sinnhaft zu vermitteln, zum ‚dekadenten‘ poète maudit des Hochkapitalismus, für den Sprache nicht Mittel zum Zweck, sondern selbst Gegenstand des Dichtens wird – eine Sprache, die sich daher mehr durch Opazität denn durch Klarheit auszeichnet.
Im Seminar wollen wir die Spuren der Symbolisten bis zum Avantgardefilm verfolgen und uns die Frage stellen, wie die Sprachbilder des ausgehenden 19. Jahrhunderts in der Bildsprache des Films zu etwas gerinnen, das sich als Schwellenphänomen oder künstlerischer Ausdruck gesellschaftlicher Krisen charakterisieren lässt. Wann und warum werden ‚neue Sprachen‘ notwendig und wodurch kennzeichnet sich jene Neuartigkeit? Welche Bedeutung haben Sprachbilder und Bildsprache jenseits der Vermittlung konkreter Inhalte? Welche Rolle spielt die Sprache künstlerischer Ausdrucksformen für die Krisenhaftigkeit politischer Ordnung?

Zur Studienleistung gehören die sorgfältige Lektüre sämtlicher im Programm angegebener (Primär-)Texte, die stichpunktartige Beantwortung von Leitfragen zu den Filmen sowie die Abfassung eines ausformulierten Thesenpapiers (5-6 Seiten/Person). Das Thesenpapier dient in der jeweiligen Sitzung als Diskussionsgrundlage. Detaillierte Informationen zu den Anforderungen erhalten Sie in der ersten Seminarsitzung.

Julia Brühne
10-77-5-C2.1a-1bBegleitende Übung zum Seminar „Der Sinn sinnloser Kommunikation: Von der Lyrik der Symbolisten zum Experimentalfilm.
Lehrkategorie C2: Digitale Lehre, im Wesentlichen synchron.

Übung

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45
Joaquin Valenzuela Celis
10-77-5-C2.1b-1Textes francophones actuels et classiques
Lehrkategorie C3: Digital mit synchronen und asynchronen Elementen.

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:15 - 11:45
Prof. Dr. Elisabeth Arend

Prüfungsordnung M.Ed. Wirtschaftspädagogik Französisch (KOOP OL) 2015

B1.1 - Aufbaumodul Linguistik "Kontrastive Linguistik - Deutsch - Französisch" - 6 CP

Modulbeauftragte: Dr. Katrin Mutz, kmutz@uni-bremen.de
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
10-77-3-B1.1-1Kontrastive Linguistik Französisch-Deutsch
Lehrkategorie C3: Digital mit synchronen und asynchronen Elementen.

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 08:30 - 10:00

In diesem Seminar wollen wir die französische und die deutsche Sprache hinsichtlich ihrer Strukturen und Verwendungsweisen kontrastiv betrachten. Nachdem wir uns mit der Methodik der kontrastiven Linguistik vertraut gemacht haben, werden wir sowohl syntaktische, morphologische und phonologische Phänomene als auch lexikalische oder pragmatische Aspekte des Französischen und Deutschen vergleichend untersuchen. Ebenso ist es geplant, dass wir uns kontrastiv mit Textsorten und Varietäten (z.B. Jugendsprache) beschäftigen.
Aufgrund der gegenwärtigen Corona-Situation wird das Seminar in synchron-digitaler Form per Videokonferenz in StudIP (Meetingtool via BigBlue Button) sowie unterstützt durch asynchrone Tools (z.B. wiki in StudIP) stattfinden (Lehrkategorie C3).
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Beherrschung der französischen Sprache.

Literatur:
Blumenthal, P. (1997): Sprachvergleich Deutsch-Französisch. 2., neubearb. und erg. Aufl. Tübingen, Niemeyer. Theisen, J. (2016): Kontrastive Linguistik. Eine Einführung. Tübingen, Narr.

Dr. Katrin Mutz