09-30-B3-008B | Denken [präsenz] Thinking/Reasoning
Seminar
Termine: wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 HS 1010 (Kleiner Hörsaal) (2 SWS)
Der Ausspruch ‚Ich denke, also bin ich‘ mag angehenden Philosophiestudenten geläufig sein. Aus anderer Richtung heißt es, ein „‘Ich denke‘, muss alle meine Vorstellungen begleiten können“. Denken, so macht es den Eindruck, spielt in der Philosophie eine zentrale Rolle. Es scheint Werkzeug zu sein, vielleicht darüber hinaus sogar Ausgangspunkt (wo startet eine Überlegung, wenn nicht im Denken?). Denken gibt sich als eine Selbstverständlichkeit, denn selbst es als Problem denken, hieße es zu denken. Setzt es sich selbst also voraus? Wir wollen in diesem Seminar versuchen dieser Selbstverständlichkeit auf die Schliche zu kommen. Wir wollen fragen, was wir dort überhaupt tun, wenn wir denken. Und wir kommen nicht umhin, uns dazu selbst in die Bewegung zu begeben, das heißt: ins Denken.
Hinweis aus gegebenem Anlass: Dieses Seminar ist als Präsenzseminar angelegt. Da bis jetzt nicht geklärt ist, in welcher Form das Seminar stattfinden kann, behalte ich mir vor, die Ausrichtung des Seminars (und damit auch den Ankündigungstext oben) einer Onlinelehre entsprechend anzupassen (dies betrifft vor allem die Art der Ausführung – das Thema wird im weiten Sinne dasselbe bleiben).
| Eike Kroner
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09-30-B3-009B / 09-30-T1-016A | Einführung in die Erkenntnistheorie [digital] Introduction to epistemology
Seminar
Einzeltermine: Mo 01.03.21 - Do 04.03.21 (Mo, Di, Mi, Do) 09:00 - 15:00
| Dr. Niels Siegbert Linnemann
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09-30-B3-1B | Einführung in die Theoretische Philosophie [digital] Introduction to Theoretical Philosophy
Vorlesung
Termine: wöchentlich Do 10:00 - 12:00 (2 SWS)
Die Theoretische Philosophie beinhaltet eine große Bandbreite an Teildisziplinen wie etwa Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie oder Wissenschaftstheorie. Die Vorlesung wird Sie mit ausgewählten Problemen der Theoretischen Philosophie aus diesen Teilbereichen vertraut machen. In einem ersten Schritt wird jeweils ein Sachgebiet vorgestellt; in einem zweiten Schritt werden ein oder zwei exemplarische Fragestellungen erörtert. Die Vorlesung wird aber auch Raum für Diskussionen lassen. Ihr Ziel ist es, Interesse für die Themen der Theoretischen Philosophie zu wecken und einen systematischen Überblick zu vermitteln.
| Dr. Frank Kannetzky
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09-30-GSa-1B | Einführung in das Wissenschaftliche Arbeiten [digital] Introduction to academic work and writing
Seminar
Termine: wöchentlich Do 12:00 - 14:00 (2 SWS)
Im Seminar werden wir uns erstens mit den notwendigen Formalia beschäftigen, die jede Arbeit erfüllen muss, die den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt (Recherche, Zitation, Aufbau einer Arbeit, Referate etc.). Zweitens damit, zu untersuchen, was (bspw. im Unterschied zu fachwissenschaftlichen Fragen oder allgemeinen Problemen des Lebens) überhaupt als ein philosophisches Problem zählen kann. Drittens besprechen wir Methoden der philosophischen Problemerschließung (einschließlich der Erschließung philosophischer Texte). Die Teilnahme am Seminar ist nur bei regelmäßiger Anwesenheit, Lektüre und aktiver Mitarbeit sinnvoll.
| Dr. Frank Kannetzky
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09-30-T1-015A / 09-30-T2-008A | Einführung in die Phänomenologie [digital] Introduction to phenomenology
Seminar
Termine: wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 (2 SWS)
In den letzten Jahrzehnten standen Neurowissenschaftler und Philosophen einander häufig kritisch und reserviert gegenüber. Aber es gab und gibt auch immer wieder Bemühungen, die beiden Disziplinen einander konstruktiv anzunähern. Auf philosophischer Seite gilt das insbesondere für einige Autoren, die sich der Husserlschen Phänomenologie verbunden fühlen und die deren Einsichten und Begriffe zu empirischen Befunden und Untersuchungsmethoden in Beziehung setzen wollen. Im Seminar lesen und diskutieren wir gemeinsam das Buch „The Phenomenological Mind“ von Shaun Gallagher und Dan Zavahi. Es bietet eine Einführung in die Philosophie des Geistes aus der Perspektive der Phänomenologie; und es verbindet diese mit Befunden und Konzepten aus den Neuro- und Kognitionswissenschaften. Die behandelten Themen umfassen u.a. Wahrnehmung, Zeitbewusstsein, Fremdpsychisches („other minds“), „embodiment“ und „agency“.
| Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka
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09-30-TS-010S / 09-30-T1-019A | Semantische Erklärungsbeziehungen [digital] Explanations in Semantics
Seminar
Termine: wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 (2 SWS)
In diesem Seminar untersuchen wir den Aufbau von Sprachsystemen vor dem Hintergrund der Frage, auf welche Weise sprachliche Zeichen (wie [Junggeselle]) zu ihren Bedeutungen (unverheirateter Mann) kommen. Linguist/Innen und Sprachphilosoph/Innen sind sich einig darüber, dass Sprachsysteme hierarchisch strukturiert sind und verschiedene Ebenen der Beschreibung zulassen. Uneinigkeit besteht demgegenüber hinsichtlich der Fragen (i) wie die unterschiedlichen Ebenen miteinander verbunden sind und (ii) welches die zentralen bzw. grundlegenden Bedeutungsträger sind.
In der einschlägigen Literatur lassen sich zwei Standardpositionen unterscheiden, nämlich generative Theorien (die aus der Linguistik stammen) und wahrheitskonditionale Semantiken (die der Sprachphilosophie zuzuordnen sind). Generativisten wie Chomsky argumentieren, dass Morpheme grundlegend sind und dass die Bedeutung von komplexen Zeichen, also bspw. von Phrasen und Sätzen, vollständig auf die Bedeutung dieser sprachlichen Atome (sowie die Art und Weise ihrer Zusammensetzung) zurückgeführt werden kann. Demgegenüber gehen Davidson und andere Vertreter einer wahrheitsbasierten Semantik davon aus, dass die Bedeutung vollständiger Sätze grundlegend ist und dass die Bedeutung von Worten und anderen sub-sententialen Satzkomponenten umgekehrt aus einem Satzzusammenhang hervorgeht.
Beide Paradigmen sind jedoch mit gravierenden Problemen konfrontiert, die nahelegen, eine alternative Theorie der Entstehung von Sprache zu entwickeln. Insbesondere haben die Standardpositionen keine plausible Erklärung dafür, auf welche Weise die zentralen Bedeutungsträger (d.h. die atomaren Morpheme bzw. vollständigen Sätze) zu ihren Bedeutungen kommen. Unabhängig davon zeigen bspw. Beobachtungen zu idiomatischen Phrasen (wie [die Flinte ins Korn werfen], dass die Bedeutung komplexer Zeichen emergente Phänomene sind, die über semantisch relevanten Teilen emergieren, d.h. ontologisch abhängig von diesen Teilen sind, ohne auf selbige reduzierbar zu sein. Denkbar ist freilich auch ein bunter Theorienpluralismus, demzufolge verschiedenen Bedeutungsphänomene eine unterschiedliche Erklärung haben.
Im Laufe des Seminars soll die Plausibilität der generativen bzw. wahrheitskonditionalen Standardtheorien sowie der emergenztheoretische Alternative in Bezug auf die folgenden Phänomene untersucht werden.
• Verhältnis von Bedeutung und (semantischer) Information (im Sinne einer mathematischen Theorie der Kommunikation) • Biologisch-kulturelle Grundlagen von Sprachsystemen • Soziologische Faktoren und der allgemeine Beitrag von Konventionen • Struktur von komplexen Lexemen und syntaktischen Wörtern (Phänomen der Wortneubildung) • Verhältnis von Wörtern und Phrasen bzw. vollständigen Sätzen (unter besonderer Berücksichtigung von idiomatischen Phrasen, metaphorischen Sätzen und Ambiguität). • Aussagenlogik • Interpretative Bedeutung vollständiger Texte (also bspw. von Gleichnissen) • Pragmatische Phänomene wie der Ausdruck von Propositionen durch indexikalische Behauptungssätze, Präsuppositionen und Diskursdynamiken sowie konversationelle Implikaturen.
Die Veranstaltung ist sowohl für Linguist/Innen als auch für Philosoph/Innen geeignet. Der besondere sprachwissenschaftliche Reiz liegt darin, dass im Seminar ein Gesamtüberblick über den Aufbau von Sprachsystemen entwickelt wird. Zugleich können Philosophen das Seminar nutzen, interessante Gebiete aus der theoretischen Philosophie (wie die Mereologie und wissenschaftliche Erklärungen) anhand eines interessanten Fallbeispiels zu studieren. Darüber hinaus werden verschiedene Themen aus der Sprachphilosophie anhand eines roten Fadens vorgestellt.
Die Literatur wird im Laufe des Seminars bekanntgegeben.
| Thorben Petersen, M.A.
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09-50-GS-3 / Online | Ringvorlesung "Online Climate School" Gemeinsam mit den Students For Future Bremen und dem AStA Referat für Klimapolitik
Seminar
Termine: wöchentlich Do 18:00 - 20:00 (2 SWS)
Kurzbeschreibung: Was haben Kapitalismus, Rassismus und Sexismus mit der Klimakrise zu tun? Wie hängen sie zusammen und muss man sie vielleicht sogar zusammen denken? Mit diesen Fragen geht die „Online Climate School“ der Students for Future Bremen in die nächste Runde. Im Wintersemester 2020/21 widmen wir uns der klimapolitischen Bildung. Dabei richten wir unseren Fokus von den naturwissenschaftlichen Grundlagen verstärkt zu den Fragen der Klimagerechtigkeit. Klimagerechtigkeit heißt für uns, die Klimakrise gerade nicht als Frage technischer Lösungen zu verstehen, sondern sie als umfassendes ethisches und politisches Problem zu begreifen. Die von den Auswirkungen der Klimakrise am stärksten getroffenen Menschen sind meist am wenigsten verantwortlich für die globale Erwärmung. Dies ist eine KlimaUNgerechtigkeit, die es anzuerkennen und zu bekämpfen gilt. Es handelt sich um eine Ringvorlesung mit wöchentlichen digital stattfinden Veranstaltungen von unterschiedlichsten Dozent*innen und Referent*innen. Es geht dabei sowohl um theoretische Grundlagen als auch um konkrete Erfahrungen aus der Praxis und dem Aktivismus. Um die CP zu erwerben, wird eine Studienleistung bis zum 31.03.21 erwartet. Dabei sind verschiedene Leistungsnachweise möglich - beispielsweise ein selbstverfasstes Essay. Die Veranstaltung ist offen für Studierende aller Fachrichtungen und für alle Interessierten. Bei Fragen wendet euch gerne an studis.bremen@fridaysforfuture.de.Wir freuen uns auf spannende Veranstaltungen mit euch! Herzliche Grüße, eure Students for Future Bremen.
| Prof. Dr. Dorle Drackle
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09-50-M89-A3 / Hybrid | WE ARE ALL IN THIS TOGETHER Hybridveranstaltung mit Präsenzterminen und Online/Offline-Lehre
Seminar
Termine: wöchentlich Do 12:00 - 16:00 SFG 0140 Online (4 SWS)
Hybrid-Seminar
Kurzbeschreibung:
WE ARE ALL IN THIS TOGETHER - Menschen der Universität ist ein performatives Forschungs-projekt und entsteht aus der Kooperation des Instituts für Ethnologie und Kulturwissenschaft (IfEK, FB 09) mit der Kulturschaffenden Anna Döge. Im Projekt lernen Studierende, empirisch-kulturwissenschaftliche Forschungsmethoden mit Methoden künstlerischen und performativen Forschens zu verknüpfen. Die eigene Institution, die Uni Bremen und ihre Akteur*innen, werden im Projekt zum Gegenstand der Forschung. Dabei werden unterschiedlichste Blickwinkel und Positionen auf die Universität Bremen beleuchtet: Was sie einmal war. Was sie gerade ist und wie sie einmal sein könnte. Mit dem Projektseminar und der daraus entstehenden öffentlichen Performance wird der wichtige Bereich der kulturellen Praxis und Vermittlung an der Uni Bremen und im Studiengang Kulturwissenschaft gestärkt und zum Wissenstransfer über die Beziehung von Akademie, Wissenschaftsbetrieb und Gesellschaft eingeladen.
Das Projekt ist in zwei Phasen gegliedert: In der ersten Forschungsphase befassen sich die Teil-nehmenden mit Hilfe unterschiedlicher Methoden mit Uni-Akteur*innen in ihrer Diversität. In einer zweiten Phase wird mit ausgewählten Akteur*innen ein individuelles Vermittlungsformat für ihre Perspektive auf die Uni entwickelt. Dabei wollen wir ausdrücklich auch die Blickwinkel derjenigen Uni-Akteur*innen einfangen, die sonst wenig in der Öffentlichkeit stehen. Abschließend wird ein performatives Gesamtformat erarbeitet, welches den Besucher*innen ermöglicht Teil der performativen Forschung zu werden und wiederum in den Austausch mit den anwesenden Performer*innen zu kommen.
Die Veranstaltung beginnt im Wintersemester 2020/21 und wird im Sommersemester 2021 fort-gesetzt in einer GS-Veranstaltung. Bei 4 SWS können 9 CP erbracht werden, im Sommer 2021 weitere GS-Punkte. Die daraus entstehende Performance wird im SoSe 2021 in einer oder mehreren Veranstaltungen durchgeführt. Die Teilnehmenden durchlaufen alle notwendigen Schritte gemeinsam, vom ersten Brainstorming, Recherche- und Forschungsarbeiten, Pressearbeit bis zur Planung und Durchführung der Performance. Voraussetzung für Ihre Teilnahme an diesem Schwerpunkt ist, dass Sie eine Leidenschaft für kulturwissenschaftliches Forschen und eine Offenheit für künstlerische Forschungsmethoden mit-bringen. Leidenschaft für die Uni Bremen ist keine Voraussetzung, wohl aber ein Interesse daran, sich forschend und experimentell mit der Bremer Uni und ihren unterschiedlichen Akteur*innen zu befassen. Bei allen Teilnehmenden wird die Bereitschaft dafür vorausgesetzt, sich - über die reine Seminarzeit und das Wintersemester hinaus - für das Projekt zu engagieren, damit WE ARE ALL IN THIS TOGETHER stattfinden kann.
Literatur: Ziemer, Performative Forschung – am Beispiel urbaner Räume Matzke, Künstlerische Praktiken als Wissensproduktion und künstlerische Forschung
| Dr. Jan Christian Oberg
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09-54-3-RGS1 | digital: Umgang mit Krisen - Religion als Chance und Risiko Religionspsychologie des Coping/Verluste und Trauer/Krisen und Glaube
Seminar
Einzeltermine: Fr 13.11.20 12:15 - 16:30 Zoom Sa 12.12.20 09:15 - 13:30 Zoom Sa 16.01.21 09:15 - 13:30 Zoom
Krisen, mit welchen Menschen umzugehen haben, können mannigfaltig sein. So das Beispiel der aktuellen Situation mit der Gefahr, sich an COVID-19 zu infizieren, zu erkranken oder sogar daran zu sterben. Und wie schon bei früheren Pandemien (Pest, Cholera etc.) stellen sich die Menschen dann die Frage nach dem „warum“. Und finden gegebenenfalls im religiösen Glauben eine Antwort. Andere Krisensituationen sind beispielsweise die Trauer um einen geliebten Menschen, aber auch um ideelle Dinge. Das Seminar beschäftigt sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Umgang mit Verlusten, und damit, warum manche Menschen besser damit umgehen können, andere aus Krisen sogar gestärkt hervorgehen und wiederum andere durch die Krise ihren Glauben verlieren.
Die Veranstaltung findet als Block-Seminar via Zoom statt. Vorgesehen sind 3 Zoom-Sitzungen zu jeweils fünf Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Abhängig von der Corona-Pandemie-Lage wird gegebenenfalls die letzte Veranstaltung wieder als Präsenzveranstaltung durchgeführt. Zu jeder Veranstaltung bekommen Sie im voraus Literatur. Zu jedem dieser Artikel sollte ein 1-2 seitiges Thesenpapier verfasst werden, welches dann in der Veranstaltung diskutiert wird. Für den Aufwand der aktiven Teilnahme am Seminar (15 UE), Lektüre sowie Verfassen der Thesenblätter (45UE) erhalten Sie 3 CP, eine zusätzliche Note können Sie durch das Verfassen einer kurzen Hausarbeit von mind. 5 Seiten erwerben.
Termine: Fr. 13.11.2020: 12:15-16:30 (5UE) 12:15-13:00 13:15-14:45 15:00-16:30
Sa 12.12.2020: 9:15-13:30 (5UE) 9:15-10:00 10:15- 11:45 12:00-13:30
Sa 16.01.2021: 9:15-13:30 (5UE) 9:15-10:00 10:15- 11:45 12:00-13:30
| Prof. Dr. med. Dr. phil. Peter Kaiser
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09-54-5-M8 | digital: Gurus und Globalisierung
Seminar
Termine: wöchentlich Di 14:00 - 16:00 Online (2 SWS)
Inhalt Diese Lehrveranstaltung dreht sich um einen besonderen Typus eines spirituellen Lehrers, den Guru, sowie um einhergehende Formen der religiösen Betätigung und Organisation. Während Gurus zunächst ausschließlich mit missionierenden Bewegungen indischen Ursprungs in Verbindung gebracht wurden, gelten sie jüngst als Protagonisten einer religiösen Pluralität und Globalisierung. Vor diesem Hintergrund befasst sich dieses Seminar mit der Entwicklung von Gurubewegun-gen im Laufe der letzten 130 Jahre: In welchen europäischen und nordamerikanischen Kreisen interessierte man sich schon Ende des 19. Jahrhundert für indische Gurus? In welchen Kontexten wurden Gurus gefürchtet und warum? Welche Rolle spielen Gurus in Zeiten religiöser Individualisierung? Welchen Einfluss haben moderne Kommunikationstechnologien auf die Vermittlung und den Inhalt ihrer religiösen Lehre? Wie gelingt es neuartigen Gurus, sich auf globaler Ebene zu etablieren?
Lernziel Ziel ist die Befähigung (1) zum systematischen Erarbeiten von religions- und kulturwissen-schaftlicher Fachliteratur; (2) zur kritischen Anwendung von religionswissenschaftlichen Grundbegriffen und Konzepten; sowie (3) zur religions- und kulturwissenschaftlichen Einordnung aktueller Guru-Phänomene im Rahmen der globalen Religionsgeschichte.
Methodik Das Seminar wird mit Unterstützung von stud.IP und Zoom-Sitzungen durchgeführt. Es beinhaltet Input der Dozentin, Diskussionen, Einzelaufgaben (Lektüre, Recherche) und Gruppenarbeit. Soweit möglich, wird es auch Präsenztermine geben.
Voraussetzungen sehr gute Englischkenntnisse
Leistungsnachweis Sie erwerben 3 CP durch studienbegleitende Leistungen (werden in der ersten Stunde spezifiziert). Es besteht die Möglichkeit zur Modulprüfung M8.
Den Seminarplan mit Literaturhinweisen finden Sie ab Oktober auf stud.IP
| PD Dr. Beatrix Hauser
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09-54-5-M9 | digital: Digitale Religion? Religion in Zeiten tiefgreifender Mediatisierung
Seminar
Termine: wöchentlich Do 12:00 - 14:00 Online (2 SWS)
Lange Zeit wurde Religion in digitalen Medien als Sonderfall betrachtet - als Ausnahmeerscheinung, manchmal sogar als Paradox. Heute, in Zeiten tiefgreifender Mediatisierung, sind digitale Medien als legitime Kommunikationsform und damit auch als Quelle anerkannt. Es stellt sich aber die Frage, wie man diese Art von Medien methodisch und theoretisch fassen kann. Das Seminar wird sich daher mit exemplarisch ausgewählten religionswissenschaftliche Themen wie Religion, Ritual, Identität, Gemeinschaft, Autentizität befassen. Wir werden anhand des Buches "Digital Religion" (Campbell 2013) Theorieansätze zu diesen Themenbereichen lesen, versuchen zu verstehen und kritisch anhand von Fallbeispielen empirischer Forschung in digitalen Medien diskutieren. Literatur: Campbell, Heidi (Hg.): Digital Religion. New York: Routledge, 2013
Bemerkungen: Für Studierende, die in die neue Studienordnung wechseln: diese Veranstaltung entspricht Modul Rel 9.1 Medienanalyse, 3 CP.
| Prof. Dr. Kerstin Radde-Antweiler
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09-54-MA-1-M4 | digital: Digital Ritual? Religionen im Kontext kultureller Transformationsprozesse des digitalen Zeitalters
Seminar
Termine: wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 Online (2 SWS)
Wie werden Rituale definiert? Welche Rolle spielen digitale Rituale in verschiedenen Religionssystemen? Welche Bedeutungen werden digitalen Ritualen durch unterschiedliche Akteure zugeschrieben? Wie verändert sich dies im digitalen Zeitalter? Diese und andere Fragen werden im Rahmen des Seminars gemeinsam bearbeitet. Neben einem historischen Überblick von unterschiedlichen Zugängen der Ritualforschung (u.a. Bell, Douglas, Geertz, Rappaport, Turner) werden vor allem aktuelle Ansätze aus dem Forschungsfeld Religion, Medien und Rituale bearbeitet (z.B. polythetische Definitionen des Ritualbegriffs, Mediatisierungstheorien). Die Studierenden sollen im Sinne des forschenden Lernens in Abstimmung mit der Dozentin selbst einen Schwerpunkt im Feld von Religion und digitale Rituale suchen und bearbeiten.
Studienleistung: Es soll eine eigene Fragestellung entwickeln und eine eigene kleine Forschung exemplarisch durchgeführt werden, die am Ende des Semesters präsentiert wird. Es wird erwartet, dass regelmäßig kleine Aufgaben zu den Inhalten schriftlich in Einzel- bzw. Gruppenarbeit bearbeitet werden. Diese werden in den Lehrveranstaltungseinheiten sowie am Ende des Semesters gemeinsam diskutiert.
Prüfungsleistung:
Religionswissenschaft: Transformationen von Religion in Medien und Gesellschaft Modul 4 „Ästhetisierung“: Dauer 2+2 SWS über zwei Semester Wahlpflichtmodul: Modulprüfung 6CP bzw. 9CP Drei der Module M 1 - M 5 im MA Studium sind mit einer „großen Prüfung“ abzuschließen; die restlichen zwei Modulprüfungen bestehen aus einer „kleinen Prüfung“. Im Fall einer großen Prüfung wird das Modul mit 9 CP gewichtet, im Fall einer kleinen Prüfung mit 6 CP.
MATS Modul 8,9,10 - Profilierung: Gegenstandsbereiche der Transkulturalität
Ein Modul „Gegenstandsbereiche der Transkulturalität“ wird aus 2 Seminaren (je 2 SWS) zusammengesetzt, die im thematischen Verbund oder separat studiert werden können. In einem Seminar wird neben der aktiven Mitarbeit (3 CP) eine schriftliche Arbeit (+3 CP) verfasst, die benotet wird (also insgesamt 6 CP). Im zweiten Seminar wird die aktive Mitarbeit ausschließlich in Form von mündlichen Präsentationen, Lektürearbeit oder kurzen schriftlichen Aufgaben erbracht (3 CP). Die Benotung des gesamten Moduls (6 CPs + 3 CPs = 9 CPs) erfolgt über die schriftliche Hausarbeit in einem der Seminare.
| Dr. Dr. Lisa Kienzl
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09-54-MA-3-M5 | digital: Transformationen religiöser Kommunikation in und durch die Covid19-Krise
Seminar
Termine: wöchentlich Di 10:00 - 12:00 SFG 0150 (2 SWS)
ACHTUNG: Für den General Studies-Bereich auch für Master-Studierende anderer Studiengänge geöffnet!
| Prof. Dr. Kerstin Radde-Antweiler
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09-60-M6-1-digital | Einführung in quantitative Forschungsdesigns und Datenanalyse Introduction to Quantitative Research Design and Data Analysis
Vorlesung
Termine: wöchentlich Do 08:00 - 10:00 Online (1 SWS)
| Josephine Bernadette Schmitt
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09-60-M7-A-digital | Wer sind die Menschen hinter den Radio Bremen Meinungsmeldern? Eine Publikumsforschung für und in Kooperation mit Radio Bremen Who are the people behind Radio Bremen opinion makers? Audience research for and in cooperation with Radio Bremen
Seminar
Termine: wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 Online (2 SWS)
| Dr. Anke Offerhaus
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09-60-M7-B-digital | Projektseminar: Wir gründen einen ZeMKI-Alumni-Verein Project seminar: We found a ZeMKI alumni association
Seminar
Termine: wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 Online (2 SWS)
Einzeltermine: Mo 18.01.21 09:00 - 12:00 Online Mo 25.01.21 09:00 - 12:00 Online Mo 01.02.21 09:00 - 12:00 Online Mo 08.02.21 09:00 - 12:00 Online Mo 15.02.21 09:00 - 12:00 Online
| Dr. Anke Offerhaus
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09-60-M7-H-digital | Talkprojekt "Let's Talk About Science"
Seminar
Termine: wöchentlich Di 08:00 - 10:00 Online (8 SWS)
| Christoph Sodemann ((LB)) Simon Wenkelewsky ((LB))
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09-60-M8/9-C-digital | Regulating the Digital Public Sphere - Regulating Hate (in englischer Sprache)
Seminar
Termine: wöchentlich Di 14:00 - 16:00 Online (2 SWS)
| Jens Pohlmann
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09-60-M8/9-D-digital | Medien, Nachhaltigkeit, Zeit – eine qualitative Studie Media, Sustainability, Time - a Qualitative Study
Seminar
Termine: wöchentlich Do 10:00 - 12:00 (2 SWS)
| Dr. Sigrid Kannengießer
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09-60-M8/9-F-digital | Kommunikationsethik im Medienwandel Communication Ethics in times of media change
Seminar
Termine: wöchentlich Do 16:00 - 18:00 Online (2 SWS)
| Prof. Dr. Stefanie Averbeck-Lietz
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09-60-M8/9-H-digital | Facetten digitaler Trauer und Erinnerung Facets of digital grief and remembrance
Seminar
Termine: wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 Online (2 SWS)
| Dr. Anke Offerhaus
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09-60-M8/9-K-digital | Journalismus und kollektive Erinnerung Journalism and collective memory
Seminar
Termine: wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 Online (2 SWS)
| Dr. Anke Offerhaus
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09-60-M8/9-O-digital | Filmanalyse Film Analysis
Seminar
Termine: wöchentlich Di 16:00 - 18:00 Online (2 SWS)
| Prof. Dr. Reiner Matzker
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09-GS-3-7 a Präsenz | Von Studieren für Studierende: „Nix mit Hollywood, Frankfurt Brudi“ Die Relevanz von Deutschrap analysiert mit Blick auf Kritische Theorien der Frankfurter Schule
Seminar ECTS: 2
Termine: zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Fr 14:00 - 18:00 SFG 0140 (4 SWS) Für den 18.12. und 22.01. gibt es Ausweichtermine, da vorausichtlich kein Raum zu Verfügung steht
Das Seminar ist als Präsenzveranstaltung geplant. Über mögliche Änderungen informieren wir rechtzeitig.
Als populärste Kultur heutzutage verlangt Deutschrap von den Sozial- und Kulturwissenschaften eine detaillierte Auseinandersetzung. So widmete sich Martin Seeliger in mehreren Büchern und Aufsätzen diesem Gegenstand. Der Soziologe arbeitete mit den Begriffen der Affirmation und des Empowerments eine grundlegende Ambivalenz der Subkultur heraus. Diese Ambivalenz spielte schon in der Kritischen Theorie der „Frankfurter Schule“ bei ihrer Betrachtung der Massenkultur eine zentrale Rolle. Gerade weil sie an Karl Marx und seinen Erkenntnissen über die Ausbeutung der Arbeitenden festhielten, aber sie seine daraus gefolgerte Prophezeiung einer Revolution nicht in der Realität wiederfinden konnten, begannen sie, eine eigene Denkrichtung zu entwickeln. Sie gingen der Frage nach, wie es einer Kultur gelingen könne, durch explizites Stärken der Subjekte (Empowerment) ihre Anpassung an die Anforderungen der Herrschaft (Affirmation) zu gewährleisten. Dennoch ist von der Kritischem Theorie bei Seeliger vor allem abwertend die Rede. In diesem Seminar wollen wir gemeinsam der Frage nachgehen, ob dies berechtigt ist, oder ob die innere Logik des Deutschraps zur Kritischer Theorie drängt. Dabei soll sowohl eine Einführung in die Kritische Theorie, als auch eine Aneignung des Forschungsgegenstandes Deutschrap stattfinden.
| Dr. Martina Grimmig
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09-M39-1-02-03 | Wirtschaftspolitik [digital] Economic Policy
Seminar
Termine: wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 (2 SWS)
In dem Seminar sollen theoretische und wirtschaftspolitische Ansätze praxisrelevanter Probleme erarbeitet werden, um den Studierenden den vielfältigen Nutzen volkswirtschaftlichen Wissens zu verdeutlichen.
Die Bedeutung der Wirtschaftsordnung und die Rolle des Staates in einer Marktwirtschaft in Normal- und Krisenzeiten sind zentrale Themen. Weiterhin stehen die Fragen „Kann man Rezession und Arbeitslosigkeit sowie Inflation unter den Bedingungen internationaler Verflechtung erfolgreich vermeiden? Über welche Optionen verfügt die Wirtschaftspolitik in der Euro- Krise?“ im Mittelpunkt. Im Einzelnen werden folgende Kapitel behandelt:
1. Aufgaben der Wirtschaftspolitik in der Marktwirtschaft 2. Konzeptionen des wirtschaftspolitischen Entscheidungsprozesses 3. Aspekte praktischer Wirtschaftspolitik 4. Der Finanzmarkt und die internationale Finanzkrise 5. Wirtschaftspolitik in der Eurokrise
Literaturempfehlungen: APOLTE, TH. u. a. (2007), Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, Band 2, München, 9. Auflage KRUGMAN, P. R., OBSTFELD, M. (2006), Internationale Wirtschaft. Theorie und Politik der Außenwirtschaft MANKIW, N. G., TAYLOR, M. P., (2012), Grundzüge der Volkswirtschaftslehre, Stuttgart, 5. Auflage
Weitere Literaturhinweise erfolgen in der Veranstaltung.
| Jochen Eckertz
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09-M39-1-02-04 | Finanzpolitik in der Demokratie [digital] Fiscal Policy in the Democracy
Seminar
Termine: wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 (2 SWS)
Studiengang: Komplexes Entscheiden (M.A.) Modulbereich: Interdisziplinärer Kernbereich Modul: Normativ-ethische und wirtschaftswissenschaftliche Perspektiven LV: Finanzpolitik in der Demokratie (Fiscal Policy in the Democracy) VAK: 09-M39-1-02-04 Semester: 1. FS Credit: 9 CP (270 Stunden) Prüfung: Hausarbeit
Gegenstand der Lehrveranstaltung
Die LV gibt einen Überblick zur öffentlichen Finanzwirtschaft sowie den besonderen Problemen der Finanzpolitik. Sie befasst sich aus theoretischer Perspektive mit den ökonomischen Grundlagen staatlicher Aktivitäten und bietet insbesondere für Absolventen nicht-wirtschaftswissenschaftlicher Bachelor-Studiengänge einen Einstieg in die Lehre staatlicher Aktivitäten. Hierzu zählt neben der Vorstellung wesentlicher Ziele, Träger und Instrumente der öffentlichen Finanzpolitik auch die Analyse des marktwirtschaftlichen Prozesses und die Klärung von Ursachen, welche zu Marktversagen, Verteilungsversagen und Präferenzversagen als Rechtfertigung staatlicher Aktivitäten führen können.
Die damit angedeuteten Aktivitäten der öffentlichen Hand unterliegen innerhalb demokratischer Strukturen bestimmten Entscheidungsprozessen. Staatliche Aktivitäten sind kollektive Aktivitäten, bei denen individuelle Interessen als gemeinsame Interessen zum Ausdruck kommen. Insofern ist es auch von Bedeutung, wie Individuen im öffentlichen Sektor handeln und durch welche Institutionen ihr Handeln beeinflusst bzw. gelenkt wird. Darauf aufbauend soll den Studierenden der öffentliche Budgetprozess näher gebracht werden, da sich ein Großteil der staatlichen Aktivitäten in öffentlichen Haushalten niederschlagen. Abgeschlossen wird die Lehrveranstaltung mit einer Analyse der wesentlichen Finanzierungsinstrumente des Staates.
Zielsetzung
Die Lehrveranstaltung soll die Fähigkeit vermitteln, die Rechtfertigungen staatlicher Aktivitäten sowie die sich aus staatlichem Handeln ergebenden Probleme nachvollziehen zu können. Die Studierenden werden auch formal über die Analyse staatlichen Handelns grundlegend unterrichtet. Die Studierenden sollen einen Überblick über ökonomische Theorien bezüglich der öffentlichen Aktivitäten innerhalb einer sozialen Marktwirtschaft gewinnen. Es sollen Grundlagen geschaffen werden, um die im interdisziplinären Kernbereich erworbenen Fähigkeiten erweitern, komplexe Probleme verstehen und kritisch reflektieren zu können.
Die Lehrveranstaltung dient auch zur Vorbereitung für die anschließende Befassung von Problemen öffentlicher Aktivitäten innerhalb einer marktwirtschaftlichen Ordnung in Modul 5 (2. FS).
Inhaltsübersicht
Kapitel 1: Grundlagen der Finanzpolitik Kapitel 2: Markt und Marktversagen Kapitel 3: Staatliche Bereitstellung öffentlicher Güter Kapitel 4: Externalitäten aus ökonomischer Perspektive Kapitel 5: Unteilbarkeiten und staatliche Eingriffsmöglichkeiten Kapitel 6: Der öffentliche Haushalt: Haushaltsaufstellung und Haushaltsvollzug Kapitel 7: Der staatliche Entscheidungsprozess Kapitel 8: Entscheidungsgrundlagen bei der Erhebung von Steuern zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben Kapitel 9: Öffentliche Verschuldung: Begründungen und Probleme
Literatur
Grundlagenliteratur
Brümmerhoff, Dieter und Thiess Büttner (2018), Finanzwissenschaft. 12., überarbeitete Aufl., De Gruyter Oldenbourg, München.
Blankart, Charles b. (2017), Öffentliche Finanzen in der Demokratie. 9., vollständig überarbeitete Aufl., Vahlen, München.
Edling, Herbert (2011), Die Hauptfunktionen des Staates, Wirtschaftsstudium 40 (3), 379-391.
Ergänzende Literatur
Fritsch, Michael (2018), Marktversagen und Wirtschaftspolitik. 10., überarbeitete und ergänzte Aufl., Vahlen, München.
Zimmermann, Horst, Henke, Klaus-Dirk und Michael Broer (2017), Finanzwissenschaft. 12., neu gestaltete und überarbeitete Aufl., Vahlen, München.
Eibner, Wolfgang, Hoyer, Werner und Klaus-Dieter Rothe (2010), Indifferenzkurvenanalyse, Wirtschaftsstudium 39 (5), 712-719.
Hausarbeiten
Veröffentlichung der Themenliste ab: 01.12.2020 Themenvergabe bis: 18.12.2020 Offizielle Anmeldungen zur Prüfungsleistung bis zum: 10.01.2021 Offizielle Abmeldung möglich bis: 31.01.2021
Abgabe der Hausarbeiten bis zum: 15.03.2021
| Prof. Dr. Andre W Heinemann
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09-M39-1-02-05 | Einführung in das Philosophische Denken [digital] Introduction into Philosophical Thinking
Seminar
Termine: wöchentlich Di 14:00 - 16:00 (2 SWS)
Das Seminar möchte einen Einblick geben in das philosophische Denken und Arbeiten und ein Gefühl dafür vermitteln, was philosophische Fragestellungen ausmacht. Darüber hinaus versteht es sich als Einführung in jene Bereiche der – vornehmlich Praktischen – Philosophie, die für die Inhalte des Masters „Komplexes Entscheiden“ einschlägig und relevant sind. Wir werden und also neben einem kurzen Blick in die Logik und Argumentationstheorie vor allem mit verschiedenen Moraltheorien und ausgewählten Problemen der Angewandten Ethik sowie mit zentralen Konzepten der Politischen Philosophie befassen.
Lit: Die Aufsätze werden als Dateien zur Verfügung gestellt.
| Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers
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09-M52-01-06 | Aktuelle Themen der Theoretischen Philosophie [digital] Current topics in theoretical philosophy
Seminar
Termine: wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 (2 SWS)
Kurzbeschreibung: Diese Veranstaltung wendet sich speziell an Masterstudierende der „Angewandten Philosophie“ (MAAPh), die ein Interesse haben an aktuellen Themen innerhalb der theoretischen Philosophie und insbesondere im Umfeld der Forschungsschwerpunkte hier in Bremen. Im Seminar werden zum einen gemeinsam einschlägige Texte gelesen und kritisch diskutiert; zum anderen wird den Studierenden die Gelegenheit geboten, eigene Forschungsinteressen aufzubauen und erste eigene Ansätze peer-to-peer zu präsentieren. Auch werden immer mal wieder externe Gäste eingeladen, um mit ihnen aktuelle Forschungsfragen zu diskutieren. Lernziele: Die Teilnehmer des Seminars lernen, sich mit Originaltexten aus der theoretischen Philosophie intensiv und kritisch auseinanderzusetzen und sich dabei inhaltlich in aktuelle Forschungsthemen einzuarbeiten. Außerdem erwerben sie Fähigkeiten in der Präsentation und Diskussion eigener Forschungsvorhaben und -ansätze. Literatur: Nach Absprache im Verlauf der Veranstaltung.
| Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka
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09-M52-01-08 | Kausalität-Wahrscheinlichkeit-Zufall [digital] Causality-probability-chance
Seminar
Termine: wöchentlich Mo 10:00 - 12:00
Im Alltag und in der Wissenschaft können wir bevorstehende Ereignisse und Entwicklungen manchmal vorhersagen und nach unseren Plänen beeinflussen, manchmal nicht. Offenbar gibt es in der Natur Regelmäßigkeiten und Muster, dennoch bleibt die Zukunft ungewiss, sei es, dass wir nicht genug über die Welt wissen, sei es, dass ihr Lauf objektiv unbestimmt ist. In dieser Lage haben sich in der Wissenschaft verschiedene Methoden entwickelt, mit dieser Unsicherheit umzugehen. Die einschlägigen Begriffe sind Gegenstand der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie und der Naturphilosophie. Im Alltag und in den Naturwissenschaften gehen wir z.B. oft davon aus, dass bevorstehende Ereignisse zwar eine Ursache haben, wir aber nur sagen können, dass ein bestimmtes Ereignis mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit eintritt. Es ist aber umstritten, was es eigentlich genau heißt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses z.B. 0,7 ist. Sind Wahrscheinlichkeiten nur ein Maß für unser subjektives Unwissen oder gibt es in der Natur auch objektive Tendenzen (Propensitäten), denen man eine Zahl zuordnen kann? Ähnliche Verwirrungen gibt es mit dem Zufall. Sind zufällige Ereignisse notwendigerweise nicht determiniert? Gibt es vielleicht gar keinen Zufall, sondern nur unser Unwissen über die Bestimmungen der Zukunft? In diesem Seminar untersuchen wir einige der Antworten, die die Philosophie und die Naturwissenschaften auf diese Fragen geben.
Literatur Texte werde im Seminar zur Verfügung gestellt.
| Prof. Dr. Manfred Stöckler
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09-M52-01-09 | Theorienentstehung und -entwicklung [digital]
Seminar
Einzeltermine: Mo 08.03.21 - Do 11.03.21 (Mo, Di, Mi, Do) 09:00 - 15:00
| Dr. Niels Siegbert Linnemann
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09-M52-02-05 | Gemeinsam Handeln [digital] Acting together
Seminar
Termine: wöchentlich Do 12:00 - 14:00 (2 SWS)
| Prof. Dr. Georg Mohr
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09-M52-03-06 | Was ist Musik? [digital] What ist music?
Seminar
Termine: wöchentlich Di 12:00 - 14:00 (2 SWS)
| Prof. Dr. Georg Mohr Catherine Herbin
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09-M52-03-07 | Erkenntnisse in der physikalischen, digitalen und formalen Welt [digital] Knowledge in the physical, digital and formal world
Seminar
Termine: wöchentlich Do 10:00 - 12:00 (2 SWS)
Kurzbeschreibung: Die Veranstaltung gibt eine Einführung in erkenntnistheoretische Probleme der exakten Wissenschaften (Mathematik, Physik, Informatik) und deren historische Wurzeln. Typische Fragen, die behandelt werden, lauten: Was gilt als gute Erklärung in der Physik – und warum? Wie verändern künstliche Intelligenz und „big data“ unsere Erkenntnismöglichkeiten – und können sie „kreativ“ sein? Wovon handelt eigentlich die Mathematik – und warum gibt es in ihr keine Umbrüche wie in anderen Disziplinen? Lernziele: Die Teilnehmer des Seminars erlangen Kenntnis über wissenschaftsphilosophische Grundprobleme der exakten Wissenschaften. Sie können diese kritisch bewerten und auch Personen außerhalb ihres Fachgebiets souverän kommunizieren. Sie lernen, sich mit Originaltexten aus der theoretischen Philosophie intensiv und kritisch auseinanderzusetzen. Literatur: Nach Absprache im Verlauf der Veranstaltung.
| Prof. Dr. Dr. Norman Sieroka
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09-M52-04-06 | Ethik der Wertschätzung. Tugenden für eine ungewisse Welt [digital] What does applied philosophy mean?
Seminar
Termine: wöchentlich Di 10:00 - 12:00
| Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers
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09-M52-06-01 | Vorhang auf und Bühne frei: Eine Aufbereitung des Werks Albert Camus' für die Öffentlichkeit [Präsenz] Open the curtain and clear the stage: a processing of Albert Camus oeuvre for the public https://blogs.uni-bremen.de/camus4solidarity/
Seminar
Termine: wöchentlich Di 18:00 - 20:00 SFG 0140 (2 SWS)
| Dr. Svantje Marei Guinebert
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90-30-K-006B / 09-30-T1-018A | Gilbert Ryle: Der Begriff des Geistes [digital] Ryle: The concept of mind
Seminar
Termine: wöchentlich Di 16:00 - 20:00 (4 SWS)
Neben Wittgenstein und Austin gilt Ryle als ein Hauptvertreter der Ordinary Language Philosophy. Wie Wittgenstein befasste er sich mit Problemen, die sich nach seiner Diagnose aus der Verwechslung grammatischer und logischer Unterscheidungen, sog. Kategorienfehlern, und entsprechenden ungültigen Inferenzen ergeben, die in scheinbar unauflösliche philosophische Verwirrungen führen. Auflösen lassen sich diese Begriffskonflikte nur per Analyse des Gebrauchs dieser Ausdrücke. Die Anwendung dieser sprachphilosophischen Methode auf zentrale Probleme der Philosophie des Geistes und der Handlung findet sich in Der Begriff des Geistes. Insbesondere argumentiert Ryle, dass gängigen Theorien des Geistes eine Verwechslung von Dispositionsausdrücken (für Geistiges und den Bereich des Handelns) mit Ausdrücken für (verborgene mentale) Ereignisse bzw. Ursachen zugrunde liegt und der Geist deshalb „paramechanisch“ als „Gespenst in der Maschine“ konzeptualisiert werden muss, was insbesondere das Leib-Seele-Problem unlösbar erscheinen lässt und zu zahlreichen Zirkeln und Regressen in der Philosophie des Geistes führt. Teilnahmevoraussetzung ist regelmäßige, gründliche Lektüre der Seminarliteratur und Beteiligung an der Seminardiskussion sowie die Bereitschaft zur Übernahme von Referaten und Protokollen oder zur Übernahme der Gestaltung einer Sitzung.
| Dr. Frank Kannetzky
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