Wie kann ich Süchten vorbeugen?
Eine Sucht oder Abhängigkeitserkrankung entwickelt man nicht von heute auf morgen. Es handelt sich dabei eher um einen schleichenden Prozess, bei dem die Grenzen zwischen Konsum, Missbrauch und Sucht fließend sind.
Auch gibt es nicht die eine Ursache für Süchte. Es gibt verschiedene genetische, biologische, psychologische und soziale Faktoren, die sich gegenseitig beeinflussen und individuell unterschiedlich sind.
Die Basis, um dem Entstehen von Süchten vorzubeugen, besteht in der Stärkung der eigenen Persönlichkeit. Ein stabiles Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und die Stärkung der eigenen Resilienz (psychischen Widerstandskraft) sind neben guten Fähigkeiten der Stressbewältigung und Emotionsregulation zentral.
Daneben ist die Schaffung eines stabilen sozialen Umfeldes von großer Bedeutung. Stabile Beziehungen und das Gefühl von Zugehörigkeit können das Risiko für süchtiges Verhalten reduzieren.
Und natürlich ist auch die Verfügbarkeit von Suchtmitteln sowie das Wissen um die Wirkungen von Substanzen/Verhaltensweisen und um die Folgen von schädlichem Konsum oder Verhalten nicht zu unterschätzen. Je informierter und aufgeklärter man ist, umso kompetentere (Konsum-)Entscheidungen kann man treffen.
Im Gegensatz zu den o.g. protektiven Faktoren können Stress, Trauma, mangelnde Bewältigungskompetenzen, psychische Erkrankungen, Konflikte, ein geringes Selbstwertgefühl, sozialer Druck usw. das Risiko für Süchte erhöhen.
Um süchtigem Verhalten vorzubeugen ist es wichtig, aufmerksam mit sich selbst zu sein, Warnsignale (z.B. ständige gedankliche Beschäftigung mit der Substanz oder dem Verhalten) ernst zu nehmen und sich im Zweifelsfall (professionelle) Unterstützung zu suchen.
Ganz allgemein kann man sagen, dass die beste Prävention in einer gesunden Lebensführung besteht, die zu körperlichem, mentalen und psychischen Wohlbefinden führt.
