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AimData

Anpassbare Interaktion mit materialwissenschaftlichen Forschungsdaten (AimData)

Um die Persistenz, Wiederverwertbarkeit und Nachhaltigkeit experimenteller Forschungsdaten zu verbessern, wurden digitale Infrastrukturen zur Erfassung, Ablage und Dissemination geschaffen (InfoSys, Radischen, etc.). In der Folge steht als gegenwärtige Herausforderung vor einer umfassenden Akzeptanz und Nutzung dieser digitalen Infrastrukturen von den Zielgruppen deren Benutzbarkeit und Übertragbarkeit im Raum. Diese Herausforderung steht im Zentrum dieses Forschungsantrages, aufbauend auf den Erfahrungen und Ergebnissen des Projekts InfoSys. Wie in vielen Bereichen fallen in den Werkstoffwissenschaften große Mengen an Forschungsdaten durch Versuche
an. Diese wurden bisher in dezentralen Insellösungen mit geringer Standardisierung abgelegt. Im Rahmen des Vorgängerprojekts InfoSys wurde eine zentrale Infrastruktur geschaffen, mit der 90 % der anfallenden Forschungsdaten inklusive Meta-Daten für metallische Werkstoffe strukturiert abgelegt werden. Das entwickelte System ist
inzwischen im täglichen Einsatz und setzt auf nutzer- und umgebungsspezifische Eingabemöglichkeiten (z. B. Tablets) um die Nutzbarkeit, Effizienz und gleichzeitig die Akzeptanz des Systems vor Ort zu erhöhen. Im Rahmen des Folgeprojekts AimData soll das bestehende System als Beispiel einer digitalen Infrastruktur für Forschungsdaten, für deren Nutzung zur Recherche, Data Mining und Dissemination der experimentellen Daten angepasst, erweitert und optimiert werden. Hierbei steht nicht mehr die leichte, angepasste und benutzerfreundliche Eingabe der Daten, sondern deren spätere Verwertung durch Dritte im Vordergrund.

Die zu erarbeitenden Erweiterungen sollen allerdings nicht nur auf das Pilotprojekt anwendbar sein, sondern eine breitere Anwendung erlauben und fördern. Hierfür soll das InfoSys-System um weitere Funktionen erweitert werden. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf einer hochentwickelten Suchfunktion und Auswertungstools, die auf Data Mining und semantischer Verknüpfung basieren. Damit kann zukünftig das Potential der nun zentral und strukturiert vorliegenden Daten effizienter ausgeschöpft werden. Gleichzeitig werden weitere Maßnahmen im Bereich Qualitätssicherung von Forschungsdaten entwickelt und implementiert. Dies ist speziell vor dem Hintergrund der Referenzierung durch Digital Object Identifier (DOI) essentiell. Die Qualitätssicherungsmaßnahmen haben teilweise Überschneidungen mit den vorher genannten Auswertungstools, wie bspw. automatische Plausibilitätschecks. Zusätzlich sollen innovative Methoden entwickelt werden, die es den Nutzern erlauben, die Qualität von Forschungsdaten einfacher zu bewerten. Um hinreichende Komplexität und Übertragbarkeit zu gewährleisten, sollen auch materialwissenschaftliche Daten der Stoffklasse der faserverstärkten Kunststoffe (FVK) mit allen spezifischen Eigenheiten hinsichtlich Metadaten und Versuchsabläufen hinzugefügt werden. Zentrales Anliegen dieses Projektantrags ist eine strukturelle Erweiterung der bisher bestehenden leistungsfähigen, zentral organisierten Forschungsdateninfrastruktur, um einen langfristigen Mehrwert für die Anwender und Fördergeber zu schaffen. Gleichzeitig soll auch der Skopus auf weitere Domänen erweitert werden und eine Überführung auf neue Anwendungsbereiche geprüft werden.

Projektträger

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Laufzeit

2016 - 2019

Kontakt

infosys@tzi.de

Partner
  • Institut für Werkstofftechnik Bremen (IWT)
  • Faserinstitut Bremen e.V. (FIBRE)
  • Institut für integrierte Produktentwicklung (BIK)
  • Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI)
Link

http://devinfosys.iwt.uni-bremen.de/

Aktualisiert von: TZI