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CO2 hat einen Preis.

Den deutschen Umweltpreis für das Jahr 2020 teilen sich zwei vorbildliche Projekte im Klima- und Umweltschutz. Preisträger der mit 500 000 Euro dotierten Auszeichnung sind der Ökonom und Klimaforscher Prof. Dr. Edenhofer und die beiden Unternehmer Annika und Hugo Sebastian Trappmann.

Mit einem besonderen Ehrenpreis von 10 000 Euro wird der Insektenforscher Dr. Martin Sorg für seine Forschungen auf dem Gebiet des rasant zunehmenden Insektensterbens ausgezeichnet.

Prof. Dr. Edenhofer erhält den Preis für seinen Vorschlag einer CO2-Bepreisung, die dem Staat als Markt-Akteur ein wirkungsvolles Instrument zur Regulierung von CO2 Emissionen zur Verfügung stellt. Prof. Edenhofer ist Direktor des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). Er wird als einer der weltweit einflussreichsten Pioniere der Ökonomie des Klimawandels angesehen.

Die Geschwister Annika und Hugo Sebastian Trappmann sind Geschäftsführer der mittelständischen "Blechwarenfabrik Limburg". Sie werden mit dem Deutschen Umweltpreis für ihre besonders nachhaltigkeitsorientierte energie- und ressourcensparende Produktionweise geehrt. Die in der Produktion etablierten Hightech-Maßnahmen seien ein hervorragendes Best Practice-Beispiel und richtungsweisend für viele andere produzierende Branchen, heisst es in der Begründung für die Preisverleihung.

Dr. Martin Sorg hat mit seinem persönlichem Engagement und seiner wissenschaftlichen Arbeit eindrucksvoll dazu beigetragen das Insektensterben in den öffentlichen Focus zu rücken. Durch seine Analysen hat er fundiert den Insektenrückgang nachgewiesen und damit die Warnungen zahlreicher Forscher vor einem dramatischen Rückgang der Biodiversität bestätigt. Die Forschungsergebnisse waren Auslöser für ein breites Echo in Medien und Wissenschaft, das letztlich eine breite gesellschaftliche und politische Debatte der Thematik zur Folge hatte.

Deutscher Umweltpreis 2020