Zum Hauptinhalt springen

Detailansicht

Wie Afrika sich selbst retten kann

2018 wurde der Agrarwissenschaftler Tony Rinaudo für seine außergewöhnliche Wiederaufforstungsmethoden in der afrikanischen Sahel-Zone mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Jetzt hat der Regisseur Volker Schlöndorff einen beeindruckenden Film über Tony Rinaudo und seine Arbeit gedreht.

"Wenn die Wälder verschwinden, verschwindet das Wasser, die Fische und das Wild, die Ernten, die Herden verschwinden. Die Fruchtbarkeit geht. Dann kommen die Geister alter Zeiten zurück, heimlich, einer nach dem anderen. Flut, Dürre, Feuer, Hunger und die Pest". Dieses Zitat des britischen Umweltaktivisten Richard St. Barbe Baker aus den 1940er-Jahren hat Volker Schlöndorff seinem Film "Der Waldmacher" vorangestellt.

Der Australier Tony Rinaudo revolutioniert seit Jahren die Wiederaufforstung in Afrika. Im Zentrum seiner Arbeit steht nicht die Neuanpflanzung von Baumzöglingen, die oft verdorren oder von Tieren gefressen werden. Rinaudo unterrichtet die örtliche Bevölkerung, wie mit geringem Aufwand vorhandene Baumstümpfe und Wurzeln zu neuem Leben reaktiviert werden können. Gemeinsam konnten er und die Landwirte vor Ort bereits mehr als sechs Millionen Hektar Land bewalden. Sein wertschätzender Umgang mit den Menschen vor Ort und sein besonderes Engagement für die Natur haben ihm den liebevollen Ruf "Der Waldmacher" eingebracht.

Volker Schlöndorfs Film läuft ab dem 7.April in den deutschen Kinos.