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Event

Reziprozität als Voraussetzung arbeitsökologischer Innovationen

Veranstalter: Institut Arbeit und Wirtschaft
Ort: Virtueller SeminarraumColloquiumsreihe als Online-Lectures -
Beginn: 13. Oktober 2020, 16:00 Uhr
Ende: 13. Oktober 2020, 18:00 Uhr
Kategorie: iaw-Colloquium , Veranstaltungskalender , Kolloquien, Symposien, Reihen

iaw-Colloquiumsreihe „Arbeit und Nachhaltigkeit“

Referent Dr. Guido Becke (iaw) zum Thema: „Reziprozität als Voraussetzung arbeitsökologischer Innovationen“

 

Moderne Arbeitsgesellschaften befinden sich derzeit in vielgestaltigen Transformationsprozessen, wie die Digitalisierung und Flexibilisierung von Arbeit, die ökologischen Folgeprobleme des Wirtschaftens und jüngst die durch das Corona-Virus ausgelöste Pandemie verdeutlichen. Arbeitsmärkte wie Arbeitskräfte geraten dadurch weltweit unter Druck. Anstatt nachhaltiger gestaltet zu werden, scheint sich Arbeit weltweit immer mehr von Nachhaltigkeitszielen zu entfernen.
Seit einiger Zeit wird daher von den Vereinten Nationen mit ihren beschlossenen „Sustainable Development Goals“ sowie dem Bericht „Arbeit und menschliche Entwicklung“ (2015) die „duale Zielsetzung“ einer sowohl ökologisch nachhaltigen als auch die menschliche Entwicklung fördernden Arbeit verfolgt. Man ist ausdrücklich darum bemüht, die Trennung der oft unverbundenen Perspektiven auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit zu überwinden.
In den gesellschaftlichen Debatten hierzulande bleiben allerdings die ökologischen Aspekte von Arbeit oftmals ausgespart, wenn es um die sozial nachhaltige  Gestaltung von Arbeit geht. Im Diskurs zur ökologischen Nachhaltigkeit werden hingegen deren arbeitspolitische Bedeutung, die Arbeitenden selbst, ihre Arbeitsbedingungen und sozialen Lagen meist wenig berücksichtigt.


In der iaw-Colloquiumsreihe sollen vor diesem Hintergrund die Wechselbeziehungen zwischen Arbeit und Nachhaltigkeit im Sinne eines integrierten mehrdi-mensionalen Nachhaltigkeitsverständnisses diskutiert werden. Welche Spannungsverhältnisse zwischen Arbeit und Nachhaltigkeit treten auf? Welche darauf bezogenen Governanceformen entwickeln sich auf verschiedenen Ebenen? Und wie könnte die „duale Zielsetzung“ unter den Bedingungen moderner Erwerbssysteme realisiert werden?

Weitere Termine:

    10.11.20
    Stephan Voswinkel (IfS Frankfurt):
    „Sozialität als zentrale Dimension nachhaltiger Arbeit“

    8.12.20
    Stephan Otto (EVOCO GmbH)
    „Beschäftigte und Betriebsräte als aktive Mitgestalter der ökologischen Transformation in den Unternehmen - Wunschtraum oder Chance?“

    12.01.21
    Peter Bleses (iaw) und Andreas Friemer (iaw):
    „Digitale Transformation und nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit“

    9.02.21
    Birgit Blättel-Mink (Universität Frankfurt/M., Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziologie):
    „Welche Rolle spielt die Wissenschaft in der Governance sozial-ökologischer Transformation?“

    12.02.21
    Hans-Jürgen Urban (IGM Bundesvorstand, Frankfurt/M.):
    „Sozial-ökologische Transformation und Gewerkschaften. Treiber oder Veto-Kraft?“